MBB Titan-Projekt: Bitte um Input

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70/30 Bremskraftverteilung war am UPO Tandem wahrscheinlich ganz gut passend.

Auf allen Single Rädern habe ich bei einer Notbremsung 100/0 Verteilung.
Ein Hinterrad, das in der Luft ist, bremst nur mehr über den Luftwiderstand... :)
(Tieflieger habe ich keinen...)
 
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Vielleicht haben auch noch einarmige Radfahrer Ideen dazu. ich selber weiß von zwei Upright-Fahrerinnen, die eine hat Vorderradbremse und Rücktritt, die andere hat zwei getrennte Bremshebel auf einer Lenkerseite.
Ich habe (zum Glück) keinerlei praktische Erfahrungen dazu, aber wenn bei Hydraulik die hintere Bremse ganz leicht verzögert und schwächer ansprechen soll, müsste ein Strömungswiderstand in der Leitung nach hinten helfen (ähnlich wie der Shimano power modulator bei den Mechanischen), also entweder Schlauch mit kleineren Querschnitt (gibt es wohl nicht) oder mit einer Klemme oder kleinen Zwinge den Schlauch vorsichtig etwas zuklemmen, ohne dass da etwas bricht.
 
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wenn bei Hydraulik die hintere Bremse ganz leicht verzögert und schwächer ansprechen soll, müsste ein Strömungswiderstand in der Leitung nach hinten helfen (ähnlich wie der Shimano power modulator bei den Mechanischen), also entweder Schlauch mit kleineren Querschnitt (gibt es wohl nicht) oder mit einer Klemme oder kleinen Zwinge den Schlauch vorsichtig etwas zuklemmen, ohne dass da etwas bricht.
So ein Strömungshindernis würde nur den Zeitverlauf beeinflussen, und das in erster Linie beim Öffnen der Bremse, weniger beim Schließen. Der erreichte Bremsdruck ist gleich und damit die Bremskraft zumindest ähnlich.
Wenn Du die Bremskraft senken willst, musst Du dafür sorgen, dass hinten der Druck niedriger wird (Druckübersetzer mit Stufenkolben oder sowas in die Leitung setzen) oder dass bei gleichem Druck die Andruckkraft der Bremsbeläge kleiner wird (anderen Bremssattel mit kleinerem Kolbenquerschnitt nehmen). Das wird entweder eine Bastelei oder ein größerer Rechercheaufwand.
 
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Der Sinn von Bremsen am Vorder und Hinterrad ist doch weniger, dass man vorne und Hinten gleichzeitig bremsen kann.
Man braucht aus sicherheitstechnischen Gründen zwei unabhängige Systeme und da bietet es sich doppelt an diese auf beide Räder zu verteilen.
Für maximale Verzögerung auf Asphalt ist ohnehin nur die Vordere relevant. Das regelmäßige Üben von Stoppies halte ich für ganz wichtig um im Notfall alles rauszuholen.

Die hydraulische Koppelung beider Bremsen würde im nicht ganz abwegigen Fall eines Defekts im Bereich vor den Nehmerkolben oder bei Leckagen das ganze System lahmlegen.
Durch die Kopplung kauft man sich nur ein riesiges Risiko ein ohne dabei etwas zu gewinnen.

Die Hinterradbremse auf die schwache Hand legen und beim Bergabfahren diese Hand mit leichtem Bremsen trainieren und die Vorderradscheibe dadurch entlasten.
Ich denke, dass ist für deinen Fall die beste Lösung.
 
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Dank der großzügigen Spende von @panicmechanic habe ich einen Lenker gefunden, mit dem ich in der Ebene mittlerweile einigermaßen zurecht komme. Habe dazu 1 Woche lang jeden Abend 1/2 Stunde geprobt.
Probleme gibt es bergauf - und vor allem das Anfahren am Berg. Kann rechts nur über das Handgelenk Druck ausüben. Die Hand selbst funktioniert noch überhaupt nicht. (Anm.: Ich habe keine "schwache" Hand zum Bremsen. Sondern tatsächlich nur 1 Hand).

Werde weiter täglich Übungen machen, aber die Zeit wird schon etwas knapp. Eigentlich wollte ich vor PBP noch dieses Northcape 4000 fahren. Aber derzeit kann ich während der Fahrt (in der Ebene) nicht einmal trinken. Evtl. muss ich meine Jahresplanung noch etwas anpassen...
 
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Du wirst im Laufe der nächsten 500km freihändig fahren können.
Lass Dich mal schieben und tritt währendessen rückwärts. Leg dabei die Hände auf den Bauch und entspann Dich dabei. Dein Kleinhirn lernt enorm schnell, das Gleichgewicht zu halten, trotz Großhirnbremse.
Tritt nach gut fünf Minutrn sachte mit, sodass Dein Anschieber etwas entlastet wird, aber noch ohne Druck, so zwei, drei Minuten.
Mach 5 min. Pause, lass Dich mit gefalteten Händen anschieben und fahre selbst weiter, am besten freihändig mit geringem Pedaldruck und Blick zum Horizont, also in die Ferne.
Weil Deine Hände die Lenkbewegungen schneller weiterleiten, als Deine Füße, kannst Du ganz behutsam (falls das mit der lädierten Hand geht) die Handteller auf die Lenkerenden legen, nur zum Fühlen der Radbewegung.
So wirst Du den Lernvorgang insgesamt stark beschleunigen.
Auch wenn Du keinen Knicklenker fährst, empfehle ich Dir Arascas Thread, der hat hier vielen geholfen.
Noch besser wäre die Fahrschulvorrichtung von Johannes @seilsteiger, dann könntest Du nach 10 min fahren...
Viel Erfolg, denk an die Pausen (!)
Gruß Krischan
 
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Ohne beidhändigen Zug am Lenker geht das am Besten mit einer kleineren Übersetzung. Hast Du die schon ausgereizt, bzw. den kleinsten vorhandenen Gang verwendet und mit Drehzahl gearbeitet?
Gewöhnung bringt Dich aber auch da voran, Du müßtest von Tag zu Tag eine Verbesserung bemerken. Auch Pausen machen nichts aus, die Bewegungsmuster bleiben gespeichert.
Für jede Drehzahl gilt es ein anderes Muster abzuspeichern, also solltest Du mit wechselnden Drehzahlen üben. Daß es dann beim Schalten kurz wackelt, ist normal.
 
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Habe jetzt ein paar Tage mit dem Üben pausiert, da der erste intensivere Sturz ein paar Macken bei mir hinterlassen haben, die mich in der Bewegung einschränken. Trotzdem hat es heute wieder etwas besser geklappt. Die Übungen von Krischan haben allerdings nicht funktioniert, da mein Helfer (weiblich) mich nicht halten kann.
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Lass Dich mal schieben und tritt währendessen rückwärts. Leg dabei die Hände auf den Bauch und entspann Dich dabei. Dein Kleinhirn lernt enorm schnell, das Gleichgewicht zu halten, trotz Großhirnbremse.
Tritt nach gut fünf Minutrn sachte mit, sodass Dein Anschieber etwas entlastet wird, aber noch ohne Druck, so zwei, drei Minuten.
Mach 5 min. Pause, lass Dich mit gefalteten Händen anschieben und fahre selbst weiter, am besten freihändig mit geringem Pedaldruck und Blick zum Horizont, also in die Ferne.
Weil Deine Hände die Lenkbewegungen schneller weiterleiten, als Deine Füße, kannst Du ganz behutsam (falls das mit der lädierten Hand geht) die Handteller auf die Lenkerenden legen, nur zum Fühlen der Radbewegung.
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Mit dem letzten Hügel vor dem Haus klappt es auch besser, allerdings merke ich stark, dass ich durch meine rechte Hand gehandikapt bin, da ich damit nicht am Lenker ziehen kann. Die Übersetzung habe ich mit 11-34 ziemlich ausgereizt. Außerdem ist es gerade das kräftige Drücken, das mir Spaß macht...


Anbei noch ein Review, das ich dem Hersteller geschickt habe. Hier sieht man, dass der Aufbau nicht ganz so reibungslos vonstatten ging. Ein paar Probleme (vor allem die Fixierung des Schaltauges) habe ich noch nicht gelöst.
 

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Die Übungen von Krischan haben allerdings nicht funktioniert
Die machen aus meiner Sicht auch nur bei einem echten Knicklenker Sinn, den man erstmal gar nicht fahren kann.
Bei einem MBB/Cruzbike nicht, denn diesen kann man ja auf Anhieb zumindest schon mal irgendwie fahren und die Balance halten.
Für die Freihändigkeit kann man ja immer mal wieder die Hände einfach weglassen und schauen wie es geht und dann wieder anfassen.
Zuerst beim Rollen, bis man wirklich mit den Füßen die Steuerung für die Balance hat und dann langsam mittreten ohne Kraft und dann mit immer mehr Kraft.
 
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Ein paar Probleme (vor allem die Fixierung des Schaltauges) habe ich noch nicht gelöst.
Bin mal gespannt, was da vom Hersteller noch kommt. Er scheint ja ein Limit für den Auszug des Auslegers vorgesehen zu haben, Deine Sitzmontage bringt Dich vielleicht weiter nach vorn als vorgesehen.
Die Verbindungsschelle zur Gabel ist fragwürdig. Bei Cruzbike scheint sie zu funktionieren, aber die haben daran wohl auch eine Weile optimiert. Die Kombination aus Rohrklemmung und begrenztem Weg zur Klemmung (wegen der innenliegenden "Vorbau"schelle) braucht eine stabile und präzise Konstruktion. Für bessere Stabilität müßte der Bereich um die Laschen massiver sein. Da scheint die Schelle sich jetzt so zu verwinden, daß sie ihre Kanten ins Rohr drückt.
Alternativ müßte bei einer neu zu konstruierenden Schelle die Rohrklemmung seitlich versetzt um das Rohr greifen, um unabhängig vom Bewegungsraum der Laschen zu bleiben, also eine Art Doppelschelle.
Zum Schaltauge müßtest Du mal Detailbilder zeigen, wie das gemacht ist. Liegt das nur zwischen Gabelausfaller und Strebe? Wie breit ist der Rand, in den man Bohrungen setzen könnte?
 
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Die Verbindungsstelle zum Lenkrohr ist schon ziemlich massiv. Habe hier auch die Gewindehülse gekürzt (zusammen mit dem Entfernen einer der beiden Unterlegscheiben). Zusätzlich die Schelle auch innen angeschliffen. Die Frage ist, wie die Fixierung hält, wenn ich mal richtig Gas geben kann. Gibt es von der V20-Lösung ein DetailBild?

Das Schaltauge rastet über eine Nase ein. Der Grundgedanke, dass dies eigentlich eine Sollbruchstelle ist (statt einer Erneuerung des Schaltwerkes, im Falle eine Sturzes) kann nicht greifen, da massives Titan. Eigentlich hätte man das in die Kettenstrebe integrieren können. Leider war mir diese Ausführung vorher nicht klar, sonst hätte ich gleich interveniert.
Durch den Bauraum könnte mann mit einer evtl Verschraubung nur auf M3 gehen. Dazu müsste ich aber 3 mm durch die 11 mm dicke Kettenstrebe bohren. Zusätzlich ein Gewinde in das 4mm starke Schaltauge. Das kannst du bei Titan vergessen! Eigentlich würde ich eine neue Kettenstrebe benötigen. Dann könnte auch die Reifenfreiheit (entsprechen meiner Vorgabe) berücksichtigt werden.
 

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Gibt es von der V20-Lösung ein DetailBild?
Hier im Video ab 4:57 ist das Teil gut zu sehen. Sieht sehr ähnlich aus, evtl. breiter als bei Dir? Und die nach innen weisenden Nasen der Schelle sehen bei Dir abgerundet aus, die könnten bis auf einen 2mm Spalt verlängert werden, damit die Schelle besser anzieht. Aber für den Fall, daß auf die Schnelle eine Lösung her muß, sollte eine zusätzliche Schraube oberhalb der bisherigen helfen. Ein gut ausgestatteter Schlosser, am besten mit Fräsmaschine und Hartmetallwerkzeugen, sollte die Bohrung einbringen können, Platz ist ja da.
Schaltauge: frag mal, ob Du eine Detailzeichnung davon bekommen kannst, und schick die an schaltauge.de, evtl. finden die eins in ihrem Sortiment, das schon fast fertig passend ist.
 
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Mittlerweile hat es in der Kommunikation mit dem chinesischen Produzenten eine überraschende Wende gegeben. Zwar hat er eingestanden, dass nicht alles korrekt ausgeführt ist, aber meine Probleme bei der Montage sollen auf meine individuellen Einstellungen zurückzuführen sein. Er würde nachbessern, aber ich sollte alle Transportkosten übernehmen. Für beide Strecken kann man von ca. 600Euro ausgehen.
Daraufhin habe ich das Problem über Paypal gemeldet. Aufgrund der bisherigen Äußerungen bestehe ich jetzt darauf, dass sowohl Gabel, als auch Kettenstreben-Element (entsprechend meiner schriftlichen Vorgabe), für 33 mm Reifen vorzusehen sind. Natürlich versucht das der Produzent (mit weniger schönen Worten) abzuwälzen. D.h. nix mit Höflichkeit...
 
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