Anschluss elektrischer Komponenten an das Bordnetz - Anfängerfragen

Dieses Thema im Forum "Elektrik, Elektronik" wurde erstellt von Ich, 28.09.2017.

  1. Erdie

    Erdie

    Beiträge:
    1.664
    Alben:
    2
    Velomobil:
    DF XL
    LEDs funktionieren niemals ohne Vorwiderstand. Entweder sie brennen sofort durch, oder sie funktionieren gar nicht. Dass eine LED xyz Volt "ab" kann, ist sowieso irreführend, denn nicht die Spannung ist begrenzt, sondern der Strom. Bei diesem Strom stellt sich eben eine bestimmte Durchlassspannung ein, die an der LED abfällt. Der Grund für dieses ungewohnte Verhalten ist, dass der Widerstand der LED hochgradig non-linear bzw. progressiv ist. Ist eine bestimmte Spannung erreicht, fängt sie an zu leuchten, was wiederum zu einer Absenkung des Widerstandes führt, so dass noch mehr Strom fließt. Dieser Vorgang eskaliert soweit, bis die LED zerstört ist. Man braucht entweder eine Konstantstomquelle oder einen Widerstand, damit es funktioniert.
     
    Ich gefällt das.
  2. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Also funktionieren - also blinken - tun sie schon ohne. Brennen auch nicht gleich durch bzw. sind noch nie durchgebrannt.
    Aber gut, für die Lebensdauer ist es dann wohl nicht förderlich.
     
  3. panicmechanic

    panicmechanic

    Beiträge:
    1.219
    Alben:
    7
    Ort:
    50259
    Velomobil:
    Go-One Evo Ks
    Nein, die 3V gelten für die Version "PC amber" (was auch immer das heißt), Du hast eher die normale amber mit 2,2 bis 2,65V Spannung, siehe Datenblatt.
     
  4. Erdie

    Erdie

    Beiträge:
    1.664
    Alben:
    2
    Velomobil:
    DF XL
    Das liegt daran, dass deine Spannungsquelle keine reale Spannungsquelle ist. Wenn die Batterie eine ausreichend hohen Innenwiderstand hat, begrenzt der schon den Strom mehr oder weniger, so dass die LED nicht sofort zerstört wird. Einige billige LED Taschenlampen funktionieren auch so. Auf Kurz oder lang werden aber die leds beschädigt, weil der Strom sehr wahrscheinlich viel zu hoch ist. Heller wird die LED dadurch kaum noch.
     
    Ich gefällt das.
  5. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Da sehe ich für amber 2,5 V bei 0,8 A.
    3 in Reihe geschaltet = 7,5V und 2,4 A. Mein Akku hat 8,4 V proppevoll.

    So wie errechne ich jetzt den Vorwiderstand?
    (8,4 V - 7,5V)/ 2,4 A = 0,375 Ohm ?
    Wie komme ich auf die Wattzahl, die der Widerstand haben muss?
     
  6. Gear7Lover

    Gear7Lover

    Beiträge:
    5.764
    Alben:
    2
    Ort:
    CH-4556 Steinhof
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    HP GrassHopper

    In Reihenschaltung addiert sich nur die Spannung. Der Strom bleibt gleich. Wären also
    (8.4-7.5)V/0.8A=1.125Ohm
    Leistung (Beim Widerstand ist alle Leistung Verlustleistung es sei denn es handelt sich um eine Heizung) P = U*I = 0.9V*0.8A = 0.72W. Ist also etwas dicker als die billigsten aber noch kein Monster.
    Wie hell das noch bei abnehmender Batteriespannung ist könnte man anhand der LED Kennlinie herausfinden. Gefühlt mau...
     
    Ich gefällt das.
  7. Erdie

    Erdie

    Beiträge:
    1.664
    Alben:
    2
    Velomobil:
    DF XL
  8. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Wie schließe ich mein Batterierücklicht an meinen Bordakku an? Ich weiß nur, dass es 2 x 1,5 V Batterien benötigt, sonst steht da nix drauf. Ich brauch doch bestimmt ein KSQ - aber wenn ich den Strom nicht weiß?
     
  9. TitanWolf

    TitanWolf

    Beiträge:
    7.087
    Alben:
    9
    Ort:
    Nahe Gera
    Velomobil:
    Eigenbau
    Liegerad:
    Velomo HiFly
    Trike:
    Velomo HiTrike GT
    Ohne größeren Umbau: kompakten DC-DC Step-Down-Wandler mit Doppellitze / Leitung am Eingang versehen (Länge von Rücklicht zum Bordnetzanschluss plus Sicherheitszuschlag) an (Bordnetzspannung) anklemmen, auf 3V ausgangsseitig regulieren, mittels kurzen Litzen ausgangsseitig an die Batteriekontakte im Rücklicht mit richtiger Polarität anlöten (direkt im Batteriefach unterbringen erspart Dir externe Umhausung).

    Dann musst Du nur noch die Zuleitung am Bordnetz anklemmen..

    KSQ würde Dir nur helfen, sofern das Rücklicht keine interne Elektronik besitzt, welche damit in Konflikt gerät (selbst, wenn es nur ein Vorwiderstand wäre, würden dieser eine KSQ aus dem Konzept bringen).

    Viele Grüße
    Wolf
     
    Ich gefällt das.
  10. Fanfan

    Fanfan

    Beiträge:
    5.846
    Ort:
    81249 München
    Liegerad:
    Optima Cheetah
    Trike:
    HP Gekko
    ...kannst Du ihn messen. Um das an einer eingelegten Batterie zu tun, habe ich mal ein Stück PE-Folie beidseitig mit selbstklebender Kupferfolie beklebt und zwischen Batteriepol und Kontakt geklemmt.
    Wenn Du nicht sicher bist, ob Du die Folie mit dem Messgerät vernünftig kontaktieren kannst, löte vor(!) dem Aufkleben noch Kabel an.

    Viel Strom verbraucht so ein Rücklicht ja nicht, insofern verballerst Du nicht so schlimm viel Akku-Energie, wenn Du da einfach einen Vorwiderstand einbaust. Wenn Du eine KSQ verwendest, dann solltest Du das Rücklicht meiner Meinung nach etwas weiter zerlegen und diese direkt an der LED anschließen.
     
    Ich gefällt das.
  11. Erdie

    Erdie

    Beiträge:
    1.664
    Alben:
    2
    Velomobil:
    DF XL
    Wie versprochen das Bild des Lupine Adapters. Ja, er ist hässlich. Leider war mit der schwarze Schrumpfschlauch ausgegegangen, sonst hätte er schicker ausgesehen. Und sorry für das unvorteilhafte Blitz-Foto. Für vernünftige Beleuchtung hatte ich keine Zeit.

    Lupine-Adapter.jpg
     
    TitanWolf gefällt das.
  12. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Hallo TitanWolf,
    bzgl. des Anschließens meines Rücklichts an den Bordakku habe ich mir folgendes Teil besorgt:
    14122018012.jpg https://www.conrad.de/de/mean-well-...print-156-w-anzahl-ausgaenge-1-x-1292800.html

    Leider habe ich keine Ahnung, ob ich damit was anfangen kann. Ist das evetuell zu gebrauchen?
    Wenn nicht, kannst Du mir bitte ein Produkt empfehlen, das ich einfach bestellen kann? Mein Akku hat max. 8,4 V, das Rücklicht 3 V.
     
  13. TitanWolf

    TitanWolf

    Beiträge:
    7.087
    Alben:
    9
    Ort:
    Nahe Gera
    Velomobil:
    Eigenbau
    Liegerad:
    Velomo HiFly
    Trike:
    Velomo HiTrike GT
    Hallo @Ich ,

    das ist eine Konstantstromquelle mit 300 mA Ausgangsstrom und 9-36V Eingangsspannung (Gleichspannung). Das würde Dir demnach nur dann sinnvoll weiterhelfen, wenn Du es a) dauerhaft auf deutlich geringeren Ausgangsstrom herunterregelst und b) es direkt an die Rücklicht-LED(s?) anklemmst.

    Allerdings liegt zwischen den 300 mA Ausgangsstrom und den üblichen 5V Rücklicht-Leuchtdioden-Betriebsströmen der Faktor 30.. Selbst bei 5mm "0,5W" LEDs wäre >100 mA sehr viel und diese sind bei Fertiglösungen nicht verbaut.

    Selbst bei 700mA PowerLEDs wären 300 mA ohne Kühlkörper oder Wärmeableitung zu viel (nur für den Träger-Star).

    Demnach alles andere als "einfach", wenn Du dies an ein fertiges Rücklicht mit wahrscheinlich vorgeschalteten Vorwiderständen (primitive Variante) oder vorgeschalteter KSQ (teuere Variante) hängen möchtest. In der Woche nach Weihnachten bin ich wieder im Lande, dann kann ich Dir einen Wandler auf 3V ausgangsseitig justieren und zusenden.. für schmalen Taler. Wenn Du das willst.. wiegt dann auch einen Bruchteil der KSQ im Bild.

    Viele Grüße
    Wolf
     
  14. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Danke Wolf @TitanWolf
    Wenn ich Dich jetzt beauftrage muss ich mir erst noch überlegen, ob ich das Rücklicht behalten will. Es hat nur 8 € gekostet (was erstmal kein Fehler ist). Das Licht hat einen ziemlich kleinen Winkel und wird im Dunkeln wahrscheinlich eher blenden und aus einem seitlichen Winkel eher nicht so auffallen. Den Blinkmodus halte ich für einen Sicherheitsvorteil. (Polizei hat auch nix gegen das Blinken.)
    Würde so ein Billiglicht verschwenderisch mit meinem Akku umgehen?
    (Hab auch noch andere Baustellen, z.B. Frontscheinwerfer. Könnten besser sein, würden dann aber auch meinen Akku schneller leeren.)
     
  15. TitanWolf

    TitanWolf

    Beiträge:
    7.087
    Alben:
    9
    Ort:
    Nahe Gera
    Velomobil:
    Eigenbau
    Liegerad:
    Velomo HiFly
    Trike:
    Velomo HiTrike GT
    Hallo @Ich ,
    nein, das wird keine hohe Leistung aufnehmen, allerdings ist die "Wirksamkeit" abhängig von der Sichtbarkeit und Aufmerksamkeitserheischung - das Blinken wird Dir vermutlich einen Vorteil hierbei verschaffen (für alle anderen Verkehrsteilnehmer - gerade jene ohne KFZ - jedoch einen Nachteil, da sie in den Hintergrund rutschen).

    Andererseits wird die Elektronik sicherlich kein state-of-the-art der Effizienz darstellen, wenn es komplett 8€ kostete. Vorwiderstand und gut ist.. vermutlich. Daher ließe sich bei gleicher Leistungsaufnahme theoretisch eine deutlich höhere Helligkeit und/oder Abstrahlwinkel/Flächenleuchtwirkung herauskitzeln, jedoch würde der Preis um ein Vielfaches steigen.

    Der reine Wandler, sofern Du ihn selbst verlötest und davorhängst, ist jedoch nicht teuer. Die 3V Ausgangsspannung einzustellen ist kein großes Ding.

    Viele Grüße
    Wolf
     
  16. Ich

    Ich

    Beiträge:
    1.510
    Velomobil:
    Milan SL
    Liegerad:
    Nazca Fuego
    Jetzt habe ich den Spannungswandler an das Batterierücklicht gelötet und habe nun das nächste Problem: Wo schließe ich das ganze an, so dass es leuchtet, wenn ich den linken oder rechten Scheinwerfer einschalte. Ich vermute, es geht nicht, Frag aber zur Sicherheit nochmal.
    So sieht es bei mir aus (Bitte die Unkenntnis der entsprechenden Fachzeichen entschuldigen.):
    17012019020.jpg
     
  17. TitanWolf

    TitanWolf

    Beiträge:
    7.087
    Alben:
    9
    Ort:
    Nahe Gera
    Velomobil:
    Eigenbau
    Liegerad:
    Velomo HiFly
    Trike:
    Velomo HiTrike GT
    Du zweigst nach dem jeweiligen Lampenschalter die Pluslitze ab. Die geradeaus zur Lampe führende wird direkt an die vom Schalter kommende Litze angebunden.

    Zwischen die Abzweigungslitze und das Rücklicht jeder Lampe hängst Du eine Schottkydiode mit 0,5-2A (das sind sehr kompakte Bauformen) und einer Spannungsauslegung, welche mindestens auf Betriebsspannung - oder höher - liegt.

    Diese bindest Du so ein, dass sie in Flussrichtung der Zuleitung leitend werden und gegenläufig sperren.

    NACH den Dioden kannst Du beide Zuleitungen zu einer einzelnen, zum Rücklicht führenden Litze kombinieren. Die Minuszuleitung des Rücklichts schließt Du direkt an die Akku-Minuslitze an, diese ist dauerhaft verbunden.

    So ist - von jeweils einer der abgezweigten Plus-Zuleitungen des Schalters aus gesehen - der "Zurück"weg zum anderen Schalter (und somit der anderen Lampe) über das Rücklicht gesperrt, da gegen Flussrichtung mit Diode versehen.

    Schottkydioden haben eine recht niedrige Spannungsreduktion zur Folge, etwa 0,3V. Demnach unproblematisch.

    Viele Grüße
    Wolf
     
    flachlaender und Ich gefällt das.
  18. Minikettwiesel

    Minikettwiesel

    Beiträge:
    2.952
    Alben:
    3
    Ort:
    97082 Würzburg
    Velomobil:
    Leitra
    Trike:
    AnthroTech Trike
    Mein Fund grade eben passt GENAU hierher, ab Minute 2:10. Was haltet ihr davon?
     


  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden