Einstieg auf Trike

Hallo,

ich bin neu in diesem Forum, da ein Einstieg meines Mannes auf ein Trike nötig ist, wenn er noch weiter Fahrradfahren will.
Wir haben uns Richtung Hase Lepus orientiert. Ich bin allerdings erstaunt über den Vergleich der Preise Lepus zu Van Raam Easy Sport.
Für ein gebrauchtes Lepus scheint man ein neues Van Raam zu bekommen. Ist das gerechtfertigt, oder sind das inzwischen Statussymbole?
Charmant finde ich die Faltfunktion von Hase.

Wer kann mir weiterhelfen? Wir kommen aus Mönchengladbach.
 
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Wir wohnen auch in Mönchengladbach und fahren 2 Hase Lepus, meine Frau ein neues Lepus Steps 2020 (von September), ich ein Lepus Comfort von 2008 mit nachträglich eingebautem Nabenmotor.

Wir lieben diese Räder. Sehr bequem und toll zu fahren. Wenn ich ein Van Raam Easy Sport so konfiguriere wie das Lepus meiner Frau ausgestattet ist komme ich auf einen Preis von rund 7000,- Euro. Das Lepus war zwar etwas teurer, hat dafür aber eine digitale Nabenschaltung und eine gefederte Einzelradaufhängung hinten. Außerdem ist der Rahmen des Lepus durch das 16-Zoll-Vorderrrad niedriger, was das Aufsteigen erleichtert.

Mein altes Lepus hat einen gefederten Rahmen, vergleichbar zum Van Raam, und zwischen dem Komfort auf meinem und der Einzelradaufhängung bei dem meiner Frau liegen Welten! Immer noch besser als ganz ohne Federung, aber doch deutlich ruppiger als die einzeln gefederten Räder.

Die Faltfunktion ist nicht zu verachten, denn irgendwann hat man mal alle Touren in der Nähe durch und möchte auch weiter weg oder im Urlaub mal fahren. Das Lepus 2020 passt problemlos in den Kofferraum unseres Honda Jazz, damit steht einer Mitnahme im Urlaub nix im Weg.

Ich weiß nicht, bei welchem Händler ihr wart, ich kann "Spezialradverkauf Appelbaum" in Hilden empfehlen. Ca. 40 km / 30 Autominuten von MG entfernt. SEHR kompetent und kundenfreundlich. Er hat eine große Auswahl, auch Van Raams sind vor Ort, da kann man wunderbar verschiedene Räder ausführlich Probe fahren. Der Händler in MG ist zwar auch sehr nett und seine Werkstatt absolut zu zu empfehlen (für Service etc. an meinem alten Lepus fahre ich immer zu ihm, ist halt viel näher), er hat aber wenig Auswahl im Laden (eigentlich nur Kettwiesel, Lepus, Trix und Trets, keine Räder anderer Anbieter). Wenn man verschiedene Räder vergleichen will ist man daher in Hilden besser aufgehoben. Falls ihr zu Appelbaum fahrt: Bestell ihm schöne Grüße von Familie Scheloske.
 
Danke für die Tipps. Wir gucken erst mal bei Gebrauchten. Am besten ohne Motor, wegen des Gewichts. Der "Hasenstall" liegt leider hinter ein paar Stufen. Am Fahrrad meines Mannes wurde erst dieses Jahr ein nagelneuer Pendix montiert. Falls er "Rückenwind" braucht, wäre das eine gute Option.
Easy Sport werden halt viel öfter angeboten, und der Preis ist viel niedriger. Aber ich liebäugele mit einem älteren "Knick-Lepus". Mal sehen. Corona macht es zur Zeit nicht leichter.
Mir sind in Gladbach noch nie solche Trikes begegnet. Vielleicht sieht man sich ja mal. Wir wohnen in der Nähe vom Wasserturm.
 
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Vergleich der Preise Lepus zu Van Raam Easy Sport.
Such mal hier im Forum nach Beiträgen zu Van Raam, dann verstehst Du vielleicht den Preisunterschied.
Soweit ich weiß, sind die Van Raam deutlich schwerer. Allerdings habe ich mit keinem Eurer Favoriten Erfahrung, und ich selber bevorzuge die sog. Tadpoles (Kaulquappen, zwei Vorderräder, ein Hinterrad).
Im normalen Alltag sind die Unterschiede zu den sog. Deltas (ein Vorderrad, zwei Hinterräder) vermutlich vernachlässigbar bzw. sehr vom Anforderungsprofil abhängig.

Der wichtigste Rat: probefahren, probefahren, probefahren!

Viel Erfolg und Spaß beim Suchen,
wolf
 
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Ich bin zwar weder ein Lepus noch ein Van Raam Easy Sport gefahren, eines fällt aber auf: Das Van Raam wiegt laut Hersteller 31 kg ohne Motor/Akku, für den Akku kommen nochmal 3-6 kg, für den Motor 6-7 dazu, dann sind wir bei einem Gesamtgewicht von 40 bis 44 kg. Das Lepus gibt's wohl nur noch mit Motor (oder ich bin zu blöd für die Hase-Webseite) und wiegt da laut Hersteller mit allem 30.5 kg. Dieser Masseunterschied ist extrem, das Van Raam dürfte im Vergleich doch recht schwer zu beschleunigen sein. Ich würde mir das Van Raam nicht antun wollen, das ist so schwer, daß man echte Probleme haben dürfte, wenn der Motor mal nicht will. "Sport" wird hier vielleicht etwas zu wörtlich genommen. ;)
Der Empfehlung, Probefahrten durchzuführen, kann ich mich übrigens nur anschließen. Letztendlich wird man weniger nach technischen Daten gehen, sondern sich eher davon beeinflussen lassen müssen, wo man sich am Wohlsten fühlt. Es wäre schade, jetzt viel Geld für ein Fahrzeug auszugeben, das nachher nur rumsteht, weil das Fahren dann doch keinen Spaß macht, so gut die technischen Daten auch sein mögen.
 
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Danke für die Tipps. Wir gucken erst mal bei Gebrauchten. Am besten ohne Motor, wegen des Gewichts. Der "Hasenstall" liegt leider hinter ein paar Stufen. Am Fahrrad meines Mannes wurde erst dieses Jahr ein nagelneuer Pendix montiert. Falls er "Rückenwind" braucht, wäre das eine gute Option.
Easy Sport werden halt viel öfter angeboten, und der Preis ist viel niedriger. Aber ich liebäugele mit einem älteren "Knick-Lepus". Mal sehen. Corona macht es zur Zeit nicht leichter.
Mir sind in Gladbach noch nie solche Trikes begegnet. Vielleicht sieht man sich ja mal. Wir wohnen in der Nähe vom Wasserturm.
Am Wasserturm, also "oben" in Gladbach. Ich bin letztens noch von uns aus (Neuwerk) in die Richtung mit meinem Lepus Comfort ("Knick-Lepus") gefahren. Ich war SEHR froh, dass ein Motor verbaut ist. Ihr solltet kein unmotorisiertes nehmen, daran werden ihr nicht viel Freude haben, vor allem, wenn dein Mann eh schon Probleme mit dem Radfahren hat. Wegen der Lenkstange bei den Hase Rädern kann man auch nicht so ohne weiteres Tretlagermotoren verbauen, da die Lenkstange im Weg ist. Da muss dann eine angefertigt werden, die einen "Bogen" macht, damit die Lenkung wieder funktioniert. Es gibt zwar auch einen Anbieter für solche gebogenen Stangen, aber der reagiert leider seit einigen Monaten nicht auf Anfragen. Achtung, die gebogene Lenkstange, die Hase selber für Kettwiesel anbietet, passt bei nachgerüsteten Tretlagermotoren nicht!

Noch ein Wort zur Federung: Die vom Knicklepus ist wie gesagt besser als keine, aber die Einzelradaufhängung vom aktuellen ist ne ganz andere Hausnummer. Das Rad meiner Frau tanzt nur so über unebene Oberflächen, die man bei meinem deutlich spürt. Deswegen ist mein altes Lepus auch nur eine Zwischenlösung, weil ich vom Up weg wollte, bis ich mir ein aktuelles Gefährt zusammengespart habe.

Wie sagt unser Händler immer: Lieber ein Rad für 8000 Euro fahren als eines für 5000 rumstehen haben, weil es keinen Spaß macht. Ich muss ihm da recht geben.

Andere Deltas habe ich in MG auch noch nicht gesehen, wohl einige Tadpoles. Für meine Frau kam nur ein Delta in Frage, weil sie Probleme mit den Beinen hat und unbedingt die bequeme Aufsteigemöglichkeit über den niedrigen Lepusrahmen braucht. Ich mag den VIEL kleineren Wendekreis der Deltas, bei vielen hiesigen "Drängelgittern" & Co. sehr hilfreich.
 
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Wer aus gesundheitlichen Gründen bzw. durch entsprechendes Personal zum Trike kommt, ist oft auf die Reha-Fahrzeuge fixiert. Das ist ja nicht völlig verkehrt, denn Haase baut gute Trikes, aber es ist eben nur ein kleiner Teil des Marktes auf drei Rädern. Ich würde auf jeden Fall auch mal ein gutes Tadpole fahren bevor ich Geld ausgebe.
 
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Wer aus gesundheitlichen Gründen bzw. durch entsprechendes Personal zum Trike kommt, ist oft auf die Reha-Fahrzeuge fixiert. Das ist ja nicht völlig verkehrt, denn Haase baut gute Trikes, aber es ist eben nur ein kleiner Teil des Marktes auf drei Rädern. Ich würde auf jeden Fall auch mal ein gutes Tadpole fahren bevor ich Geld ausgebe.
Dahinter will ich mal ein großes Ausrufezeichen machen!

Ich konnte nicht herauslesen, welche konkreten gesundheitlichen Probleme in diesem Fall zum Ausschauhalten nach einem "Dreirad" führen, bei mir waren es die Gleichgewichtsorgane, die in Dauerstreik getreten waren (und sind). Dazu kommen die allgemeinen "Altersgebresten". Für das eine brauchte ich die drei Räder, fürs andere einen nicht zu niedrigen Sitz – wobei, ich gebe es zu, das Ganze auch etwas sportlich und nicht so nach Reha-Rad aussehen sollte.

Bei meinem Trike (Gekko26, das 2000-Euro-Standardmodell von HP) ist der Sitz so um die 34 Zentimeter hoch, damit komme ich gut klar (bin mit meiner Vorliebe für schlichte Technik in diesem Forum allerdings ziemlich einsam ;)). Ich könnte jedoch auch noch Aufstehhilfen montieren.

Aber: Letztlich hängt es natürlich davon ab, mit welchen konkreten Einschränkungen man zu kämpfen hat.

:) Wolfgang
 
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Die Zahl der Hasen in Gladbach nimmt zu, sehr schön, aber selbst auf‘m Dorf mit gut 200k Einwohnern ist Neuwerk soweit weg vom Stadion, dass man sich kaum über den Weg fährt.
Wie schon im Vorfeld von anderen Schreibern erwähnt, es ist und bleibt eine persönliche Entscheidung und von sooo vielen Faktoren abhängig, dass Tips in Richtung „solltest du“ meiner Meinung nach nur mit Vorsicht zu genießen sind.
Bevor ich zig-tausend Euro in ein (motorisiertes) Was-auch-immer stecke überlege ich was ich wie zu benötigen glaube.
Ich liebe meinen Frosch, aber mit kaputten Knien müsste man sich hier seitlich rausrollen, die Sitzposition ist schon sportlich tief.
Seit einem Jahr nennen wir jetzt noch einen alten Lepus-Hasen und seit einem halben Jahr einen weiteren, noch älteren Lepus unser eigen.
Meine Frau fährt ihn viel lieber als mein Tadpole, ihr gefällt die Sitzposition viel besser, sie mag das „offenere“ Gefühl des „drauf sitzen“ anstelle des „dein-sitzen“.
Der erste Hase hat ein Luftfederelement am Hinterbau, eine etwas steilere Sitzposition und eine Rohloff-Schaltung, gefiel meiner Frau am Anfang deutlich besser als der zweite Hase, der hatte die alte Gummifederung, Sitz mehr nach hinten geneigt und ne Kettenschaltung mit Gripshift. Mittlerweile haben sich die Vorlieben bezüglich des Alten (Hasen) geändert, seitdem Lenkerendschalthebel montiert sind und die Sitzbespannung geändert wurde ist er der neue Liebling.
Einsatzbereich ist die tägliche Hunderunde, manchmal auch zwei und demnächst vielleicht der Weg zur Arbeit, fast ausschließlich Feldweg, Radweg und Nebenstraßen.
Ein Tretlagermotor von Bafang nebst Akku liegt hier unverbaut seit fast einem Jahr (nein, der Akku liegt nicht seit einem Jahr einfach nur so rum), er wurde ursprünglich für den Bedarf einer anderen Person angeschafft.
Unsere Tochter kennt beide Varianten, könnte einen „überzähligen“ Hasen nutzen, sucht aber was sportlicheres wie meinen Frosch, mit dem man auch mal sorglos mit Schmackes einen fiesen Radwegaufstieg frontal nehmen kann ohne das Gefühl zu haben aus dem Sattel geworfen zu werden.
Erste kurze Fahreindrücke sind meiner Ansicht nach nicht entscheidend, wohl aber häufig wegweisend, darum Fristen so viele Dinge auch ein unbeachtetes Dasein, vom Ergo-Trainer über den Crosser bis zum Rudergerät und Liegetrikes sind da wahrlich keine Ausnahme.
Der Stationsweg ist nicht weit weg von euch, schaut vorbei wenn es euch möglich ist, lest Erfahrungsberichte hier im Forum und/oder haltet die Augen nach Gebrauchten offen.
Mein Tipp: Lieber erst Erfahrungen mit einem gebrauchten XY sammeln und bei Bedarf dann mit gesammelter eigener Erfahrung umsteigen und den Einstieg ohne große Verluste weitergeben.
Beispiel: Alter Hase um die 1000€, dazu 500-1000€ für die Renovierung, Aufrüstung, Reparatur, je nach Eigenleistung und Ausstattungswunsch, bei Bedarf noch 1000€ für eine Motorisierung.
Schmerzen bei kleineren Schäden nicht so schmerzhaft und nicht direkt 1000€ in den Sand gesetzt, wie im Falle einer Fehlentscheidung beim Neukauf eines 8000€-Gefährts.
Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich wünsche euch viel Freude damit und hoffe, dass es ein Einstieg in eine neue Erfahrungswelt wird, bei mir/uns gehört es definitiv zu den richtigen Entscheidungen im Leben.
 
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Naja, das Problem beim "Renovieren" alter Räder ist ja immer, daß man es auch können muß. Kann man es nicht und kennt sich auch nicht aus, kostet es unendlich viel Zeit und/oder Geld, zumal ja auch nicht alle Fahrradwerkstätten Lust darauf haben, sich mit so einem Gefährt auseinanderzusetzen. Klar, wenn man in der Lage ist, das zu machen oder die benötigte Hilfe irgendwo organisieren kann, dann kann das lohnenswert sein. Würde ich mir aus gesundheitlichen Gründen ein Fahrzeug kaufen, hätte ich aber keinen Nerv, da erstmal ein Bastelprojekt zu erwerben. Gerade wenn man sich aber nicht auskennt, ist es schwierig, den wirklichen Zustand eines Rads einzuschätzen; je schrottreifer es jedoch ist, umso schwieriger wird es, auch wirklich alle Probleme zu erfassen. ;)
Der Gebrauchtkauf kann sich aber dennoch lohnen, oft haben auch Händler Gebrauchtware im Angebot, da ist dann zumindest irgendwie sichergestellt, daß kein totaler Schrott verkauft wird. Auch die HPV-Gebrauchtradliste finde ich recht lohnenswert. Aktuell ist natürlich eine denkbar schlechte Zeit für weite Reisen, aber Geduld wird meist belohnt.
Nun kommt es natürlich ganz darauf an, worin nun die Probleme bestehen, deretwegen ein Trike angeschafft werden soll und wie bastel-affin ihr seid. Bei elektrischen Fahrzeugen dürfte für "Normalsterbliche" im Zweifel allerdings eine Serienlösung sinnvoll sein. Nicht, daß die Nachrüst-Motoren nicht gut wären, aber je näher das Ding an der Serienausstattung ist, umso bekannter werden die konkreten Probleme und die konkreten Lösungen genau dieser Konfiguration sein. MIt einer individuellen Konfiguration ist man eben darauf angewiesen, selbst nach Lösungen suchen zu müssen. Außerdem wird man wahrscheinlich nur noch schwer einen Händler finden, der einem ein Rad auf einen Elektroantrieb umbaut. Bei gebrauchten Nachrüstlösungen weiß man aber natürlich auch nie so recht, was einen dann erwartet, im Zweifel muß man sich also gut genug auskennen, um das bewerten zu können. Insofern: Die Preise, die für Trikes mit Elektrounterstützung aufgerufen werden, sind wirklich happig, aber am falschen Ende sparen und sich eine kaum zu bändigende Schrottkiste ins Haus holen kann man eben auch. Letztendlich kommt es da ganz auf die eigenen Vorlieben und Fähigkeiten an, wobei man sich meines Erachtens nach auf jeden Fall damit beschäftigen sollte, wie man "einfache" Probleme behebt, also z.B. einen Schlauch bzw. Reifen wechselt.

Aber wie gesagt: Einfach mal ein bißchen probefahren und dann schauen, was paßt. Wenn es sofort paßt, dann reicht natürlich auch weniger probefahren. Gebrauchttrikes scheinen einigermaßen wertstabil zu sein, wenig benutzte Trikes gehen natürlich aufgrund des sehr hohen Preises im Gebrauchtmarkt etwas weniger gut weg.
Ich habe mir einfach das erstbeste einigermaßen vertrauenswürdige Trike gekauft, das mir über den Weg lief, es ist nicht perfekt und ich hätte sicher ein anderes Modell lieber genommen, aber erstens lernt man in der Benutzung, was einem wichtig ist und zweitens gewöhnt man sich auch an das jeweilige Fahrzeug. Dennoch: Ich würde auf ein erträgliches Gewicht achten, da man das immer beschleunigen muß, sowohl in der Stadt im Stop-and-go-Verkehr als auch bergauf. Auch wenn man fast komplett abbremsen muß, weil Leute wieder auf dem Radweg rumlaufen und nicht ausreichend zur Seite gehen, muß danach wieder beschleunigt werden. Je höher die Masse ist, umso länger dauert das. Ein Motor hilft da natürlich, hat aber auch Nachteile. Außerdem ist es gut, wenn man einigermaßen unproblematisch an Ersatzteile kommt, die dann auch nicht maßlos überteuert sind, denn irgendwas geht irgendwann immer kaputt. Wichtig ist der Sitzkomfort, da muß man sich einigermaßen wohlfühlen. Durch Ventisit-Auflagen läßt sich dieser noch steigern, aber ein schlechter Sitz wird dadurch auch nicht bequem.
 
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"Spezialradverkauf Appelbaum" in Hilden
macht bis zum 20.1. Urlaub.

Ansonsten habe ich auch ncoh keine Klagen gehört, bin aber selber kein Kunde, weil er nur Deltas führt.

Ich habe beide Trikes nicht gefahren, aber schon codiert, und der Gewichtsunterschied stimmt wohl. Abgesehen davon fahren sich beide Trikes wohl unterschiedlich, das Hase hat einen Untenlenker, das Van Raam einen "Chopperlenker". Ich bin das Trigo von Hase mit Unten- und Obenlenker im Vergleich gefahren, und das ist ein deutlicher Unterschied. Da sollte Dein Mann unbedingt ausführlich Probefahren!
Auch die Lehnenneigung ist wichtig, mein 97er-Anthrotech wurde für mich (!) bequemer, nachdem die Lehnenstütze abgebrochen war und ist sie beim Reparieren gekürzt hatte.

Die Ausstattung mit Motor würde ich gut überlegen, ich habe mich dagegen entschieden, weil meine Alltagsradfahrten meine einzige "sportliche" Betätigung ist und mir die Akkulogistik (immer genug Strom drin ;)) schon bei Kameras und Fahrradleuchten auf den Geist geht. Ist der Akku leer oder muss man das Trike (wie du ja schon schriebst) tragen, stört das Zusatzgewicht sehr.

Noch zwei Sachen sind zu beachten: Das optionale Zubehör ist bei Hase nach meiner Kenntnis deutlich reichhaltiger. Außerdem ist der Kauf beim Händler vor Ort (also in MG und nicht in Hilden) praktisch auch für die Garantie erhaltende Inspektionen.

Dass ein Neufahrzeug weniger Mängel hat als ein Gebrauchtes, ist nicht sicher. An meinem gebrauchten Trike (Kaufkriterium: Via Internet sofort zu bekommen inklusive Lieferung zu mir, weil mein gebrochenes Bein keinen großen Aktionsradius ermöglichte) waren alle Speichen so lose, dass sie beim Fahren eine Melodie erzeugten. Das war aber einfach selbst zu beheben. Das wäre bei meinem neuen Trike sicher auch passiert, wenn ich sie nicht alle direkt nach der Jungfernfahrt vernünftig festgezogen hätte. Auch ansonsten war das neue Trike mangelhaft endmontiert - ärgerlich bei einem Trike für 5000 € und bei 50 km Entfernung zum Händler.
Preise sind relativ: Mein unmotorisiertes Trike hat 5000 gekostet trotz relativ einfacher Ausstattung (Dual-Drive-Schaltung, mechanische Scheibenbremse, Gepäckträger und als (im Nachhinein als nicht besonders sinnvolles) Sonderzubehör der Tachohalter und die Vogelkackenschutzhusse), lediglich der Nabendynamo für 140 € war für mich unverzichtbar.

Ich wünsche Deinem Mann und Dir, dass Ihr die richtigen Entscheidungen trefft!
Klaus
 
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Wie schon von anderen angesprochen:
1. Verschiedenste Modelle probefahren! Viele Händler verleihen Trikes auch mal übers Wochenende, so das man Erfahrungen sammeln kann!
2. das erste Trike trotzdem unbedingt gebraucht kaufen! Bei Neurädern neigen viele Käufer dazu, das Rad mit teurer Zusatzausstattung zu überfrachten. Dadurch wird das Rad nochmals deutlich teurer und schwerer. Und sollte es dann langfristig doch nicht passen, ist der Wertverlust gering/nicht vorhanden. Hochwertige Trikes sind sehr wertstabil! Das 2. Trike kann man dann ggf. neu kaufen - dann weiß man aber was man will und braucht
3. Mit den richtigen Reifen rollt das Wunschtrike deutlich leichter. Pauschal kann man sagen: Je mehr Pannenschutz umso schlechter rollt das Ding. Marathon plus und Big Apple sind meiner Erfahrung nach schwerfällig. Leicht Faltreifen bringen eine ganz andere Agilität ins Rad
4. Pflichtausstattung für den Alltagsgebrauch sind Schutzbleche und Beleuchtung. Letztere lässt sich in Form von USB-Akku-Leuchten schnell und günstig nachrüsten. Alles andere kann später nach tatsächlichen Bedarf nachgerüstet werden
5. auf eine Faltfunktion würde ich nicht verzichten. Dadurch wird jeglicher Transport vereinfacht, auch und gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln
 
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@Klaus d.L. Das Van Raam Easy Sport, das hier als Alternative zum Lepus genannt wurde, hat wie dieses einen Unterlenke, keinen Chopperlenker. Es ist ein Unterlenker-Delta wie das Lepus oder das Kettwiesel (mit hoher Sitzposition).

 
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hat wie dieses einen Unterlenke, keinen Chopperlenker.
Danke, da bin ich irgendwo an das falsche Bild geraten. War nicht die Ansage inzwischen "ohne Motor" wegen der Parksituation daheim?
Bleibt als wesentlicher Unterschied der andere Sitz sowie ein mutmaßlich höherer Rahmen, der überstiegen werden muss. In meinen Zeiten als auf Gehstützen angewiesener habe ich den Rahmen übrigens nicht überstiegen, sondern bin breitbeinig rückwärtslaufend aufgesessen.

das erste Trike trotzdem unbedingt gebraucht kaufen! Bei Neurädern neigen viele Käufer dazu, das Rad mit teurer Zusatzausstattung zu überfrachten.
Manchmal ist es schwierig, das gewünschte Trike gebraucht zu bekommen. Dann stimmt die Konfiguration nicht und man wird nicht warm mit dem Teil. Mein aktuelles gab es gar nicht gebaucht, weil es bei Bestellung noch keine zwei Monate auf dem Markt war, ich aber unbedingt dessen Alleinstellungsmerkmale wollte. ;)

Leicht Faltreifen bringen eine ganz andere Agilität ins Rad
Dann schadet es aber nicht, einen Plattfuß selbst reparieren zu können.

auf eine Faltfunktion würde ich nicht verzichten. Dadurch wird jeglicher Transport vereinfacht, auch und gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln
Ich stelle mir gerade vor, wie ich mit dem gefalteten Scorpion in den ÖPNV steige: in einem Arm das gefaltete Trike, im anderen den Sitz, den man vor dem Falten abnehmen muss. Fazit: Falten ist nicht gleich falten, gerade für den ÖPNV erscheint es mir sinnvoll, darauf zu achten, dass das Trike nach dem Falten aus einem Teil besteht. Es reicht, wenn man das Gepäck ggf. in mehreren Stücken bewältigen muss.
 
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ÖPNV und Trike ist schwierig. Das Gekko fx ermöglicht es, allzu gebrechlich darf man dafür aber nicht sein, denn schwer und ein wenig unhandlich ist es dennoch und man muß es richtig manipulieren können. Allerdings ist das kein Delta-Trike.
Bei den Reifen würde ich eher auf bewährte und robuste Reifen setzen als auf superschnelle empfindliche Reifen. Ein Trike mit schnellen Reifen ist agiler, ein Trike mit kaputtem Schlauch ist aber unendlich lästig zu schieben, das will man eigentlich nicht. Ich habe meins dank eines Schlauchplatzers mal um die 10 km geschoben, das hat mir gereicht.
Beim Zubehör kann ich mich anschließen, es gibt sehr viel Zubehör, das meiste braucht man aber nicht. Wenn man's braucht, kann man es auch immer noch nachkaufen.
Batterielicht läßt sich oftmals allerdings nicht einfach so montieren, da die meisten Lösungen für eine Montage am Lenker vorgesehen sind, den es in dieser Form am Trike einfach nicht gibt. Durch Anbauteile (z.B. den Topeak BarXtender) kann man sich aber entsprechenden Platz verschaffen. Je nach Fahrprofil braucht man dann noch Schutzbleche und/oder einen Gepäckträger. Ich finde einen Gepäckträger wichtig, um auf längeren Fahrten ein wenig Werkzeug und eine Pumpe transportieren zu können. Wenn man jemanden im Hintergrund hat, der einen aber mit dem Auto abholen kann, falls man mal liegenbleiben sollte, ist das aber wahrscheinlich nicht so wichtig. Schutzbleche sind oft sehr teures Zubehör; je nachdem, wo man unterwegs ist, kann man darauf auch verzichten. Wenn höchstens versehentlich mal bei Regen gefahren wird und auch nur auf Straßen, dann würde ich mir die sparen.
 
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Beim Zubehör kann ich mich anschließen, es gibt sehr viel Zubehör, das meiste braucht man aber nicht. Wenn man's braucht, kann man es auch immer noch nachkaufen.
Die Frage stellt sich bei Van Raam kaum, denn es gibt praktisch kein Zubehör.

Batterielicht läßt sich oftmals allerdings nicht einfach so montieren, da die meisten Lösungen für eine Montage am Lenker vorgesehen sind, den es in dieser Form am Trike einfach nicht gibt.
Das Lepus hat zumindest vorne eine Gewindeöse, an die man einiges dranbasteln kann.

Ich finde einen Gepäckträger wichtig, um auf längeren Fahrten ein wenig Werkzeug und eine Pumpe transportieren zu können.
Am Gestell des Netzsitzes kann man ohne Gepäckträger Taschen angurten.

Wenn höchstens versehentlich mal bei Regen gefahren wird und auch nur auf Straßen, dann würde ich mir die sparen.
Leider spritzt es auch nach dem Regen oft noch hoch, wenn die Straßen nass sind oder man wegen der drei Räder dann doch mit einem unvermeidlich in die Pfütze gerät.
 
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... ein Trike mit kaputtem Schlauch ist aber unendlich lästig zu schieben, das will man eigentlich nicht. Ich habe meins dank eines Schlauchplatzers mal um die 10 km geschoben, das hat mir gereicht.
Wer gut fahren möchte, hat natürlich Ersatzschläuche, Werk- und Flickzeug sowie eine gescheite Pumpe dabei. Naivität des Fahrers ist nicht dem Reifen anzulasten.
 
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Wer gut fahren möchte, hat natürlich Ersatzschläuche, Werk- und Flickzeug sowie eine gescheite Pumpe dabei. Naivität des Fahrers ist nicht dem Reifen anzulasten.
Ich widerspreche. Wer gut fahren möchte, hat für die Fahrt angemessene Ausrüstung dabei. Der Defekt war übrigens in meinem Fall ein Herstellungsfehler des Schlauchs, der irreparabel war. Für eine 40-Minuten-Runde nimmt wohl niemand einen kompletten Werkzeugsatz mit, der beliebige Reparaturen erlaubt. Ein alltagstaugliches Gefährt muß alltagstauglich ausgestattet sein. Wenn man aufgrund körperlicher Probleme auf ein Trike umsteigt, kann ich mich nur gegen superschnelle und anfällige Reifen aussprechen, da muß es was Robustes sein. Das Risiko eines Defekts wird man so natürlich nicht ausschließen können, aber doch deutlich senken, und das reicht meist auch schon.
Es ist ja nicht so, daß es entweder nur total schlimme oder total schnelle Reifen gäbe, es gibt gerade im 20"-Bereich sehr viel Auswahl, mit der man problemlos glücklich wird. Dabei sind auch Klassiker mit brauchbarem Pannenschutz dabei, daß man sich einigermaßen darauf verlassen kann, daß es halten wird. Man erkauft sich das durch höheres Gewicht und/oder höheren Rollwiderstand, kann aber dafür unbesorgter fahren. Ich probiere immer mal wieder andere Reifen aus, bin am Trike aber mit den robusteren Reifen zufriedener, weil sie unempfindlicher sein sollen, länger halten und nach meiner Erfahrung oft auch besser verzögern. Leuten, die sich nicht explizit für ein besonders schnelles Fahrzeug interessieren, erstmal superschnelle empfindliche Reifen und das Mitführen einer halben Werkstatt nahezulegen, halte ich ehrlich gesagt für wenig zielführend.
 
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Manche Trikes von Hase haben eine Hilfsmittelnummer, was für deren Finanzierung für Fahrer*innen mit Behinderungen sehr hilfreich sein kann. Dabei waren früher gefahrene Kurzstreckenrennen auf der Spezi der Beweis, dass ein Kettwiesel sich ausgesprochen sportlich bewegen lässt. Ich fahre seit über zehn Jahren Liegeräder, auch Trikes. Dass jemand ein Bike von Hase aus Imagegründen gefahren wäre, weil es zum aktuellen iPhone und dem Lacoste-Polo passt, habe ich nie erlebt. Wohl aber Fahrer*innen, die sehr gerne auf ihrem Hasen geradelt sind. Wenn da jemand über Reparaturanfälligkeit klagte, dann früher beim Differentialantrieb. Ob meine Erfahrungen repräsentativ sind glaube ich nicht, immerhin ein Eindruck. Vielleicht können ihn andere bestätigen?
 
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