Pimp my Scorpion

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Köln, tut mir leid! Erst der schön konstruierte Sitz und dann der interessante Röhrenverstärker (da ich aus der Generation bin wo es so etwas immer gab, habe ich erkannt was das war.) Dann auch noch die Baßbox erkennen, hätte ich höchstens als selbstgebaute Sitzbank erkannt. Tut mir leid für die Baßbox, ich entschuldige mich bei der Baßbox
Was hörst du denn gerne an Musik? Ich bin einer der eigentlich mehr auf die Zeit ab '70 bis '00 steht, aber da darf es ruhig von "A" wie'ABBA' oder 'ACDC' bis 'ZZ TOP oder ZAPPA' gehen. Auf jeden wünsche ich dir viel Spaß mit den Teilen

MfG Roland
 
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Was hörst du denn gerne an Musik? Ich bin einer der eigentlich mehr auf die Zeit ab '70 bis '00 steht, aber da darf es ruhig von "A" wie'ABBA' oder 'ACDC' bis 'ZZ TOP oder ZAPPA' gehen. Auf jeden wünsche ich dir viel Spaß mit den Teilen
Danke. Die Verstärker sind dazu da, dass ich mit ihnen auch den entsprechenden Lärm erzeugen kann :) Wir spielen so in etwa CCR - Deep Purple - Sting, trauen uns aber auch an jazzigeres Zeugs.
 
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Zurück zum Scorpion: mir ist aufgefallen, dass die Kette zwischen Kettenleitrolle und Ritzel nicht geradlinig verläuft, sondern am Schwingengelenk leicht abgewinkelt ist. Wenn man genau hinschaut, sieht man es in dem Bild aus dem Eingangbeitrag:




Das wird natürlich noch deutlich ausgeprägter, wenn ich auf den kleinen Kränzen fahren möchte.
Weil gerade der Sitz ab ist, habe ich mal mit einer Stange grob geprüft: der Kettenverlauf wäre geradlinig, wenn ich eine deutlich kleinere Kettenleitrolle montiere, etwa mit halbem Durchmesser (grob geschätzt).

Das bedeutet aber doch auch, dass die Reibungsverluste im Kettenschutzrohr deutlich ansteigen, wenn mehr Kraft gefordert ist, also bergauf, bei Gegenwind , aber leider auch bergab mit Rückenwind und Segeln. Da ist es richtig deutlich spürbar; der Antrieb wirkt ausgesprochen zäh.

Montiert ist eine Terracycle-Rolle mit vermutlich 23 Zähnen, etwas größer als die HP-Rolle. Für eine gerade Kettenlinie würde ich wohl (schätzionometrisch) 14 Zähne oder weniger brauchen und 11-12 Zähne, wenn ich das hintere Kettenrohr wegließe, weil die Kette dann ja ganz sicher nicht am Rahmen schleifen darf.

Was meint Ihr dazu?


PSAch so: wenn man die Bilder vom Hersteller anschaut, sieht man in einigen Fällen auch dort den Knick.
 
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Ein kleiner Fortschritt beim Sitz. Erstmals montiert, Kettenleitrolle schleift noch ein wenig. Vor allem aber fehlt noch die vordere Befestigung. Im unteren Bild sieht man nochmal sehr schön den oben erwähnten Knick im Zugtrumm. Erste Runde in der Garage: Form scheint nach sehr kurzer Eingewöhnung zu passen, jedenfalls nicht schlechter als der HP-Schalensitz. Das obere Ende passt gut zwischen die Schulterblätter - so hab ich sogar ein kleines bisschen Seitenhalt. Bessere Schrauben brauche ich noch, und wohl auch Zahnscheiben zur Sicherung.

(Wenn ich eine Ginkgo-Rolle montieren will, werde ich wohl leider den Sitz etwas breiter bauen müssen :-( )


DSC_4220.JPG
DSC_4221.JPG
 
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Was meint Ihr dazu?
Setz dich mal drauf und schau dann nach, wie dann die Kette mit und ohne Spannung auf den kleinsten Ritzeln läuft.
Wenn etwas Spielraum ist, damit das Rohr sich um die Kette frei bewegen kann, finde ich das ausreichend. Kratzer in der Beschichtung kannst du vermeiden, indem du etwas Klettflauschband auf die Schwinge klebst, aber Spielraum für's Rohr sollte dann auch mit dem Flauschband noch vorhanden sein.
 
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Setz dich mal drauf und schau dann nach, wie dann die Kette mit und ohne Spannung auf den kleinsten Ritzeln läuft.
Allein lässt sich das irgendwie schwer bewerkstelligen... ich sitze ja mit der breitesten Stelle über der Rolle... Allerdings hatte ich gestern schon mal versucht, die Federung mit meinem Gewicht zu belasten. Mein Eindruck war, dass das im Normalfall zumindest auf den allerkleinsten Kränzen nicht ausreichen wird, um den Knick zu beseitigen - im Bild liegt die Kette auf einem gar nicht so kleinen mittleren Kranz - so um die 19 Zähne (ich kenne die genaue Abstufung nicht).

Wenn ich wirklich konsequent sicherstellen möchte, dass die Kette unter wirklich allen Umständen frei im Rohr laufen kann, bräuchte ich wohl eher eine 12er- als eine 14er Rolle. Letztere wäre die kleines TerraCycle - und die würde nicht mit dem Sitz kollidieren. Also ein Grund, das nochmal genau nachzumessen.

@obelix: Details später, wenn die dritte Befestigung gebaut ist. Die ist am aufwendigsten zu bauen.
 
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Hast Du das Wangenprofil gar nicht an Deinen Rücken angepasst? Einfach los und fühlen, obs passt?
Ich hatte Patricks @Jack-Lee s HiBone oder wie Du sagst, den tschechischen Sitz, auch schon mal auf der DIY-Liste, weil meine Frau mit ihrem Scorpionsitz ebenfalls nicht klarkommt.
Für den Seitenhalt hatte ich überlegt, die Rundhölzer zu dämpfen und passend zu biegen. Gedämpftes Holz behält nach dem Abkühlen und Trocknen seine Form.
In einem anderen Faden geht es ebenfalls um Seitenhalt beim Trike, da hat jemand Holzbrettchen im Taillenbereich verbaut.
Eine andere Möglichkeit ist das Aufkleben von Neoprenstreifen/ Moosgummi, da haftet man auch ganz gut drauf.
Für die Befestigung an der Rahmenaufnahme könnte 3mm Alublech geeignet sein. Man kann es mit Holzwerkzeug bearbeiten und im Schraubstock kanten.
Dein Sitzumbau ist sehr inspirierend, danke!
Gruß Krischan
 
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Hast Du das Wangenprofil gar nicht an Deinen Rücken angepasst? Einfach los und fühlen, obs passt?
Was bleibt einem anderes übrig als einen Prototypen am Objekt zu testen? Letztlich hatte Patrick das ja auch gemacht.

Und für mich ist das erstmal ein Prototyp, mit dem ich erste Erfahrungen sammeln will. Wenn er sich bewährt, um so besser. Und wenn nicht, muss ich halt einen zweiten bauen. Die Notwendigkeit eines zweiten Sitzes ist hier von vorneherein einkalkuliert.

Die Aufnahmen aus 3mm-Alublech, also wie beim Original, habe ich verworfen, weil man die ja auch irgendwie in der Konstruktion befestigen will. Und nicht zuletzt auch deshalb, weil man aus Gründen der Statik besser höhere Seitenwangen vorsieht, die dann aber zwangsläufig über die Befestigungspunkte hinausragen.

Hier habe ich einfach an passender Stelle zwei Löcher gebohrt, diese mit Aluhülsen aufgefüttert und dann 5mm-Gewindestangen durchgesteckt. Kann man sicherlich noch verfeinern. Bei der dritten Aufnahme wird es wohl auf eine Holzstange hinauslaufen, auf die ich Sperrholzlaschen auffädele und die korrekten Abstände mit Distanzhölzern herstelle. Vermutlich werden die Laschen beweglich sein; sie übertragen ja auch beim Netzsitz nur Zug- und Schubbelastungen. Auch hier wieder eine Gewindestange mit Flügelmuttern zur Befestigung. Der Befestigungspunkt befindet sich übrigens um gut 2 cm außerhalb des Profils. Was ich halt noch nicht weiß ist, ob eine 10mm-Stange da stabil genug ist - aber da hilft wohl nur ausprobieren.

Hier mal die Befestigung im Bereich der Kettenführungsrolle; man erkennt das Prinzip. die anderen drei Löcher sind hübscher geworden. Auf die gezeigte Holzscheibe muss dann noch eine 15-mm Kotflügelscheibe. Bei den drei anderen reichen die Holzscheiben.

DSC_4223.JPG


Bei einem zweiten Sitz würde ich übrigens die Profile nochmal deutlich höher machen, dafür aber großzügig gitterförmige Löcher anbringen, ähnlich wie bei einer alten Stahlbrücke. Das würde dann auch optisch besser zum Rad passen. Und eben im Bereich der Kettenführung etwas breiter, also mit ganz leicht schräg auseinanderlaufenden Seitenwangen. Nochmal etwas schwieriger könnte das bei der dritten Aufnahme werden...
 
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Hier nochmal ein Bild von der dritten Halterung. Man erkennt ganz gut das Problem: die Kette läuft in geringem Abstand vor dem Befestigungspunkt vorbei. Da werde ich wohl nicht umhinkommen, einen Adapter zu installieren, den ich dann seinerseits am Sitz befestigen kann. Jetzt wäre es ganz gut zu wissen, ob das Ding Druckkräfte oder Zugkräfte übertragen muss.

DSC_4231.JPG
 
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Für mich sprichst Du in Rätseln...
Du fängst oben an, die Befestighngspunkte zu zählen, oben ist eins, mitte ist zwei, unten ist drei?
Im schwarzen Sammelsurium Deines Fotos befindet sich ein Kettenrohr, das Zugtrum. Das Ding überträgt Zugkräfte, das meinst Du aber nicht?

Die Sitzverschraubung an drei Punkten/Achsen hält mehreren Kräften stand, die größte Kraft kommt (hoffentlich) von Deinen Oberschenkelmuskeln und drückt Dich von den Pedalen in den Sitz.
Alle drei Schrauben werden formschlüssig auf Scherung nach hinten belastet.
Fährst Du durch ein Schlagloch, drückt Dein Gewicht nach unten, ebenfalls Scherkräfte, die auch Deine Bohrungen in den Sitzwangen belasten.
Bei Kurvenfahrten kommen erhebliche Seitenkräfte dazu, die die Bohrungen aber evtl weniger belasten.
Solange die Löcher eng bleiben, besteht ein gewisser Formschluss, der aber nach und nach aufweichen könnte, falls der Kraftschluss der Verschraubung nachlässt, das Holz ist ja relativ weich.
@Jack-Lee , hast Du solchen Verschleiß mal beim HiBone beobachtet?

Ich hab vorhin ein MiniHiBoneModell gebastelt und als Gutschein verschenkt :)
Gruß Krischan
 
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Drei ist der vordere Punkt. Das Zugtrum liegt direkt vor dem Befestigungspunkt, ist also bei den Basteleien "im Weg". Erschwert wird das dadurch, dass die Aufnahmen für die Schnellspanner da 8mm Sacklöcher haben, die dann in die Löcher für die 5mm-Spannachsen übergehen. Aber erschwert heißt ja keineswegs unlösbar.

Die Löcher werden alle mit Alurohr gefüttert. Sonst ist der Verschleiß mit einiger Sicherheit zu groß - gerade wenn man Gewindestangen verwendet, muss man damit rechnen, dass die sich regelrecht ins Holz fressen.
 
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Zurück zum Scorpion: mir ist aufgefallen, dass die Kette zwischen Kettenleitrolle und Ritzel nicht geradlinig verläuft, sondern am Schwingengelenk leicht abgewinkelt ist.
Weist du, warum die Kettenumlenkrolle bei dir notwendig und so groß ist? Ich erkläre es dir: Dein Scorpion ist gefedert. Wenn die Kette ohne die Umlenkrolle vom Ritzel zum KB führen würde, würde bei jedem pedalieren dein Trike wippen, denn die Kette würde dein Trike durch die Zugbelastung zusammenfalten. Wenn die Kette durch den Schwingendrehpunkt geführt wird, tritt dieser Effekt nicht auf. HPV nennt das auch "No Swat Design". Das verringert ja gerade Leistungsverluste beim Treten. Ich hoffe, dass ich mich verständlich machen konnte.
 
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Ja, konntest Du. Die Befürchtung hatte ich auch schon. Es geht übrigens nicht um diese Umlenkrolle, sondern um den Betrag des Knicks des Kettenlaufs am Schwingengelenk selbst. Der ist ja variabel. Es geht also vor allem um einen anderen Kompromiss, und natürlich darum, die Kette immer nah am Gelenk vorbeilaufen zu lassen.

Wirf noch mal einen Blick auf das Photo im Eingangsbeitrag: wenn man die Rolle so weit verkleinert, dass sie Kette auf dem mitteren oder einem etwas kleineren Kranz gerade verläuft, bleibt sie in allen Fällen immer noch nah am Schwingengelenk, und die Kraft, die die Schwinge bewegen will, bleibt klein. Ein etwas geschickterer Kompromiss sollte auf jeden Fall möglich sein.
 
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@Jack-Lee : Klar. Verleimt sind die Streben schon. Nägel mache ich rein, wenn klar ist, dass ich dieses Exemplar auch wirklich werde fahren können. Wonach es inzwischen aussieht.

Im Moment hat sich aber als Folge eines Fehlers beim Bau des Sitzes dringend ein anderes Thema ergeben, das ohnehin auf der ToDo-Liste stand: Verbessern der Kettenführung. Gerade vergleiche ich mein Rad mit Eurem HiTrike GTI. Da ist der Abstand der Kettenrolle zum Schwingengelenk ähnlich wie bei meinem Rad, der Abstand der Kette vom Gelenk scheint mir aber größer zu sein. Jetzt stehen Eure Räder ja nicht im Ruf deutlicher Wechselwirkung zwischen Hinterradfederung und Antrieb. Was im Umkehrschluß bedeuten müsste, dass ich bei meinem Rad die Kettenrolle verkleinern kann, ohne zumindest größere Probleme zu erwarten. Sehe ich das richtig oder habe ich da etwas übersehen?
 
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Probiers aus.
Kompromiss, und natürlich darum, die Kette immer nah am Gelenk vorbeilaufen zu lassen
Du wirst den Kompromiss mit Deinem Sitz schließen ;)
Dann suchst Du eine satte Steigung, befüllst Deine Ortliebs mit Wackersteinen und fährst im kleinsten Gang die 18% hoch. Vll schon einmal vor dem Rollenwechsel für den Vergleich.
Viel Erfolg!
Gruß Krischan
 
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@Krischan : Wenn man immer nur auf seinem Wissen hockt und es nicht weiter gibt, ist es verloren.
Leider sehe ich dieses Verhalten nahezu überall... Jeder versucht seien eigenen Vorteil maximal auszunutzen und ja niemand anderen einen Vorteil zu gewähren. Schade drum.

@beate : Schau mal hier nach (Java aktivieren):
Da kannst du die genaue Position ermitteln und ausrechnen lassen wie stark der Antriebseinfluss und der Pedalrückschlag ist :)
 
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Danke sehr!
Weil meine Browser kein Java mehr unterstützen, suche ich nach Alternativen. Bisher bin ich vor allem auf folgende Seite gestoßen - die verwendet nur javascript und nennt auch die Formeln:

Ein Beispiel von dort, das geometrisch dem Scorpion nahekommt, ist folgendes: http://members.home.nl/vd.kraats/ligfiets/pogoberek.html?bike=Kreuzotter
Für einen ersten Eindruck (bin ja neugierig) habe ich mal die Umlenkrolle etwas nach vorne gesetzt und in der Größe variiert. Ergebnis: eine kleinere Umlenkrolle verbesserte die Situation (natürlich gleicht der zusätzliche Umlenkpunkt an der Schwinge beim Scorpion das wieder aus).

Folgerung: ein Verkleinern der Umlenkrolle ist - zurückhaltend formuliert - nicht vollkommen abwegig. M.E. ist das etwas, was man wohl einfach so riskieren könnte. Aber ich werde mir auf jeden Fall mal die Mühe machen, den Scorpion zu vermessen und damit in das Programm zu gehen (die Neugier siegt...)
 
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