Mein neues altes GoOne 3

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Das Problem an der Stelle ist, dass eines der Gewinde des Federbeins ausgeleiert ist und nur eben gerade noch so hält - M5 direkt ins GFK geschnitten. Solange ich nicht weiß, wie man das repariert (reicht ausschmieren mit Uhu Plus + Nachschneiden?), möchte ich die Stelle lieber nicht anfassen.
 
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Ja, ich dachte, dann hats vielleicht mehr Klebefläche?
Dann müssten die anderen Schraubenlöcher entweder ebenfalls umgearbeitet werden oder Unterlegscheiben zum Einsatz kommen. (Klingt für mich beides nicht sehr erstrebenswert.)

Die kragenlosen brauchen vermutlich anständig Wandstärke,
Ja, die gibt es auch in unterschiedlichen Längen. Ohne die genaue Stärke des GFK dort zu kennen ist's natürlich nur Raterei… Andererseits ist / war da mal genügend Material, um direkt ein Gewinde hinein zu schneiden.
 
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Da benötige ich noch eine Vorrichtung (Hohlache mit Schnellspanner und Distanzstücken)
Könnt ich dir mit einer alten Shimano-Achse eine Freude machen? Mit den Konen kannst Du die Lager der Trommelbremsnabe zentrieren und klemmen. Mit sowas hab ich meine Trike-Laufräder im Zentrierständer gespannt.
 
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Die wohl teuerste Methode, eine gebrochene Speiche zu reparieren ;-)

LaufraederNeu.jpg

90g weniger pro Rad. Was von den im Zulauf befindlichen neuen Radscheiben zu einem großen Teil aufgefressen werden wird.
 
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So, und jetzt sind die Räder montiert. Noch ohne neue Radscheiben. Die alten waren mir zu stark verschlissen.

NeueVorderraeder.2.jpgNeueVorderraeder.1.jpg


Außerdem der 1 1/2ste Versuch, die Radkästen strömungsgünstiger zu gestalten. Dünner Zeichenkarton, 0.3mm, mit Kontaktkleber eingeklebt. Die Idee ist, das Materiel mit Epoxidharz zu tränken und so zu versteifen. Das sollte einen leichten Faserverbundwerkstoff ergeben, der zwar nicht besonders, aber wohl ausreichend stabil ist.

Wenn das klappt, sollten sich auf diese Weise auch weitere relativ einfach leichte und einigermaßen stabile Teile herstellen lassen, z.B. Abdeckungen für die Fußlöcher, weitere Auskleidungselemente in den Radkästen. Die vordere Verbreiterung der Kotflügel ist ja nur der erste Schritt; ganz offensichtlich und ganz bewusst fehlt ja noch der hintere Bereich.

Und was bringt das alles? Schwer zu sagen. Wir haben hier zunächst mal die neuen Räder - 32 DD-Speichen vs 36 DD-Speichen, die aber mit Stoffscheiben, gleiche Reifen, die neuen Räsder allerdings etwas flacher eingespeicht - die alten schließen exakt mit den Radkästen ab, die neuen liegen ein paar mm innen. Scheint sich sich nichts zu nehmen; die neuen Räder könnten ggf ein ganz klein wenig schneller sein.
Von der Maßnahme an den Kotflügeln habe ich nur als allerersten Eindruck, noch mit den alten Rädern, dass es zumindest nicht langsamer machte, und die hier gezeigte überarbeitete Version könnte tatsächlich eine Idee schneller sein als nur mit den neuen Laufrädern.

Leider gibt es bei der Verleichbarkeit eine Komplikation: ich musste den hinteren Schlauch wegen eines Schadens am Ventil durch einen Baumarkt-Schlauch ersetzen (die Fahrradhändler haben aber auch wirklich nix mehr da...), und der ist deutlich schwerer (26x1.75), und er scheint auch etwas mehr Rollwiderstand zu haben als der defekte Schwalbe SV12a. Trotzdem ist der erste Eindruck, dass das Rad eine Idee schneller geworden sein könnte.
 
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Speichenriss vorne links. Bei 36 Speichen sollte man das behelfsmäßig durch Auszentrieren ausgleichen können, bis frau die passende Speiche hat. Momentan schlägt es ganz gut beim Bremsen. Leider kann ich so ein Laufrad nicht in meinen Zentrierständer einspannen. Da benötige ich noch eine
Reparaturspeiche? an der Felge gerissene Speiche (meistens so) oder an der Nabe? (gewindelose)Speiche zwischen Nabe und gerissenem Ende (dranzwirbeln, also Haken biegen) einsetzen; notfalls genügt auch ein (Draht)seil! Dies funktioniert sogar hinten rechts beim Normalrad.
 
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Stimmt; ich hätte irgend ne alte Speiche zweckentfremen können. Hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber inzwischen ist die fehlende Speiche ersetzt und das alte Laufrad wieder zentriert.
 
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Vorhin hab ich mal die Steifigkeit des Antriebs getestet - bitte auf die Kette relativ zum Umwerfer achten:


Ziemlich beeindruckend ...

... aber natürlich habe ich mich dabei ausgetrickst: die Kette läuft über das größte Ritzel hinten, und da sollte die Schwinge merklich ausgelenkt werden. Unabhängig von allem weiteren sollte ich das also mal in einem Gang versuchen, bei dem die Auslenkung geringer ist.
Trotzdem kommt die Weichheit nicht nur von der Schwinge. Hier konnte ich natürlich nur mit geringer Kraft an den Pedalen drücken, aber trotzdem schafte ich es, dein engeklemmten Holzrest gerade so seitlich auszulenken, also den Abstand zwischen den beiden Endpunkten zu verkürzen.
Wenn ich im Rad sitze, komme ich mit der Hand an ein Schwingenlager und kann sie gleichzeitig an der Karosserie abstützen. Wenn ich jetzt Kraft auf die Kette bringe und wieder loslasse, merke ich, wie das jeweilige Schwingenlanger wandert; beim Entlasten verliert es den Kontakt zu meinen Fingerspitzen. Kettenseitig ist der Effekt deutlicher als auf der linken Seite. Offenbar verformt sich die Karosserie zwischen der Rolle und dem Schwingenlager beim Treten merklich, und das sogar, wenn die vom großen Kettenblatt wirkenden Zugkräfte verhältnismäßig gering sind.

Ob es weitere Verformungen im Bereich des Mastes gibt, kann ich zur Zeit nicht auflösen.
Der Sitz ist übrigens sehr hart, und er sitzt kraftschlüssig an der oben sichtbaren Halterung. Eignetlich sollte die dort eingeleitete Kraft der Verformung sogar entgegenwirken.

DSC_4863.JPG

Jetzt stellt sich die Frage, wie das am geschicktesten auszusteifen ist. Am besten so, dass die Aussteifung auch als Kettenschutz wirkt und ich den Raum rechts des Sitzes für Gepäck nutzen kann (links habe ich ne Behelfskonstruktion)
 
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Ich würde die Kamera auf ein Stativ packen, was ausserhalb des 3 steht....
dann kannst du besser sehen, was sich alles noch verformt
:unsure:
 
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Anstatt hier weiterzumachen - ich muss mir wohl generell über das Aussteifungskonzept Gedanken machen - darf ich wieder was reparieren, Vorhin ist der Sitz gebrochen. Natürlich am Wendepunkt, so dass ich gut 13 km mit dem gebrochenen Sitz heimradeln durfte.

DSC_4870.JPG

So häßlich das aussieht - das sollte sich reparieren lassen. Links davon der eigentliche Übeltäter: die Querstrebe, die ich hinter der Kettenrolle eingebaut hatte, hatte sich gelöst. Die Hitze, die Belastung durch die Sitzwangen, für die die Strebe als Führung benötigt wird und dann überraschenderweise auch noch die Kraft, mit der die gespannte Kette das Ding nach oben wegzog, waren wohl zuviel des Guten. Aber zwei Jahre Haltbarkeit für ein probehalber eingebautes Ding ist doch schon mal ganz gut? Ich hatte die Strebe ausgebaut und zwei Behelfsführungen eingebaut. Die haben der Belastung nicht standgehalten. Gut, dass mir das auf einer Spazierfahrt passierte und nicht auf dem Weg zur Arbeit.

Hier nochmal das Detail: das Zugtrumm fräst sich munter ein, aber auch das eingerohrte (!) Leertrumm hat Spuren hinterlassen. Keine Ahnung, wie besonders das letztere das packt. Über der Kette ist eigentlich einiges an Platz. Offensichtlich zu wenig. Also ein paar Defektstellen reparieren und dan unten so weit wie wegen des Sitzes möglich aufdoppeln.

DSC_4873.JPG


Der Sitz wird derweil wieder geflickt:

DSC_4871.JPG

Die Seitenwangen benötigen noch weitere Versteifungen.

Insgesamt bin ich aber positiv überrascht, was die Wangen ausgehalten haben. Wenn die Linke Wange nicht in den Kettentunnel geraten und da blöde schief belastet worden wäre, wäre sie nicht gebrochen. Und die rechte Wange hat dann allein mein volles Gewicht über immerhin 13km ausgehalten! Und das bei 4mm Wandstärke!
 
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So, die Strebe ist wieder drin. Fester als vorher. Leider behindert das jetzt eine bessere Aussteifung (im Zweifelsfall muss ich jetzt halt meine Kugihiki (japanische Dübelsäge) bemühen - aber in der Kürze der Zeit ging das nicht anders. Und leider ist mir die Strebe etwas zu nah an die Kettenleitrolle gerutscht. Genau erkennen konnte ich den Spalt nicht; ich fürchte aber, dass sie sich da ein Stück weit frei fräsen wird - sofern ich sie nicht ausbaue und mit dem Stecheisen Platz schaffe. Die Nacht muss ich mal eine Runde um die Ecke fahren, um zu sehen, ob es merklich bremst. Aber vielleicht hab ich ja Glück.
 
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