Mobilitätswandel ohne HPV-Szene

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Genau, die Befindlichkeit. Vielleicht kann @Reinhard diesen kleinen Seitenschlenker in den Faden zum Abschweifen verschieben. Aber, lieber @fmraaynk , Du hast getroffen. Was Du gar nicht wolltest, ich bin sicher, Du warst ohne Arg. Aber wenn man feststellt, dass man getroffen hat, kann es sinnvoll sein, das zu akzeptieren. Wir sind alle traumatisiert und haben alle unsere Punkte, wo man sich getroffen fühlt. Manchmal zum Beispiel nur, weil man den anderen vielleicht schätze und deswegen eine Zurückweisung trifft, genauso wie aus zahlreichen anderen möglichen Gründen.
 
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meiner Wahrnehmung ist die letzte Entwicklung des Fadens ein Beispiel, warum sich HPV sich in der öffentlichen Wahrnehmung schwer tut. Auch für mich Ende in diesem Faden.
 
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Nein, Sie haben gewonnen. ich hatte bereits Gestern @Reinhard gebeten, meinen Account hier zu löschen. Ich werde weiter gerne Fahrrad fahren, mich für alternative Mobilität interessieren, aber in der Szene, die sich hier Gehör verschafft fühle ich mich nicht mehr wohl.
rwd
 
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Man könnte den Faden auch in
Wettheulen ohne den Hpv
umbenennen, oder
Mimosenzüchten ohne Hpv
Ich hab Taschentücher, möchte jemand Tränen trocknen? :LOL:
Da gibt es doch den gute Sitten Faden und Diskussionskultur, oder?

Trotzdem an Andreas @Lausitzradler , nicht ärgern, nur antworten. Du kannst doch so langsam kurbeln, wie Du willst, sind doch Deine Kniee.

Gruß Krischan
 

1Hz

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Man darf sich aber auch teils wirklich nicht wundern. Denn selbst Radfahrer verstehen oft weder den Verkehr noch die Verkehrsregeln.


Beispiel die "Änderung", dass Radfahrer nebeneinander fahren dürfen bzw. sogar sollen. Das verstehen die beiden zuerst neben einigen anderen Punkten nicht. Nebeneinanderfahren ist aber sinnvoll, damit Überholabstände eingehalten werden und vor allem weil es das Überholen erleichtert. Gerichtlich sind die 1,5 Meter bereits wirksam. Hinzu kommen der Sicherheitsabstand, den der Radfahrer zum Fahrbahnrand halten muss sowie die Breite des Fahrrades. Bedeutet, ein überholender Autofahrer muss sowieso zum Überholen die Fahrspur wechseln. Deswegen ist nebeneinander fahren auch jetzt schon erlaubt, da der nachfolgende Verkehr sogar weniger behindert wird. Die derzeitige Gesetzesformulierung nur Blödsinn und geauso irreführen wie die Verwaltungsvorschrift zur Radwegnutzungspflicht. Autofahrer, die sich über nebeneinander fahrende Radfahrer beschweren, sind unwissend und unklug. Denn sie schaden sich selber. Ich wage aber die Behauptung, dass auch ein Polizist frech wird, erklärte man ihm dies.
 
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Kann ich später mal machen, wenn ich am Rechner sitze.

Lustig. Aus Deinem Link:

"Laut EU-Kommission sollen externe Faktoren bis 2016 „komplett und zwingend“ in Verkehrspreise integriert werden, bis 2014 sollen Gesetzesvorschläge her. "

Das Gegenteil ist passiert.
 

1Hz

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Hier haben wir erst mal eine EU-weite Studienübersicht:


Eine tabellarische Zusamenfassung findet sich auf Seite 34.

Jetzt gibt es noch jede Menge weitere Studien zu dem Thema, die alle, und dass schon seit langem, zu sehr ähnlichen Ergebnissen kommen. Exemplarisch daher nur noch eine:


Die ist insofern noch interessant, da unter nachfolgendem Link noch weitere Erklärungen aufgeführt werden, und dazu dann auch noch Quellennachweise zu den Berechnungsmethoden und den Berechnungen, so dass man also viel Stoff zur weiteren Vertiefung finden kann:


Das ist natürlich noch nicht alles. Es werden nur Teile der Kosten aufgezeigt. Es fehlt dabei jede Menge. Infrastrukturkosten sowie die externen Kosten der Infrastruktur bleiben völlig außen vor. Die externen Kosten der Herstellung der Kraftfahrzeuge bleiben gleichsam völlig außen vor (Dazu gibt es eine Studie, welche 60 Milliarden für die BRD jährlich ausweist, sobald ich das wieder gefunden habe, reiche ich das mal nach).

Auch ist zu sehen, dass die Berechnungsmethoden von Mindestansätzen ausgehen, also dem, was als sicher angenommen werden kann. Es dürfte also in Summe mehr sein. Im Weiteren fehlen sehr viele Punkte, für die es keine Berechnungsmethoden gibt, teils findet man dafür 0er-Erinnerungspositionen in den Studien. Exemplarisch seien die Kosten der Stellplatzverordnung benannt. Da es sich in hohem Maße um Stellplätze in den teuren Innenstadtlagen handelt, ist das alleine bereits ein enorm großer Batzen, der aber nicht quantifiziert ist.

Dazu muss man auch noch die Verluste aus vergangener Alternativnutzung sehen. Oben wird ja auch aufgezeigt, dass Kosten verstärkt bei den Kommunen anfallen. Diese sind gleichzeitig auch für die Bildung zuständig. Bildung ist volkswirtschaftlich die sinnvollste Investition. Zur Quantifizierung kann man eine Studie von Bertelsmann heranziehen, welche den Schaden auf 2,8 Billionen Euro bezogen auf die Lebensspanne eines heute geborenen Kindes beziffert:


Würde man also nur einen Teil für Bildung statt Kraftprotzerei ausgeben ...

Auch fehlen die von Merkel angemahnten Externalisierungen in die Zukunft. Die Studien quantifizieren maßgeblich in der Gegenwart anfallende Kosten.

Man kann das auch noch weiter fassen, ein paar Beispiele:

Der Autoverkehr bremst andere Verkehrsarten aus. Wo ist der Ausgleich für den Zeitverlust?
Aus Lärm resultierende Gesundheitskosten sind erfasst. Was aber ist mit Schmerzensgeld für die verminderte Lebensqualität und was ist zum Beispiel mit dem Wertverlust besonders betroffener Immobilien?
Es gibt Studien, die nachweisen, dass Lärm zu schlechteren Schulergebnissen führt. Auch hierfür gibt es keinen Ausgleich.

Was auch völlig außen vor bleibt sind die Schäden, die anderswo entstehen. Beispiel Ölförderung. Auch nicht enthalten sind militärische und andere Sicherheitskosten, die damit im Zusammenhang stehen.

Die Anstalt ist auch mal hergegeangen und hat ergänzend noch die Frage gestellt, was eigentlich mit dem Verlust für zukünftige Generationen sei, denen die Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Dafür müsste ein Ausgleich gezahlt werden, also quasi "fair trade". Alles zusammen kamen die dann auf einen Bezinpreis von 196 € pro Liter. Realsatire.
 
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Aus Lärm resultierende Gesundheitskosten sind erfasst. Was aber ist mit Schmerzensgeld für die verminderte Lebensqualität und was ist zum Beispiel mit dem Wertverlust besonders betroffener Immobilien?
Aus Autoabgasen entstehende Ablagerungen an allen äußeren Bereichen, Scheiben, Kanten, Briefkästen etc. sind erfasst?

Aus den Vibrationen des KFZ-Verkehrs entstehende Schäden an Substanz, Putz und Flächen/Boden abseits der Straße?
Diese werden den Eigentümern der Wohnungen / Gebäude zu Lasten fallen.

Das muss ich leider bei jedem Reinigungsvorgang feststellen. Eine Woche nicht abgewischt und alles ist mit schwarzem Schmierstaub belegt.

Freundliche Grüße
Wolf
 

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Aus Autoabgasen entstehende Ablagerungen an allen äußeren Flächen, Scheiben, Kanten, Briefkästen etc. sind erfasst?
Nein. Ein guter Punkt. Vor allem auch in Bezug auf die Vergangenheit. Als Kind bin ich aufgewachsen in dem Glauben, dass alte Gebäude quasi schwarz seien. Ich war völlig verwundert, als die dann nach Sanierung plötzlich in hellem Sandton erstrahlten. Hielt das zunächst für eine Abweichung vom Original. Weit gefehlt. Die waren alle schwarz wegen Abgasen, Hauptverursacher Autos. Davon betroffen nicht nur die Außenwände sondern die gesamten Verzierungen inklusive der Statuen, etc. Das musste teils komplett neu gemacht werden. Die Sanierungsarbeiten sind mittlerweile weit fortgeschritten, dauern aber immer noch an.

Aus deren Vibrationen entstehende Schäden an Substanz, Putz und Flächen/Boden abseits der Straße?
Nein.
 
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Davon betroffen nicht nur die Außenwände sondern die gesamten Verzierungen inklusive der Statuen, etc. Das musste teils komplett neu gemacht werden.
Schon von glatten Flächen (Lack bspw.) lässt die Bröselpampe sich mit Glasreiniger nicht 100% entfernen. Ich putze den Briefkasten mit Spiritus, um eine saubere Oberfläche zu erhalten.

War gerade einige Wochen nicht vor Ort, als ich zurückkehrte, wirkte der Briefkasten grau statt weiß. Jeder Fingerabdruck überdeutlich zu sehen.

Aus Putz oder anderen rauhen Strukturen sind die Rückstände nicht tiefenwirksam zu entfernen.. (es sei denn, einer kärchert den Putz - dann ist die Fassade allerdings zerstört).

Einfahrtbereich hat massive Bodenschäden, Risse, Vertiefungen.. in Bereichen, in welchen kein KFZ aufsteht (es parkt dort auch nur alle 10-20 Tage kurzzeitig ein Fahrzeug von Anwohnern, um aus-/einzuladen). Ein Teil wird aus Wassereinwirkung resultieren, ein Teil aus Vibrationen auf der Fahrbahn.

Freundliche Grüße
Wolf
 
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...Beim Auto sieht das aber anders aus. Sind Sie schnell in der Stadt unterwegs,verursachen Sie Krach,egal ob Benzin oder E,mit Benzin schlechte Luft und allgemein durch die Trägheit und Unübersichtlichkeit grundsätzlich eine Gefahr.
Wer Drogen benutzt schädigt sich wenn überhaupt selber....
Ich finde das kann man so nicht sehen. Ein mit Alkohol berauschter ist an sich eine grössere Gefahr als ein nicht berauschter: Alkohol macht aggressiv und schränkt das Urteilsvermögen ein. Dies hat der Berauschte nicht so unter Kontrolle wie unberauscht, selbst wenn er nur auf einem Stuhl sitzt.
 

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Schon von glatten Flächen (Lack bspw.) lässt die Bröselpampe
Das sind zwei verschiedene Ursachen.

Das eine ist Feinstaub. Sehr ungesund und macht sich natürlich auch wie von Dir beschrieben bermerkbar.

Das andere war der saure Regen & Co. Die Schäden waren deswegen auch nicht nur oberflächlich. Und entsprechend teuer. Das hat man dann mit Katalysatoren einigermaßen in den Griff bekommen. Leider hat man aber dabei nicht an der Ursache angesetzt, was damals zur Kritik gehörte. Sondern eben mal wieder nur bei den Sympthomen. Und da Autofahren ja dann plötzlich sauber war, konnte der Wahn noch weiter zunehmen. Und damit die Schäden in Summe auch.
 
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Ich finde das kann man so nicht sehen. Ein mit Alkohol berauschter ist an sich eine grössere Gefahr
Deswegen habe ich auch geschrieben
Sofern Sie sich trotz gebrauchs an die Gesetze halten.
Beim Auto sieht es aber so aus,das andere in der Stadt bei Gebrauch immer Beeinträchtigungen werden. Beim Alkohol ist dieser Umstand nicht zwangsläufig.
Bei anderen Drogen ist dieser Unterschied oft noch größer.
 
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