Rohloff 14 Gang Nabenschaltung am Trike - Erfahrungen

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Rohloff am Up super, am Lieger ist der Übersetzungsumfang eher knapp. Entweder fehlen zwei schnelle Gänge oder zwei kleine, also nur mit zweitem Kettenblatt. Schwerer als Kettenschaltung, laut, teuer, bei Heckfederung nicht optimal. Superschnelle Schaltvorgänge, natürlich auch im Stand und somit optimal für LR. Einbau ohne Kettenspanner bei der Liege (?). Häns
 
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Ich denke über eine Rohloff 14er Schaltung nach, um die andauernden Probleme mit meinem Rad in den Griff zu bekommen.
Gibt es hier praktische Erfahrungen?
Wir haben 2 Rohloff's (am Normalrad (*1 ) sowie 2 SRAM-DualDrive, davon eins am Liegerad, und, gehabt, andere Nabenschaltungen. Ausserdem hatte ich mich für das Thema interessiert, als meine über 90 j. alte Schwiegermutter dann definitiv aufgehört hat, Rad zu fahren: Wir wollten ihr einen 3-Rad also einen "sitzenden 3-Rad" mit elektr. Unterstützung (hatte sie am Normalrad seit sie 87 j. alt geworden war) schenken: Sitzende 3-Räder können normalerweise (mit Ausnahme von Wulfhorst) von Natur aus keine Nabenschaltung gut gebrauchen...

Mich hätte eine Auflistung der angeführten andauernden Probleme höchst interessiert.

Sogar nur am relativ armlosen Panamericana ist nämlich der Umgang mit dem Hinterrad wegen der Nabe und der Scheibenbremse alles andere als lecker (dito am SRAM-Dualdrive, da haben wir auch beides: Scheibenbremse eins, und V-Bremse das andere). Könnte ich, hätte ich nur Pinion (aber wäre arm... Wir haben seeehr viele Räder) oder nur Wanderschaltungen hinten, und die fußbetätigte 2-fach-Schaltung vorn, die meine Frau am Koga Accellance-Lady hatte (und immer noch vermisst: Die Kurbelsätze mit der Nocke für die Schaltung bekommt man ja nicht mehr; aber den Rahmen haben wir für den Fall behalten, es würde irgendwo so ein Satz auftauche... Aber da müsste der jetzige Besitzer so fit sein, das er erkennt, was das wirklich ist!).

(*1 beide an "schwere Trekking-/Geländerräder für unbefestigte Wege ToutTerrain Panamerica mit hydr. Scheibenbremsen als Herrenrad und ein entspr. Damenrad mit V-Bremsen, da TT keine Damenräder der Klasse baut, Damen werden scheinbar im Anhänger/Sänfte über die Hochplateaus und Pässe der Anden geschleppt... Ist ene der schlechten Gewohnheiten der mitteleur. Fahrradhersteller (westl. haben zumindest eine Fabrik im Axel-Konzern, die sich dem Bau von spez. Höchstleistungs-Rahmen für Frauen widmet...)
 
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bei Heckfederung nicht optimal.
Warum nicht? Ich habe und hatte die Speedhub immer in der heckgefederten Liege.

Einbau ohne Kettenspanner bei der Liege (?)
Ja, wenn die Kettenlänge sich beim Einfedern nicht verändert und das Ausfallende waagerecht ist, um die Kette spannen zu können. Bastler können das auch mit dem Leertrum ausgleichen.
 
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Warum nicht? Ich habe und hatte die Speedhub immer in der heckgefederten Liege.
Optimal ist leicht, wegen Trägheitsmoment. Du kannst natürlich hinten auch einen DD- Motor fahren, geht auch.


Ja, wenn die Kettenlänge sich beim Einfedern nicht verändert und das Ausfallende waagerecht ist, um die Kette spannen zu können. Bastler können das auch mit dem Leertrum ausgleichen.
Hat das schon mal jemand ausprobiert?
 
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Ja, ich habe am Ostrad ein waagerechtes Ausfallende, geht problemlos. Und am Anthro und Scorpion glich / gleiche ich es über die Leertrumaufhängung aus.
 
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Schwerer als Kettenschaltung, laut, teuer, bei Heckfederung nicht optimal.
An meinem 20" Flevoracer aka Racertje sehe ich kein Problem im Zusammenhang mit der Heckfederung... :whistle:
Die "Probleme", die Du meinst, beziehen sich aufs Drehmoment, das die (angetriebene) gefederte Schwinge dann schaukeln lassen kann. Das wird jeder unterschiedlich schlimm empfinden.
ich habe am Ostrad ein waagerechtes Ausfallende, geht problemlos.
Wie machst Du das mit der Bremse? Felgenbremse nachstellen? Eine Scheibenbremse, deren Sattel nicht mit der Achse weiter rutscht, halte ich für Pfusch.

Gruß,
Martin
 
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Nein, ich meine nicht die Momentabstützung, sondern das die Federung durch das Gewicht der Rohloff nicht mehr so gut abspricht. Ebenso muss auch die Zugstufe der Federung angepasst werden.
 
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Hallo,

Die "Probleme", die Du meinst, beziehen sich aufs Drehmoment, das die (angetriebene) gefederte Schwinge dann schaukeln lassen kann.
Und deren Existenz ja einen Kettenspanner erforderlich macht, oder?

Wie machst Du das mit der Bremse? Felgenbremse nachstellen? Eine Scheibenbremse, deren Sattel nicht mit der Achse weiter rutscht, halte ich für Pfusch.
Interessanter Aspekt, an meinen beiden Trikes hatte ich keine Hinterradbremse, am Ostrad eine Scheibenbremse, mit der es nie Probleme gab.
(aus dem Keller zurückgekommen)
Ich muss mich korrigieren, ich habe waagerecht verschiebbare Ausfallenden, wobei das linke auch die Scheibenbremse trägt. Danke für den Hinweis!
 
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Echt jetzt? Weil die Rohloff ein halbes Kilo mehr wiegt als eine Kettenschaltung? :unsure:
Insgesamt ist es vielleicht nur ein halbes Kilo, das Problem ist aber, dass das meiste Gewicht jetzt im Hinterrad hängt, was vorher in zusätzlichen Kettenblättern, Schaltwerk und Umwerfer steckte. Das ist schon mehr als nur ein halbes Kilo. Und klar muss man die Federung passend abstimmen, aber das macht man dann ja auch nur ein mal. Sicherlich wirkt es sich aus. Wie stark man das merkt ist aber sicher eine Frage der persönlichen Toleranz.
 
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Mein HR wiegt 10kg und auch das bekomme ich in den Griff.
Es geht hier aber nicht um PKW. :p
Spass beiseite:
Laut Rohloff wiegt die Nabe mit allem, was man da am Hinterrad so braucht knapp 2 Kilo. Vergleichsgewicht wäre eine "normale" Hinterradnabe mit Ritzelkassette und Schaltwerk. Da käme man dann auch zB (leicht variabel je nach Variante) Shimano XT Nabe, 11-32er XT Ritzel und XT Schaltwerk 350g+260g+240g=850g, man kommt also auf etwas mehr als 1 Kilo Mehrgewicht am Hinterrad (nicht Systemgewicht!)
Wenn man nicht wie JKL ein Mofa oder einen Smart fährt, merkt man das schon.
 
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Die 2 kg sind mit Schalterei am Rahmen und Bowdenzügen. 1545 g ohne Ritzel, Befestigung etc., so wie von Shimano angegeben. Deswegen die 500g - Angabe.

Gruß,

Tim
 
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ohne Ritzel, Befestigung etc., so wie von Shimano angegeben.
Gehört aber dazu. Es geht doch hier um das Mehrgewicht an der Schwinge gegen eine Kettenschaltung, oder? Was ist denn "von Shimano angegeben"? Gut, den Schalthebel muss man bei den 2 kilo noch abziehen. Gern. Passt in die Toleranz meiner Rechnung.
 
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Im Vergleich was am Hinterrad ist, ist dann Schraubritzel gegen Kassette zu setzen und Hutmuttern (Bei Vollachsversion) gegen Schnellspanner. Der wird übrigens bei der Schaltnabe weggelassen bei der Gewichtsangabe.
Ich habe keinen Vergleich was Befestigung wiegt, aber ein Ritzel ist mit 30-40g anzusetzen Klick.

Gruß,

Tim
 
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Ich hab´ mal mein Rohlofflaufrad/Andra 40 (ohne Mantel und Schlauch) mit Ritzel, Speedbone und Schaltbox gewogen und bin bei 3200 gr. gelandet. Das Standartlaufrad von HP wiegt mit 9-fach-Kassette 2000 gr. (den Kojak/falt und leichten Schlauch hab´ ich einfach mitgewogen). Für die Rohloff komme ich dann auf ein Mehrgewicht an der Schwinge von ca. 800 gr. Das Schaltwerk lasse ich mal unberücksichtigt, brauch´ ich ja bei beiden Varianten. Mit einem halben Kilo komme ich also nicht hin. Geht eher in Richtung einem vollen Kilo, wenn ich dann noch den schwereren Mantel/Schlauch (wegen breiter Felge) mitrechne.
Ich hatte die Spm ja auch mal so gefahren. Die Federung wirkt tatsächlich ein wenig träger. Ist zwar kein Vergleich mit einem DD-Hinterradantrieb (BionX, ganz krass Ansmann). Ein bisschen merkt man´s aber schon.
Ist für mich aber nicht der limitierende Faktor. Ich finde die Übersetzungsbandbreite gegenüber einer MTB-Schaltung (nicht einfach-Schaltung) ist gerade beim Liegerad etwas knapp. Man muss auf ein oder zwei schnelle Gänge (50 km/h und schneller) verzichten oder vorne ein zweites Kettenblatt weiter benutzen. Das ist aber meine persönliche Erfahrung.
Häns
 
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die Übersetzungsbandbreite gegenüber einer MTB-Schaltung (nicht einfach-Schaltung) ist gerade beim Liegerad etwas knapp.
Gerade da ist die Rohloff die Möglichkeit eine wirklich große Entfaltung zu erreichen. Über 500%mit einem Kettenblatt entspricht einer 27Gang Mtb Schaltung. Mit zwei Kettenblättern ist man schnell bei 800% und mehr.
Sprich mit vier km/h jeden Berg hoch und mit 50 km/hwieder runter.
Und was ich toll finde, nie Schaltung einstellen und auch so kaum Wartung und Pflege aber immer stressfrei fahren.

Johannes
 
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