Mobilitätswandel ohne HPV-Szene

JKL

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Diese Studien sind Fake!
Das sind Studien immer.
1.) Wenn mit dem Bau von Elektroautos eine Reduzierung der Fahrzeuge einher geht, ist dies natürlich zielführend. Die Verbesserung liegt dann aber nicht im Antrieb. Sondern im geschrumpften Fahrzeug. Mit Verbrennerantrieb wäre sie genauso gegeben. Genau das passiert aber nicht.

2.) Ich bin der Meinung, dass sich der Elektroantrieb ganz hervorragend für Kleinfahrzeuge, auch kleine "vernünftige" Autos eignet. Zum Beispiel auch wegen des relativ hohen Drehmomentes, aber auch konstruktionstechnisch. Beispiel Twizzy. Bei solchen Fahrzeugen dürfte das die erheblich bessere Antriebsart sein. Dort würde sich dann auch die CO2-Investition derart schnell amortisieren, dass eine positive Gesamtwirkung ausreichend schnell erzielt werden könnte, auch ohne Fake-Berechnungen zum Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion.
Bei Beiden bin ich sowas von bei dir, aber es muss auch im Mainstream ankommen.
Da helfen keine Verbote (siehe Gelbwesten in Frankreich), da helfen nur Alternativen die auch ohne jahrelanges Training Spaß machen.
;)

Sorry, ich habe heute keine Zeit mehr zu schreiben.
Ich muss in die Werkstatt um deinen Wunsch nach einem kleinen und leichten Fz Tüv-fertig zu machen.
:cool:

Gruß Jörg
 

1Hz

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Ich weiß nicht, worüber wir hier diskutieren. Auch die (Fake-)Studien, die einem Elektroauto bescheinigen, dass sich der CO2-Ausstoß bereits nach 50.000 km amortisieren würde, sind völlig klar in der Aussage, dass ein Elektroauto eine erhebliche CO2-Investition bei der Herstellung bedeutet. Das ist unstrittig!
 

JKL

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sind völlig klar in der Aussage, dass ein Elektroauto eine erhebliche CO2-Investition bei der Herstellung bedeutet.
Und genau das bezweifele ich.

Ich habe jahrelang, in der Autoindustrie, Roboter programmiert und kann mir nicht vorstellen, das die Produktion von Akkus und E-Motoren viel mehr Energie verbraucht als die Herstellung von Verbrennungmotoren und Getrieben.
Von den Folgekosten u.a. der Energiebereitstellung eines Verbrenners mal ganz zu schweigen.

Unstrittig ist, das die Fz in den letzten 30 Jahren viel zu groß geworden sind.
 

1Hz

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Ist aber so. Das hat weniger mit der Produktion denn mit der Rohstoffbeschaffung zu tun.
 
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1500 kg hochwertige Materialien zu verarbeiten für durchschnittlich 1,3 Nutzer (Reststoffe nicht mitbetrachtet), ist stets zuviel, ob für Legierungen des Zylinderkopfes, Einspritzanlage, Platinkatalysator oder Lithiumakku und Kupferwicklungen.
Selbst wenn alles an Biobäumen wachsen würde, es bleiben übermäßige Massen edler Materialien, völlig überdimensioniert für einen angemessenen ("nachhaltigen") Lebensstil.
Es bleibt bei allem das Verkehrsproblem und die gigantische Vergeudung von Platz zum Leben in der Stadt (und teils im Ländlichen).
 

spreehertie

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Servus 1Hz,
Das hat weniger mit der Produktion denn mit der Rohstoffbeschaffung zu tun.
wie ist das eigentlich bei Benzin. Wieviel bleibt nach dem Aufwand für Förderung, Verarbeitung und Transport noch vom Rohöl übrig?*)

Gruß
Felix

*) Ist mir klar, daß aus Rohöl nicht nur Benzin gemacht wird, sondern die Reste weiterverarbeitet werden.
 

1Hz

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Das Auto wird nicht aus Benzin gebaut. Es geht um die Herstellung des Autos. Mit Elektromotor sind die Umweltschäden, auch CO2, erheblich größer. Diese Investition muss sich erst amortisieren. Was bei den derzeitig gebauten Autos mMn nicht funktioniert, andere behaupten mit fragwürdigen Argumenten, bei denen ganz viel vermutet und prognostiziert wird (Anteil erneuerbarer Energien zum Beispiel) irgendwann amortisiert, wobei mir drei Studien bekannt sind: 50.000, 100.000 und 150.000 km. Je nachdem. Wie hoch denn so der Anstieg erneuerbarer Energien sein soll, den man sich zurecht bastelt. Und auch, wie klein das Fahrzeug ist. Die 50.000 km Studie habe ich aufgehört zu lesen, als das Fahrzeug benannt wurde. Das ist nämlich nicht repräsentativ.

Kohle und Gas stehen dem Erdöl in nichts nach. Und ein guter Teil der Energieversorgung kommt immer noch daher.
 
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Nach meinen bescheidenen Infos ist die (Einbrenn-)Lackiererei der grösste Energiefresser bei der Herstellung von Fossilien.
 
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Um das Thema nochmal anders zu beleuchten: Ich glaube, diese Serie Artikel von der Zeit haben wir hier noch nicht gehabt (oder ich habe sie übersehen):
Es geht allgemein um Alternativen für Mobilität "auf dem Land". Ich habe die Serie noch nicht gelesen, aber gleich auf dem ersten Foto ist ein VM zu sehen... ;)
 
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Der Bus fährt und 5 Autos hinterher mit jeweils einem drin. So kenne ich das aus meiner Zeit auf dem Land.
Solange Kraftverkehr auf den Landstrassen fährt kann man von den Leuten nicht erwarten dort mit dem Rad zu fahren weil extremst gefährlich.
Ich bin durch den Wald gefahren. War halt im Winter und bei Nässe jedesmal eine Schlammschlacht.
Pro 1000Einwohner geschätzt 1 "echter" Radler.
 
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Dann ist die Umgebung von Braunschweig eine radfahrerunfreundliche Gegend, sofern mit dem 1 pro 1.000 nicht ein Velomobil gemeint ist. Bei uns in der Lausitz sind viele Radfahrer unterwegs auch größere Rennradgruppen, das Wetter regelt dann die Anzahl wieder nach unten wenn’s regnet oder sehr kalt wird.

Andreas
 
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@alex123 : "EXTREMST gefährlich" ? aha. Knapp 300 tote Radfahrer, 55% durch abbiegende PKW/KFZ (Radfahrer auf Geh/Radweg unterwegs), ca. 15% durch "ruhenden Verkehr" (Dooringzone...) nochmal so viele durch "Alleinunfälle" (Nennenswert bei Sport wie Downhill, rest zum großen Teil auf Geh/Radwegen durch mausgraue Poller, Spitzkehren, Laub, usw.). Der Rest teilt sich auf in "unbekannt" und ein winziger Teil ist "Längsverkehr". Knapp ein bis zwei Dutzend im Jahr auf 84.000.000 Einwohner.

Gleichzeitig: 25000 Tote durch Grippe, 2400 Tote in KFZ, 75000 Tote durch Alkoholmissbrauch, usw. usw.
Ich hab vor dem Tod auf der Straße, obwohl mich die Aggressivität nervt, recht wenig Angst. Weniger als vor Radwegen/Waldwegen und deren gefühlter Sicherheit.
 
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Zitat aus der "Zeit": "Viele Menschen auf dem Land aber sagen: Ich bin vom Auto abhängig".

Das mag für manche Menschen bzw. Situationen stimmen, aber häufig besteht die Abhängigkeit nur "im Kopf". "Wir" haben uns sosehr daran gewöhnt, dass wir uns einfach ohne jede Vorbereitung in ein Auto setzen können, dass jede andere Form der Mobilität zunächst einmal "nicht möglich" erscheint.

Mal eine positive Nachricht:
Mein Arbeitgeber hatte vor einigen Jahren einen vernünftigen Fahrradunterstand gebaut und ein Jobticket organisiert. Dadurch sind viele tatsächlich "umgestiegen". Spinde, Umkleiden und Duschen standen ohnehin für jeden zur Verfügung.

--> Die immer größer werdende Gruppe, die täglich mit dem Rad oder als "Pulk" von der Bushaltestelle kam bzw. den Bus nach Feierabend noch erwischen wollte, zog dann andere mit. Sozusagen eine "positive Spirale" kam in Gang. :)
 
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Der Rest teilt sich auf in "unbekannt" und ein winziger Teil ist "Längsverkehr". Knapp ein bis zwei Dutzend im Jahr auf 84.000.000 Einwohner.
Absolute Zahlen betrachtet hast Du recht.
Du kannst das in Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern setzen die Radfahrer auf der Landstrasse fahren/in der Stadt zu den gefahrenen Autokilometern.
 
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Mit dem Fahrrad muß man schon in der Schule anfangen, sonst bewegen sich die "faulen Säcke" als Erwachsene überhaupt nicht mehr. Die Kinder werden ja auch immer dicker, Mutti fährt sie ja auch am liebsten direkt ins Klassenzimmer mit ihrem "sicheren SUV". Sport am Nachmittag ist für viele natürlich auch längst nicht mehr, da ruft doch eher die Spielekonsole. Zu meiner Schulzeit ab 1977 durfte ich noch nicht mal mit Rad hin fahren (zuwenig Stellplätze) da ich nicht über 2km entfernt wohnte und somit der Fußweg meiner war bei jedem Wetter und Winter gab es noch. Mit dem Auto wurde zu der Zeit niemand gebracht, nur in Ausnahmefällen.
Mit dem Fahrrad fahre ich meine Trainingsrunden auch auf Bundesstraßen und aufmerksamer ist man bei Querstraßen sowieso, egal wer Vorfahrt hat. Die gefährlichen Situation halten sich in Grenzen, die Stadt meide ich aber konsequent. Eine Runde "Rund um Cottbus" ist bei mir dann 191km lang, so komme ich nicht in die Nähe der Stadtgrenze.

Andreas
 
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