Brevet Brevet-Berichte 2022

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400er Westfahlenbrevet

Mein erstes 400er. Nachdem ich das einzige 300er mit dem DF damals kurz vor Ziel wegen Schalt-Schlamassel abbrechen musste.
Harter Brocken, aber man meldet sich einfach an - und dann ist es plötzlich da.

@jostein hatte auch gemeldet und obwohl er vermutlich mit einem 30er Schnitt schon etliche Stunden früher zu Hause gewesen wäre, ist er mit mir gefahren und hat geduldig an den Steigungen gewartet. Dafür vielen Dank schon mal! Zu zweit motiviert halt doch mehr und gibt auch mehr Sicherheit, falls mal was ist.

Der Start war noch im Pandemie-Modus: Offenes Startfenster, ich war schon früh gegen 7 dort und als ich gerade losrollte, kam auch gerade Hajo. Ich bin aber schon mal vor, er sollte mich kurz später am ersten Berg nach Lennep wieder einholen. Ab da ging es gemeinsam.
Schon auf der Anreise gab es die erste Graupel-Dusche und die sollten uns auf der ganzen Tour begleiten: im Flachland gepaart mit Windböen und gerade bei Gegenwind wie Nadelstiche auf jedem Stück unbedeckter Haut. Der Schaumdeckel war mein bester Freund.

Bis Paderborn lagen die meisten Höhenmeter. Kontrollen waren hier mehrere. Auch sind wir häufiger kleinen Gruppen Rennrädern begegnet, die uns an den Steigungen wie gewohnt stehen ließen und dann auf den schnelleren Stücken wieder zurück überholt wurden. Diese Gattung hat hier meinen größten Respekt, gerade bei diesem fiesen, kalten, böigen Wind, der ab Paderborn dann auch genau gegenan stand.
Und hier wurde es dann auch einsam: Wer mit dem Rennrad bis Paderborn durchgekommen war, hatte die härteste Prüfung noch vor sich: 100 nahezu flache Kilometer mit brutalem Gegenwind, der bei Graupel noch mal ordentlich böig zulegte.
Wir im VM mussten einfach nur kurbeln. Die Sicht nicht zu verlieren war die größte Herausforderung. Gut 100 km bis Nottuln bei den letzten Sonnenstrahlen, die zwischen den Graupelschauern immer wieder durchkamen, vergingen wie im Fluge.

In Nottuln dann einer der ganz harten RRler an der Tanke: Kurze Hose, gestählter Körper, hatte auch mit weniger Zeit gerechnet und sammelte noch Körner für die knapp 100 km Restetappe in der Dunkelheit zurück nach Wuppertal. Wir fuhren eher los und rollten die letzten flachen Kilometer Richtung Dortmund, wo die Hügel und die finale Kletterei begann.
Zum Glück war das letzte Stück trocken, so daß meine äußerst gereizten Sitzknochen und die sich permanent beschwerenden Beine das einzige Problem blieben, dass sich mit ein paar Dehn-Stops und süßen Getränken kompensieren ließ. Die letzten 20 km hoch zur finalen Zielabfahrt kannte ich noch von den Münsterland-Brevets und habe meinen Körper mit einzelnen M+Ms für jeden geschafften Kilometer bestochen. Bei d-10 km gab es noch einen extra-Schluck Cola zur Feier.
Mehr als 150 Watt gingen einfach nicht mehr und die Freude war groß, als endlich der Ikea vor der Abfahrt auftauchte.

Stempelkarte abgeben - der Nachtschalter-Mensch an der Tanke war natürlich nicht informiert worden und musste dann kurz von uns Instruktionen bekommen, was zu tun war - und die Heimfahrt antreten. Hajo noch mal nach Lennep hoch und ich den seichteren, aber längeren Trassen-Kurs hoch nach Solingen. Gegen 3 war ich dann unter der herrlich warmen Dusche.
Warum man sich sowas antut? Ich habe keine Ahnung. Aber das war immer so - und dann meldet man sich schon für das nächste an...

Strava mit Bildern von mir: https://www.strava.com/activities/6957534185 und von Hajo: https://www.strava.com/activities/6957034625

Hier noch das Paderborner Revier-Markierungs-Foto für @Fritz:
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Ansonsten: alles da.
Von Sonne
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Bis Graupel
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Blühende Landschaften
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Versönliche Lichtblicke
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@ChristianW hat's ja oben schon zusammengefasst.

Bei diesem Wetter war das Velomobil vergleichsweise sehr komfortabel. Selbst ohne Haube und Schaumdeckel blieben die Klamotten weitgehend trocken, der Wind sorgte nur für Kühle im Gesicht und auch die Hände blieben ohne Handschuhe warm - von dem massiven Gegenwind auf der 2. Hälfte ganz zu schweigen.

Dafür ist's halt auf manchen Wegen etwas rumpeliger, da man auf den holperigen Straßen und Wegen im Sauerland und Ruhrgebiet mit dem 3-spurer weniger ausweichen kann.

Dafür springt die Dortmunder Tuning Szene eher auf Velomobile an als auf Radfahrer ;).

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Woohoo! - Endlich wieder Brevets! - ARA Niederrhein - 200 km - Die Mühlenroute.
Ich folge einem mir unbekannten Velomobilisten ...
... das war ich ;).

Für mich war es überhaupt erst das zweite Brevet meines Lebens. Das erste war ebenfalls die Mühlentour von Twisteden im September letzten Jahres. Dieses Jahr war die Strecke nicht identisch aber leider mit genau so viel schlechtem Strassenbelag.

Ich hab es extra langsam angehen lassen, Hauptsache ankommen und die Strecke genießen und so bin auch ich im letzten Pulk gestartet. Das Wetter war toll. Auf den zweiten 100km hatte ich noch genug Körner, so dass ich es, im Gegensatz zum ersten Mal, bis zum Ende genossen habe.

Am Ende habe ich unter 8 Stunden gebraucht … für mich als Rookie sensationell. Freue mich schon auf den 300 er Ende April, auch wenn ich seit 2 Wochen total erkältet bin. Mal sehen wen man dann so wieder trifft.

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mir ist der 300er leider vorgestern im Kalender "zerplatzt". Sehr schade.
Vielleicht hättest du die Quote etwas verbessern können. Von 7 Startern am 09.04. kam nur einer durch, einer 45min zu langsam, der Rest DNF. Die, die vom 02.04. auf den 09.04. verlegt hatten (digitale Brevetkarte), hatten sich verspekuliert. Genauso kalt und windig wie eine Woche vorher dafür aber noch etwas Regen dazu: 20 DNS!
 
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200 km Tölzer-Land-Rundfahrt, ein hügeliges Unterfangen

Als erste offizielle „Radprüfung“ habe ich mir die Tölzer Runde bei ARA München / Oberbayern ausgesucht.

Die Hinfahrt zur Unterkunft nach München war bereits unterhaltsam: Nach anfänglich satten Regenmassen bis Pfaffenhofen, folgten stürmische Böen mit kurzzeitig lupfendem Vorderrad im Norden vor der Bayernmetropole.
Der von mir gefürchtete Stadtverkehr war dann halb so wild, das gebuchte Privatzimmer in Oberföhring ersparte mir den Freitagfeierabendverkehr im Zentrum.

Start der ARA München / Oberbayern Brevets ist am Roecklplatz, im 3mills Cycle & Coffee gab es neben den Startunterlagen ein tolles Frühstücksbuffet und fast durchweg gute Unterhaltung als Radlexot – ich war der einzige Teilnehmer mit korrekter Haltung bei der Fahrt, alle anderen Sitzradler unterschiedlichster Couleur.

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Bereits nach den ersten Kilometern war klar, dass Velomobile auf dieser Tour nur bedingt ihre Vorteile ausspielen konnten. Es galt, ansonsten von mir gehasste, kleine Radwege mit ordentlich Gehölz als Folge der Sturmböen und unzählige Abzweige in kleinste Wege, die leider zu spät meinerseits erkannt wurden, zu überwinden.

Einen Vorteil hatte ich allerdings, um meine kleine Wärmekabine beneideten mich wohl viele Teilnehmer, die hartgesotten bei Schneegestöber und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sich durchgekämpft haben. Die häufigen Verfahrer von mir sorgten für Unterhaltung, ich habe einzelne Grüppchen in Flachetappen mehrfach überholt bzw. wurde bei kräftigeren Anstiegen selbst durchgereicht. Immerhin habe ich gemerkt, dass ich bei moderaten Steigungen nicht stark abgefallen bin, zweistellige Steigungsprozente waren nur kurz, eher selten und somit VM-kompatibel.

Der wolkenverhangene Himmel brachte die sehenswerte Landschaft im Tölzer Land nicht zur Geltung. Holzkirchen, Bad Tölz und Lenggries zeigten sich nasskalt, erst die Auffahrt nach Wallgau wurde von kurzen Sonnenstrahlen begleitet.

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In Krün rollte eine weiße Wand in Form eines Graupelschauers über die Teilnehmer hinweg. Die Auffahrt zum Walchensee über den Kesselberg zum Kochelsee war dann zum Glück wieder ein sonniges Vergnügen. Die Kesselbergstrecke wurde glücklicherweise nur von vereinzelten Blechkisten begleitet, die Kradfraktion mied an diesem Samstag die Jedermannrennstrecke.

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Eigentlich hatte ich mich nach ca. 160 km auf die Ankunft in München bereits gedanklich vorbereitet als mich insgesamt 3 Plattfüße und mein dilettantischer tubeless-Reparaturversuch zeitlich gnadenlos zurückwarf. Pro One sind für ein solches Brevet nicht die beste Wahl. Zu Hause bei der Reifenbegutachtung sollte sich herausstellen, dass offenbar Glassplitter ein verbreitetes Streugut in Oberbayern sind.

Immerhin hatte ich 2 Stück 406er Butylschläuche dabei, in München ergab ich mich nach mehreren Versuchen mit Nachpumpen dem Schicksal und habe auch den rechten Vorderreifen auf TT umgestellt. Nebenbei merkte ich, dass es in Städten nicht einfach ist ein Fleckchen Wiese zum Umlegen des DFs zu finden – ich bleib ein Landei!

Am Ende des Brevets standen 8:16 h auf dem Tacho als Bewegungszeit, pausierte Zeit 3:19 h, Schnitt 25,4 km/h bei 1.636 Hm lt. Bolt.

Nach einer kurzen Stärkung im 3Mills ging es dann deutlich später in Richtung Kelheim als ursprünglich vorgesehen. Meine doch beanspruchten Beine brachten mich wenigstens bis kurz vor Mitternacht nach Hause. Für die gut 110 km bei größtenteils Regen, war nicht mehr als ein 30,7er-Schnitt drin.

Egal, ich war angekommen, kein Plattfuß oder Defekt mehr, dafür jede Menge Erfahrungen für die nächste Runde.;)
 

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ARA Mittelhessen 300er "Lange Rhön" (Drei-Länder-Version)

Es ist 06:53 Uhr ich bin eben aus der Unterkunft gegangen und stehe nun in Eiseskälte vor meinem DF mit einem Platten vorne Links.
Na Super!
So startet also mein erster Brevet, direkt auf der Anfahrt wird es zum Abenteuer.

Um 7:50 Uhr endet die Ausgabe der Startkarten und ich muss noch von der Unterkunft bis zur Startstelle fahren.
Strecke zum Start ca. 8km und 200hm.
Am besten vorher auch noch einen Bäcker besuchen um wenigstens etwas Frühstück dabei zu haben.

Gerade noch pünktlich um 7:45 Uhr rolle ich auf den Parkplatz vom Startort, die Blicke von einigen anderen Teilnehmern sind auf mich gerichtet als würde ein Marsmännchen zu besuch kommen.
Die Blicke wurden nur noch größer als ich in kurzer Hose und T-Shirt ausstieg und neben dran Schnee liegt.
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Ein weiterer Teilnehmer ist direkt nach mir auf den Parkplatz gerollt und ist zielstrebig zur Ausgabestelle der Startkarten gelaufen, ihm folgte ich, da ich nicht genau wusste wo ich was zu erledigen hatte.
Die Ausgabestelle war im Bürgerhaus in Heubach, dort saßen noch einige weitere Teilnehmer.
Eine Teilnehmerin ganz erschrocken: "Der hat ja ne kurze Hose an!?", mit der Tonlage als wäre das völlig verrückt.
Meine Antwort "Ich fahre ja auch in meinem Fahrrad, da ist es ja warm", hat das ganze scheinbar nicht gerade verbessert.

Nach einer offiziellen Ansprache von Christian Schulz, dem Organisator, ging es los.
Gestartet bin ich als einer der letzten, nach dem sich der Tross vom Parkplatz in Fahrt gesetzt hat.
Leider war ich der einzige liegende dort und habe mich anfangs wie das schwarze Schaf gefühlt.
(Eigentlich wollte @susisorglos den Brevet fahren und hatte gefragt ob vielleicht noch jemand dabei ist.
Da ich zu an dem Tag Zeit hatte, warum also nicht?
Leider wurde @susisorglos kurz vorher Krank und konnte daher den Brevet nicht mitfahren.)

Direkt am Anfang eine seichte Steigung, dabei war mein Ziel einfach mein Tempo zu fahren und nicht direkt Rennradfahrer zu jagen.
Zu meiner Überraschung waren die Rennradfahrer aber ähnlich schnell wie ich.
Nach der Kuppe ging das Überholen erstmal los, da die ersten 65km bis zur 1. Kontrollstelle mehr bergab als bergauf gehen.
Nur ein steiler aber nicht sehr langer Anstieg war auf dieser Etappe zu bewältigen.
Daher konnte ich auf diesem Abschnitt meine Vorteile ausspielen.
Eine Gruppe von 4-5 Rennradfahrern war echt schnell unterwegs, ich bin mit ca. 43km/h nur langsam an ihnen vorbei gezogen.
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An der ersten Kontrollstelle bin ich mit der schnellen Rennradfahrer Gruppe gleichzeitig angekommen.
Der Tankwart an dieser Kontrollstelle, musste erstmal von der Gruppe Rennradfahrern instruiert werden, was genau wir alle von ihm wollen.
Da war ich froh nicht alleine als erstes dort angekommen zu sein.
Gerade bei dem ersten Brevet wo man noch nicht genau weiß wie das ganze so funktioniert und abläuft.

Weiter ging es von Karlstadt Richtung Steinach zur zweiten Kontrollstelle.
Das Wetter war kalt und feucht.
Ständig hat sich Regen und Sonne abgewechselt und wurde zwischendrin immer mal von Hagel, Sturm oder Schnee unterbrochen.

An den Anstiegen haben mich regelmäßig andere Teilnehmer überholt.
Bergab oder in der Ebene konnte ich häufig wieder aufschließen oder auch zurück überholen.

Auf dem Weg zu Kontrollpunkt 2 bin ich durch Elfershausen gefahren.
Da musste ich als VM Fahrer natürlich an Rolltestversuche denken, auch wenn diese vor meiner VM Zeit liegen.

An einer Stelle hatte ich das Abbiegen verpasst, laut Navi konnte ich auch die nächste Straße abbiegen und würde so wieder auf den Track kommen.
Die Strecke sah dann allerdings so aus:
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Falls es nicht gut zu erkennen ist, es geht dort sehr steil hoch und hat sehr schlechten Untergrund.
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Nach der 2. Kontrollstelle in Steinach ging es weiter zur Kontrollstelle beim Schwarzem Moor.
Dafür mussten einige Höhenmeter bewältigt werden.
Nach mehreren Verschnaufpausen und einigen Anstrengungen bin aber auch ich mit dem VM oben angekommen.
Während dem Anstieg hatten mich mehrere Rennradfahrer Gruppen überholt.
Oben auf der "Hochebene" war so ein Sturm das ich nur vorsichtig mit ca. 35km/h fahren konnte und in der Mitte von zwei Spuren gefahren bin.
An der Kontrollstelle kurz vor der Abfahrt habe ich ein paar der Rennradfahrer wieder getroffen, auch die hatten wohl ordentlich zu Kämpen, damit sie nicht umfallen.

Oben auf der "Hochebene", hier noch dunkle Wolken:
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Kurze Zeit später an der Kontrollstelle war wieder bestes Wetter:
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An der vierten und vorletzten Kontrollstelle habe ich meine erste längere Pause gemacht.
Dabei Essen und Trinken wieder aufgefüllt und mich mit 2 Rennradfahrern unterhalten.
Bis hier waren es ca. 210km also noch gute 90km to go.
Die Anstrengungen habe ich schon deutlich gespürt und mich nicht auf die nächsten Steigungen gefreut!

Wenn ich an Steigungen mal Rennradfahrer gesehen habe, hat mich das motiviert, auch wenn diese mich dort meist überholt haben.
Ich war einfach froh es deutlich wärmer und geschützter zu haben, bei diesem Mistwetter.

Die Etappe zu Kontrollstelle 5 in Tann war eigentlich ganz gut fahrbar, nur kurz vor Tann war nochmal ein bissiger Anstieg.
Aber die nächste Kontrollstelle zum greifen nahe, das hat Motiviert.

In Tann angekommen war es bereits dunkel, dort war am Marktplatz eine freie Kontrollstelle.
Ich habe leider einiges an Zeit benötigt um nach einem Parkautomat o.ä. zu suchen für den Beweis das ich dort war.
Am Ende haben mich die 2 Rennradfahrer wieder eingeholt mit denen ich mich an der vorherigen Kontrollstelle länger unterhalten hatte.
Gemeinsam haben wir dann die Durchgangszeit in der Brevetkarte eingetragen und Kontrollfotos gemacht.
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Nun "nur" noch wieder zurück nach Heubach. Ich hätte hier allerdings gerne schon aufhören können.
Meine Kräfte waren am Ende, ich von der Sucherei ausgekühlt und etwas hungrig.
Mein Navi sagte mir noch 50km, das klingt ja nicht mehr weit!?
Aber einer der beiden Rennradfahrern meinte, es seien noch 800hm:sick:

Diese ließen auch nicht lange auf sich warten.
Erst eine lange flachere Steigung, um die ich froh war.
Mit Musik in den Ohren langsam ohne zu viel Druck auf den Pedalen hoch Kurbel.

Beim erblicken der Steilen Abschnitte habe ich mir wirklich gedacht, wie soll man das Schaffen!?
Das ist doch mega steil! Niemals schaffe ich das!
So gerne ich die Flinte ins Korn geschmissen hätten, war das keine Option!
Ich muss ja schließlich wieder zurück zur Unterkunft und dafür muss ich am Ziel vorbei....

Zeit hatte ich zum Glück genug, so habe ich mir die Steileren Steigungen in kleinere Abschnitte geteilt und immer eins gefahren, pausiert und wieder weiter.
Auf dem Abschnitt zum Ziel war schon einiges an Selbstbeherrschung gefragt!
Die Frage warum ich mir so etwas eigentlich immer mal wieder antue, konnte ich mir dort nicht beantworten.
Tatsächlich habe ich bei den letzten Anstiegen an @Nemberch und seinem Bericht von einem Brevet eine Woche vorher denken müssen.
Das hat mich irgendwie motiviert Stück für Stück weiter zu fahren.

Am letzten Anstieg habe ich mal wieder einen der Rennradfahrer getroffen, mit dem ich mich auf dem Brevet schon häufiger unterhalten habe.
Wir sind dann gemeinsam am Ziel eingerollt.

Mit einer Nussecke, die vom Veranstalter am Ziel hinterlegt waren, haben wir uns dann beide auf den Heimweg gemacht.
Er in dem warmen Auto, ich durfte mich ein letztes Mal die restlichen steilen 100hm über den Berg quälen, bis ich dann einfach zur Unterkunft rollen konnte.

Letztlich bin ich knapp 13 Stunden gefahren und habe insgesamt knapp 16 Stunden benötigt.
Es waren 304km und über 3900hm.

Warum quält man sich durch so etwas?
Ich weiß es nicht...
Werde ich so etwas wieder tun?
Sicherlich, nur nicht in den nächsten Wochen:LOL:

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Burning Roads - Karfreitagsprozession zum 15.-jährigen Jubiläum

Nun gibt es "Burning Roads" schon seit 15 Jahren; seit 2012 "kenne" ich BR und Thorsten. Die erste gemeinsame Fahrt mit der "Truppe" war das große "Abschlusstraining" für Burning Roads 2012, das "wir" damals auch als Trainingseinheit für unsere erste gemeinsame Wartburg-Attacke genutzt haben. Neben dem "großen" Burning Roads im Sommer hat Thorsten dieses Jahr also auch eine Jubiläumsfahrt im Angebot.
300 schöne km durch die Niederlande mit Start/Ziel in Ochtrup stehen auf dem Programm. Die Beschreibung:
2007-2022 / 15 Jahre Burning Roads!

Mit diesem superschönen 300er läuten wir das Jubiläumsjahr ein!
Eine richtig feine Runde auf der es immer was fürs Auge gibt!

Ganz zwanglos, wer am Start ist, ist dabei!

Gefahren wird im Brevet-Style: Selbstverpflegung, jeder so wie er kann, freie Tempowahl. Fahrt in mehreren Gruppen, oder auch alleine möglich, so wie es eben passt!
Da kann man ja nicht nein sagen, oder?

Mein ursprünglicher Plan war, am Donnerstagabend nach Ochtrup zu fahren, um dann am Freitag gut ausgeschlafen in den 300er zu starten und dann flexibel entweder noch nachts heimzufahren oder wieder in Ochtrup zu übernachten und Samstag heimzurollen.
Es kam aber leider völlig anders. Äußere Umstände verengten meinen Karfreitag / Karsamstag ganz erheblich. Also wurde der Freitag leider nicht kar frei. ;-) - Ich lud das Alpha in den Caddy, fuhr zum Start und war dort viel zu pünktlich. Also noch schön ausgeruht und Kaffee aus der Thermosflasche in den müden Körper gefüllt. Außerhalb des Autos war es frisch und ziemlich grau.

Als immer mehr Fahrer*innen auf dem Aldi-Parklplatz eintrudelten, schob (das wird noch wichtig) ich das Alpha auch in den Startbereich.
Schlussendlich standen grob geschätzt 40 Menschen im Startbereich auf dem Aldiparkplatz herum und scharrten mit den Cleats.
@tomacino rollte auf eigener Achse mit 60 km in den Beinen auch ein, @flovo ebenso (wollte aber nur eine 100 km Runde drehen), und auch @I-S-MS rollte auf eigener Achse aus Münster ein.

Thorsten hielt noch eine kurze Ansprache, wie darauf hin, dass die Strecke gut zu fahren sei und wohl auch für Velomobile unproblematisch sein würde. Er erinnerte daran, dass es für einige wohl auch dunkel werden könnte. Naja, ... das ist bei 300ern im Frühjahr eher wahrscheinlich ;-) (Also bei mir zumindest.) - Mein Licht-Akku war jedenfalls frisch geladen.

Genug der Vorrede. Los geht's. Die RR-Fahrenden verließen im Bulk den Parkplatz. Wir Liegenden harrten noch der endgültigen Ankunft Ingos (der irgendwie noch ne Blockrunde zwischen Bäcker, Lidl und Aldi einlegte ;-)), hielte dann noch einen kleinen Schwatz und machten uns auf den Weg.
Ähhm, und was war das? Warum macht mein Alpha plötzlich so komische Geräusche. Kaum (als letzter) vom Parkplatz runter, hupe ich der Truppe noch winkend hinter her. Aber zu spät. Zurückgelassen rolle ich in die nächste Parkplatzeinfahrt, um dem seltsamen Geräusch auf die Spur zu kommen. Wartungsklappe auf, ... hmmm, vorn scheint alles ok. Ahhh, ... da hat sich ein Textilstück in die Umlenkrolle unterm Sitz gearbeitet. Es ließ sich glücklicherweise komplikationslos entfernen. (Wenn ich mal schon zwischen Auto und Start *gefahren* wäre, wäre mir das eher aufgefallen und diese Verzögerung wäre mir erspart geblieben ...) Wartungsdeckel wieder drauf. Fahrer wieder rein. Bremsen los. Und ab geht die wilde Aufholjagd. Naja, ... aber so einfach sind 2 VMs und eine schnelle Liege nicht einzuholen. Der Streckenteil in Deutschland läuft allerdings auch super ...oooOOO (ich darf nicht überpacen, ich darf nicht überpacen, ich darf nicht überpacen)OOOooo....

Irgendwann taucht Ingo im QV vor mir auf, er ist allerdings recht langsam unterwegs und Thomas scheint auch schon weiter voraus zu sein, vom Milan mal ganz zu schweigen. Ich grüße und fahre vorbei.
In Epe fahre ich dann auf Thomas auf, wir rollen gemeinsam durch den Ort, dann fahre ich in meinem Tempo weiter. Oha! Ich entdecke dann doch irgendwo "da vorn!" den Milan von Florian und tatsächlich treffen wir noch ein ganzes Stück vor Alstätte aufeinander und rollen zusammen weiter. Eigentlich ist es mir stückchenweise ein wenig flott, aber was soll's ;-)

In Alstätte passiere wir (unbemerkt) den lauernden Norbert (M5 CHR). Die Strave FlyBys zeigen, dass wir wunderbar mittig zwischen Thomas und der führenden RR-Gruppe eingeklemmt unterwegs waren. Das noch recht große zusammen fahrende Rennrad-Rudel passieren wir schlussendlich direkt an der Grenze. Leider fällt unser VM-Duo schon kurze Zeit später in Buurse wieder auseinander, da @flovo auf seinen Heimweg abzweigt.
Naja, das gibt mir die Gelegenheit nach einer kleinen Pausengelegenheit zu suchen. Ich muss nämlich noch meiner nicht funktionierenden Elektronik (ach, erwähnte ich das noch gar nicht ...) auf den Grund gehen und schauen, ob das ein echter Ausfall oder nur ein kleineres Problemchen ist. Während ich das kurz hinter Neede erledige (puuuh, war wohl doch nur ein schlecht kontaktierter Akku-Stecker), passiert mich die Rennradgruppe. Außerdem trudelt Norbert ein und wir lernen uns kurz kennen (ich weiß leider den Nick hier im Forum nicht). Ach, und schon rollt auch Thomas ran, der kurz hinter uns eine kleine Pause machte.

RR-Trüppchen, Thomas und ich fahren alle unser eigenes Tempo, ... aber wir hängen meistenteils so gerade "nicht" in Sichtweite voneinander herum. In Vorden verpasse ich eine Ausfahrt im Kreisverkehr und verheddere mich kurz in einem Gewirr aus Einkaufzentrumparkplätzen, bekomme so aber mit, dass "alle wieder da sind", die Rennradler aber erstmal eine zünftige Bäckereipause einlegen.

Am Südrand von Zutphen gibt es dann den ersten IJssel-Blick.
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Ich beschließe irgendwo kurz vor der Einfahrt in den Veluwezoom an einem netten Rastplatz erstmal ganz in Ruhe Kohlehydrate nachzutanken.

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Während ich noch kaue fährt erst Norbert vorbei und dann trudelt Thomas ein und wir pausieren zusammen weiter ;-). Und schon sind die Rennradler um Thorsten auch durch. Denen folgen wir dann - eh gerade im Aufbruch - allerdings spontan. Thomas voran. Ich musste noch einpacken, einsteigen und so.

Urrrks. Veluwezoom. Eine der Gegenden der Niederlande, die ein paar Höhenmeter bieten. Kann ja lustig werden in meinem Alpha mit 1x12-Antrieb und ohne echte Berggänge (ich fahre schon leichtere Räder nur mit Untersetzung irgendwelche Hügel rauf und habe vorn 60 und hinten 11-52 Zähne dabei); ... naja, was ist schon das Schlimmste was passieren kann? Genau. Schieben. Diese Befürchtung war interessanterweise unbegründet und ich konnte (waaaaas?) sogar den einen oder anderen Rennradler an den Anstiegen überholen und sogar wieder zu Thomas auffahren. Wenn ich ehrlich mit mir bin, war das ein völlig überraschender Genuss, dieses Auf und Ab. Ich hatte nicht einmal Zeit, Fotos zu machen. Thomas und ich rollten wieder ein Stück gemeinsam und irgendwann zog ich wieder weg. Aber wie man hier sieht, trafen wir uns auch einigermaßen bald schon wieder:

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(Schön zu sehen, meine Stretch-Limousine ... ;-))

Das Wiedertreffen war gut und notwendig, denn wir wollte doch gemeinsam eine schöne Essenspause machen. Thomas KH-Spiegel war wohl recht niedrig, ... aber es tauchte nix passendes am Wegesrand auf. Erst in Wilp (irgendwo ein Dorf vor Deventer) stürmten wir einen Bäcker und vertilgten Appelpunt und Appelplunder mit Sahne und Cappucino. Thomas meinte, ein Eetcafe wäre ja eigentlich wünschenswerter gewesen. Es kam wie es immer so kommt: gar nicht mal so weit weiter auf der Strecke wunderbar einladende Eetcafes.

Die Strecke von Deventer Richtung Zwolle am und auf dem IJssel-Deich entlang bin ich 2009 schon einmal mit dem Quest auf dem Weg vom Münsterland nach Dronten zu Velomobiel.nl gefahren (mein Profilfoto bezeugt das ;-)). Die exakte Stelle des Fotos habe ich aber nicht identifizieren können. Hier war es jedenfalls nicht:
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Auf halben Weg zog ich dann wieder weg.
Bei Zwolle querte der Track die IJssel, führte dann noch ein Stück südwärts und richtete sich dann allerdings nach Westen. Ah, der Rückweg beginnt.

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Ab ca. km 200 folgte ein bemerkenswertes Stückchen Weg: kilometerlang über relativ schmale Betonplatten ging es zwischen Sandweg und Kanal entlang. Man konnte das selbst mit dem Velomobil erstaunlich gut fahren; nur Begegnungsverkehr war etwas "interessanter".
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(Hier im Bild natürlich leider mit einem "komfortabel breiten" Stückchen.)

Kaum lag diese Kanaltour hinter mir, kündigt das Städtchen Hellendoorn den Nationalpark De Sallandse Heuvelrug an. Das wird doch nicht etwa wieder bergauf und bergab gehen? Doch natürlich - wer konnte damit nur rechnen? ;-): ich, denn ich war hier schon einige Male unterwegs gewesen. Die Beine sind aber inzwischen recht leer und ich hege so meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit derartiger Ausflüge.
Es kostet Körner. Wie gewohnt. Es ist aber auch wunderschön dort. Wie gewohnt.

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Ach, der Holterberg liegt auch noch auf dem Track. Wunderbar. Und wie jedes Mal rassele ich mit "full speed" in das Kopfsteinpflaster. Orrrrr.

Tja und dann, ... dann ist die volle Motivation gefragt, die Kiste wieder bis Ochtrup "heimzufahren". Das war dann streckenweise recht zäh. Ich dachte öfter noch an Thomas hinter mir, der nicht nur bis Ochtrup, sondern noch bis Telgte unterwegs sein würde. Nur gut, dass Thorsten uns nicht mitten durch Enschede leitet, sondern wir die Stadt flüssig südlich umfahren dürfen. Durch Gronau auf der dicken Hauptstraße, raus aus Gronau auf der dicken Hauptstraße, bis Ochtrup auf der dicken Hauptstraße. Danke Thorsten, Danke. Nichts geht mir mehr auf die Nerven, als am Ende eines 300er oder 400ers irgendwelche winkligen Wege fahren zu müssen, nur damit die Distanz voll wird.
Nach etwas weniger als 12 h auf der Uhr und etwas mehr als 10 h in Bewegung parke ich das Alpha neben dem wartenden Caddy.

Ganz lieben Dank an Thorsten für die wirklich tolle Strecke. Sie hätte einen festen Platz im Brevet-Kalender verdient! :)
Danke für Begegnungen und Begleitungen auf und an der Strecke. Es ist mir immer eine große Freude! :)
 
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300er Niederrhein
oder: flaches Niederlande/Belgien-Brevet mit diversen Gravel-Einlagen

Wie in meinem Alpha 9 Thread zu lesen ist, war dies meine Premiere: Erstes Brevet und erste Lanstrecke mit dem Alpha 9.
Diesmal weniger die Frage, ob meine Ausdauer reicht, sondern ob der Sitz passt. Ich hatte mich seelisch darauf eingestellt, irgendwo 10 km hinter der Maas umzudrehen und wieder zurück zu fahren, aber es kam anders.

Diesmal auffalend wenig VM am Start. Vermutlich abgeschreckt durch das letzte Mühlen-Brevet, das durch seine vielen Haken, Holperstrecken und Stop + go deutlich anstrengender ausfiel, wie man für ein Flachland-Brevet vermuten sollte.
@tomacino war natürlich auch mit der Liege da. Hoffe, er ist gut durchgekommen.
Ein paar weitere Liegen waren auch dabei, hier eine davon:
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Als alten Bekannten (der aber wegen seines Tempos und Haube immer schnell weg war) @speedastir mit seinem DF getroffen und dann irgendwie zusammen geblieben.
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Der Prolog war bekannt, nach der Maasquerung ging es dann aber nach Süden Richtung Belgien.
Erstes Highlight: Fietsen door het water. Unglaublich. Muss man gesehen haben.
Erste Kontrolle bei etwa 77 km. Freie Kontrolle in Maaseik. Apotheke. Weiter geht's.
Irgendwo dann diese Baustelle. Ja, es hätte eine Umleitung gegeben. Nein, der Brevetfahrer probiert es trotzdem.
Also gefühlt 5 km übelster, teilweise weicher Schotter der ausgekofferten Ortsstraße und am Ende ein platter Vorderreifen. Latex raus - Butyl rein, weiter geht's.
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Belgien ist bekannt für seine hervorragenden Straßen. Bei dem Gerumpel mit Betonplatten und Dehnungsfugen dann der erste Tiefpunkt. Fast die hälfte geschafft. Der Wendepunkt am Eddy Merckx Denkmal bei 167 km in Tielt-Winge. Eine Cola aus dem Automaten. Das Cafe hatte natürlich zu. Also kein Stempel, sondern Selfie-Schlange vor dem Denkmal.
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Der Rückweg dann mit Gegenwind (welcher Gegenwind?) Ein netter Rennradler knirschte mit den Zähnen und wünschte uns viele Berge.
Und die kamen dann auch. Sogar mit Gravel.
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Der Rückweg war durchwachsen. Anfangs wirklich hügelig und mit ein paar Wald- und Schottereinlagen.
Dazwischen gute, lange Straßen oder Bahntrassen, wo es auch bei Gegenwind herrlich lief.
Ausflug in die Baumwipfel bei "Fietsen door de bomen". Sehr nett. Laut Strava war @Cars10 auch schon hier. Und sein KOM. Jetzt nicht mehr... :sneaky: Und ich habe mich nicht mal angestrengt...

Irgendwann dann die vorletzte Kontrolle 212 km in Kerkhoven. Freie Kontrolle, also zum Supermarkt und Getränke aufgefüllt.
Rechter Reifen war auch recht schlapp, also auch da Latex raus und Butyl rein.
Der Rest war dann das Aufsammeln und Überholen etlicher Gegenwind-geplagter Rennradler, aber die super toughen waren natürlich schon weit vor uns im Ziel. Gut, dass die kein Velomobil haben...

Danke @speedastir - es hat Spaß gemacht! Und danke noch mal für den zweiten Schlauch. (y)

Fazit: A9 läuft, Sitz passt (ein paar Stellen kneifen irgendwann immer, aber das ist für später), Wahoo Bolt V2 10 x abgestürzt, werde künftig wohl noch mein altes Bolt mitnehmen. Sonst blöd, wenn man immer wieder 5 Minuten auf Reboot und Strecken-Recovery warten muss, bis man wieder navigieren kann...

Der Track bei Strava: https://www.strava.com/activities/7030031198

Somit bin ich erster Langstrecken-Weltmeister auf dem 300er Brevet mit dem Alpha 9 mit ohne Pokal oder Medallie. :cool:

Noch ein paar Fotos:
IMG_9854.JPGIMG_9848.JPGIMG_9842.JPGIMG_9835.JPGIMG_9800.JPG
 
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Und die kamen dann auch. Sogar mit Gravel.
:eek: :eek: :eek:
Erstes Highlight: Fietsen door het water. Unglaublich. Muss man gesehen haben.
Auf beides wäre ich sooooo g2§$$&$§"espannt gewesen. Ich bin untröstlich, dass ich nicht mitfahren konnte. (Aber verratet das nicht denen, mit denen ich die Zeit stattdessen verbringen durfte ;-))

Somit bin ich erster Langstrecken-Weltmeister auf dem 300er Brevet mit dem Alpha 9 mit ohne Pokal oder Medallie. :cool:
:love: :ROFLMAO:
 

Jack-Lee

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"Fahr doch die Brevets bei Leipzig" haben sie gesagt, "dort ist doch flach!" haben sie gesagt...

Nun der Bericht über die härtesten 220km die ich jemals gefahren bin. Und dabei waren 150km davon "a walk in the park"
Erstmal die Strecke :

Es ging von Bennewitz nach Süden Richtung Meraane. Da wurden über 80km etwa 200m Höhe gewonnen bei leicht welliger Strecke. Ich wolltes nicht zu hart angehen lassen, da ich schon vermutete was kommt... Dennoch konnte ich einen 32er Schnitt kurz vor Meraane verbuchen und habe bereits die erste Startergruppe eingeholt (selbst in der 3. gestartet). An der ersten Kontrollstelle an einer Tankstelle in Meraane, natürlich ganz oben aufm Berg. Dort wird dann gedreht und den 10% Anstieg wieder runter gefahren. Die ganze Zeit auf der Bremse stehend.. Gegen Ende des Gefälles dann 90° Kurve, auf fast 0 runter bremsen, zwei, drei mal abgebogen und dann kam der erste wirkliche "Knaller": "An der steilen Wand". Ja, so hieß die Straße da. Und damit haben sie nicht untertrieben. Knapp 12% Steigung, Kopfsteinpflaster aus Napolions Zeiten, 33Höhenmeter auf nur 340m Länge. Nun ja, kleinsten Gang rein (39/42) und hoch gedrückt.
Da mir ein Mitfahrer schon andeutete, das es jetzt die nächsten 50km so weiter geht, hab ich, im Gegensatz zum "Shell Climb", deutlich Leistung raus genommen.

Es geht also zurück nach Neukirchen, nur biegen wir diesmal nach Osten ab. Nun beginnen die ekligsten 50km die mir je unter die Räder gekommen sind. Ich kann die Orte der schei.... schönenen Wegführung kaum noch auseinander halten. Zudem machte mein Navi immer mehr Probleme, weshalb ich mehrfach an Abzweigungen vorbei fuhr, weil das Mistding die Karte so langsam nachlud, dass ich schon vorbei war, bevor es anzeigte, dass ich abbiegen muss... Also umgestellt auf Komoot und Handynavigation.
Nach verpasster Abzweigung in Waldenburg und der dadurch wieder vorbei gefahrenen 1. Gruppe, versuchte ich etwas Meter gut zu machen. Das wurde aber direkt vom ersten Anstieg hinterm Ort verhindert. Wieder 10minuten an 900m verbracht. Direkt beim Nächsten Dorf wieder steil ins Tal, unten 2x90° Kurve, auf fast 0 runter bremsen, erneuter Anstieg und dann noch einmal.
Die nächste Kontrolle war aber greifbar Nahe, bei Burgstädt, das Navi lotste mich aber nach Taura...? Dort angekommen musste ich feststellen warum : Hausbrand, Großeinsatz der Feuerwehr. Genau zwischen mir und der 300m weiter liegenden Tankstelle. Also VM abgestellt, Klickpedalschuhe aus und übers Feld gelaufen. Gut 15min dadurch verloren, aber ich hab mir mal die Beine vertreten.
Weiter gehts in gewohnter Tour : Ins Tal, unten auf 0 bremsen, Anstieg mit 8-15%. Das passierte die nächsten 30km noch viele Male. Insgesamt 17! mal auf etwa 50km. Da man die Fahrt bergab null mitnehmen konnte, wegen grausamer Fahrbahnoberfläche (Kopfsteinpflaster, Betonplatten, super schmale Dorfstraßen), oder einfach weil man ständig an Stopschildern halten musste, fuhr man 50km gefühlt nur bergauf. In 90km wurden nahezu alle Höhenmeter gesammelt und ich habe über 5h meiner Gesamtfahrtzeit dort verbracht.
Nunja, nächste Kontrollstelle. Wieder auf dem Berg, wieder Tankstelle, wieder danach umdrehen, alles am Berg wegbremsen und unten 90° Kurve nach Osten. Natürlich dann auch wieder ein steiler Anstieg aus dem Tal raus über den nächsten Hügel, an dem ich weitere 20min klemmte.
Ein Dorf weiter, Technitz, hat den Vogel aber abgeschossen. Nicht nur das das Navi mich mal wieder auf die falsche Straße lotste weil es unbedingt den Fußweg mit "Radfahrer frei" nutzen wollte, und ich 110hm weg bremsen musste,nein, danach kam ein Anstieg mit 14% und wieder 100hm. Einige mussten schieben, ich auch. Bei 250W lagen gerade einmal 3km/h an, das hätte ich nicht durch gehalten.
Eine weitere viertel Stunde später ist auch diese Körperverletzung überstanden und damit die letzte fiese Rampe überwunden.
Mittlerweile ist das Navi bei 5% Akkukapazität, das Handy bei 20%, der Powerbank bereits leer. Ich beeilte mich um zur vorletzten Kontrollstelle bei Oschatz zu kommen um dort irgendwo Strom zu schnorren. Bis nach Oschatz liefs wie von allein und ich sammelte viele Leute der ersten Gruppe wieder ein. Die meisten hatte ich an dem Tag schon 5-6x und öfter gesehen, da sie mich an Anstiegen einholten, ich sie in der Ebene.
In Oschatz lieh mir jemand seine Powerbank, sodass ich noch bis ins Ziel navigieren konnte, welches dann kurz vor 18Uhr, nämlich zurück in Bennewitz erreicht wurde.

Ich war muskulär und von der kondition noch in gutem Zustand, aber Achillessehnen und Knie nahmen mir das gestampfe an den Anstiegen richtig übel. Heute, am Sonntag, kann ich kaum richtig gehen.
Nun ja, ansich war die Fahrt spaßig, die Sonne hat geknallt (und mir nen richtig netten Sonnenbrand beschehrt), die Leute waren super drauf und haben sich auch überraschend doll fürs WAW interessiert. Die Orga war super, es gab vor Beginn Kaffee und Kuchen, danach war für Dusche, etwas Verpflegung und ein nettes Gespräch gesorgt. Erstaunlich war : Je weniger fit die Fahrer aussahen, desto zäher waren sie... Ganz vorn fuhr nicht der durchtrainierte Jüngling mit Vollcarbon-Rennrad, sondern der zottelig grauhaarige Mann mit Wohlstandsplautze auf nem umgebauten Stadtrad.

Auf Nachfrage, wie denn die 300er, 400er und 600er Runden so aussehen, gabs nur ein "Dagegen war das heute eine Kaffeefahrt!". Beispielsweise hat der 300er 5000hm, der 400er 8500hm!, welche vorallem auf richtig schlechten tschechischen Dorfstraßen gesammelt werden. Nee, das muss ich mir im VM nicht antun...
Da sich hier in der "Nähe" alle Brevet-Organisatoren gegenseitig mit möglichst bergigen und möglichst harten Strecken übertrumpfen wollen, wird das dieses Jahr wohl mein einziges Brevet bleiben.

Gruß,
Patrick
 
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Jack-Lee

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@ChristianW : Musste nochmal korrigieren, der 400er hatte 8500hm : https://www.alltrails.com/explore/recording/2018-ara-sachsen-brevet-400-km?referrer=gpsies

EDIT: OLO97 hat nochmal korrigiert : Scheinbar war die Aufzeichnung damals nicht korrekt, sind "nur" etwa 5300hm damals gewesen. Laut Olaf hat die Strecke dieses Jahr aber echte 6400hm.

Was ich vergessen hatte zu erwähnen : Es ist noch jemand mit nem orgagenen Flux Tieflieger mitgefahren und ein Paar mit Rennrad-Tandem. Die zwei werden auch gut geflucht haben.
 
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Moin, da ist was schief gelaufen bei der Aufzeichnung, der 400er in dem Jahr hatte 5300hm, je nach Aufzeichnung auch leicht schwankend. Alle anderen Heldengeschichten von den Sachsenbrevets sind natürlich wahr :)) Schöne Erzählung, hat direkt wieder Erinnerungen geweckt, wie oft habe ich Olaf damals beim 600er vor PBP für die Streckenführung verflucht.
Mit dem VM ne tolle Leistung, damals fuhr immer noch ein Leipziger mit gelbem Quest XS mit, wir haben zusammen freitags in der Turnhalle auf Sportmatten übernachtet. Weiß gar nicht ob der noch fährt :)
 
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Dagegen war unser 200er Emsland eine Kaffeefahrt :"Koffie en Appelgeback".

Der Klassiker von Lohne im Gegenuhrzeigersinn um unsere Grafschaft herum, 75% in NL.

Da @I-S-MS noch mit seiner Proberunde im meinem MK5 unterwegs war, starteten Pete"de Ovaal" als fast allerletzte. Zumal ich dann noch 3 min. verbriet den Track zu laden.

Traumwetter , starker Ostwind, weitgehend aus den Vorjahren bekannte Strecke.

Das Peloton hatten wir nach ca.25 km eingeholt.

An der 8-förmigen Kanalquerung sah ich einen einzelnen Rennräder, der Anlauf nahm. Sehr stark der Mann, Respekt! Über die nächsten 20 km oder so spielten wir Katz und Maus: auf den Geraden (und er fuhr auch 40-45!) überholten wir, wenn es kurvig würde, er und in den unübersichtlicheren Ortsdurchfahrten hängt er uns ab.
Vor der Kontrolle in Balkbrug nahm ich etwas raus, da ich innerlich die Kontrolle von 2015 direkt an einer Kreuzung erwartete, die aber nicht kam.
Das größte Problem mit Wahoo auf Brevets ist für mich, dass man so leicht an den Kontrollen vorbeifahren kann.
Als wir den Kaffee auf hatten kam das Peloton rein, also war auf einmal Schlange vorm WC...
Es lief weiter gut, der MK5 nimmt trotz Axels Modifikationen Drempels viel besser, als der gute alte Sturmvogel. Der Wind jetzt von vorn oder seitlich macht uns noch nichts aus.
Bei Frans Marie brach der lonesome black Rider gerade auf, als wir ankamen. Es gab tatsächlich Appelgeback zum Kaffee, zu unserem Aufbruch kam die Meute rein. Alles hübsch.
Die Beine waren noch gut, der Verfahrer am Kanal entlang war unkritisch und leicht auszugleichen und ich habe noch einmal Druck gemacht.
Mit 5:59:00 Zeit in Bewegung im Ziel:whistle:.
Lichtakku noch 50%, das neue Elemnt Roam noch 65%, top!

Dann noch mit Peter zu Hause auf der Terrasse ein bleifreies Weizen und einen Kaffee genossen, und meine Liebste hatte Apfelkuchen gebacken :giggle:
 
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300er - 1 in Berlin-Brandenburg

Für mich der erste Brevet in diesem Jahr und auch der erste Start am Stadtrand in Erkner statt mittendrin in Berlin. Die Strecke war leicht wellig, landschaftlich beeindruckend, mit den üblichen Berliner Pflaster- und Plattenwegen und mit 319 km (offiziell) für einen 300er recht lang.

Am Start gab's Kaffee und Kuchen und viele bekannte Gesichter unter anderem @tobigo mit seinem Toxy ZR, den ich kurz aus der Ferne sah.
IMG_20220423_064320.jpg

Durch den Start im 10 min Takt und die Randlage zogen sich die Gruppen schnell auseinander mit leichtem Rückenwind rollte es wunderbar in wechselnden Kleingruppen zur ersten Kontrolle in Beeskow.
IMG_20220423_090304.jpg

Danach ging es dann die meiste Zeit alleine weiter. Die Strecke führte über leichte Hügel und die zweite Kontrolle in Neuzelle und schöne Wälder zur Oder und dann am Fluss entlang. Eisenhüttenstadt, das mal sozialistische Musterstadt war und jetzt nur noch Tristesse war deprimierend.
IMG_20220423_122913.jpgIMG_20220423_120748.jpg


Die Aussicht von der Deichkrone auf den natürlichen Flusslauf der Oder hingegenmit seinen Bewohnern bis hin zum Fischadler war einzigartig.
IMG_20220423_141256.jpg
In Kostrzyn (dritte Kontrolle) ging es über die Oder nach Polen und dort ein Stück ins Hinterland. Da die Strecke schon zur Hälfte bewältigt war gönnte ich mir ein bisschen mehr Pause. In den polnischen Dörfern hätte ich Auf einem Einhorn reitend vermutlich weniger Aufmerksamkeit erregt, als auf meinem Dalli.
IMG_20220423_175347.jpg

Nach der dritten Kontrolle in Moryn ging es dann in den Abend zur Oder zurück und zur letzten Kontrolle in Bad Freienwalde mit gründlicher Stärkung für die Nachtetappe.
IMG_20220423_195755.jpg
In der trug der Wind mich wieder nach Erkner zurück.
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viele Grüße

Christoph
 

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Brevets fährt man nicht mit Kraft - sondern mit Geduld
300er am Niederrhein für Anfänger

Nachdem der 200er am Niederrhein weder mich noch Quest #263 vernichten konnte, stand jetzt der 300er an.
Ich war weder zu Training, noch zu Wartungsarbeiten gekommen, also würde ich zum 5.Mal in meinem Leben in einem Velomobil sitzen...

Aber 300km?

Rückblick Herbst 2021
Mit dem RR beschließe ich recht spontan von Borkum nach Hause zu fahren, genau 300km. Letztes Schiff nach Eemshafen, dann rein in die Nacht. Gegen 3.00 eine Pause bei einem Schnellrestaurant, draußen ist es zu kalt für Pausen. Nach 200km kriege ich Rücken. Alle 10km muss ich spazierengehen, es ist nicht zu ignorieren. Auf den letzten 10km schiebe ich jede kleine Steigung. Nach 20h komme ich völlig fertig zuhause an. Vom Junggesellenabschied der nahtlos anschließt schickt man mich nach 1h nach Hause...nie wieder 300km mit dem RR...
Rückblick Ende

Jetzt also mit dem Quest.
Der Start lief ruhig ab, es waren relativ wenig Fahrer am Start. Sofort merkte ich, dass das Tempo im hinteren Feld ca. 5km/h flotter war, mir kam das ganz Recht. Hier ein bisschen gequatscht, zwischendurch mal ein Knoppers.
Die Straßensperrung vor der ersten Kontrolle umfahren, bei KM 77 nur kurz nen Stempel, einen begeisterten Bürger probesitzen lassen (er wollte trotz "benutzter" Rückenmatte), und weiter.

Die Maasfähre war unproblematisch, jedoch kurz aufgesetzt, für den steilen Anstieg erstmalig aufs kleine Kettenblatt geschaltet. Kurz danach muss ich im Ort unvorbereitet Bremsen, habe nicht runtergeschaltet. Beim Anfahren kracht es, danach rasselt die Kette lose durch. O je, ich fürchtete einen schwereren Defekt, allerdings war nur die Kette abgesprungen und hatte sich neben der Umlenkrolle verklemmt. Unter reger Anteilnahme der Gäste des Restaurants gegenüber gebe ich mir selbst einen Workshop in Velomobiltechnik, kann aber nach 20min unter Applaus weiter.
Nachdem das gleiche nochmal passiert, beschließe ich, vorne nicht mehr zu schalten (sind ja schließlich im Flachland).
Das Fahren durch den See ist ganz schön.
20220423_143942.jpg
Einige Zeit später: 10% Steigung. Ich schaffe es nicht, rutsche von der Asphaltfläche seitlich auf die Wiese, bleibe etwas schräg stehen. Es folgt die gleiche Stunt-Einlage wie beim 200er, hat niemand gesehen.

Es folgen die unwürdigen belgischen Straßen, gewürzt mit Hügellandschaft. Ein Rettungseinsatz mit Radfahrern zwingt mich zu einem Umweg, erinnert mich daran was auch passieren kann.
Beim Eddy Merkx freue ich mich auf die erste Mahlzeit. 20220423_165533.jpgDoch das Cafe hat zu, ein kleiner Rückschlag. Also weiter.
Im Rückspiegel zeigen sich dunkle Wolken, also verkneife ich mir das Essen, futtere weiter meine Knoppers.

Eine Mini-Kirmes hat einen Cola drive-in für Velomobile, ich verdoppele die Gästeanzahl. Als jedoch die Gäste der nahen (und offenbar schon lange besuchten) Kneipe etwas zu neugierig werden fahre ich zügig weiter.
20220423_191417.jpg
Es dämmert als ich große Heideflächen durchfahre, sehe viele Tiere, so weit hinten im Feld ist man eh völlig alleine. Die Beleuchtung von #263 ist toll, ermüdungsfrei kann ich selbst die schmalen zickzack-Wege im Wald erkennen.
Auf einmal geht es bergab, der Untergrund wird lose: Sand. Das Hinterrad wühlt sich ein, hier ist kein Durchkommen. Halb schiebend, halb tragend meistere ich fluchend ein paar hundert Meter bis zum nächsten Asphalt. Ich hatte aber wohl irgendwo den korrekten Abzweig verpasst, so eine bittere Prüfung ist nichtmal für Brevets üblich...
20220423_214120.jpg
Der Rest läuft gut, außer, dass mir die Getränke ausgehen. Egal, das kann man 40km lang ignorieren. Gegen halb eins komme ich bei Moni & Michael an, Suppe und Apfelschorle - herrlich. Es fehlen noch an die 20 Fahrer.

Fazit: nix tut weh, alles hat geklappt. Ohne Training & Erfahrung ist ankommen schon sehr zufriedenstellend!
 
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Da sich hier in der "Nähe" alle Brevet-Organisatoren gegenseitig mit möglichst bergigen und möglichst harten Strecken übertrumpfen wollen, wird das dieses Jahr wohl mein einziges Brevet bleiben.
Schade! Aber nach der Odysee gut nachvollziehbar. Ja, Leipzig, Dresden, Weserbergland, Nordbayern... alles schöne Strecken, aber eher nichts für uns liegende Fraktion. Fahr die Brevets bei den Ostfalen, das dürften mit HH die geeignetsten VM tauglichen Strecken sein.
 
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