Pimp my Scorpion

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Dann suchst Du eine satte Steigung, befüllst Deine Ortliebs mit Wackersteinen und fährst im kleinsten Gang die 18% hoch. Vll schon einmal vor dem Rollenwechsel für den Vergleich.
Hier mal das Ergebnis des Rechners für den Scorpion, kleinste Übersetzung, Umlenkrolle mit 14 Zähnen und dünneren Reifen als zur Zeit. Mit den aktuellen 47mm Reifen wird es schlechter, aber auch da erziele ich mit einer verkleinerten Rolle noch eine Verbesserung, insbesondere gegenüber der aktuell gegenüber der HP-Rolle ja sogar vergrößerten Umlenkrolle. Für kleinere Zahnkränze funktioniert der Rechner nur noch bedingt, weil durch den Knick der Kettenlinie am Drehpunkt des Gelenks die Wirkung der Rolle aufgehoben wird.

Das scheint mir ziemlich gut zu sein. Den Kompromiss muss ich eher bei den normalen Fahrgängen schließen - da heißt es "Rolle so groß, dass die Kettenlinie eben gerade so gerade bleibt".

Scorpion.14.32.320.png
 
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Hab nochmal ein bisserl mit der Software rumgespielt:
bei dieser Geometrie sind die Verhältnisse bei den großen Kränzen tendentiell besser als bei den kleineren Ritzeln. Der günstigste Kompromiss über alles wänren wohl so um die 17-19 Zähne - aber da wird zumindest bei den ganz großen Gängen der Vorteil von der erhöhten Reibung durch den Knick im Zugtrumm wieder zunichte gemacht. Dennoch tendiere ich inzwischen zu eine Rolle mit 16 Zähnen: auf den mittleren Zahnkränzen bei leicht eingefedertem Fahrwerk immer noch optimal ... und was auf dem 11er oder 12er passiert... mhmm, da bleiben halt Reibungsverluste.

Eigentlich sagt mir die Simulation, dass ich sowohl größere Kettenblätter als auch größere Ritzel fahren sollte (13 hinten, 36-60 vorne). Mhmm, ziemlich teurer Spaß :-( IOb das Scorpion diesen Aufwand lohnt? ch schau wohl besser erstmal, wie sich die neue Rolle nebst sorgfältig verlegten Kettenschutzrohren verhält.
 
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Auch wenn man niemals nie sagen sollte: im September hatte ich mich ja dagegen entschieden, weil ich zur Zeit nicht den Nerv habe, nochmal neu fahren zu lernen.

Außerdem hat mich ein wenig der Ehrgeiz gepackt, die Möglichkeiten dieses Rads ein wenig auszureizen, ohne dabei allzu viel Geld zu investieren. Sprich mehr als die kleinere Rolle und bessere Verlegung der Kettenrohre ist erstmal nicht vorgesehen.

Zum aktuellen Stand:
Solange der Sitz nicht komplett fertig ist (und solange ich kein gescheites Rücklicht habe...) fahre ich nur in der Tiefgarage herum; ich bilde mir aber schon ein, dass man dank dieses Sitzes und der anderen Reifen (Nutrak vorne, Michelin WildRun 35mm hinten, vordere Schutzbleche abgebaut fürs schnellere Feeling ;-)) schon einen Unterschied merkt.

Was bedeutet, dass ich mich in aller Ruhe mit dem Rad und meinen Bewegungsabläufen beschäftigen kann und dann in ein paar Monaten viel weiß, was ich wirklich will. Und vor allem ausprobieren. Und dann sehe ich weiter.
 
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Öhm... Normaler Einspurer fährt wie normales Fahrrad. Draufsetzen und los. Wenn Du nicht völlig versteift bist, gibt es kein Problem. Nimm vll ein WolfundWolf für den Test, das hat super Fahreigenschaften (bis auf den Netzsitz :p ).
Es muss ja nicht gleich ein M5 Carbonracer sein, da braucht es wohl 5 Minuten bis zu Beherrschung...
Nur Knicklenker brauchen je nach Begabung länger, von 20 Minuten bis immer :LOL:
Gruß Krischan
 
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Endlich raffe ich mich auf, auch die letzte Befestigung zu bauen... Nicht quick, dafür aber um so mehr dirty (und wieder fehlt mir die Säulenbohrmaschine...) Jetzt noch die Markierungen von innen auf die Außenseite übertragen und hoffen, dass es diesmal ohne Versatz funktioniert. Jetzt können die Holzteile lackiert werden.

DSC_4237.JPG


DSC_4238.JPG
 
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Falls Dir die Holzlaschen ausnudeln, ich hätte hier 3mm Alublech rumfliegen.
Da ich Deinen Sitz für das Fs26 meiner Frau nachbaue, mach ich die Laschen eh...
Willst Du vll zwischen Lasche und Sitzwange auch noch son Distanzhölzchen frickeln? Das wird bestimmt nicht unstabiler ;)
Für den Seitenhalt hatte ich mal so rumgesponnen, ob man auf die Rundholzenden Seitenlaschen stecken könnte?
Gute Fahrt mit dem neuen Sitz!
Gruß Krischan
 
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Falls Dir die Holzlaschen ausnudeln, ich hätte hier 3mm Alublech rumfliegen.
Danke. Da kommen auf jeden Fall Alu-Hülsen rein, wie an allen anderen Stellen bereits auch. Alu-Rohr mit 8mm Innendurchmesser hab ich seit Jahrzehnten auch da; ich durfte mal ne Kindertrage retten, bei der die Gelenke zu schnell ausgeschlagen waren.
 
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Finally. Der Sitz ist montiert. Das Übertragen der Markierungen mit Zirkel und Lineal war noch ein bisserl stressig, und er lässt sich etwas hakelig festschrauben - aber es passt

DSC_4239.JPG


Und hier das Rad in voller Schönheit. An dem massigen Rahmen wirken die Nutraks ziemlich verloren, nicht wahr?

DSC_4240.JPG


Als nächstes kommt der Antriebsstrang dran, sprich die kleinere Kettenleitrolle. Auch den Rest der Kettenführung sollte ich mir nochmal anschauen

Kurze Probefahrt: Sitzposition wie schon mal erwähnt noch tiefer und noch flacher als mit dem BodyLink-Sitz, meine Schultern befinden sich unterhalb der Oberkante des Sitzes. Durch den dritten Befestigungspunkt kommt mir der Sitz nochmal härter vor als bisher - sogar ein alter "Geierschnabel"-Rennradsattel (SanMarco Supercorsa) ist weich dagegen.
Mal sehen, wie ich in der Praxis damit klarkomme.
 
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Schaut auf jeden Fall super aus. Was hast du für Holz genommen?? Pappel?? Als Fernziel konkav verleimte Furniere. Generell eine gute Idee, bin allerdings zu wenig umbaufreudig um sowas zu verwirklichen.. Wahrscheinlich aus Carbon als Rechteckrohr oder Platte besser und einfacher zu bauen
 
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Das ist Birkensperrholz 6mm, billiges Reststück aus dem Baumarkt - in "Baumarktqualität". Mal sehen, wie es sich bewährt.
Und schön ist schon nochmal was anderes.

Falls ich nochmal baue(n muss), werde ich wohl Flugsperrholz nehmen und auch die Wangen ein klein wenig weiter auseinander setzen. Oder oben schmal und unten breit.
 
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Egal. Otto Lilienthal hatte auch nix anderes. Eventuell die Wangen nach unten schmalen als oben. Bessere Federung, zumindest gedanklich
 
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Endlich ist mir auch was für die Rücklichtbefestigung eingefallen. Leider höher als die STVZO erlaubt (m.E. bei allen 28"-Rädern mit Rücklicht am Gepäckträger), aber ich muss mit dem klarkommen, was der Markt bereitstellt. Übrigens auch nicht ganz optimal - voll eingefedert wird das Licht vom Hinterrad verdeckt werden.
Die Ginko-Rolle ist inzwischen auch da; ich komme hoffentlich bald dazu, sie zu montieren. Weil das gegenwärtig etwas individueller gelöst zu sein scheint, sollte ich mir vorher vielleicht besser mal anschauen, wie das ab Werk ist. Und dann entschiedet sich tatsächlich, ob ich das Rad weiter ausbauen will (Nose und wohl auch ein zweiter Sitz, in den Schutzblech, Kopfhutze und ein kleiner Gepäckraum integriert ist) oder ob ich mich nach einem (sehr...) alten VM umsehen und die Arbeit da hinein stecken sollte.

DSC_4243.JPG
 
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So, die Ginko-Rolle ist montiert. Den Sitz wollte ich diese Nacht nicht in die Tiefgarage schleppen, und ich hatte so meine Befürchtung, dass es mit der Rolle mindestens so viel Streß geben würde wie mit der Terracycle-Rolle.

Auch bei dieser Rolle wird die Kettenlinie noch am Drehgelenk abgelenkt. Das überrascht mich nicht; ich habe die Rolle wegen des etwas günstigeren Squat-Verhaltens bei den mittleren Gängen immer noch etwas größer gewählt als für eine gerade Kettenlinie eigentlich nötig (16 anstatt 14 Zähne, vorher 23, original ca. 21).



Im Rollentausch-Video von HP sieht man, daß die Befestigungsfedern der Kettenschutzrohre auf einer Gummimanschette sitzen, die über das Befestigungsrohr am Rahmen gestülpt ist. Bei aktuellen Scorpionen sieht das auch genauso aus - ich war dazu extra nochmal beim Ok-ich-hab-auch-HP-Händler im Nachbardorf (öhm der Kreisstadt), um mir das anzuschauen. Bei meinem Rahmen ist das Rohr aber so kurz, dass das nicht funktionieren kann und deshalb gebastelt. Weiß zufällig jemand, wie das bei nicht ganz aktuellen Scorpion-FS-Rahmen ab Werk gelöst war?

Ach so - wie überprüft man eigentlich bei einer fast vollständig verrohrten Kette, ob sie nicht versehentlich in sich verdreht ist?
 
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versehentlich in sich verdreht
Du könntest versuchen, auf einem Kettenglied außen je eine Markierung anzubringen (entfetten, dann weißer Edding, einen Punkt für rechts, 2 für links, oder so...), dann langsam kurbeln und an einer anderen offenen Stelle genau beobachten.

Grüße,
Christian
 
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Eine Verdrehung denke ich eher als unwahrscheinlich, zur Sicherheit habe ich an meinem optima Baron versucht die Kette zu verdrehen, ist eine 9 Fach hat keine 1000km gelaufen und bekomme sie maximal 40-45° verdreht auf einer Länge von ca 80 cm von der Umlenkrolle unterm Sitz bis zum Schaltwerk
 
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So ganz glücklich bin ich aktuell nicht - beim Rückwärtstreten wird die Kraft des Kettenspanners überwunden, und die Kette hängt oben durch. Meine Erfahrung mit anderen Rädern sagt mir, dass das ein Zeichen für spürbare Verluste unter Last ist, auch wenn nur das Leertrumm betroffen sein sollte. Nicht zuletzt ist es ja auch beim Reinigen der Kette oder beim Ölen lästig. Jetzt werde ich wohl schauen müssen, wo das passiert.
 
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So ganz glücklich bin ich aktuell nicht - beim Rückwärtstreten wird die Kraft des Kettenspanners überwunden, und die Kette hängt oben durch. Meine Erfahrung mit anderen Rädern sagt mir, dass das ein Zeichen für spürbare Verluste unter Last ist, auch wenn nur das Leertrumm betroffen sein sollte. Nicht zuletzt ist es ja auch beim Reinigen der Kette oder beim Ölen lästig. Jetzt werde ich wohl schauen müssen, wo das passiert.
Ich hab mich schon über das erste Bild in diesem Thread gewundert, was wohl mit deinem Schaltwerk los sein mag....

Welches SW ist verbaut und welcher Gang ist auf dem Bild eingelegt?
Es sieht mir nach Ritzel 19-25 aus, und trotzdem ist das SW komplett "in die Länge gestreckt"

Eigentlich müsste der Käfig nach hinten hochgeklappt sein und dementsprechend fast schon waagerecht stehen.... warum ist das so bei dir?
 
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