Faden zum Abschweifen

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aus der Pfalz ;-)
... FlevoRacer oder FlevoBike.
,,Im Kontext Federbeiin, soviel Zeit muß seiin'' -- sprach Wallensteiin -- ,,ein bischen Spaaß'',
und fügte hinzuu -- huhuhuu ... -- ,,FlevoTriiike!''.
Humpa Humpa Feddisch! :giggle:....
Und wenn die Muse heut
ihr altes Recht, des Reimes Spiel,
bescheiden fordert – tadelts nicht!
denn ohne -- völlig sinnfrei -- keine Lebens-kraaft!
Ja danket ihrs, daß sie das düstre Bild
der Wahrheit in das heitre Reich der Kunst
hinüberspielt, die Täuschung, die sie schafft,
aufrichtig selbst zerstört, und ihren Schein
der Wahrheit nicht betrüglich unterschiebt.
Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.( fast alles, und noch viel meeeehr, nur geklaut, von Schiller ;)... doch-doch:p: Schilleeer! :ROFLMAO: )

Grüße
Christian
 
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Eigentlich war ich bisher davon ausgegangen, dass Du einen technischen Hintergrund hast, aber Du scheinst verborgene Qualitäten zu haben.

Für Deinen Schreibstil gibt es eine Bezeichnung: Bewusstseinsstrom, bzw. auf englisch stream of consciousness. Schriftsteller wollten dadurch dem Leser die Gegankengänge, die den Protagonisten durch den Kopf gehen, nachvollziehbar machen, indem sie Sätze zerreissen und durch andere Erkenntnisse oder Gedankengänge unterbrechen. Das machst Du auch, durchstreut mit einer Menge Emoji. Schwierig ist es manchmal nur, dass einige Deiner Sätze noch nicht einmal ein Verb enthalten und somit nur schwer zu verstehen sind. Vor allem, wenn es nicht hier im Abschweif-thread ist, sondern wenn es sich auf ein Thema bezieht. Wie wichtig Deine Gedankengänge dabei sind, will ich wirklich nicht in Frage stellen. Es ist einfach nur anstrengend zu lesen - oder hast Du schon einmal Ulysses von James Joyce gelesen?
 
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aus der Pfalz ;-)
wow. (y)! :love:! input! Gute Links ... ist mir alles neu! Ulysses und alles andere was Du schriebst war mir bisher total unbekannt. Danke ... das muß ich jetzt aber erst mal verdau'n ... :love:!!! Verben ... :unsure:. :)...
Also: Ich möchte mich wirklich bei Dir bedankt haben ... -- Denkpause der Selbstreflexion( intern nötig..., extern i.d.R. sinnlos ... ) ... -- also: Ich danke Dir!
Ganz einfach :unsure:...
Da muß ich aber noch schwer dran arbeiten ... :sneaky:. :oops:...

Meine allerbesten Grüße
Christian

PS: Mir geht jetzt schon wieder Unsinn durch den Kopf ... :censored:. ;)...
 
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Ulysses ist allerdings wirklich krass... sechs Monate jeden abend ein bischen und nichts anderes nebenbei lesen war mein Rezept... Danach wollte ich ne ganze Weile nichts anderes mehr...
Es gibt eine grandiose Vertonung vom SWR!
Gruß Krischan
 
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aus der Pfalz ;-)
Das Buch Ullyses scheint wirklich hochgradig interessant zu sein: -> deutschlandfunkkultur->Ulysses :cool:.
Ich erlaube mir mal zwei der verlinkten und imo entzückenden Textpassagen zu zitieren:
James Joyce wusste, was er tat, und lachte sich ins Fäustchen: „Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingesteckt, dass es die Professoren Jahrhunderte lang in Streit darüber halten wird, was ich wohl gemeint habe. Nur so sichert man sich seine Unsterblichkeit.“ Man sichert so zudem eine eingeschworene Gemeinde nicht nur aus Professoren, auch aus allen anderen Professionen, und diese Gemeinde lässt auf den verehrten Avantgardisten nichts kommen und brütet und grübelt und knobelt voller Freude seit Jahrzehnten an Joyces Rätseln und Geheimnissen.
Der Artikel endet so:
Joyce-Fans wirken bisweilen wie eine Sekte

[...] die Gemeinde der Joyceaner [...] Auf Außenstehende wirkt sie bisweilen wie eine esoterische Leser- und Dechriffriersekte, einig in der jubilierenden Begeisterung und furchtbar zerstritten in den Auslegungen. James Joyce polarisiert wie kaum ein anderer Schriftsteller und nur an einem Tag scheinen sich (fast) alle an ihm zu freuen: am Bloomsday, dem 16. Juni, jenem Tag im Jahr 1904, an dem die Hauptfigur des „Ulysses“, Leopold Bloom, durch Dublin geht – und nicht nur geht, sondern alles Mögliche tut und erfährt, was eben so auf einer Beerdigung, im Krankenhaus, im Bordell und am Strand zu tun und zu erfahren ist, nachdem es zum Frühstück eine Niere gab.

Ob die Niere wichtig ist? Bloom könnte das nicht sagen, aber für den Leser ist sie wichtig, und für den Autor war sie es auch. Er wollte offenbar nichts unterschlagen, bei ihm hängt alles mit allem zusammen: das Gehen, das Essen und das Trinken und die volle Blase, Geburt und Tod, die Oper, Geschichte und Literatur, die Geilheit und die Mythologie, Juden und Christen und was nicht noch alles. Alles hat seinen bestimmten Platz in Dublin, alles einen Bezug zu Homers „Odyssee“, und alles ist zugleich sehr alltäglich. Das Buch ist voller Wissen und Witz, voller Tragik und Banalität. Eine höchst reizvolle und ungeheuer gegenwärtige Mischung, seit knapp 100 Jahren.
Was mir auffiel: ,,Er wollte offenbar nichts unterschlagen, bei ihm hängt alles mit allem zusammen''. Da ist wirklich was sehr Wahres dran finde ich! Nichtsdestotrotz: Ich will das Buch vorläufig nicht lesen, und über die Tatsache daß das Leben absurde Winkelzüge spielt brauche ich mich nicht belehren zu lassen. Und ich will auch nicht bis an mein Lebensende über die Stöckchen springen die ein mir bis heute unbekannter Autor vor 100 Jahren hingehalten hat. Mal reinzuschaun werde ich mir aber mal erlauben, zum Glück gibt's ja Bibliotheken ...

Freundliche Grüße
Christian
 
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@jostein
Ist das eine aus Granit gehauenes Skulptur eines DFs?
oder is es Der Friedhof der Velomobile wo Deine ehemaligen Wegbegleiter ihren Ruhestand verbringen?
1602573549081.png
 
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Trisolaris wird höchst prominent empfohlen, u.a. von Marc Zuckerberg, Barack Obama, .... Die Story beginnt so: Ende der 1970er Jahren empfängt ein chinesisches Radioteleskop eine Warnung.
„Antwortet nicht!“ ...
... schreibt ein gutmeinender Außerirdischer, um die Erde vor einer Invasion zu schützen. Doch geschunden von der Kulturrevolution unter Mao erwidert die chinesische Astrophysikerin Ye Wenjie nur:
Kommt her! Ich helfe euch dabei, unsere Welt zu erobern. Unsere Zivilisation ist nicht mehr in der Lage, ihre Probleme selbst zu lösen.
Man begleitet Yes erstaunliche Entwicklung von einer abgestraften Wissenschaftlerin zur Führerin einer Organisation und wird schließlich Zeuge eines Kriegs der Welten auf subatomarem Level.

Das ist schön: Keine Lichtschwerter! Hört sich also nach eher durchgeistigtem Kettenhemd an. Wenn man argumentativ-verbale Munition aufsammeln und sich das erträglich gestalten will: Man lasse sich angenehm, klug & vergnüglich unterhalten während man ohne Mühe dazulernt! Fraglos lesenswert! thx @Cars10 ...
 
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Na bidde, geht doch!
Geht nicht.

Mag sein, daß sie die Brennstoffzellen und das Fahrzeug und den Tank und den Antriebsstrang und... und... und... kostenmäßig ganz tief 'runter kriegen, aber viele gasführende Peripheriekomponenten gehen nicht billiger:

- Versucht doch `mal, ne wasserstofftaugliche Pumpe oder auch nur´n wasserstofftaugliches Ventil zu kaufen. Kriegen vor Lachen! Allein die dafür geeigneten Stahlsorten kosten schon mal locker das zehnfache als Halbzeug wie normaler Edelstahl, bei Swagelok-Verschraubungen fällt man schon vom Glauben ab, und wer dann meint er könnte irgend eine Aquariumpumpe für die Brennstoffzellenluft oder ein Ventil aus dem Conradkatalog für die Gasleitung verwenden, wird schnell eines Besseren belehrt. Jaa, sagt ihr jetzt, da muss man halt wo anrufen und sich Spezialausführungen bauen lassen. Neeein, sag ich Euch, das macht fast keiner, wegen der Haftungsübernahme. Die Preise für dieses Nebenbei-Pillepalle sinken aber nicht schon ab 100 Stück, auch nicht ab 1.000, sondern in Staffelpreisangeboten gehts erst ab 100.000 deutlich nach unten. So kostet das fast komplette Auto dann letztendlich auch nur ganz wenig, aber leider fehlen noch vier, fünf Kleinigkeiten, die mehr kosten als der ganze Rest.​
- Lustig ist auch die Zertifizierung - Pi-Zulassung für den Speicher und so. Alles elektrische in ex-Schutz-Ausführung ist ja klar. Ach und dann noch eine automatische Einfahr-Verhinderung in geschlossene Räume die keine Gasaustittsöffnug in der Decke haben wenn es möglich ist. Oh ja, und noch eben bitte alles doppelwandig kapseln und dann machen Sie doch schnell noch Sensoren dran, am besten drei, einen in der Kapsel, einen im Zwischenraum und einen draußen. Die kosten ja mit Zertifizierung nur ein paar Tausender und müssen auch nur alle paar Monate zum Kalibrieren, das geht schon.​
Brennstoffzellen haben fast überall ganz tolle Einsatzmöglichkeiten. In Baggern, Bussen, in Schiffen und sogar in Flugzeugen, die per se schon irrsinnige Summen kosten, ergeben die 40.000 Aufpreis für Wasserstoffbetrieb ganz, ganz viel Sinn, weil die Dinger ja fast rund um die Uhr benutzt werden. Aber in Autos, die 23,5 Stunden pro Tag herumstehen und so ziemlich die kostenoptimiertesten Produkte sind, die es gibt? Von mir aus gerne, aber bitte als letztes Produkt, nachdem alles Teurere schon wasserstoffiziert worden ist.​
 
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Ach, Du Pessimist... Du glaubst wohl auch, dass der Point of no Return vor über 20 Jahren überschritten wurde und alle weiteren Bemühungen zur Umkehr der Erderwärmung fürn Eimer sind?
Willkommen im Club :p
Gruß Krischan
 
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Tach-quak! Heute ist Freitag, der 16. Oktober 2020. KW 42.
Today is Prickle-Prickle, the 70th day of Bureaucracy in the YOLD 3186.
Am 16. Oktober 1906: Wilhelm Voigt, der Hauptmann von Köpenick, verhaftet den Köpenicker Bürgermeister Georg Langerhans und „beschlagnahmt“ die Stadtkasse. Quelle
Bemerkenswerte Zitate:
Neben Belustigung und Schadenfreude machte sich in der Öffentlichkeit aber schon unmittelbar nach dem Ereignis auch Nachdenklichkeit bemerkbar. Konnte es wirklich sein, dass ein Offizier ohne jegliche Legitimation außer seiner Uniform die Zivilgewalt außer Kraft setzte?
„Mit seiner dreisten Tat machte der falsche Hauptmann den deutschen Untertanengeist in der ganzen Welt lächerlich“, schreibt der Berliner Sachbuchautor Wilhelm Ruprecht Frieling in diesem Zusammenhang.




Hauptmann von Köpenick – Wikipedia
 
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