OpenStreetMap (OSM) Bearbeitung für Velonauten, Liegeradler und –Triker

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StVo etc. sind doch eindeutig: alle Fahrzeuge auf die Fahrbahn. Ausnahme die drei berühmten blauen Lollies (ohne Wahlfreiheit). "Fahrräder frei" oder entsprechndes Piktogramm auf dem Boden, wären dann noch Ausnahmen mit Wahlfreiheit.
Wenn jetzt aber das Piktogramm sich hinter einer durchgezogenen weißen Linie befindet, dann ...
 
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Ja, so kann man es halten und ich mache es auch oft so, mit Kettwiesel ignoriere ich auch gerne mal blaue Lollies wegen eingebauter VwV-StVO-Lizenz dafür, ändert aber nichts daran, dass das umgekehrte Verhalten, nämlich das Suchen von Indizien nach nichtbenutzungspflichtigen Radwegen zum Dortradeln, genauso zulässig ist und auch diese Radwege zum Radfahren angelegt/designiert sind.

Benutzungspflicht ist ein anderes, noch nicht endgültig abgeklärtes OSM-Thema, bicycle=use_sidepath/optional_sidepath an der Fahrbahn wird ja bspw. im verlinkten Faden angesprochen dafür. "official" hat sich ja nicht durchgesetzt und beleuchtet das Thema auch nur aus Radwegsicht statt aus Fahrbahnsicht, unterscheidet also nicht zwischen fahrbahnbegleitendem und eigenständigem Radweg, wovon ja nur ersteres eine B-Pflicht samt Fahrbahnverbot auslöst, während letzteres nur ein S-Pedelec-Verbot auf der schönen Abk. auslöst ...
 
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Wie stellt Ihr den fest, dass das kein Gehweg ist, sondern auch zum Radfahren zulässig ist, wenn jegliche Beschilderung fehlt? Gibt es da ein verbindliches Kriterium? (Ich habe hier das Problem, dass hier in der Gegend häufig von einem angeblichen Radweg gesprochen wird, wenn man es sich näher ansieht, ist ein Gehweg auf dem Radfahren nach StVo verboten ist, wenn > 10 Jahre ist, etc.)
 
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Na ja, entweder ist es eine eigene Straße oder ein Gehweg. Einen gemeinsamen Geh- und Radweg gibt es nicht ohne Beschilderung und ein Radweg kann es nicht sein, da es keinen Gehweg gibt.
 
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Es muss ihn geben, sagt doch die StVO:
§ 2
(4) Mit Fahrrädern darf nebeneinander gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird; anderenfalls muss einzeln hintereinander gefahren werden. Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ angezeigt ist. Wer mit dem Rad fährt, darf ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und zu Fuß Gehende nicht behindert werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man mit Mofas und E-Bikes Radwege benutzen.
Die StVO kennt ihn also, den "240er"\gemeinsamen Geh- und Radweg/ ohne "240".
Zu den potentiellen Kriterien schrub ich schon auf de Vorseite:
Bei Bordsteinwegen "ohne 241", also getrennte G/R, ist der R auch ohne Schild idR zu erkennen.
Bei Wegen "ohne 240", also gemeinsame G/R, ist's kniffliger.
Von der Verkehrsministerrunde wurde vor einiger Zeit empfohlen, Piktogramme zu verwenden.
Gleich wirksam sollten m.E. Schilder sein, ob nun "Radfahrer frei" einzelstehend, wie es sie nur links geben dürfte, oder ob 240er-Symbolik, nur in schwarz auf weiß auf eckig statt weiß auf blau in rund, o.ä.
M.E. können es durchaus auch noch andere Möglichkeiten geben, wie auf Bordsteinwege zulaufende Radfurten, die machen auch nur dann Sinn, wenn der Weg freigegeben ist. Oder Radwegweisung, die zweifelsfrei auf diesen Weg weist.


Wer irrt und ihn nicht erkennt, macht fahrbahnradelnd ja keinen Fehler.
Wer etwas erkennt, was kein Radweg sein soll, dem sollte das auch nicht zur Last gelegt werden können, weil es ja die Indizien wohl gab und wenn die Straßenverkehrsbehörde das nicht so meinte, muss sie die Indizien eben beseitigen und/oder das mit Schildern klarstellen, wenn die Beseitigung (zwei Pflasterarbeiten bspw.) zu aufwändig wäre.

Aber ohne jegliche Indizien ist es in der Tat so, dass der Default "Gehweg" ist.
 
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Also wenn ich es richtig verstehe, gibt es zwar den Radweg ohne Beschilderung auf dem Papier, sicher indifizieren lassen sich solche Radwege in Natura aber nur mit Schildern, wenn Beschilderung und Bauwerk vor Ort sinnentsprechend zusammen passen?
Alles andere ist dann eine spekulative (subjektive) Einordnung, die zutreffen kann oder auch nicht.
 
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Getrennte ohne Schild sind idR einfacher zu erkennen, ja, gemeinsame schwieriger. Piktogramme und nichtblaue Schilder bei gemeinsamen sollten aber auch einfach sein, andere Indizien haben in der Tat eine Tüte Spekulatius dabei ...
 
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