Rohloff 14 Gang Nabenschaltung am Trike - Erfahrungen

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Augenscheinlich komme ich um die Rohloff nicht rum Ein 20" Trike ist mit elektrischer Kettenschaltung schwierig, geht nur mir Dura Ace Zeitfahrblättern. Pinion ist schwierig, weil cinq nicht in die Pötte kommt. Drehgriffschalter ist no go. Also Rohloff mir Gebla.
Problematisch ist weniger die Entfaltung, sondern die Tatsache dass jeder Schaltschritt eine geänderte Kadenz verlangt, Kette ist da besser= einfacher. Lange RR Lizenz gefahren, da bleibt die Denke drin: gleichmäßige Kadenz. Stimmt indes
 
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Hallo in die Runde,

über eine Rohloff dachte ich auch ernsthaft nach, nachdem ich mich für ein 20" Trike entschieden habe. Eine große Entfaltung ist leichter (zB. mit 52er Blatt) zu erreichen und der Schaltarm hängt nicht so gefährlich nah am Boden.

Nach 14000km mit einer klassischen 3x8-Schaltung habe ich folgende Erfahrungen gesammelt:
- nur 1x nachgestellt in der ganzen Zeit - und das beim Wechsel des Ritzels
- Bar-end Schalthebel sind super, möchte nichts anderes haben, schaltet präzise und schnell.
- keine Probleme mit dem Schaltarm, lt. Azub soll der allerdings bei Schnee/Firn brechen können (aber da fahr ich dann auch nicht mehr)
- Die größte Entfaltung habe ich mit einem 60er Blatt von Gebhardt gelöst - 7,30m (an einem 12-23er Ritzel) das reicht mir (und meinen Knien!) aus.
- Mein Ritzel hat 12-13-14-15 usw. Zähne, damit habe ich in den schnellen Gängen, die ich am meisten brauche, eine sehr feine Abstufung.
- Kleinste Entfaltung ist 1,90m, das reicht bei Duranos völlig, die drehen da (fast) schon auf nassem Asphalt durch

Mit einer Rohloff, 52er Blatt und 15er Ritzel wäre die max. Entfaltung noch ein wenig größer (7,40m) aber die Schaltsprünge in den schnellsten Gängen einfach zu groß (88, 80, 68cm gegenüber 56, 48, 42cm). Dagegen bräuchte ich die letzten 3 Gänge nicht (Entfaltung unter 2m). Auch mit einem 60er Blatt wird das nichts, da ist der Unterschied in der Entfaltung vom 11. in den 12. Gang fast doppelt so groß, 5,84 auf 6,63m. Bei der Kettenschaltung sind das 5,82 auf nur 6,24m.

Dazu das Mehrgewicht, Reibungsverluste, Ölwechsel, Seilzüge an der Nabe... - das Geld für eine Rohloff habe ich dann lieber in ein upgrade von Tricon auf Ti-Fly gesteckt (Vorderradfederung).

Grüße aus Mähren, Steffen
 
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Jetzt muß ich auch noch meinen Senf dazugeben:

Offenbar bin ich der Einzige der die Rohloff in Verbindung mit einem Schlumpf Speeddrive fährt.
Mein FS 26 habe ich 2014 mit Rohloff bestellt, 2016 bei km 16000 das Schlumpfgetriebe nachgerüstet vom Händler meines Vertrauens und aktuell 24000 km auf dem Tacho.
Fazit: Eine perfekte Ergänzung zur Rohloff, Entfaltung von 1m bis ca. 9,5m, das reicht für die steilsten Berge rauf und runter, Wartungsfreiheit und Haltbarkeit auf dem Niveau der Rohloff.
Für mich einfach perfekt! Gewicht ist für mich nicht entscheidend, aber das kann jeder sehen wie er will!

Gruß Robert
 
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Hallo Robert,
was Du schreibst interessiert mich : habe mir aus der Fahrpraxis so meine Gedanken gemacht . Fahre ein Wild One 20/28" und bin mit der Kettenschaltung eigentlich zufrieden. Solange ich im Gelände unterwegs bin geht das gut, nur in der Stadt, wo man plötzlich unvorbereitet gestoppt wird ohne die Gelegenheit, runterzuschalten . . . da ist es dann nicht einfach, wieder auf Touren zu kommen. Was genau macht die Rohloff/Schlumpf - Kombi so effektiv?
 
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Jetzt muß ich auch noch meinen Senf dazugeben:

Offenbar bin ich der Einzige der die Rohloff ...
in zwei sehr unterschiedlichen Rädern länger gefahren ist und sie trotzdem doof findet. Mir ist sie zu laut und zu schwer, die Gangsprünge sind zu groß.

Das Fully-MTB fuhr sich nach dem Umbau von 3x9 auf 500/14 wie mit angezogener Handbremse. Der Unterschied war deutlich größer als der Wechsel vom RacingRalph auf FatAlbert. Trotzdem habe ich es ein Jahr durchgehalten, irgendwas musste an diesem Hype ja dran sein, ich musste es nur finden. Fand ich aber nicht.
Nachdem sich der Hinterbau wegen der nicht geeigneten Rückdrehmomentabstützung bei >25% Steigung im kleinsten Gang zerlegt hatte, flog die Speedhub wieder raus, hing für zwei Jahre in der Garage und ich hatte endlich mein flinkes MTB zurück.

Irgendwann habe ich die Rohloff in ein 20"-Laufrad eingebaut und in den Scorpion verpflanzt. Da dieser vorher mit einer furchtbar klappernden DD durch den Wald rappelte, war es zumindest geräuschtechnisch ein Gewinn. Mit dem Scorpion war ich meist nur abseits asphaltierter Wege unterwegs mit entsprechenden Reifen, von daher habe ich die Steinmühle ertragen. Seit dem Einbau des Steps e6000 nutze ich den Scorpion fast nur noch als Pendlerrad, und da nervt mich das mahlende Geräusch einfach nur. Der kurze Schaltdrehgriff ist beim Unterlenker ein Trauerspiel.

(btw: gibt es für den Steps e6000 eigentlich Kettenblätter >44 Zähne ? Bei >35km/h drehe ich mir einen Wolf, und die Gänge 1-9 brauche ich garnicht mehr...)

"Im Stand schalten" brauchen nur Schlafmützen ;) Ich habe diese Option so selten gebraucht, das sie für mich keinen Vorteil darstellt.

Ach ja, und die Probefahrt mit einem Greenspeed Trike habe ich nach wenigen Metern auch wieder abgebrochen, da ich den Gehörschutz zu Hause vergessen hatte :whistle:. Eine längere Fahrt mit einem Flux SMax hat sich auch sehr "teigig" angefühlt, da kann ich aber nicht beurteilen, ob das am behäbigen Rad (verglichen mit meinem S600) lag oder an der Rohloff. Auf jeden Fall bin ich noch kein Rad mit Rohloff gefahren, bei dem ich hinterher überzeugt war. Nicht mal ansatzweise, aber vielleicht habe ich auch einfach nur Pech gehabt...
 
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Moin,

vorgestern/gestern auf kurzer Tour mit der Rohloff gewesen. Ich fahre die Schaltung nun knapp 2000km auf meinem Scorpion FS20. Auf der Tour war es um 0/-1 Grad und feucht nebelig. Dabei ist wohl der Drehgriffschalter eingefroren. Das fand ich nicht so pralle und hab ich bei anderen Touren und Kettenschaltung noch nicht erlebt.

Neben dem komischen Geräuschen, die die Rohloff in manchen Gängen macht, der zweite Punkt der mich stört, ggf finde ich für Ersteren aber ja noch Abhilfe.

Insgesamt hab ich sonst nix zu meckern, hatte/habe ich bei meiner Kettenschlatung aber auch nicht. Beim niedrigen Trike war die Kettenhöhe ausschlaggebendes Argument. Rein aus Schalttechnischen Gründen verspühre ich kein Für und auch kein Wider.
 
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in zwei sehr unterschiedlichen Rädern länger gefahren ist und sie trotzdem doof findet.
Bist Du nicht. Ein im Forum vertretener Quest und Quattrovelo Fahrer hat so lange an der Speedhub im Cab-Bike rumgenölt, bis er aufs Quest umgestiegen ist. (Im QV hat er sie trotzdem als Zwischengetriebe.) Vielleicht braucht es Gewöhnung oder ein anderes Exemplar. Sollte zwar bei einem so teuren Getriebe nicht sein, aber ich habe deutlich unterschiedlich gut laufende Speedhubs (und das bleibt auch bei Tausch in ein anderes Rad so).
um 0/-1 Grad und feucht nebelig. Dabei ist wohl der Drehgriffschalter eingefroren.
Das ist mir noch nie passiert, da solltest Du Deine Schaltzugverlegung optimieren. Bei Frost ist höchstens dünnflüssigeres Winteröl angebracht, aber schalten lässt sich die Speedhub auch bei 15 Grad Minus dank des doppelten Zuges.
Meine 3x8DDs schalteten ab 0 Grad nicht mehr auf kleinere Kränze, weil die Feder fest gefroren ist...

Unerwünschtes Verhalten kann offensichtlich bei allen Systemen vorkommen.
C.
 
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Hallo Liegetüm,
Was genau macht die Rohloff/Schlumpf - Kombi so effektiv?
Grundsätzliches: Der Speeddrive (und nur der hat die Freigabe von Rohloff) hat zwei Gänge. Den direkten 1:1 und den über das Planetengetriebe 1:1,6 übersetzt. Dadurch ergibt sich ein minimaler Wirkungsgradverlust bei höheren Geschwindigkeiten, was aber für mich irrelevant ist. Ich bin Genussradler und Alltagsradler, Sommer wie Winter. Soviel vorweg. Meine Trittfrequenz liegt bei 80-85.

Ich habe die Schaltungsübersetzung so abgestimmt daß ich bis 25 max. 30 km/h die 1:1 Übersetzung nutzen kann, darüber fahr ich im zweiten Gang, in der Regel aber nur mit Rückenwind oder bergab (bin eben ein Genussradler). Ein weiterer wichtiger Punkt des Speeddrive ist die Möglichkeit sehr schnell herunterzuschalten. Das kommt zum Tragen vor einer Steigung um Geschwindigkeitsverluste zu vermeiden.
Und nicht zuletzt ergibt so ein Speeddrive auch eine cleane Optik, d.h. Es fällt in der Regel keinem auf daß da ein Getriebe verbaut ist, von einigen Freaks mal abgesehen.

Gruß Robert
 
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Auf der Tour war es um 0/-1 Grad und feucht nebelig. Dabei ist wohl der Drehgriffschalter eingefroren.
Aufgrund 20 jähriger Wintererfahrung mit der Rohloff kann ich dazu nur sagen, das Problem bei Temperaturen unter Null ist weder die Nabe noch der Drehgriff sondern allein die Seilzüge. Mit den Jahren kommt Feuchtigkeit in die Zughüllen und führt dann zum Festfrieren der Litzen. Da hilft weder ölen noch Frostschutz sondern nur neue Züge! Dann hat man wieder für etliche Jahre Ruhe. Nur mal als Tip.
So meine Erfahrung.

Gruß Robert
 
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Hallo zusammen,

ich habe die Rohloff in zwei Greenmachine gefahren, mit und ohne E-Antrieb, immer ohne Probleme. Auch in der Orca bisher problemlos 15.000 km mit e-Antrieb.

Gruß
Tritt-fit
 
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Danke Robert,
es ist eine gute Sache; brauche noch etwas Zeit, aber das hört sich gut an. Kann das Getriebe auch bei Vrewendung von Clickpedalen bedient werden ?
 
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Gibt es das denn noch von Rohloff?
Leider nicht mehr. Mainvelo hatte vor einiger Zeit noch ein Fläschchen. Theoretisch müsste aber auch dünnes Motorenöl funktionieren - habe ich aber im Gegensatz zum Winteröl nicht ausprobiert. Berufsbedingt fahre ich eh sehr viel weniger und im Winter fast nur noch einstellige km - da ist mir der Wechsel mehr Aufwand als das bisschen mehr Widerstand. Mindestens genauso viel Widerstand bietet mein Verfrorensein und die dicke Kleidung. (Psychologie übertrifft Tatsachen oft um Welten.)
C.
 
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Kann das Getriebe auch bei Vrewendung von Clickpedalen bedient werden ?
Geschalten wird mit der Ferse, somit sollte es auch mit Klickpedalen kein Problem sein.
Schau einfach auf der Herstellerseite http://www.schlumpfdrive.com/index.php/speeddrive.html dort findest du alle Infos incl. Einbau und Wartungsanleitung.
Leider ist das Schlumpfgetriebe viel zu wenig bekannt bei den Fahrradfahrern.
Haberstock Mobility ist auch regelmäßig auf der Spezi oder der Eurobike vertreten, aber anscheinend geht der Stand in der Fülle des Angebots unter.

Gruß Robert
 
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Leider nicht mehr. Mainvelo hatte vor einiger Zeit noch ein Fläschchen. Theoretisch müsste aber auch dünnes Motorenöl funktionieren -
Bei Rohloff gibt es seit geraumer Zeit nur noch Ganzjahresöl ! Von Motoröl kann ich nur dringend abraten !
Wie schon weiter oben gesagt liegt das Schaltproblem nich in der Nabe !
ich fahre seit Jahren das Ganzjahresöl von Rohloff ohne Probleme auch bei 12 Grad unter Null !
Auf der Website von Rohloff gibts alle Infos hierzu.

Gruß Robert
 
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Hallo,

man kann und darf das Ganzjahresöl mit Spülöl verdünnen. Dann beim jährlichen Ölwechsel im Frühling Ganzjahresöl verwenden und zum Winter wieder zusätzlich Spülöl rein. Allerdings kann die Nabe dann etwas Öl ausschwitzen, wenn zwischenzeitlich Schmuddelwinter mit zweistelligen Temperaturen ist.

Gruß, Klaus
 
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