Brevet Neuer Brevetstandort: Ostfalen-Randonneure

Dieses Thema im Forum "Treffen, Rennen und Veranstaltungen" wurde erstellt von JanK, 10.03.2014.

Kalendereintrag: 19.04.14
  1. Nemberch

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    Peter und ich haben ordentlich Pusteln. Ich habe den Eichenprozessionsspinner in Verdacht. Hat es sonst noch jemanden erwischt..?

    Gruss, Bernd 20150616_170119.jpg
     
  2. Fafnir

    Fafnir

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    Bei mir ist es auch schlimm! Ich habe rund 60 Pusteln an Armen, Beinen, Gesicht und leider auch gekratzt. Ich dachte erst an Mücken, hatte aber keine gesehen und so viele?
    Könnten die Raupenhaare durch die Luft gesegelt sein?
    Habe auch ein passendes Foto, war aber zu doof, das im Beitrag einzufügen.

    Grüsse von Henrik
     
  3. Nemberch

    Nemberch

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    Im Nembercher Park werden befallene Bäume weiträumig abgesperrt weil die giftigen Härchen durch die Luft flirren.
     
  4. Radwunschmeister

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    Moin,

    ja, mich hat's auch erwischt, zumindest an den Armen. Hatte eigentlich die Flöhe des zuletzt besuchten Hundes in Verdacht, aber das ist zu lange her. Und da wir öfter solche Stellen passiert haben, wo mit Schildern auf die Gefahr hingewiesen worden ist, kann das eine wahrscheinliche Ursache sein.

    Gruß,
    Morten
     
  5. MEX

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    Hallo,

    ich bin auch ein "Opfer". Hauptsächlich Arme und Beine. Als ich wegen eines Reifendefektes geschoben habe, habe ich die pussierlichen Tierchen gesehen.

    Vielleicht sollten wir die Homepage mit folgen Hinweis versehen: Brevets gefährden Ihre Gesundeit;)

    Martin
     
  6. Sturmvogel

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    Liebe Leute aus Ostfalen,

    ein herzliches Dankeschön und ein großes Kompliment für diese tolle Tour!

    Meine weiteste bisher und der noch fehlende Baustein für die PBP - Anmeldung und ich habe es mit Ausnahem der Zwischentief Sonntag morgen zwischen 5 und 7 Uhr in vollen Zügen genossen.

    Einschließlich An- und Abfahrt vom (nicht empfehlenswerten) Hotel Quellenhof in Bad Helmstedt hatte ich 671 km auf dem Tacho.

    relativ wenige Verfahrer im Vergleich zum 300er! Die sind bei mir offensichtlich ein Warnzeichen, etwas zu essen und zu trinken, weil die Konzenztation nachlässt.

    https://connect.garmin.com/modern/activity/805373115.

    Dabei funktionierte mein Garmin fast optimal- nur die Höhenmeter wurden nach 688 hm nicht mehr weiter angezeigt. Und auch nachdem Hochlagen bei connect fehlen mit noch 1500 zu den angekündigten 3500 ;-)

    Supernett die Aufstellung und der Empfang bei Hartmut im Garten auf der Terasse ...

    S1080004.JPG S1080002.JPG

    Nachdem mein Zugvogel sich ja schon in Warberg mit dem Milantypische Geschrappe bei den Mitfahrern unbeliebt gemacht hat (aber er hat halt nicht solche Storchenbeine , wie das Quest oder Hartmuts DF) gab es vile Stellen zum Velomobilfliegen, besonder schön fand ich die Strecke zwischen Schwerin und Wismar :sneaky:, die Abfahrt nach Kühlungsborn :p, die Einfahrt nach Parchim!

    Die tolle Stimmung in den Nebelbänken vor Havelberg.

    Klass, wie der Fährkapitän die 20m oder so wieder zurückgefahren ist um noch ein Liegerad mit rüberzunehmen.

    S1100090.JPG S1100094.JPG S1100095.JPG S1100109.JPG S1100111.JPG S1100113.JPG

    Mein großer Respekt gilt aber den vier Spitzenrennradlern, die ich erst auf der Elbbrücke endgültig aus den Augen verlor (auch weil ich die Streslschnecke von der Tanke in Wolmi dann beim Weiterfahren gemümmelt habe- obwohl der Bauch zu der Zeit komisch war.

    Nicht komisch wars bei der letzten PoPa auf der vorletzten Kuppe an der Stelle mit drei Unfalltoten- zwei Autoinsassenund dem Birnbaum, mit dem sie kollidiert sind. Und warum waren auf dier Kuppe bei gerader Strecke so viele grauenvolle Bremsspuren???

    Mehr Bilder kommen nach, jetzt noch einmal (relativ ) früh schlafen, dann läuft alles wieder normal.

    Bis auf das dauernde Kratzen, bei mir besonders am Hals und oberen Brustkorb :confused:
     

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  7. Guzzi

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    Komisch, ich habe nichts, obwohl ich die ersten 350km offen gefahren bin.
    Das war aber erst nach Havelberg? Da hatte ich den Schaumdeckel drauf.

    Dann gute Besserung an der Opfer dieser fiesen Viecher!

    Gruß Hartmut
     
  8. Sturmvogel

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    Du warst an dem Eichenwald wahrscheinlich einfach zu schnell durch :sneaky:

    und wir Normalfahrer haben dann mit der Dusche die Prozessionshärchen abbekommen:(

    naja , bischen Cortison draufschmieren und es wird langsam besser.

    Beim Vergleich der Bilder

    https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?attachments/20150616_170119-jpg.86008/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Raupendermatitis

    sagt der betroffenen Pathologe: kann gut passen
     
  9. Sturmvogel

    Sturmvogel

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    genau :D:p
    welche Schilder??? habe keine gesehen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2015
  11. Guzzi

    Guzzi

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    Moin!

    @MEX und @speedmanager haben ja schon ihre Berichte zum Ostfalen 400er am 20.05. abgeliefert, ich komme erst jetzt dazu.

    Der 400er (410km, 4000Hm) war in unserer Ostfalen Brevet Serie der Brevet mit den wenigsten Teilnehmern. Für mich landschaftlich eigentlich der schönste Brevet der Serie: Gegen den Uhrzeigersinn um den Harz nach Nord-Thüringen und dann über den Ostharz durch die Magdeburger Börde zurück nach Warberg. Es waren kühle 10°-15° angesagt mit einigen Regenschauern und Wind aus West mit 4-5, der zum Abend aber nachließ.

    - 36 Anmeldungen
    - 12 DNS
    - 24 Starter
    - 3 DNF
    - 3 Erstteilnehmer an einem 400er BRM (alle homologiert)
    - 18 Rennräder
    - 4 Liegeräder:
    - @speedmanager (Jester)
    - @Fafnir (Staiger Airbike)
    - @JanK (High Baron)
    - @MEX (28” Troytec)​
    - 2 Velomobile
    - @Ramgad (Milan SL)
    - Ich (DF)​

    Die beiden Rookies @Fafnir und @Ramgad haben wie schon beim 200er und 300er locker gefinisht. Langsam bekommen sie Routine, nach dem 200er ging es ihnen schlechter wie nach den 300er und 400er. Der Bericht zum 600er kommt noch, kann aber soviel kann ich schon verraten, auch den haben sie souverän gemeistert, Gratulation!

    Bis kurz hinter der ersten Kontrolle in Seesen die gleiche Route wie beim 300er. Diesmal habe ich etwas langsamer angefangen und mußte nur 2 Minuten warten, bis ich Stempeln konnte. Alle anderen Kontrollen habe ich dann nach Minimalzeit erreicht. Bis K4 in Roßla vor dem Harz 15min hinter Minimalzeit, ab K5 in Quedlingburg hinterm Harz dann mit ca. 60min hinter Minimalzeit. Von der Fahrt selbst gibt es eigentlich nicht besonderes zu berichten. Das einzig Erwähnenswerte waren die Baustelle in Berlingerode vor K2 in Heiligenstadt, die man aber über eine Parallelstraße problemlos umfahren konnte, die beiden Hagelschauer vor Dingelstedt und vor Harzgerode (ohne Kopfhaube doch etwas unangenehm) und die vor kurzen geänderten Öffnungszeiten der ehemaligen 24h Tankstellen für die Kontrollen in Roßla und Staßfurt. In Roßla kamen noch alle vor Schließung durch, in Staßfurt mußten die letzten dann improvisieren. Bei mir lief alles wie geplant, ich lag konstant 15-30min vor meiner Marschtabelle, das DF fuhr ohne Probleme, 12:58h brutto, 5l Maltodextrin-Hagebuttentee, 5 Speckstullen, eine Handvoll M&Ms, Brevetfahren kann ja so „langweilig“ sein…

    Ein paar Impressionen:
    IMG_0399.JPG k-036.JPG k-038.JPG k-054.JPG Nach Heiligenstadt (1).JPG k-085.JPG

    Gruß Hartmut
     
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  12. ChristianHH

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    So, ich möchte mich auch mal bedanken, eine wirklich schöne Strecke (einzig das kurze stück der B105 hinter Wismar fand ich etwas anstrengend mit dem Verkehr).
    Samstag mittag hab ich zwar mein Racecap verflucht, später, bei den "kleinen" Regenschauern, war ich dann aber doch wieder froh, daß ich geschlossen gefahren bin.

    @MEX:
    Vielen Dank für das Foto
     
  13. Guzzi

    Guzzi

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    bei mir war es genau umgekehrt...

    Das Foto kam von dem Martin aus Alaska, nicht dem aus Braunschweig ;)
     
  14. speedmanager

    speedmanager

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    Ich will nicht nach Paris. Die Entscheidung hatte ich schon zu der Zeit, als ich meine Brevets noch mit dem Rennrad bestritt, getroffen.
    Weil ich nämlich ohne Lenkerauflieger mit dem RR keine langen Strecken fahren kann und bei PBP diese Auflieger verboten sind. Und dann musste ich erschreckt feststellen, dass beim Ostfalen-600er Lenkerauflieger verboten wurden.
    Hätte sich in diesem Moment @Radwunschmeister gemeldet und danach gefragt, ob wir uns ein Zimmer in der Pension teilen könnten, hätte ich ihm dieses überlassen und wäre stattdessen zum BTG nach Ahnsbeck gefahren.
    Er hat sich aber erst zwei Tage später gemeldet, bis dahin war die Neugier auf die neue Strecke schon wieder groß genug, um nicht mehr daran zu denken, diesen Brevet nicht zu fahren.

    Die Pension in Warberg war auch schön belegt :). Ich, @Radwunschmeister und ein weiterer Randonneur teilten uns ein Zimmer, und, weil die anderen Zimmer auch belegt waren, war @Fafnir im Gartenhäuschen untergebracht. Nach dem gewohnt reichlichen Frühstück ging es zu @Guzzi, Startunterlagen abholen.

    Gestartet wurde in drei Gruppen mit je 5 Minuten Abstand.
    Bis zur A2 ging es auf den Pfaden des 200er Brevets, danach folgte der Track allerdings neuen Wegen. Irgendwo in der Pampa fing dann meine Umlenkrolle an, fürchterlich zu quietschen. Ein kurzer Check ergab aber, dass keine groben Unregelmäßigkeiten zu erkennen waren und die Rolle auch noch frei drehte. Also weiter, für den schlimmsten Fall hatte ich ja auch noch Ersatz dabei. Etwa 10km weiter wurde die Rolle dann auch wieder ruhig und, bis auf ein ganz kurzes Wiederaufkeimen der Geräusche, blieb sie es auch.
    Von kurz nach Zichtau bis zu Kontrolle in Arendsee fuhr ich dann mit einem Bachetta-Fahrer aus Alaska zusammen, der vor PBP noch zurück musste, um dann vor PBP wieder nach Europa zu jetten. Bei einem solchen Programm muss ihm ein freiwilliger Verzicht fast schon wie Dekadenz vorkommen.

    Nach der K1 wurden die Strassen dramatisch schlechter, beim ersten Knüppeldamm noch in Arendsee fiel mir doch glatt der Garmin aus der Halterung, ich konnte ihn aber noch so gerade abfangen.
    Aber gut, schlechte Strassen war ich ja noch aus dem letzten Jahr von BOB gewohnt, und viele der Pflasterstücke ließen sich auch auf den Gehwegen umfahren ;). Und diese kurzen schlechten Stücke waren mir auch wesentlich lieber, als die zwischenzeitlich angedachte Umleitung auf Bundesstraßen über Wittenberge, um die wegen Niedrigwassers eingestellte Fährverbindung bei Lenzen zu umgehen.
    Stattdessen wurde die Fähre bei Schnackenburg genutzt, und hier bin ich dann auch, wie ich gestehen muss, vom Track ein Wenig abgewichen.
    Statt der B195 bin ich nämlich lieber ein Stück den Elberadweg entlang im NSG der Elbniederungen geradelt. Da das auch nicht kürzer war als die ursprünglich angedachte Strecke, hielt sich mein schlechtes Gewissen auch in engen Grenzen ;). Ich würde sogar vorschlagen, bei einem evtl. nächsten Mal diesen Streckenteil von vorne herein einzuplanen.
    Vielleicht nicht besonders gut für VM geeignet (geht aber auch), aber die können dann ja Bundesstraße fahren ;).

    Von Lenzen zur K2 in Neustadt-Gleve lief es ohne besondere Vorkommnisse. Als ich eintraf, fuhr die erste größere Rennrad-Gruppe wieder ab, während @Ramgad Schlauch wechseln musste .
    Allmählich drohte es immer deutlicher mit den angekündigten Niederschlägen, vorerst blieb es aber noch trocken.
    Meine selbstgebastelte Sitzschale machte durch gelegentliches Knacken auf sich aufmerksam, aber auch hier war nichts zu entdecken. War ein schönes Fahren auf Nebenstraßen, es wurde aber immer hügeliger. Ab Höhe Wismar ging es dann auf die B105. Ging zwar flott voran, der Verkehr war aber richtig nervig. Aber nach endlosen Kilometern Bundesstraße ging es dann wieder auf Nebenstraßen zur K3 in Kühlungsborn. Kurz vor der Kontrolle setzte dann der Regen ein, der, als ich mir den Stempel holte, zum peitschenden Regen wurde.
    Die Einschätzung des Tankwarts war, dass der wohl nur eine halbe Stunde dauern würde, also noch Kaffee, Bockwurst und Toilette ;). Aber das schlechte Wetter blieb, daher Regenjacke und -handschuhe an und los.

    Die Regenklamotten habe ich nach ein paar km allerdings wieder ausgezogen, war einfach zu warm dafür. Wetter war zu der Zeit wirklich 4-, es war aber wohl wirklich das Beste, aus dieser Schlechtwetterzone wieder heraus zu fahren.
    Irgendwann wurde der Regen dann auch weniger und es wurde dunkel. Zeit, die Warnweste anzulegen. @Sturmvogel zog vorbei und fragte, ob Alles ok sei. Na klar, nur Müllmannsweste anziehen und pinkeln ;).
    Und dann ging es durch die Dunkelheit. Ruhe, kein Verkehr mehr, einfach nur fahren und meditieren. Dazu der Duft der Fliederblüten in der wieder aufsteigenden Feuchtigkeit. Ich mag einfach dieses intensive Erleben während der Nachtstunden – kein Gedanke daran, das mit Schlaf zu verschwenden ;).

    Dann die Kontrolle in Parchim. Nachtschalter. @Sturmvogel unterhielt noch ein paar jugendliche Erwachsene, die an einer Spirituosenflasche nagten, Johannes (fährt jede Brevetdistanz mindestens 2x) saß noch vor dem Schalter und bereitete seine Weiterfahrt vor.
    Ich holte mir Stempel, Kaffee und Bockwurst ;). @Sturmvogel und Johannes fuhren ab und ich bekam die Fragestunde mit den drei Jungs. Erstaunlich ernsthafte Fragen (wenn man berücksichtigt, das die Jungs dabei waren, sich zu besaufen), wenngleich manche Fragen und Antworten ein wenig stereotyp wurden - „...und wenn du eine Platten hast?“„Dann nehm ich meine Werkzeugtasche und wechsel den Schlauch.“„...und wenn dir die Kette reißt?“„Dann nehm ich meine Werkzeugtasche und bau ein Kettenschloß ein.“„...und wenn...“„Dann nehm ich meine Werkzeugtasche...“
    Nach Kaffee und Bockwurst bin ich dann wieder los, den Jungs hat es anscheinend gefallen, die wollten noch auf die anderen Beknackten warten, die da noch kommen sollten. Glaube nicht, das die das so lange durchgehalten haben ;).

    Wieder in die ruhige Nacht. Einfach schön. Es ging auf Bad Wilsnack zu, wieder auf diesen Korridor, den ich durch HH-B besonders gut kenne. Bis Havelberg war es dann für mich auch wieder bekanntes Gebiet, das fühlt sich dann immer irgendwie vertraut an. Durch die aufkommenden Bodennebel wurde es etwas kühler, aber nicht wirklich kalt.
    Havelberg war denn auch bald erreicht, genau die Tanke, die wir auch beim Elbeflut-600er des ACSH angefahren sind, da kamen wieder diese gemischten Gefühle hoch. Aber bei der Ausfahrt aus Havelberg wurde es allmählich wieder hell. Ende der Meditationszeit, Vorbereitung auf die Hektik des Tages.

    Die B107, auf der es jetzt weiter ging, war einfach nur endlos lang. Zum Glück zu dieser Zeit praktisch kein Verkehr. Trotzdem versuche ich bei einem einfach nur super aussehenden Stück Radweg, diesen auch zu benutzen – getreu dem Motto „Ein guter Radweg braucht keine Benutzungspflicht“. Logisch, das dieser wirklich super zu fahrende Radweg dann irgendwann plötzlich von der Straße wegschwenkte und dann gesperrt war :(.
    OK, dann eben doch Bundesstraße. Kurz vor Tangermünde dann nochmal volle Konzentration, um den richtigen Radweg über die Elbebrück zu erwischen ;). Auf der Brücke hielt ich an und verglich das Bild, das sich mir bot, mit dem des Elbeflut-600ers.
    Ja doch, bei Niedrigwasser kann man bestimmt so manches Grundstück gut verkaufen. Sollen sich doch Andere darum kümmern, was passiert, wenn das Wasser wieder mit großer Macht kommt. - Der Gedanke an die Frau, die den Elberadweg bei Dresden wegbaggerte, war geradezu zwangsläufig da.
    Tangermünde und Tangerhütte lagen dann bald hinter mir.
    Ich musste noch einmal ins Gebüsch, stellte bei der Weiterfahrt dann fest, dass die Sitzschale etwas locker war. Ein paar von mir etwas liederlich verlegte Rovings waren gebrochen, es würde aber für den Brevet noch reichen. Die Reparaturliste wurde immer länger ;), aber immerhin war jetzt klar, woher die Knackgeräusche gekommen waren.
    Zwei Kilometer weiter gab es dann den einzigen Plattfuß. Während der Reparatur hielt eine Autofahrerin neben mir und erkundigte sich nach meinem Befinden. Hatte das Ganze wohl für einen Sturz gehalten, aber ich konnte sie beruhigen ;).

    Die Kaliberge bei Wolmirstedt waren schon von Weitem zu sehen. An der Kontrolle traf ich dann nochmal Johannes und @ChristianHH, der in der Nacht ein Wenig geschlafen hatte.
    Mit einer Tüte Haribo ging es auf das letzte Teilstück nach Warberg. Der Wind drückte mittlerweile doch spürbar ins Gesicht ;) und es war ziemlich wellig. Am Abzweig zur B244 musste ich dann noch die Batterien im Garmin wechseln, aber dann war es geschafft und ich zurück in Warberg.
    Ich hielt mich noch ein Wenig bei @Guzzi auf, dann ging es ab zum Bahnhof in Frellstedt und mit der Bahn wieder nach Hause, wo erst einmal ausschlafen angesagt war.

    Um aber noch einmal auf das Aufliegerverbot zurück zu kommen:
    Ich halte Verbote, auch bei Sicherheitsbedenken, für falsch. Wenn ein Brevet-Veranstalter gesehen hätte, wie ich in meiner Übungsphase den Baron aufs Feld gesetzt habe oder wie ich auf gerader Strecke das Ks auf die Seite gelegt habe, müsste er geradezu zwangsläufig auch Liegeräder und Velomobile verbieten. Was ja leider bei anderen Veranstaltungen oft genug geschieht.
    Es würde mich jedenfalls freuen, wenn die Ostfalen Brevet-Serie nächstes Jahr wieder stattfindet. Ohne Verbote ;).
     
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  15. RaptoRacer

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    Thumb up!(y)
    Wie es so schön der Veranstalter von BOB mir sagte zu eine paar Dingen:
    "Warum soll ich was verbieten was laut Gesetz erlaubt ist?"
    Auch die Engländer finden das Brevetler erwachsen genug sind um das selber entscheiden zu können!
     
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  16. speedmanager

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    Nach London und Wachtebeke will ich ja auch wieder hin ;).
     
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  17. Nemberch

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  18. Guzzi

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    Moin!

    Und hier der Bericht über den 600er vom letzten Samstag/Sonntag. Von Warberg einmal nach Norden an die Ostsee (westlich haltend nach Kühlungsborn) und wieder zurück (etwas östlicher).

    Der 600er (630km, 3000Hm) war das Brevet der Serie mit den meisten Anmeldungen. Was sicher daran, daß es eins der letzten ARA-Brevets in D war und einige Nachmeldungen von PBP Anwärtern reinkamen, die aufgrund eines DNF noch ein Brevet brauchten. Von den Rahmendaten her (mal fix durch’s „flache“ Norddeutschland an’s Meer) „eigentlich“ ganz easy (obwohl die 3000Hm ja auch irgendwo herkommen müssen…). So dachte ich und wohl auch die meisten anderen auch, es sollte für einige aber anders kommen…

    Wie immer die zuerst die Zahlen:
    - 62 Anmeldungen
    - 13 DNS
    - 49 Starter
    - 8 DNF
    - 2 Erstteilnehmer an einem 600er BRM (beide homologiert)
    - 37 Rennräder
    - 8 Liegeräder:
    - @speedmanager (Jester)
    - @Fafnir (Staiger Airbike)
    - @Radwunschmeister (Zox26)
    - @Nemberch (Staiger Airbike)
    - @JanK (High Baron)
    - @MEX (28” Troytec)
    - Martin (Barchetta, aus Homer Alaska)
    - Hans Ulrich (Zox26LL, hier im Forum?)​
    - 4 Velomobile
    - @ChristianHH (Quest)
    - @Sturmvogel (Milan GT)
    - @Ramgad (Milan SL)
    - Ich (DF)​

    @Fafnir und @Ramgad dürfen sich nach dem 600er Super Randonneure nennen. Von 0 auf 100 in drei Monaten, ohne Vorbereitung, einfach mal probiert… Gratulation!

    8 DNF (nur einer mit techn. Defekt), woran lag’s? Meine Vermutung einfach an der Kombination von unglücklichen Umständen (Wetter, ein paar „zu starke“ Fahrer, Topographie), die Entwicklung aus Sicht der RR-Fahrer.

    Die ersten 200km, flach, Rückenwind, vorne geht die Post ab, bei schwülen 28° schon um 10Uhr morgens, die ersten 300km bis Kühlungsborn mit 33km/h netto… Ich bin zwar in der letzten Gruppe 10min später gestartet, aber so spät habe ich noch auf keinem der Ostfalen Brevets die führende Gruppe eingeholt (erst nach ca. 25km). Vorne arbeiten zwei Randonneure aus HH, die schon letztes Jahr bei 600er in HH zusammen mit mir (noch im Mango) nach gut 24h als erste reinkamen, dazu noch zwei alte Hasen aus Westfalen. Die 4 waren dann auch Sonntag morgen nach 25h die ersten RR in Warberg. Da meinten sie trocken: „haben früh gemerkt, das sich da ein paar rangehängt haben, die dafür eigentlich zu schwach sind, die haben sich dann kaputt gefahren“. Der erste aus dieser Gruppe lag schon nach 70km vor K1 in Arendsee erschöpft im Graben, um sich zu erholen (er kam aber sicher im Zeitlimit noch an). Andere haben diese Entscheidung zu spät getroffen, was sich rächen sollte.

    Nach 200km beginnt hinter K2 in Neustadt-Glewe das auf und ab der Mecklenburgischen Schweiz, dazu setzten Schauer ein (für die langsameren auch länger anhaltender Regen).
    k-DSC042010.jpg
    Direkt nach Kühlungsborn dann gleich der längere Anstieg zur Kühlung, danach die endlosen Wellen bis kurz vor K4 Parchim. In Parchim haben die meisten DNF abgebrochen, vor allem wegen Magenproblemen.

    Nach K4 Parchim (400km), über K5 Havelberg bis K6 Wolmirstedt nach 570km wurde es dann wieder flach, aber auch sehr monoton, km-lang geradeaus durch endlose Alleen und Kiefern Wälder. Es war dunkel, kühl und Nebel zog auf. Dieser Teil war eine reine Kopfsache…

    Hinter Wolmirstedt ein paar kleine aber gemeine Hügel der nördlichen Börde, dann auf die B1. „Eigentlich“ schnell zu fahren, aber diesmal die ersten 5km abgefräst (mit dem DF max. 25km/h statt 45km/h) und kräftiger Gegenwind (der aber am Sonntag Nachmittag/Abend bei den langsameren Fahrern wieder nachgelassen hat). Zum Abschluß dann noch ein paar Höhenmeter über den Lappwald 15km vor dem Ziel.

    Selbst die schnellen 4 und die anderen früh ankommenden war sichtlich geschlaucht. Einige waren vorher auch den Weserbergland 600er zum Brocken gefahren und meinten, daß sie danach nicht so fertig waren wie nach unserem 600er… Wie faßte Martin es zusammen „War ja wirklich alles dabei, selbst Feuer, Blitz und Donner, Sonne, Regen, Wind von vorne, Wind von hinten, schöne Elblandschaft, Störche auf den Dächern, Kopfsteinpflaster und vor allem Begleitung vom Besten.“ (Feuer: einige Teilnehmer hatte eine Zwangspause wegen eines brennenden Autos)

    Bei mir selbst lief die Fahrt diesmal wieder fast problemlos ab. Da ich einige Stunden vor den anderen fuhr hatte ich mit dem Wetter mehr Glück. Zwischen Neustadt-Glewe und Kühlungsborn ein paar Schauer, bei denen der Schaumdeckel aber eingepackt bleiben konnte. Erst in Sternberg ca. 50km hinter Kühlungsborn bin ich in ein dickes Gewitter rein. Fix den Schaumdeckel im Sitzen vorgezerrt und angeklettet, aber es kam soviel Wasser von oben, daß es über das Gesicht in die Augen lief, Sichtweite: verschwommene 5m, eine Taucher- Fliegerbrille wäre angebracht gewesen, z.B. wie sie @Fafnir trug:
    k-DSCI0052.JPG
    Keine Tankstelle in Sicht, aber ein Supermarkt mit halb gefüllten Einkaufswagen-Unterstand, also mit Schwung da rein. Erst als ich drunter stand bemerkte ich, daß ein Fußgänger mit Hund schon die gleiche Idee hatte… Als sich der Hund auch nach Minuten nicht einkriegte hat der Fußgänger aufgegeben und ist raus :p. Nach 15 Minuten hatte der Regen etwas nachgelassen und ich konnte weiter. Zwischen Parchim und Havelberg war dann die Sonne irgendwann ganz weg und ich konnte zufrieden feststellen, daß eine CyoPremium im DF selbst im Sparmodus mehr als genug Licht macht, um mit 40+ über Land zu fahren. Nur in einigen schlecht beleuchteten winkligen Ortsdurchfahrten habe ich ab und zu auf maximale Leistung geschaltet, die dann aber auch wieder mehr als ausreichend war.

    Um 23:30 in Havelberg Kontrolle an der Tanke. Die Stammgäste (hatte was von Dittsche…) konnten sich sogar noch an die komischen von vor 2 Jahre erinnern Radfahrer (da konnte ich auch gleich die Hand heben), die auch mitten in der Nacht ankamen und wegen der Elbeflut eine andere Route nach Hamburg fahren mußten. Weiter nach Wolmirstedt ohne besondere Vorkommnisse. 15 Minuten vor Minimalzeit, also in Ruhe einen (billigen) Kaffee getrunken… böser Fehler… als ich nach der Zwangspause Stempeln wollte ging der Kreislauf in den Keller, durch schnelles Hinlegen und Füße hoch war das aber nach 2 Minuten wieder vorbei. Ich war aber noch keine 20m mit dem DF gerollt, da wußte ich, daß etwas unbedingt hier bleiben wollte, nämlich der Kaffee :sick:. Ich habe es gerade noch aus dem DF geschafft :eek:… Danach habe ich auf den letzten 60km keinen Bissen mehr runtergekriegt und auch nur noch ein paar Schluck getrunken, der Magen hat ganz schön gedrückt. Solche Magenprobleme hatte ich bisher noch nie erlebt.

    Im Gegensatz zu den letzten 600er oder 1000er, wo der Magen auch etwas gezwickt hatte, konnte ich aber weiterhin meine Leistung treten und einen 30er Bruttoschnitt trotz der jetzt folgenden Hügel der Börde bis ins Ziel fahren. Nach 19:50h (davon 2h Standzeit) genau um 04:30 wieder angekommen. Verbrauch: 6.5l Hagebuttentee-Maltodextrin Mischung, 1l Cola, 5 Speckstullen, ½ Packung M&Ms.

    Geduscht und mich 3.5h hingelegt bis um 8:30 dann der @Sturmvogel eingeflogen kam. Eine Stunde später dann die schnelle 4er-Rennradgruppe. Danach trudelten gleichmäßig über den Tag und Abend verteilt die restlichen Teilnehmer ein, ein Schwung noch mal um 23:00 rum, der letzte dann um 00:10 am Montag morgen.
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    Um 01:15 gingen die letzten Gäste und um 01:30 lag ich dann endlich im Bett. Habe mich dann aber entschieden nicht schon um 4:20 aufzustehen, um mit dem DF zur Arbeit zu fahren, sondern ganz dekadent bis 5:15 zu schlafen und mit dem Auto zu fahren.

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    Gruß Hartmut
     
  19. Guzzi

    Guzzi

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    Velomobil:
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    Velomo HiFly
    Nachtrag, Rubrik: "gesichtet / Kommentare zum Velomobil"

    Der @Sturmvogel wurde im Milan auf den Rückweg in’s Hotel nach Helmstedt im Nachbarort (geht eine leicht Steigung hoch) von meiner Schwägerin samt Lebenspartner gesichtet:

    Sie: „Da kommt Hartmut“
    Er: „Kann nicht sein, Hartmut fährt hier schneller hoch“
    Sie: „Hast recht, der hier fährt ja fast rückwärts“ :p

    Gruß Hartmut

    PS: An dem Tag wäre ich da aber nach dem 600er auch nicht mehr so schnell wie üblich hochgefahren... :whistle:
     
    Sturmvogel und Bergschnecke gefällt das.
  20. Ramgad

    Ramgad

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    Bacchetta Corsa
    Wie @speedmanager will ich auch nicht nach Paris.
    Dennoch bin ich in diesem Jahr zum ersten Mal Brevets gefahren und zwar die komplette Ostfalen-Brevet-Serie.
    Warum?
    In mir steckt irgendwo ein Langstreckenfahrer, wenn auch mehr in meinen Träumen als in Wirklichkeit, meine weiteste Tagesstrecke waren bisher 270 km bzw. 540 km in zwei Tagen.
    Ich habe schon öfters darüber nachgedacht, zu probieren, ob ich 300km an einem Tag schaffe, habe es jedoch noch nie gemacht.
    Durch die Brevets hat meinen einen Termin, der fest steht, da ist dann etwas Druck da, um es zu verwirklichen.
    Wenn der Startpunkt nicht so nah ( ca. 7km ) an meinem Wohnort liegen würde, hätte ich nicht an den Brevets teilgenommen.
    Jedes Mal, wenn ein Brevet problemlos bewältigt war, wollte ich wissen, ob ich den nächsten auch noch schaffe.

    Hiermit möchte ich mich bei den Organisatoren bedanken, daß ich diese Erfahrungen machen konnte.
    Besonderes Dankeschön geht auch an Hartmuts Frau Gesine, die das alles so mitgemacht hat. ( z.B. ca. 60 fremde Männer in ihrem Wohnzimmer und z.T. auf ihrem WC und vieles mehr.)
     


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