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Zukunft der Velomobile - 3 oder 4-rädrig

Dieses Thema im Forum "Velomobile" wurde erstellt von Frankenspeed, 07.01.2017.

  1. Frankenspeed

    Frankenspeed

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    Ich sehe hier schon die Hersteller in der Pflicht.
    Ein VM-Fahrer ist durch den hohen Preis, und der Tatsache, dass er oft als Versuchskaninchen der Hersteller herhalten muss m. E. schon genug belastet.
     
  2. Sutrai

    Sutrai

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    Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder? Die Hersteller, sind das für dich die Kapitalisten mit der Zigarre im Mundwinkel, die eh blos Scheine zählen, die sie von den armen VM-Fahrern einsammeln? Die haben sicher sonst nichts zu tun, könnten doch ruhig mal so ne Aktion organisieren....?

    Nein, glaub mir, reich wird von denen derzeit keiner und Langeweile hat sicher auch keiner. Und vor allem: Wozu muss man solch eine Werbeveranstaltung durchführen. Der Markt wächst und gar nicht mal so schlecht. Die Stückzahlen sind noch gering, aber ich denke, um die 10% Wachstum in den letzten Jahren dürften es schon gewesen sein. Möchtest du das anheben auf 100% oder 1000% p.a.? Wäre das noch ein gesundes Wachstum? Würden damit nicht blos Glücksritter angelockt werden, die das Ganze gegen die Wand fahren und das Konzept "Velomobil" in Verruf bringen?

    Ich finde es eigentlich richtig gut, wie das bislang abläuft. Es gibt mehrere Hersteller, die sich gegenseitig ein wenig anstacheln, aber auch kooperieren und so die Herstellung von immer mehr "preis-günstigen" (nicht billigen) Velomobilen möglich machen.

    Viele Grüße von einem Versuchskaninchen, das auf sein nächstes Velomobil spart.
     
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  3. AxelK

    AxelK

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    Welcher Hersteller soll das sein, der seine Kundschaft zu Versuchskaninchen degradiert? Quest, Strada, Mango, Milan, Go One, DF sind ausgereift und lassen kaum Verbesserungen zu.
    Das QV ist zwar neu auf dem Markt, wurde aber gut 2 Jahre ausgiebig von Allert getestet. Ich fühle mich nicht als Versuchskaninchen, ganz im Gegenteil sogar.
    Der hohe Preis? Es gibt eine höhere Zahl an Rennrädern, die nicht viel günstiger sind, wenn überhaupt, dafür aber deutlich weniger bieten.
     
  4. tieflieger

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    Zu denken das nur eins von beide sich in der zukunft durchsetzen wird ist das gegenteil von was in wirklichkeit passiert. Statt wenige velomobile, Leitra, Alleweder, Quest und WAW gibt es mittelweile sehr viel unterschiedliche velomobile die alle ihre marktnische bedienen. Fast alle dieser alte modele sind immer noch zu kaufen, mehr oder weniger geandert. Die moglichkeit etwas mehr rum zu transportieren wird vom diesen beiden neue 4 rader anders gelost als im Leiba Cargo.

    Bei den aufrechtrader wird kaum wirklich was neues ausgedacht, ist eher marketing als technologische entwicklung. Aber wer nicht mit macht verliert, es sei denn mann richtet sich auf traditionalisten. Wie beim Fixie. Die nachfrage nach bestimmte modele wird weniger, nach andere hoher.

    Bei velomobile ist es meiner meinung nach immer noch wirklicher vortschritt.

    Grusse, Jeroen
     
  5. Arnold

    Arnold

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    Hallo Frankenspeed,

    die Idee ist sehr gut - hatte ich auch schon vorgeschlagen und auch schon mal für Rheinland-Pfalz begonnen. Das Problem ist die Organisation.
    Dein Vorschlag, dass die Velomobiltour jedes Jahr durch ein anderes Bundesland führen sollte, war damals auch schon benannt worden.

    Nun haben sich aber die jährlichen Liegerad- und Velomobiltreffen in einigen Orten durchgesetzt, so dass es - so glaube ich - für deinen erneuten Vorschlag wahrscheinlich nur wenig Zuspruch gibt.

    Die Liegerad- u Velomobiltreffen finden meist 3-4 Tage auf einem Campingplatz statt und bieten Touren im Umfeld des Treffpunktes an.

    Eine jährliche Bundesland-Tour hat sicherlich ihren Reiz - vielleicht tut sich ja mal etwas in dieser Richtung.
    Herstellern, Händlern und Fahrradinitiativen wie HPV o ADFC hätten dann zumindest die Möglichkeit, sich an der Organisation u Durchführung zu beteiligen - insbesondere dann, wenn sie - auf der Strecke liegend - angefahren werden.

    Gruß
    Arnold
     
  6. TimB

    TimB

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    ICB hat die komplette Oliebollentocht gesponsort, mit bestimmt 230 Leuten am 28. und etwa 50 mit zwei Übernachtungen. Fand ich schon stark, sonst wären das etwa 15 € pro Teilnehmer gewesen plus Übernachtungskosten, also etwa ein halbes VM Sponsoring.

    Gruß,

    Tim
     
  7. Frankenspeed

    Frankenspeed

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    nur damit wir uns richtig verstehen:
    Ich sehe die Hersteller keineswegs als Ausbeuter an - vielmehr als Manufaktur mit einem sehr guten Draht zum Kunden (VM-Fahrern).
    Aber wer sonst sollte oder könnte derartige Veranstaltungen besser organisieren als Hersteller und Händler.
    Sorry - aber ich mach mir halt Gedanken darüber, wie das Velomobil mehr Anhänger finden könnte und dessen Ruf (vor allem bei Autofahrern) verbessert werden könnte.

    Eine Veranstaltung ohne Startgeld - wo gibt`s denn das heute noch? Selbst ein kleiner Volkslauf über 10km kostet doch Startgeld.
     
  8. Nobbi

    Nobbi

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    Nein, am besten kann das jemand organisieren, der die Zeit dafür hat und die Leidenschaft dafür mitbringt. Wenn das Dein Herzenswunsch ist, dann leg einfach los, niemand hindert Dich daran.
     
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  9. Jupp

    Jupp

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    Das muss ja zum Glück auch niemand. Velomobilfahren macht Spaß und das soll auch so bleiben, wenn es nach mir geht.
    Neue Karossen haben in der Tat einen speziellen Geruch, solange das Harz noch nachdünstet. Sollte eigentlich erledigt sein, wenn ein VM beim Kunden ankommt, ist im Winter aber nicht immer so. Man merkt es glücklicherweise kaum, wenn man fährt.
    --- Beitrag zusammengeführt, 09.01.2017 ---
    Das entwickelt sich ja, und man sollte keine Shownummern draus machen. Schon aus diesem Grund mache ich heute lieber Touren, die kein Sponsoring benötigen, denn das bindet sehr viel Zeit und Energie.
    Es gibt heute jedes Jahr in Europa eine Velomobiltour. Man muss sich nur ein wenig umschauen in der Szene.

    Ich finde allerdings, dass eine echte VM-Tour da angesiedelt werden sollte, wo auch ambitionierte Tourenradler nicht sind. Das ist bei Tagesetappen der 200 km Liga plus. Da gibt es Wenige, die sagen, was soll's, das kann ich auch. Und die, die es machen, sollten unsere relaxten Tourabende dann auch mitmachen.

    Bisher hat noch jede Velomobiltour, die ich gemacht habe, eine spürbare Resonanz auf dem Markt hinterlassen, das wird in diesem Jahr in Frankreich auch wieder so sein. Wie die Tour der France der hochgezüchteten Profis mit Trainer, Betreuer und Ärztestab fahren wir drei Wochen und nicht weniger km als die Profis. Aber wir haben Spaß dabei, es ist Urlaub. Wo andere Blutwäsche brauchen, führen wir isotonische Getränke zu.

    Bei der Resonanz geht es nicht um die Masse, sondern um die Leute, die gern radfahren, aber aus welchem Abgrund auch immer von der Existenz von Velomobilen und ihrem Nutzen für Alltag und Reisen noch nichts wissen. Von denen gibt es viele, auch wenn sie in Bezug auf die Gesamtbevölkerung eine kleine Minderheit darstellen.

    Was wirkt ist im Grunde nur die persönliche Begegnung.

    Dieses Jahr Fankreich wird eine tolle Tour, das kann ich schon sagen, weil ich drei highlights ins Programm gepackt habe, die noch nicht bekannt sind. Mont Ventoux habe ich ja mehrfach versprochen.
    In drei Jahren, 2020, wird es eine weitere Tour geben, auf die ich mich schon freue. Tolles Land mit vielen unterschiedlichen Gesichtern, und ich werde versuchen, viele der schönsten Velomobilstrecken jenes Landes in die Tour zu integrieren.

    Wer sich dann immer noch nicht für Velomobile interessiert, ist selbst schuld ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2017
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  10. Kulle

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    Im "Sportcabrio" täglich am innerstädtischen Stau vorbeizufahren (was da an persönlichen Begegnungen möglich wird ;-) halte ich für die Aufmerksamkeit effektiver als eine 200 km Tour mit 60 Teilnehmern.
    Die Tour macht aber vermutlich mehr Spass...
     
  11. Jupp

    Jupp

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    Aufmerksamkeit ist nicht der Punkt, die kriegt man immer und überall, und mit 5 oder mehr Velomobilen mehr als einer allein (könnte ja immer auch ein Halbirrer sein, der gern bastelt). Was die Leute im Stau denken, ist mir gleich; wenn sie sich viel Gedanken machen würden, stünden sie womöglich nicht dort.
    Es geht ums Augen öffnen bei Leuten die im Grunde reif für diese Fortbewegungsart sind.

    Mehr Spaß als eine Vorbeifährt an der Abgaswolke macht eine Tour allemal, aber nicht unbedingt mit 60 Leuten.
     
  12. Felix

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  13. Frankenspeed

    Frankenspeed

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    Hatte mal einen SL. Musste ihn aber aus beruflichen Gründen (Zeitmangel) wieder verkaufen.
    Nun mache ich einen zweiten Anlauf. Was es wird, weiß ich noch nicht.
     
  14. Felix

    Felix

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    Dann bist du schonmal niemand der eine Tour braucht um ein Velomobil zu kaufen...
     
  15. erider

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    Also ich finde die Idee einer jährlichen VM-Tour von @Frankenspeed eigentlich ganz interessant, und die Argumente von Jupps berühnten Touren in den USA, um die Ostsee oder jetzt in Frankreich sprechen nicht dagegen. Das sind trotz ihrer erheblichen Außenwirkung im jeweiligen Land doch immer noch Insiderveranstaltungen. Mir fiel z.B. dieses Jahr in Berlin auf, wo ich zufällig die Velothon-Veranstaltung ansehen konnte,



    dass dabei die VMs ganz fehlten. Da radelten Tausende Radfahrer durch Berlin und auf der Straße des 17. Juni war eine eindrucksvolle Velomeile aufgebaut mit zig Ständen von Herstellern von Rädern, Zubehör und Klamotten, aber man sah keinen einzigen Hinweis auf ein Velomobil, obwohl da wirklich Tausende Menschen rumspazierten. Solche Veranstaltungen könnten m.M nach geeignet sein, um das VM populärer zu machen, woran wir alle ein Interesse haben sollten.
    Winfried
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.01.2017
  16. Nobbi

    Nobbi

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    Ganz Deiner Meinung. Nur so interessehalber - Du warst selbstverständlich mit VM dort?
     
  17. TimB

    TimB

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    Nö, siehe Ausschreibung:
    Hervorhebungen von mir.

    Gruß,

    Tim
     
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  18. erider

    erider

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    Nein, das ging schlecht, weil ich mein DFxl noch gar nicht hatte. Ich war auch nicht wegen des Velothons in Berlin (sonst hätte ich mein MTB mitgenommen), sondern aus beruflichen Gründen und habe mich an diesem Sonntag über diese tolle Veranstaltung gefreut.
    W.
     
  19. berbr

    berbr

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    Laut Teilnahmebestimmungen sind Liegeräder nicht zugelassen!
    Das ist seit 1933 ein Problem, welches den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz verringert.

    [EDIT] @TimB war einen Tacken schneller
     
  20. chris123

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    Das kann ich bestätigen. Als in Königswinter vor etwa viereinhalb Jahren ein blaues Quest am Anleger der KD vorbeifuhr, habe ich zum ersten Mal ein VM gesehen. Nur drei Monate später habe ich mein WAW bekommen.
    Die Vorbeifahrt hatte also eine zeitnahe Marktresonanz bewirkt. Wäre @Jupp da damals nicht zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen, wüßte ich vielleicht heute noch nichts von Velomobilen.
    Davon losgelöst haben mich die Beiträge hier und insbesondere Jupps Faden zum QV jetzt doch so angespitzt, daß ich auch einmal eine Probefahrt in Dronten unternehmen möchte.
    Da könnte ich ja dann gleich ´mal QV und DF unmittelbar vergleichen.

    Gruß, Christoph