Leichte Kocher für unterwegs

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Hallo Hennig,
du gibst dich ja mit wenig Sachen zufrieden,
Ich glaub bei HHB hatte ich schon mehr dabei...

Zum Regenschutz:
Ich werde wohl mir den QuestSchaumdeckel zurecht schneiden und ins K einpassen.
Hier hat den einer mal beim Milan versuchsweise angehalten:
https://www.velomobilforum.de/forum...n-mit-der-Milan-Rennhaube&p=278664#post278664

Und zum Kocher:
da gibts doch Selbstbau Cola-Dosen Kocher:
Wär das nicht etwas für dich:

Tschö
René
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

da gibts doch Selbstbau Cola-Dosen Kocher:
René
Der ist vom Gewicht her natürlich unschlagbar, braucht aber noch einen Topfhalter und Brennstoff.

Bei einem Holzkocher (4 passend perforierte Bleche, es gibt verschiedene Hersteller) entfällt in den meisten Gegenden der Brennstofftransport.
z.B.: [SIZE=-1]http://www.lauche-maas.eu/german/outdoorkuche-trinkwasser/kocher/holz/hobo-ofen-magic-flame-faltbarer-holz-kocher.html
[/SIZE]
Man kann das Zeug durchaus leichter bauen, als die verlinkte Version und es ist unglaublich, wie wenig Holz man braucht um einen Liter Wasser zum kochen zu bringen. (Eine Handvoll kleiner Äste reicht.)
Nachteil: Der Topf muss aussen dann von ein wenig Ruß gereinigt werden - aber abwaschen muss man wohl sowieso.


Gruß, Harald

PS:
Ich überlege schon seit geraumer Zeit mir mal einen Prototypen als Laserschnitt aus Alublech zu bauen.
Bis ich dazukomme dauert's wahrscheinlich ewig, weil keine Priorität.
Wenn's jemanden interessiert könnte man aber vielleicht diese Idee für mehrere Leute zusammenfassen?
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

Hallo,
ich habe einen BW trockenspirituskocher.

Ist sehr klein und leicht, muß man nur aufklappen, fertig

Grüße

Ulfin
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

Interesse habe ich schon, aber wenn dann aus Edelstahl. Alu wird die Hitze nicht gut tun.
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

... wenn, dann aus Titan :D, es gibt welche zu kaufen und ich glaube in einem Outdoor-Forum gab so was wie ein Forums-Ti-Hobo, wenn ich mich recht erinnere.

OT: Henning, vielen Dank! Das macht echt Lust auf Nachahmung, wobei 8.000km wahrscheinlich nicht für jeden zu schaffen sind... Ich bin gespannt auf etwas mehr Details der Reise.

Viele Grüße,
Cumulus
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

Und zum Kocher:
da gibts doch Selbstbau Cola-Dosen Kocher
Mit diesen Selbstbau-Dosenkochern habe ich viel rumexperimentiert

die leichteste Variante: 2 große Teelichthüllen ineinander geschoben, Löcher mit Pinnwandnadeln
ich bin dann bei einem Modell aus 2 Deo/ Haarspray-Dosen-Böden hängen geblieben. Beide sind aus Alu, werden gut warm und verdampfen den Alkohol gut. Eine gewisse Materialstärke scheint für die Wärmeleitfähigkeit (und damit für eine halbwegs effiziente Nutzung des Brennstoffs) notwendig zu sein.
5 Löcher (0,8mm) zum Nachfüllen in der Mitte, viele am Rand. Nachfüllen aus 200mL Citrovin-Flasche (in den kalten Brenner;)).
Brenner.jpgKocherGes.jpg
Topfständer aus 3 Speichen, Windschutz (extrem wichtig) aus 4-fach Alu-Folie, unten gelocht. Funktioniert passabel, ist auch recht leicht (Alles zusammen mit 1L-Topf (gut 800 mL nutzbar), Pfannen-Deckel und Gabel-Löffel bei gut 200g); aber: Kein Dosenkocher ist so sparsam wie der der Trania-Brenner; der spart sein Mehrgewicht beim EtOH-Verbrauch schnell wieder ein. Fazit: für Kaffee, Tee und Tütensuppen sicherlich besser als jeder Esbit-Kocher, auch das ein oder andere Gericht kann man zaubern, aber für ´s Kochen nehme ich lieber den Duossal-Trangia.

Gruß
Christoph
 

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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

Bei einem Holzkocher (4 passend perforierte Bleche, es gibt verschiedene Hersteller) entfällt in den meisten Gegenden der Brennstofftransport.
z.B.: [SIZE=-1]http://www.lauche-maas.eu/german/outdoorkuche-trinkwasser/kocher/holz/hobo-ofen-magic-flame-faltbarer-holz-kocher.html
[/SIZE]
Was uns nicht sofort umbringt macht uns nur noch härter...
Holzteer (wenn der schwarze Belag klebt) ist krebserregend und zwar richtig, ausserdem schmeckt alles geräuchert, wenn der Rauch und die Lebensmittel nicht strickt getrennt werden.
Ein alltagstauglicher Kocher
- muss auf unebenem weichem Untergrund standfest sein.
- Muss entweder bei Wind und Regen noch gut funktionieren oder so sicher (Stichflammen), kühl (Loch in Boden gebrannt) und ungiftig (Abgase) sein, dass man ihn im Innenzelt gebrauchen kann. Was in Gegenden mit angetautem Permafrostboden gleich auch noch den Vorteil hat, dass man nicht den Moskitos ausgesetzt ist.
- Muss mit einem Brennstoff funktionieren der im Zielgebiet leicht erhältlich ist und einfach zu transportieren geht. (trockenes Holz zähle ich jetzt mal nicht dazu)
- Muss einigermassen Leistung haben, so dass das Teewasser nicht eine halbe Stunde braucht.
- Muss wenn man mehr als nur Teewasser im Sinn hat eine regulierbare Leistung haben.
Z.B. ein Trangia Alkohol Kocher erfüllt das, ist aber eher für Gourmets als für Gewichtsfanatiker...
Gibt es sonst noch Lösungen?

Gruss Wolfgang
 
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AW: Mit dem K - einmal Nordkap und zurück.

Was uns nicht sofort umbringt macht uns nur noch härter...
...
Gruss Wolfgang
Hi Wolfgang,

innen im Zelt ist's für mich klar, dafür passt's einfach nicht.

Ich habe den Holzkocher bei einem Freund im Einsatz gesehen und habe mich echt gewundert wie gut die Dinger funktionieren, die Heizleistung und der geringe Holzbedarf haben mich beeindruckt.

Ausreichend trockene Äste (mehr als eine Handvoll braucht's kaum) kann man selbst bei Regenwetter meist bei einem Nadelbaum direkt vom Stamm abbrechen.
Es kommt aber natürlich immer darauf an wo und wie man unterwegs ist.

Gruß, Harald
 

Gear7Lover

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AW: Leichte Kocher für unterwegs

Harald, versteh mich nicht falsch, ich find die Idee spannend. Aber da der TO in die Tundra wollte... Weiss nicht wo in Norwegen die Baumgrenze liegt. Ob es denn auch mit Moos geht?

Gruss Wolfgang
 

mbi03

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Hallo Rene'
du gibst dich ja mit wenig Sachen zufrieden,
Ich glaub bei HHB hatte ich schon mehr dabei...
Ich habe auch nicht viel dabei, als Regebschutz habe ich den Biwaksack und mein Ponchotarpe.
Das ist ein Regenponcho aus Drachen-Nylon das sich auch als Mini-Uberzelt ueber den Biwaksack spannen laesst.

Ich habe auch meine, ich habe 2 verschieden grosse, Dosenkocher mit dabei.
Die wiegen nur wenige Gramm, funkonieren aber zuverlaessig und machen keinen Dreck.
Ich habe hier schon mal darueber gepostet. Ich bin nichtmal im Sommer in Italien ohne unterwegs, geschweige denn in der Tundra.

Aber ich biwakiere von Pension zu Pension immer nur 2x, zwischen den 3 Tagesetappen.
Wie soll man sein Trinkwasser abkochen, Kaffee machen, den Puls zubereiten und den Brotfladen backen, ohne Kocher?
Voellig undenkbar. Bezinkocher keine Chance ... vergissess mir ist schonmal Benzin in die Lebensmittel gelaufen, und ich war 2Tage ohne Essen ...
und musste mir unterwegs eine neue Packtasche besorgen, der Gestank war nicht zu entfernen.
Die primitiven Hobokocher sind schwer und russen heftig, die Vergaseroefen sind nicht robust genug, und versagen bei Wind und Kaelte.
Ich habe mit Spiritus die besten erfahrungen gemacht, billig Umweltvertraeglich, im Brandfall mit Wasser loeschbar, und praktisch ueberall zu bekommen.
Und so ein Kocher ist auch schnell und ohne Spezial-Werkzeug hergestellt, sollte er doch mal kaputt gehen.

mfG
Matthias
 
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Wenn ich im Winter radfahre ist es meist dunkel und außer mir ist niemand auf meinen Strecken unterwegs. Ich habe ab jetzt schon immer einen Biwaksack und den kleinsten Trangia mit dabei. Selbst wenn ich nur 60km fahre. Falls man irgendwie verunglückt oder auch nur eine ordentliche Panne hat, muß man sich ja sicherstellen können daß man noch am leben ist wenn Hilfe eintrifft.

Der beste Kocher ist der mit dem man gut vertraut ist. Trangiabrenner funktionieren alle gleich und lassen sich in den verschiedensten Kochermodellen einsetzen. Sie funktionieren auch gut in den Schweizer Armeekochern. Leider brauchen Spirituskocher relativ viel Treibstoff und sind ziemlich langsam. Aber zuverlässig. Den Treibstoff bekommt man in allen skandinavischen Ländern ohne Probleme.

Holzgaskocher sind auch eine feine Sache. Da man fast keinen Treibstoff mitnehmen muß kann so ein System sehr leicht sein. Es gibt inzwischen auch ein Modell mit einem thermoelektrischen Peltier-Element zu kaufen. Das Teil hat ein Gebläse und eine Mordsleistung. Es kann auch 5V Geräte aufladen.

Mit diesem Kocher habe ich selber keine Erfahrung gemacht, aber ich habe schon mehrere eigene Holzgaskocher gebaut. Das ist relativ einfach. Ziel ist es eine rauchfreie Verbrennung mit blauer Flamme zu erreichen. Es gibt dazu etliche Bauanleitungen, wie diese hier.

Der Nachteil aller Downdraft-Kocher ist allerdings dass man die Brennkammer schlecht während des Kochvorgangs nachfüllen kann. Der Vorteil ist dass sie mit allem holzigen Zeug funktionieren. Gegen das schwarze-Topf-Problem kann man übrigens vorgehen indem man den Topf mit Kernseife einreibt bevor man ihn auf den Kocher stellt. Dann kann sich Ruß nicht festsetzen. Benutzt man allerdings immer trockenes Brennmaterial, dann rußt er auch nicht mehr als ein Spirituskocher (welcher übrigens auch kaum rußt wenn man 10% Wasser in den Spiritus mischt).

Am geschicktesten ist es ein System zu haben wo man wahlweise einen Spiritusbrenner oder einen Holzgasbrenner einsetzen kann. Findet man nicht genügend Brennmaterial für den Holzbrenner, kann man eben den Spiritusbrenner einsetzen. Einen Spritzer Spiritus braucht man auch um den Holzgasbrenner zu starten.

Momentan bin ich grade dabei meinen vierten Edelstahl Holzgaskocher zu bauen. Dieser soll eine flachere Bauform haben als meine drei Zylindrischen. Holzgaskocher und aufgesetztes Kochgeschirr bilden nämlich bei den Downdraft-Modellen immer einen kleinen Turm und der ist nicht sehr kippsicher.

Gruß, Seb
 
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Hallo Seb,

mich würde ein Link zu dem Kocher mit Peltier-Element interessieren und Fotos von Deinem besten Modell.
Ich hab auch schon eine Reihe Holzvergaser gebaut. Der letzte brennt mit regelbarer Primär- und Sekundärluft und einem Computerlüfter ziemlich gut. Als Starter hab ich ein paar benzingetränkte luftdicht verpackte Kosmetikpads dabei. Sobald ich dazu komme, mach ich mal ein paar Fotos.

Gruß
Holli
 
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Harald, versteh mich nicht falsch, ich find die Idee spannend. Aber da der TO in die Tundra wollte... Weiss nicht wo in Norwegen die Baumgrenze liegt. Ob es denn auch mit Moos geht?

Gruss Wolfgang
Hi Wolfgang,

Das hätte ich nicht für kritisch gehalten, da diese Kocher nicht wirklich Bäume brauchen.
Bleistiftdicke Ästchen passen gut - derartiges gibt's oft noch weit nach der Baumgrenze.
Ich kenne aber den Charakter der Strecke zu wenig und kann dies daher nicht wirklich einschätzen.

Die Holzgeschichte wäre auch für mich nicht fix, sondern nur Option.
Es könnte durchaus sein, dass ich selbst lieber Brensstoff transportiere, als Holz zu sammeln.

LG, Harald
 

roland65

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Ich überlege schon seit geraumer Zeit mir mal einen Prototypen als Laserschnitt aus Alublech zu bauen.
Bis ich dazukomme dauert's wahrscheinlich ewig, weil keine Priorität.
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Hallo Harald,

das Prinzip der HOBO-Kocher funktioniert wunderbar. Das Original (aus einer einfachen großen Blechdose) habe ich probiert und ist mit allem Erdenkbaren (Holz, Spiritus/Alkohol, ...) und Findbarem zu beheizen. Für flüssige Brennstoffe ist es wohl sinnvoll unten etwas saugendes einzulegen.

Wenn Du das Ding wie im Link bei Lauche aus Titan machen kannst (Alu ist wohl eher ungeeignet, da das Teil extrem heiß wird), dann lass es uns wissen. Da finden sich sicher Einige. Faltbar muss nicht unbedingt sein, stecken würde mir schon genügen.

Gruß, Roland
 

roland65

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AW: Leichte Kocher für unterwegs

Danke für die Links, aber das sind reine Spirituskocher, den ich am liebsten nur im Notfall mitnehmen möchte. HOBO funktionieren mit allem, was sich an brennbarem finden lässt. Eine Umbauanleitung für den Schweden-Besteckbehälter habe ich auch schon mal gelesen, aber dann habe ich wieder den schwereren Stahl. Darum lieber Titan, wenn das machbar ist.

Ich finde die Bestellliste noch nicht. ;)

Gruß, Roland
 
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