ErFahrungsbericht Toxy ZR

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Also dieser Mythos, dass der Wind beim Tieflieger nix ausmacht, ist für mich Käse
Definitiv! Ich habe aber trotzdem den Eindruck, daß direkter Gegenwind schon deutlich weniger einbremst als beim UP. Richtig bitter finde ich, wie gesagt, so „Am Wind“ - Kurse. Da hab‘ ich den Eindruck, daß die Luftverwirbelungen um die Speichen ganz massiv Geschwindigkeit kosten. Fühlt sich immer so an, wie in hüfthohem Wasser schnell laufen zu versuchen. Im Vergleich zu meinem Ex - Furai und auch dem Ex - Fujin ist das ZR aber klar schneller bei widrigen Windverhältnissen.
 
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Also ich bin ca. 3 Jahre lang mit den ZR zur Arbeit gependelt. 19km pro Strecke. Ein Arbeitskollege der 10 Jahre jünger und Marathon läuft (also fit wie ein Turnschuh) wohnt auf den Weg. Genauer gesagt hatte er 14km zur Arbeit. Bis er wechselte sind wir ca. 2Jahre lang oft zusammen heim gefahren. Er ist mit einen Trackingrad gefahren.
Bei Windstille konnte er mir auf gerade Strecke so langsam wegziehen wenn er richtig in die Pedale getreten hat so mit 36kmh und ich war dann geschätzt mit 35,5kmh oder so unterwegs.
Bei Gegenwind konnte ich oft gut mitfahren und er war am Anschlag.
Wir hatten mal etwas Sturm und Rückenwind von geschätzten Böen von 60kmh oder so. Da konnte er freihändig aufrecht sehr lässig fast ohne Kraftaufwand fahren. Wogegen ich schon Kraft aufwenden musste.
Umgekehrt beim Gefälle könnte ich hingegen aufhören zu treten und er Kraft aufwenden um Geschwindigkeit zu halten.
War echt immer wieder interessant nebeneinander solche Spielchen zu machen. Deshalb sind wir auch in den 2 Jahren oft zusammen gefahren und wenn einer länger da bleiben mussten ist der andere oft noch geblieben um zusammen zu fahren.
 
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Mion, Moin, ich bin hier neu im Forum. Gruß an Alle!!!
Ich bin seit Januar auch Besitzer eines Toxy's. Es ist auch mein Erstes Liegerad.
Die ersten Fahrten waren sehr ernüchternd gewesen. Ich hatte immer einen Kommentar im Kopf "30 sind eigentlich zu langsam".
Ich habe mich aber nicht beirren lassen und bin kurze Einheiten von 10 - 30 Minuten möglichst täglich gefahren.
Ich habe jetzt ca. 3000 Km in den Beinen und bekomme einen 30ger Schnitt auf 60 Km schon hin.
Das Geheimnis liegt, denke ich im sauberen Pedalieren.
Probiere mal einbeiniges Fahren bei niedrieger Tretfrequenz. Da merkst du sofort, wo es bremst.
Ich hatte auch eine Rohloff, die gebremst hat. Das Problem war jedoch schnell vom Tisch. Ich hatte mir bei Ebay eine gebrauchte Nabe, mit hoher Laufleistung besorgt, und kurzerhand gegen meine neue getauscht.
Mit dem Erfolg, dass ich von nunmehr ca. 3 KmH in der Stunde schneller war und 400 € mehr in der Tasche hatte.
 
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Probiere mal einbeiniges Fahren bei niedrieger Tretfrequenz. Da merkst du sofort, wo es bremst.

Ich hatte auch eine Rohloff, die gebremst hat. Das Problem war jedoch schnell vom Tisch
Das mit dem einbeinigen habe ich nicht ganz verstanden, aber auch ich habe die Rohloff in Verdacht und den höheren Widerstand merkt man deutlich, wenn die Temperatur unter 15°C sinkt. Je wärmer es wird, desto leichter läuft die Rohloff. nutze mein Toxy mehr oder weniger nur in der warmen Jahreszeit. Wie kommst du auf die 3 Km/h? hast du Leistungspedale oder ist das rein subjektiv?
 
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Ich habe das einbeinige Fahren damals regelmäßig in meine Trainigseinheiten integriert. Kurz nach der Aufwärmphase. Mit dem Liegerad geht es natürlich nicht so gut wie mit dem Rennrad. Wähle eine langsame kadenz, so dass deine Muskulatur
(und Geist) überall mitkommt. Dabei wirst Du auch merken, welches Bein das schwächere ist. Mit dem Stärkeren machst Du Anfangs deutlich weniger Umdrehungen. Also Dein schwächeres Bein gibt die Wiederholungen vor.
Beispiel schwaches Bein = 20 Kurbelumdrehungen
starkes Bein = 15 Kurbelumdrehungen
Davon je nach Belieben 2 - 5 Wiederholungen
Dazwischen ein paar Minuten lockeres Pedalieren.
Die Zahl derKurbelumdrehungen im Laufe der Zeit langsam erhöhen.
Beispiel: Wenn Deine anerobe Schwelle bei 270 Watt liegt. Du beim Test mit der Zugseite der Beine die Druckseite der Beine mit 110 Watt bremst, könntest Du mit dem Motorik Training deine anerobe Schwelle theoretisch auf 380 Watt steigern.
Ich hatte damals ein (es hieß glaube ich Schwedenmodel) Standrad mit 2 Kettenblättern, ich habe immer die Minuten/Sekunden gezählt bis ich ins Leere getreten habe. Dann musste ich wieder von vorne anfangen.
Ich hoffe das ist Dir alles so verständlich.
Bei der Rohloff weiß ich, dass sie andere Simmerringe ab einem gewissen Jahr in den Nabe verbaut haben. Die Fa. Rohloff hatte viel Ärger mit Öl-Undichtigkeiten.
Meine Rohloff denke ich, läuft jetzt fast gleich leicht, wie eine Kettenschaltung.
Das Öl ist nur in der Nabe, wegen eventuellen Schwitzwassers.
Ich habe mir bei Ebay auch gleich mehrere Schraubritzel besorgt, mit dem Ergebnis, dass die Kette an der und dem Kettenrad am Rahmen um 4mm weiter nach links gewandert ist. Also weniger Schräglauf der Kette und mehr Beinfreiheit an der Rolle.
Ich habe keine Messkurbel oder ähnliches.
 
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Hier mal wieder das von mir:
Ich bin viel am Fahren, seit März nur noch Toxy zr. Das Rad ist genau mein Ding. Während der letzten sieben Monate kam ich ca. einen Monat nicht zum Radeln, also habe ich etwa in 6 Monaten 7000km runter gestrampelt.
Da FutureBikeCH Velomob Zürisee 11. & 12.09.2021 bin ich hingeradelt und war, nach anfänglichem zögern, bei der alpinen Tour dabei. Hat mir sehr gefallen:), und jetzt weis ich: eigentlich komme ich überall hoch, wenn ich will.
Meine längste Tour war 250km lang, inklusive Zelt, Schlafsack, Isomatte und Klamotten in den Banana-Racer. Ansonsten sind viele Touren zwischen 100 bis 150km lang.
Schnell fahren ist ja immer relativ, .... bezogen auf die meisten Up's liegt die Relativgeschwindigkeit > 0 ;), wenn's eben ist oder auch leicht wellig. Ein austrainierter 25jähriger Rennradler mit dem entsprechenden Rad kann aber auch bei mir dranbleiben. Über 20 km kann ich im Ebenen ca. einen Schnitt von etwas über 30 km/h halten. Subjektiv fühlt es sich durch die tiefe Position aber sauschnell an.

Für meinen Urlaub mit Partnerin habe ich auch das Toxy gewählt, obwohl die Bananas das Gepäck schon sehr eingeschrängt haben. Die Tour ging von Leipzig an die Saale, bis zur Ilm und dann nach Weimar. Meine Liebste war mit dem Up unterwegs. Ich war und bin immer noch überrascht, wie unklompliziert es sich zusammen radeln lies. Dieser Urlaub war Genuß pur, das "Dahincruisen" im Chopperfeeling hat mir sehr gefallen. Im Sonntagsfahrermodus mit meinem Up, das hätte mich sozusagen ausgebremst:ROFLMAO:.

Von der Rohloff bin ich nach wie vor begeistert, Son ,bzw immer Licht wenn nötig, war definitiv die richtige Entscheidung. Nachts zu radeln ist mir eh lieber als tags über: wenig Autos, man sieht und hört sie immer, selbst wird man auch besser wahrgenommen, dann Sterne und Mond,....

Was mich echt stuzig macht, ist, wie wenig gleichgesinnte mir im Alltag auf dem Lieger begegnen, also grob geschätz 1 bis 1,5 Liegende pro 1000km, mit Trikes und Velomobilen vielleicht etwas höher. Ist aber auch durchaus möglich, 2 Tage a 130 km um den Bodensee Richtung Bludens unterwegs zu sein, ohne ein anderes Liegerad zu sehen. Das würde ich mir mal bei den E-Bikes wünschen....

Grüße Daniel
 
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Meine längste Tour war 250km lang, inklusive Zelt, Schlafsack, Isomatte und Klamotten in den Banana-Racer. Ansonsten sind viele Touren zwischen 100 bis 150km lang.

Hallo Daniel,

wie hast Du denn das ganze Gepäck mitbekommen? Hast Du ein Foto von dem bepackten Rad? Ich kann mir das gerade gar nicht vorstellen. Ich habe bei meinem ZR schon Probleme mit den kleinen Solo Racer Taschen (noch kleiner als die Banana Racer), da kommt die rechte immer gegen die Hinterradschwinge. Hast Du einen Gepäckträger?
 
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@Niko : Bilder habe ich keine. Aber am Samstag bin ich ins Donautal geradelt zum Klettern. Da war ein waren auch beide Taschen voll, eventuell hat mein Kletterpartner was auf seinem Handy.
Beim Gepäck bzw. beim Touren ist schon noch Luft nach oben. Meine Idee wäre ein kleiner Koffer für den Alltag, der das Rad jedenfalls nicht länger macht. Für's verreisen dann eben die Banana-Racer, die ich dann dazu hängen kann.
Bei den Taschen habe ich übrigens den obersten Gurt entfernt, und stattdessen so ne Art Mütze dazwischen genäht. So kann ich die zwei Taschen einfach über den Sitz hängen.

Wenn ich das nächtste mal die Taschen wieder gefüllt draufhängen habe, mache ich ein Photo
 
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Ich benutze Squirt Lube Ketternwachs und bin eigentlich ganz zufrieden. Man muss nur relativ oft neu auftragen, aber dafür bleiben die Hosen ziemlich sauber. Ansonsten kann ich auch noch den Tuppadosendeckel von Drogeriemarkt Müller empfehlen, passt absolut perfekt über die Umlenkrolle von Gingko und verhindert zuverlässig das Einklemmen von Hosenbeinen und Beinfleisch ;)

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Autsch! Das hatte ich auch erlebt und mir dann den Schaumstoffring eines Kopfhörers auf die Umlenkrolle geklebt.
Funzt und schmeichelt.
Den zweiten Ring aus dem Set habe ich noch immer im Fundus ;-D
 
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