Einarmschwinge und Festritzel für Motorbremse

Dieses Thema im Forum "Velomobile" wurde erstellt von labella-baron, 22.12.2018.

  1. labella-baron

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    Es gibt zunehmend Interesse bei einer Einarmschwinge ein Ritzel ohne Freilauf zu nutzen:
    Nun bin ich mit deren Mechanik nicht vertraut und finde auch irgendwie keine Zeichnungen, wie die Nabe da verbaut ist.
    Habe nun die Idee, ein großes Ritzel mit dem Flansch einer Nabe auf der Kasettenseite zu verschrauben.
    Als großes Ritzel könnte z.B. dieses mit einer 6mm-Teilung dienen, welches an einer (Hochflansch?-Nabe) verschraubt wird. Bei einer Halbzoll-Kette würde die Kettengeschwindigkeit zu hoch werden!

    Somit könnte das Hinterrad mit einer Übersetzung von z.B. 95:19 einen Motor fürs Bremsen antreiben bzw. umgekehrt für Unterstützung bergauf.

    Wird das möglich sein?
     
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  2. Jack-Lee

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    Zusatzlich zum normalen Freilauf?
     
  3. fan-dan

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    logo, soll ja fest sein, das Ritzel. Vielleicht ist auch eine Konsole am Schwingarm denkbar für nen Reibrad Antrieb? Hat ja meist nicht viel Platz. Im VM halt Axialkräfte auf den Motor kämen.
     
  4. Beinarbeit

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    Anstatt des massiven Stahlsägeblatts aus dem Link würde ich versuchen, eine Aufnahme für (Fahrrad-)Kettenblätter an die Nabe zu flicken -- oder muss die Lösung auf irgendwelche fahrradweltfremden Komponenten angewiesen sein? So ne Aufnahme für Kettenblätter kann man sich im einfachsten Fall aus Blech schneiden lassen (reicht n billiges Laserteil); falls sie etwas komplizierter sein muss (z.B. seitlicher Versatz), mehrteilig konstruieren oder gleich als Drehteil ...

    Nun ist die Idee aber so simpel und naheliegend, dass sie sicherlich bereits mehrfach gehabt und vermutlich bereits aus dem einen oder anderen Grund ausgeschlossen wurde(?)
    --- Beitrag zusammengeführt, 23.12.2018 ---
    PS: Ok, mit dem Übersetzungsverhältnis von 5 müsste das bereits ein großes Kettenblatt sein.
     
  5. Marc

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    Ja, auf das Problem der zu hohen Kettengeschwindigkeit bei 1/2" Fahrradketten, hat Labella doch schon in seinem Eingangspost hingewiesen:
    Ein Grund (neben den kleineren Kettenraddurchmessern) weshalb man bei Go-Cards Ketten mit 6mm Teilung verwendet.
     
  6. Beinarbeit

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    Ich muss mal blöd fragen -- wie hoch ist zu hoch?
     
  7. labella-baron

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    Ich hatte schon mal ein 80er-Kettenblatt drin - allerdings an der Bremsscheibenaufnahme. Bei 60km/h ist dies bereits eine Kettengeschwindigkeit von 80*1,27cm/200cm * 60km/h ~= 30km/h, also mehr als 8m/s. Das geht aber im Maschinenbau nur mit besonderen Maßnahmen und den Krach kann man sich vielleicht auf einem Motorrad aber nicht in einem Velomobil erlauben.
    Deshalb halte ich Scooter-Ketten mit 6mm- oder gar 5mm-Teilung für besser - die Übersetzung wird auch damit noch an Grenzen stoßen.
     
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  8. panicmechanic

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    Kann man das Planetengetriebe nicht in beide Richtungen nutzen, sofern geradverzahnt, und wegen der Rekuperation den Freilauf blockieren? Dann wäre das Übersetzungsthema gar keins.
     
  9. Jack-Lee

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    Riemen... Ist auch bei den Umlaufgeschwindigkeiten nicht annähernd so laut.
     
  10. labella-baron

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    Habe ich auch schon öfter überlegt. Jedoch ist jedes Planetengetriebe eigentlich ein Doppelgetriebe: Sonne : Planetenrad * Planetenrad:Hohlrad. Und nachdem man ja auch Naben- gegenüber Kettenschaltungen höhere Verluste nachsagt, halte ich einen Kettentrieb für geeigneter. Zwar hängen die Verluste stark von der wirkenden Kraft ab, aber da der Motor oft leer mitläuft und nicht komplett verlustlos im Leerlauf ist, muss man schon darauf achten. Das hat
    auch @Werner schon mal gemessen.
    Benötigt aber als ständige Vorspannung das doppelte der maximal zu übertragenden Kraft! Wie schätzt du dabei die Lagerverluste und den -verschleiß ein?
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2018
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  11. Jack-Lee

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    @labella-baron : Das wäre mir bei einem Zahnriemen neu.
    Selbst bei einem Flachkeilriemen sind die Verluste zu verschmerzen. Wenn man den Antrieb recht "knapp" auslegt, liegt der Wirkungsgrad meist über 96%.
     
  12. labella-baron

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    Und ich dachte, du hättest das studiert :sneaky::p
    Ich verwende ja einen Zahnriemen. Interessant ist, dass das Auflaufen auf des Leetrums auf die große Riemenscheibe am kritischsten ist. Die Riemenzähne klettern dann die Zahnflanken hoch und wenn sie dann zum Zugtrum werden machts tack und der Riemen springt über.
    In dem (häufigen) Fall wo kein Nutzmoment existiert interessiert kein Wirkungsgrad, sondern wieviel Watt absolut auf der Strecke bleiben - sagen wir bei 15m/s; du fährst doch auch gern schnell ;)
     
  13. fan-dan

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    Platzprobleme... Zwischen Kassette mit Kette ist ein Radkasten. In diesem Bereich Transmission unter zu bringen, könnte so schwierig sein, wie einen DD Motor mit einseitiger Befestigung zu finden.
    Die meisten VMs sind optimierte HPV's, und wer weiss, dass er Unterstützung will, nimmt eher WAW oder Leiba oder Alleweder oder Go-One, oder es wird ein Kurbelantrieb. Und ob die Gesamtbilanz eines Reku-Fahrzeugs wirklich enorm besser wäre, ist uns ja nicht mit Sicherheit bekannt, beziehungsweise sind Leichtfahrzeuge ohnehin günstig, bei den e-Bikes ist aber der 'Stromer' mit Reku nicht dafür bekannt, dass er enorm sparsamer wäre, als irgend ein Bosch Radl. Bikes haben allerdings mehr Luftwiderstand.
     
  14. labella-baron

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    Ja, das Motorritzel müsste an der Stelle sein, wo normalerweise das größte Antriebsritzel ist und auf dem Freilaufkörper dort dann ein Spacer. Aber nun - es gibt ja inzwischen 11-fach Kassetten.
    Heißt das, dass man auch diesen Steckachsen-Motor nicht einbauen könnte?
    Hm - ist vermutlich doch kein Hinterrad-Motor.
    Edit: Er ist wohl doch für hinten möglich :)
    Eben, wer keine Energie anbietet weil sie bereits in der Luftverwirbelung steckt, braucht sich nicht zu wundern, wenn keine in den Akku zurückkommt :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2018
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  15. Kulle

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    CD1BDDBB-3570-4CC9-81AA-702D55F38293.jpeg
    Hier mal eine Chariot Thule Bremsaufnahme, die einfach auf der Achse
    in die Speichen gesteckt wird. Darauf ließe sich rückseitig eine Zahnradscheibe schrauben...
    ... oder auch von Thule / Chariot ein Scheibenbremssystem nutzen:
    FFC63279-93AE-4122-8BBA-7B87FDB28C8B.jpeg
    Da kann man Kettenblätter mit 6-Loch nutzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2018
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  16. panicmechanic

    panicmechanic

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    Mit 24 Loch, eher unüblich am VM.
     
  17. labella-baron

    labella-baron

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    Danke fürs mitdenken!
    Habe immense Vorstellungsprobleme:
    Im letzten Bild wird dieses Alu-Spritzgussteil? einfach aufgesteckt - wie hält das ?
    Und wäre es nicht ein Zufall, wenn es (vermutlich nicht) 36 3-fachgekreuzte Speichen sind?
    Dieser Adapter müsste über Freilaufkörper für die Steckkassette gehen - dürfte knapp werden da dieser ca. 34mm hat.
    Kennst du da welche mit einer Zahnteilung kleiner als 12,7mm?
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2018
  18. Kulle

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    Man muss ja nicht das Original nehmen, versteht es als Prinzip.
    Ein auf die Zahnscheibe geschraubter Ring (z. B. aus Polypropylen) passender Größe mit eingesägten Nuten für die Speichen.

    Zur Befestigung könnte ein einmal durchgesägter zweiter Ring von innen (im Flanschzwischenraum) dagegen geschraubt werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.12.2018
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  19. labella-baron

    labella-baron

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    Okay, langsam wird's klarer.
    Die Maßhaltigkeit wird aber auch nicht einfach werden - nach meiner Erfahrung reichen da schon wenig Zehntel-Millimeter dass die Kette laufend zwischen gespannt und schlackernd wechselt.
     
  20. fan-dan

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    für Steckachse gäbs noch: Bafang H800 und Maxon Bikedrive, beides Getriebemotoren ohne Reku-fähigkeit.
     


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