Mit dem Trike in den Bergen

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wenn vorhanden, bzw. einfach erstellbar -> die Steigung(en) in % wären eventuell hilfreich. die du so zu bewältigen hast?!
(in div. Routenplanern sollte das möglich sein)
Z.B. mit dem Brouter (https://brouter.de/brouter-web/)
@Frosua108: Spiel mal etwas mit dem herum und markiere die Wegstücke mit den steilsten Anstiegen, wo Du bisher gut hochkommst und auch, wo es nicht klappt: Anfangs- und Endpunkt setzen, und falls er Waldwege umgehen will, Zwischenpunkte setzen oder probieren, ob's mit dem Profil "Wandern" statt "Trekkingrad" klappt. Rechts unten das Diagrammsymbol blendet das Höhenprofil ein. Mit einer markierten Strecke kannst Du den Link aus der URL-Zeile des Browsers direkt in einen Beitrag hier reinkopieren - wer den aufruft, sieht genau diese Strecke wieder. Es geht allerdings pro Link nur eine Strecke. Markiere gern auch mal eine typische Tour und schreibe, wie schnell Du unterwegs bist bzw. wie lange Du dafür brauchst, aber lass am besten am Anfang und am Ende jeweils ein Stück weg, sonst kann jeder die Adresse nachgucken.
Das zusammen gibt glaube ich schon einen Eindruck davon, wie Du so fährst und wo es hakt. Wenn Du dann noch deinen bisherigen Antrieb beschreibst (Nabenmodell, Zähnezahlen von größtem und kleinstem Ritzel, Zähnezahlen der Kettenblätter), wird's sicher auch zielgenauere Vorschläge geben.
 
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Jedoch nehme ich da hin und wieder eine nicht wohlwollende, sondern eher eine miteinander konkurrierende Energie seitens einiger Kommentatoren wahr,

Das ist hier eigentlich unüblich das man sich an die Gurgel geht, üblicherweise ist der Umgangston hier sehr freundlich und hilfsbereit, ich bin auch etwas verwundert, warum das hier so entgleist ist :oops:

Zurück zum Thema: Du hast an sich mehr als genug Gänge an deinem Trike um damit überall hoch zu kommen, der Untergrund und die Traktion ist dann der begrenzende Faktor.

Ich bleibe bei meinem ursprünglichen Rat: Mach dich mit deinen zahlereichen Schaltungsvarianten vertraut, fahr mal verschiedene Wege und schau, ob du irgendwo wirklich scheiterst und entscheide dann, ob das Wege sind die du wirklich fahren willst und dann sehen wir weiter.

Mir persönlich wären die Siebzigirgendwas Gänge schon viel zu viel, aber das ist individuell. Fahr erstmal und wenn du dann etwas vermißt, beschreibe welche Ritzel und Kettenräder du hast und dann können wir schauen, wie man sinnvoll ändern kann. Ich habe aktuell den Eindruck, du gehst nur theoretisch an das Thema ran (ist halt typisch in einem Forum in dem sich ein Haufen verkopfte Männer rumtreiben), die Realität ist oft ganz anders. Oder du hast schon Erfahrungen gemacht, die du uns bisher verschiegen hast :giggle:
 
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Zurück zum Thema: Du hast an sich mehr als genug Gänge an deinem Trike um damit überall hoch zu kommen, der Untergrund und die Traktion ist dann der begrenzende Faktor.
Oder du hast schon Erfahrungen gemacht, die du uns bisher verschiegen hast :giggle:
Vielleicht liegt der Kern der Problematik in diesem Satz versteckt:
Die Narbenschaltung ist eine SRAM Shimano mit drei Gängen. Welche ich erst noch einstellen muss
Wenn die Dualdrive aktuell offenbar irgendwie ausser Funktion ist könnte das schon eine leichte Bergunwilligkeit erklären. Wissen tut man nix Genaues, da der OP ja ein bisschen arg sparsam mit der Informationszulieferung ist, den zahlreichen Fragen zum Trotz.
Aber ich stimme Dir zu: Sollte eigentlich dicke langen, falls nicht ist das bei passender Informationszulieferung leicht diagnostizierbar und erst mal fahren wäre auch mein Rat.
Sind übrigens nicht läppische 72 Gänge (wie ich fehlbehauptete) sondern luxuriöse 81, wie @Klausone völlig zu Recht angemerkt hat. :D
 
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Alles klar, ich habe mich jetzt dazu entschieden vorerst mal alles so zu lassen und ein paar weitere Testfahrten zu unternehmen.
Immerhin weiß ich jetzt einiges mehr über meine Möglichkeiten und verbaute Schaltung bescheid. Danke an alle;)
 
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Hallo zusammen,

ich fahre am liebsten Berg auf und plane, vom Up auf ein Trike bzw. Quad umzusteigen. Daher lese ich hier im Forum seit einiger Zeit munter mit :cool: Bei diesem Faden bin ich aber etwas stutzig geworden... Brauche ich an einem Trike wirklich 72 (!?) Gänge wenn ich ansonsten mit 1x12-fach fahre? Ich ging irgendwie davon aus, dass ich schlicht und ergreifend ein paar Kilo mehr den Berg hoch wuchten muss und daher z.B. bei 1x12-fach schlicht das Kettenblatt etwas kleiner wähle. Liege ich damit falsch?

Wie ist denn eigentlich der Zusammenhang zwischen Traktion und Übersetzung? Gibt es da einen? Kann ich bei weniger Traktion mit kleinerer Entfaltung besser fahren?
 
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zwei Punkte: kleinere Entfaltungen helfen etwas ruhiger zu treten und die Traktion ist etwas besser. Ja die Übersetzung sollte am Trike etwas kürzer sein. 1*12 ist mir zu wenig, habe 1*14 aka Rohloff

Grüße Stefan
 
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Brauche ich an einem Trike wirklich 72 (!?) Gänge wenn ich ansonsten mit 1x12-fach fahre?
Nein. Allerdings brauchst Du in Ermangelung der Möglichkeit des Wiegetritts mehr kürzere Gänge als bei einem Up wenn's bergig wird und da man am Trike eher schnell kurbelt als mit Kraft noch mal extra Kürzere. Je mehr Berg desto kurz - Anhaltswerte hatte ich ja schon geschrieben. Meine eigene Trikeerfahrung ist nicht wirklich exzessiv, ich war jedoch überrascht, wie schnell ein Trike am Berg den Schwung verliert im Vergleich zu einem normalen Rad. Keine Ahnung ob das für alle gilt.

Wie einige Postings zuvor geschrieben willst Du ja nach oben raus auch irgendwo rauskommen um nicht allzu schnell in's Leere zu pedalieren wenn's schneller wird. Bei mir persönlich sollten es da über 7m sein als Mindestanforderung. 1,50m - 7,xm bekomme ich an meinem Trike mit einer reinen Kettenschaltung 3*9 abgedeckt. Allerdings ist das nur begrenzt bergtauglich in meinen Augen - kürzer wäre schön. Wenn man nun die Spreizung deutlich hochdrehte nerven irgendwann zu grosse Ganzsprünge. Um dem Dilemma "Riesenspreizung und dennoch kleine Gangsprünge" zu entkommen gibt es eine überschaubare Anzahl an Möglichkeiten. Da viele Trikes in der Basisausstattung mit einer DualDrive oder deren Äuqivalenten ausgeliefert werden ist ein einfacher, pragmatischer und preisgünstiger Weg, da dann zusätzlich einen Umwerfer vorne dran zu machen mit Zwei- oder Dreifachkettenblatt. Schon hast Du eine absurde Anzahl an Gängen, die Du aber kaum je alle schalten wirst und schon gar nicht seriell durch beim Beschleunigen.

Du kannst natütlich gucken, wie weit Du mit 24, 27 oder 30 Gängen Kette kommst - wirklich ein Thema wird das mit den richtig kurzen Gängen nur, wenn es steil wird. Du kannst Auch eine Rohloff mit 2 Kettenblättern nehmen, dann sind es nur 28 Gänge. ;) Mit 1*12-fach würde ich vermuten dass man mit einem Trike relativ schnell strandet im bergigen Geläuf, habe damit aber keine Erfahrung. Aber vielleicht ja andere.

Ich ging irgendwie davon aus, dass ich schlicht und ergreifend ein paar Kilo mehr den Berg hoch wuchten muss und daher z.B. bei 1x12-fach schlicht das Kettenblatt etwas kleiner wähle. Liege ich damit falsch?
Ganz so einfach ist es nicht. Kommt auf "etwas" an und ob das, was dann nach oben raus noch übrig ist Dir genügt.
Wie ist denn eigentlich der Zusammenhang zwischen Traktion und Übersetzung? Gibt es da einen? Kann ich bei weniger Traktion mit kleinerer Entfaltung besser fahren?
Hast Du einen Führerschein? Anfahren auf Schnee oder Glätte: Im ersten Gang dreht's durch, im zweiten fährt's. Selbes Prinzip. Sprich: bei weniger Traktion ist im Prinzip eher eine längere Übersetzung hilfreicher, allerdings muss man sie auch treten können. Da beim Trike aber recht viel Gewicht auf dem angetriebenen Hinterrad liegt ist das Problem zumindest im geteerten Bereich wohl nicht total riesig. Physikalisch sind da Reibung und Drehmoment im Spiel bzw. Abwesenheit von ersterer bei viel Anwesenheit von Zweiterem. Gibt es bestimmt auch eine Formel zu irgendwo.
 
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Wie ist denn eigentlich der Zusammenhang zwischen Traktion und Übersetzung?
Je kürzer der Gang ist, desto mehr Drehmoment und damit Antriebskraft entwickelt man am Hinterrad und desto leichter kann man durchrutschen. Aber wenn der Gang zu lang ist, hat man auf dem Totpunkt nicht mehr genug Kraft und kommt nicht weiter. Dann muss man vorher am Kraftpunkt mehr drücken, um sich über den Totpunkt hinweg zu schleudern. Dabei kann es also auch wieder passieren, dass man durchdreht. Im kürzeren Gang kann man dann immernoch am Kraftpunkt sich zurück nehmen, um das Durchrutschen zu verhindern. Braucht halt etwas Geschick. (Nebenbei: Habe schon davon gelesen, dass ein Motor es erleichtert, die Traktion zu halten, weil er gleichmäßiges Drehmoment gibt und auch ovale Kettenblätter sollen deshalb helfen können.)

Brauche ich an einem Trike wirklich 72 (!?) Gänge
Solche Gängezahlen klingen natürlich im ersten Moment krass, aber täuschen doch sehr. Ich fahre zum Beispiel im Velomobil 2*11. Der Gang großes Kettenblatt, großes Ritzel ist dabei aber nahezu identisch mit dem Gang kleines Kettenblatt, viertgrößtes Ritzel. Ich habe also im kleinen Kettenblatt nur noch drei Gänge, die ich nicht auch auf dem großen Kettenblatt gehabt hätte. Macht affektiv also keine 22 Gänge, sondern 14. Hat man jetzt drei Kettenblätter, ist da viel Überschneidung zwischen. Vornallem die Gänge vom mittleren kettenblatt hat man alle auch auf dem kleinen oder dem großen (also nicht unbedingt genau die gleichen Gänge, aber den selben Bereich deckt es ab). Genau so auch in der Nabenschaltung. Beides bringt ein überschaubares Mehr an Spreizung, verdreifacht aber die Anzahl der Gänge. Eindrucksvoll ist da der Vergleich mit einem Schlumpf MountainDrive oder HighSpeedDrive. Die haben nur zwei Gänge, aber im Verhältnis 2,5. Deutlich mehr als gewöhnliche Kurbelgarnituren oder die DualDrive mit ⅔ so vielen Gängen. Eine 12er Kassette 11-52 und eines dieser beiden Schlumpf bringt insgesamt 1181,8% Spreizung, also ähnlich der Standardausstattung, die oben erwähnt wurde mit 3*3*9, aber nur 24 Gänge.
Die Frage ist also eher, ob man die Spreizung braucht, als die Gänge, denn die Gänge sind nur ein Nebeneffekt der Methode, wie die Spreizung erzeugt wurde. Und welche Spreizung man braucht, hängt ja davon ab, welche Geschwindigkeiten man effektiv treten will und wie veriabel man mit der Trittfrequenz ist.
Mit dem Trike hat man, wie du sagst, mehr Gewicht und wird bergauf bei gleicher Leistung langsamer. Und man kann auch langsamer fahren, ohne umzukippen, kann also noch steiler fahren, solange Traktion und Schaltung es hergeben. Manche sagen noch, dass die Liegeposition weniger Leistung ermöglicht, sodass man bei fehlendem Aero-Vorteil (bergauf keine hohen Geschwindigkeiten) langsamer fährt als aufrecht oder dass speziell bergauf, weil der Kopf niedriger und dienFüße höher kommen, der Kreislauf mehr belastet wird und die Leistung einsackt. Ist aber beides heiß diskutiert. Die maximalen mitzutretenden Geschwindigkeiten Bergab würde ich mal als ähnlich einschätzen?
Ich weiß nicht, wie verbreitet das ist, aber beim Aufrecht-Rad habe ich, wenn der Gang zu lang oder zu kurz war (Bin eine Zeit lang Faltrad ohne Schaltung gefahren.), auch in Längsrichtung mit der Position meines Schwerpunktes und des Fahrrades gearbeitet. Bergauf: Bei senkrecht werdender Kurbel den Körper vorgeschoben, um mich noch etwas zu katapultieren und dann bei senkrechter Kurbel das Fahrrad vorgeschoben, um den Totpunkt zu überwinden. Bei hoher Geschwindigkeit: Bei waagerechter Kurbel den Körper nach vorne geschoben, um effektiv den Gang zu verlängern, also aus der gleichen Kurbelbewegung mehr Beschleunigung zu saugen, dann bei senkrechter Kurbel schnell das Fahrrad wieder vorgeschoben. Solche Techniken vergrößern das Band an Geschwindigkeiten, die man mit gegebener Spreizung fahren kann. Am Liegerad geht das aber schlecht, da die Position von Fahrer und Fahrrad gegeneinenader recht fest ist. Bei mir würde ich schätzen, dass das mehr ausmacht als die fehlende Seiten- oder Auf-und-ab-bewegung beim Wiegetritt. Das kompensiert man am Liegerad ja (teilweise) durch den festen Gegenhalt der Sitzlehne. Von exzessivem Stampfen aus der Lehne wird ja oft abgeraten, weil es schlecht für die Knie sei. Ist das beim Wiegetritt eigentlich anders? Und ist bergauf groß anders auf dem Trike, im Velomobil und auf dem Liegezweirad, außer dass das Zweirad tandenziell leichter ist und ohne Geschwindigkeit umkippt?
 
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Alles klar, ich habe mich jetzt dazu entschieden vorerst mal alles so zu lassen und ein paar weitere Testfahrten zu unternehmen.
Vielleicht bis auf das angedeutete Problem mit der Nabenschaltung. Wenn die im verstellten Zustand weitergefahren wird, kann sie auch kaputtgehen.

Brauche ich an einem Trike wirklich 72 (!?) Gänge wenn ich ansonsten mit 1x12-fach fahre? Ich ging irgendwie davon aus, dass ich schlicht und ergreifend ein paar Kilo mehr den Berg hoch wuchten muss und daher z.B. bei 1x12-fach schlicht das Kettenblatt etwas kleiner wähle. Liege ich damit falsch?
Ein bisschen. Auf dem Trike hast Du keinen Wiegetritt, den musst Du durch schnelleres Kurbeln ersetzen. Die kürzeste Übersetzung würde ich ca. 20-30% kürzer wählen als am Aufrechtrad.
Wie ist denn eigentlich der Zusammenhang zwischen Traktion und Übersetzung? Gibt es da einen? Kann ich bei weniger Traktion mit kleinerer Entfaltung besser fahren?
Traktion ist eigentlich durch den Untergrund und durch die Radlast am Antriebsrad bestimmt. Auf dem Aufrechtrad hast Du schon in der Ebene 60% des Gewichts hinten, und durch den hohen Schwerpunkt wird das an Anstiegen noch mehr. Auf dem Trike hast Du ungefähr 1/3 der Last auf jedem Rad (OK, vielleicht hinten 40%), der Radstand ist vergleichbar, und weil der Schwerpunkt niedriger ist, wandert an Anstiegen weniger Gewicht nach hinten.
Mit dem Gekko habe ich auf Kies ab ca. 10% Probleme, weil das Rad gern durchdreht. Mit kurzen Gängen kann man über einen größeren Teil des Kurbelkreises Kraft auf die Pedale bringen, man tritt dann bei 90° nicht voll und zieht die Kurbeln so weit wie möglich von Totpunkt zu Totpunkt. Das bringt aber nur geringe Verbesserungen.
 
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Brauche ich an einem Trike wirklich 72 (!?) Gänge wenn ich ansonsten mit 1x12-fach fahre? Ich ging irgendwie davon aus, dass ich schlicht und ergreifend ein paar Kilo mehr den Berg hoch wuchten muss und daher z.B. bei 1x12-fach schlicht das Kettenblatt etwas kleiner wähle. Liege ich damit falsch?
Wenn ich mir bei Ritzelrechner eine willkürlich konfigurierte 1*12 anschaue sieht es aus als käme es - wie so oft - drauf an. Mit 11-50 hinten könnte man vermutlich durchaus auskommen (da bist Du mit 500% ja schon kurz vor der Rohloff), speziell, wenn Du eher Schnellkurbler sein solltest und nicht in steilsten Bergen daheim. Beim anderen Extrem (10-26 und lediglich 260%) wohl nicht.


So oder so liesse sich ja bei Bedarf ein zweites Kettenblatt deutlich unterschiedlicher Grösse montieren/nachrüsten - Kettenschräglaufprobleme kriegt man ja aufgrund der immensen Kettenlängen am Trike nicht und wenn man dem Grannygearprinzip folgt, das Zusatzblatt nur für die Ausnahmesituationen im Leben ist und die Grössenunterschiede zu viel für einen Umwerfer sind (mit deutlichem Spreizungsgewinn als Bonus) lässt sich meist auch ohne Umwerfer per Hand am Kettenleitrohr schalten. Oder halt ein Schlumpf MD/SD/HSD oder gar ein Efneo.

Im Kopf haben solltest Du allerdings, dass es am Trike richtig nervt, wenn man im falschen Gang zu stehen kommt und nicht im Stand schalten kann. Ein Problem bei reiner Kettenschaltung. Im Gegensatz zum Up ist "mal eben das Hinterrad lupfen und in einen niedrigeren Gang schalten" eine eher nervige Übung - wohl mit ein Grund, warum dualdriveartige Schaltungen an Trikes recht beliebt sind (neben dem Preis und der Spreizung) - da bekommt man via des Nabenteils dann meist zumindest in einen Entfaltungsbereich, dass man ins Rollen kommen kann, wenn auch nicht immer optimal.
 
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Servus,
hier wird so viel über irgendwelche Schaltungen geschrieben, aber keiner sagt, das man ein Trike auch einfach schieben kann.
Anhalten, absteigen, stütz dich von hinten auf die Sitzlehne und dann hoch den Berg, dann ist es nahezu egal, wie steil der ist.
Je nach Gewichtsverteilung auf die Lehne nach rechts oder links geht auch lenken
So mach ich es auch, was soll ich mich da hoch quälen, weil ich nicht den ultraleichten Gang hab?
Nebenbei nutzt man dann andere Muskeln, was durchaus entspannend ist.
Wenns dann wieder flacher wird, gehts weiter auf dem Rad.
Meist in Flusstälern hoch zu ner Burg oder ner Aussicht mach ich das, Rhein, Main, vergleichbare, und dann mit Karacho runter macht dann richtig Spass.
Gruß Volker
 
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Traktion ist eigentlich durch den Untergrund und durch die Radlast am Antriebsrad bestimmt. Auf dem Aufrechtrad hast Du schon in der Ebene 60% des Gewichts hinten, und durch den hohen Schwerpunkt wird das an Anstiegen noch mehr. Auf dem Trike hast Du ungefähr 1/3 der Last auf jedem Rad (OK, vielleicht hinten 40%), der Radstand ist vergleichbar, und weil der Schwerpunkt niedriger ist, wandert an Anstiegen weniger Gewicht nach hinten.
Mit dem Gekko habe ich auf Kies ab ca. 10% Probleme, weil das Rad gern durchdreht. Mit kurzen Gängen kann man über einen größeren Teil des Kurbelkreises Kraft auf die Pedale bringen, man tritt dann bei 90° nicht voll und zieht die Kurbeln so weit wie möglich von Totpunkt zu Totpunkt. Das bringt aber nur geringe Verbesserungen.

Je kürzer der Gang ist, desto mehr Drehmoment und damit Antriebskraft entwickelt man am Hinterrad und desto leichter kann man durchrutschen. Aber wenn der Gang zu lang ist, hat man auf dem Totpunkt nicht mehr genug Kraft und kommt nicht weiter. Dann muss man vorher am Kraftpunkt mehr drücken, um sich über den Totpunkt hinweg zu schleudern. Dabei kann es also auch wieder passieren, dass man durchdreht. Im kürzeren Gang kann man dann immernoch am Kraftpunkt sich zurück nehmen, um das Durchrutschen zu verhindern. Braucht halt etwas Geschick. (Nebenbei: Habe schon davon gelesen, dass ein Motor es erleichtert, die Traktion zu halten, weil er gleichmäßiges Drehmoment gibt und auch ovale Kettenblätter sollen deshalb helfen können.)

Wenn ich es richtig verstehe, muss man sich nach und nach mit seinem Gefährt den Strecken, die man eben oft oder gerne fährt, annähern. Und dazu könnte man ein klein wenig mehr Spreizung als auf dem Up vorhalten und dann ggf. noch eine zweite Schaltungsmöglichkeit einbauen oder nachrüsten.

Bei einem Quad dürfte sich das Durchrutschen eines Rades (gegenüber einem Trike) nicht mehr so stark auswirken!?
 
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Das Ding ist halt ein ( Eisen) Aluhaufen

Metallhaufen ( Aluhaufen), nur mit E bewältigbar

Reichweite mit diesem Aluhaufen im Gelände < 110 km

wobei der Aluhaufen Azub Ti Fly X ohne E schon eine Zumutung ist

Lieber @j.p., bevor Du Dein Ti-Fly für vielleicht 25€ verschrottest, bau mal Motor, Batterie und Elektronikgedöns ab und fahr dann im Gelände. Und keine Angst, das Teil hält einiges aus!
Grüße aus den Weißen Karpaten, Steffen
 
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Traktion ist eigentlich durch den Untergrund und durch die Radlast am Antriebsrad bestimmt. Auf dem Aufrechtrad hast Du schon in der Ebene 60% des Gewichts hinten, und durch den hohen Schwerpunkt wird das an Anstiegen noch mehr. Auf dem Trike hast Du ungefähr 1/3 der Last auf jedem Rad (OK, vielleicht hinten 40%), der Radstand ist vergleichbar, und weil der Schwerpunkt niedriger ist, wandert an Anstiegen weniger Gewicht nach hinten.
Kann man also noch sagen, dass ein Liegerad wegen schlechterer Traktion vielleicht noch etwas langsamer gefahren werden muss, auch wenn man die nötige Leistungngehabt hätte und man deshalb den kurzen Gangbfür diese langsamere Geschwindigkeit brauchen könnte?

So oder so liesse sich ja bei Bedarf ein zweites Kettenblatt deutlich unterschiedlicher Grösse montieren/nachrüsten -
Gibt es bei 12fach Schaltwerke, die zwei Kettenblätter unterstützen? Ich habe nur die Info zu dem, das im Alpha7 bestellt werden kann, dass das Schaltwerk auf die feste Kettenlänge angewiesen ist, da es eben nur für 1*12 gebaut ist, und man vorne höchstens ein paar Zähne Unterschied hinbekommen könnte. Wenn es 2*12 gibt, fänd' ich das ja auch interessant.

Wenn ich es richtig verstehe, muss man sich nach und nach mit seinem Gefährt den Strecken, die man eben oft oder gerne fährt, annähern.
Wenn man schon eine Schaltung hat und nicht weiß, welche maximale und minimale Entfaltung man braucht, auf jeden Fall mal schauen, was man mit der aktuellen Schaltung gerade noch schafft und welche Gänge man vielleicht garnicht benutzt. Wenn einem z.B. am Berg ein Gang fehlt, man aber auf den Schnellsten Gangbverzichten kann, weil man bergab aur rollen kann und eh lieber etwas abbremst, kann man noch recht einfach die Auslegung über dienKettenblatt-Größe ändern.
(An meinem Kurzlieger anders herum, weil ich langsam trete: Bergab kam ich nicht mehr mit, aber im ersten Gang konntenich kaum das Gleichgewicht halten. Jetzt ein ovales Kettenblatt mit dem gleichen minimalen Radius, aber gesamte Zähnezahl von 46z auf 52z gestiegen - also maximaler Radius vielleicht entsprechend 58Z?

Bei einem Quad dürfte sich das Durchrutschen eines Rades (gegenüber einem Trike) nicht mehr so stark auswirken!?
Wenn beide Räder angetrieben sind und der Antrieb starr oder per Doppelfreilauf übertragen wird, kann das viel bringen, weil nur ein Rad überhaupt Grip finden muss. Ein (offenes) Differenzial könnte leicht problematisch sein, weil nur ein Rad durchrutschen muss und das andere dann keinen Vortrieb mehr bekommt. Wird dann aber komplexer durch mehr Kontaktfläche, also mehr Profil, aber weniger Anpressdruck, da sich die Last auf mehr Räder verteilt und weniger Drehmoment, da die Antriebsleistung sich auf die Räder verteilt. Ich würde also annehmen, dass es stark von der Dynamik (Antriebsverteilung in den Kurven, Gewichtsverlagerung etc.) abhängen kann und ob rutschiger Asphalt oder lockerer Untergrund. Den Aspekt müsste dann jemand anders bewerten. (Ich hoffe, so darf ich das schreiben und die Begrenzung meines Halbwissens deutlich machen, @smallwheels )
Man könnte bei einem Quad auch die Räder weiter nach vorne holen, um die Gewichtsverteilung mehr auf die Hinterachse zu verlegen. Bildersuche wirkt auf mich so, als würde das auch mehr kder weniger gemacht werden, oder? Und durch das schwerere Heck hat man natürlich eh etwas mehr Gewicht hinten. ;)
 
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Wenn ich es richtig verstehe, muss man sich nach und nach mit seinem Gefährt den Strecken, die man eben oft oder gerne fährt, annähern.
Das würde ich mit jedem Rad so machen. Einfach das frisch gekaufte Trike an die nächste 20%-Rampe stellen und hochfahren kann klappen, muss aber nicht. Beim Liegerad werden etwas andere Muskeln beansprucht als beim Up, und bei größeren Tretlagerüberhöhungen kann's sein, dass an Steigungen die Durchblutung in den Beinen schlechter wird. Beides braucht Eingewöhnung.
Ich persönlich habe immer gern noch einen Gang kürzer dabei, als ich eigentlich brauche. Es beruhigt einfach, dass ich im Notfall noch etwas weiter runterschalten könnte, auch wenn ich es nie mache. Langsamer Kurbeln, um Leistung zu sparen, klappt in der Ebene und gegen den Wind, aber bergauf hat man dann wieder das Totpunkt-Problem und muss weiter runterschalten.
 
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Servus,
hier wird so viel über irgendwelche Schaltungen geschrieben, aber keiner sagt, das man ein Trike auch einfach schieben kann.
Anhalten, absteigen, stütz dich von hinten auf die Sitzlehne und dann hoch den Berg, dann ist es nahezu egal, wie steil der ist.
Je nach Gewichtsverteilung auf die Lehne nach rechts oder links geht auch lenken
Klar kann ich mein Trike auch schieben (und manchmal bleibt nichts anderes übrig), ich finde das aber ultra-unbequem.
Deine Technik mit von hinten auf die Sitzlehne stützen klappt bei mir nicht wirklich, da wäre ein Hinterrad + Gepäckträger und Taschen im Weg. Bleibt seitlich von hinten an die Lehne zum schieben, da klappt aber lenken mit Gewichtsverteilung an der Lehne definitiv nicht bei mir -> ich brauche eine Hand am Lenker und muss mich dazu unangenehm bücken.
Was eher funktionieren könnte wäre das Trike rückwärts hinter sich herziehen - um es bequem am Gepäckträger zu anzuheben und zu halten habe ich nur meistens zuviel Zeug dabei (ist halt mein Alltags-Verkehrsmittel). Ich muss endlich mal drankdenken mir ein Seil einzupacken und zu versuchen es daran am Gepäckträger hinter mir herzuziehen, aber das fällt mir dann immer erst an den Schiebestellen ein wenn ich mal wieder keines dabei habe...

Fazit: ich bin sehr froh über meine Granny Gears mit <1m Entfaltung, ist mir deutlich lieber als schieben.
 
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Bergauf: gibt's empirische Untersuchungen ob ein Lock Out was bringt ? Physikalisch ließen sich beide Lösungen argumentieren, hängt halt vom Reifen(Druck), Fahrergewicht.....ab. Habe keinen, sonst würde ich es ausprobieren.
Schieben ist auch nicht wirklich toll, habe obendrein Radschuhe mit Cleats
 
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Genau. Einerseits ist die Krafteinleitung bei blockierter Feder linear, allerdings ist bei offener Feder ( Luftdämpfer )erst die Kraft nach den Einfedern voll da. Muss ich meine Tochter rechnen lassen, befürchte aber, sie will zuviel Messwerte. Dann fahre ich rauf und runter, wärhrend sie das dokumentiert. eher nicht für die Schule nutzbar, oder ??
 
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bin sehr froh über meine Granny Gears mit <1m Entfaltung, ist mir deutlich lieber als schieben.
Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen, hat mein Opa immer gesagt.

Ich hab einen Spannriemen in meinem Bodwerkzeug, den mach ich bei Bedarf am Gepäcktrüger fest und damit lässt sich mein Trike halbwegs bequem rückwärts hinter mir herziehen.
Bislang hab ich das nur selten mal bei Schneeglätte machen müssen.
 
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