Training für ROAM (Roll over America)

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AW: Training für ROAM

Da ihr ja nicht sooo eine Leistungsdichte braucht, nehmt kurzkettige Kohlenhydrate.
Harter Widerspruch. Bei Langzeitbelastung nimmt man eher langkettige KH (und genau solche findet man in Maltodextrin, das es dann noch in unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kettenlängen gibt), um einen langsamen Abbau und eine gleichmäßige, über lange Zeit verteilte Abgabe ins Blut zu gewährleisten.

Mit Traubenzucker spielt man mit seinem Insulinspiegel Pingpong. Nicht schön. Traubenzucker oder jedwede Gels auf Basis von Mono- oder Disacchariden sind ein hübscher Punch für den heftigen Berg voraus oder die letzten mühsamen 30 km. Man will Energie. Und das sofort.

-Andreas
 
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AW: Training für ROAM

Servus,

langkettige Kohlenhydrate werden nach und nach ins Blut abgegeben. Haben aber bei isotonischer Mischung auch mehr als doppelt so viele Kalorien wie zweifach/einfachzucker. Nicht das ihr noch dick werdet bei der Tour :p.
Mein Körper kommt erstaunlich gut mit Zweifachzucker (alle 10-15min) klar. Ich fahr aber auch meist längere Strecken mit Maltodextrinantrieb. So kann ich auch mal ne Trinkpause vergessen ohne nich gleich gegen die Wand zu fahren (Hungerast). Denn der kommt bei mir leider sehr sehr schnell... Einige können ja 3-4h ohne Futter fahren. Bei mir nach max. 1-2h schluss, dann krieche ich aufm Zahnfleisch.

GRuß,
Patrick
 
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AW: 1.Hitzetest nicht bestanden

Interessant! Ich hoffe, die Ergebnisse zeigen sich noch rechtzeitig vor der Verschiffung der VMs. So daß ich da ev. noch was basteln kann. Viel Zeit haben wir nicht mehr.
So, jetzt hab ich was vorzeigbares:






Ich wollte nicht an der Karosserie rumbohren und ausserdem eine verstellbare Belüftung haben. Darum habe ich die Lampenverstellung neu gemacht. Sie ist jetzt invertiert, hat einen größeren Verstellbereich und ist viel leichter. Hinter der Lampe befindet sich der Schlauch, klappe ich die Lampe weg, strömt die Luft durch den Schlauch bis unter den gelochten Sitz. Ich konnte es heute schonmal testen, bei 30 km/h kommt ein guter Luftstrom aus dem Schlauch, bei 70 ist es nicht viel mehr. Der Schlauch hat dann wohl einen zu hohen Widerstand und die Luft strömt hauptsächlich vorbei. Das macht nichts, es war ja nicht mein Ziel bei Höchstgeschwindigkeit zu schweben sondern bei mittleren Geschwindigkeiten einen trockenen Rücken zu behalten. Aus Isomatte mache ich jetzt einen Trichter vorne an die Lampe welcher die Chose effektiver machen sollte und die Luftführung unter dem Sitz.
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Hallo Jungs,

ich bin doch leicht irritiert über die Vorbereitungen.

Ich finde die Idee ROAM Klasse und habe auch überlegt. Mit einem schnellen VM wie Quest würde ich es mir prinzipiell zutrauen, diese Jahr bin ich die ersten 3 Monate jedes WE (im Dunkeln muss ich nicht trainieren) mindestens 2x125 km gefahren und nun je 2 200er und 2 300er Brevets inkl. 45 bzw 180 km für An und Abfahrt, auch Mal einen 520 km Trip nach Dronten und zurück (2000 km im April). Und ich habe in den letzten Jahren meine Jahres-km Dank Liege, VM und Brevet schrittweise gesteigert.

Dennoch schätze ich ein Ausfallrisiko durch technische Probleme und mehr noch durch physische Überlastungen von Gelenken, Sehnen, Stoffwechsel auch für mich als nicht gering ein. Der Zeitdruck durch den Rückflug und die Gesamttruppe wäre für mich eher belastend.

Daher kann jeder, der das Unternhemen angeht mit meiern Hochachtung rechnen. Aber wenn Ihr A sagt, dann bitte auch B, nehmt Euch die Zeit für das Training - von morgen an noch 3 1/2 Monate. Fahrt lange Distanzen (200 km) und dann die auch Mal Sa + So, Regeneration wichtig aber dann auch Mal nach Feierabend noch Mal 2 bis 3 h powern, Ende Juni an einem langen WO mit Brückentag Mal 4 Tage auch lange Strecken fahren.
Je besser trainiert Ihr an den Start geht, desto mehr Laune macht das Unternehmen ROAM und desto geringer ist das Risiko, dass alles im Frust endet.

Nicht ausreichend trainiert müsst Ihr jeden Tag deutlich an die Substanz gehen und nach 1 Woche sind Eure Akkus tiefentladen. Die Erfahrung habe ich in vielen 1-wöchigen Gebirgs-Camping-Touren gemacht - aber ich war mir dessen bewusst und habe mich in der Woche richtig ausgetobt - und das wars mir dann auch wert. Danach habe ich dann bei -x wieder angefangen bzw. bin in den Sommerurlaub mit Kind & Kegel gefahren und habe die Radsaison abgeschlossen.

Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?

Ist ein Arzt unter den Teilnehmern - mit ein paar Kortisonspritzen oder ähnlichem, um Entzündungen schnell in den Griff zu kriegen oder ein Physio?

Also, lasst Euch nicht unterkriegen, realisiert Euren Traum aber macht Euch und Eurer Familie bewusst, das Ihr in die Vorbereitung viel Zeit investiern müsst - die bringt Euch ja insgesamt nach vorne.

Ich selbst werde mit dem Liegerad versuchen Paris Brest Paris zu machen - auch ein Traum - ne Nummer kleiner und mit weniger Risiko

Bis denne - Hajo
 
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AW: Training für ROAM

Duranos rollen besser, sind aber auch schmaler als die Kojak Kombination 35 vorn/50 hinten, die ich gefahren bin
Flanken sind empfindlicher als beim Kojak
Duranos rollen allerdings nur auf Max-Druck besser -- müssen öfter kontrolliert werden als die Kojak.

Jupp
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?
Eine sehr gute Idee!

Ich selbst werde mit dem Liegerad versuchen Paris Brest Paris zu machen - auch ein Traum - ne Nummer kleiner und mit weniger Risiko
Dito, aber als wetterscheues Weichei fahre ich mit dem Quest. ;-)

Leute, hört auf Hajo, dann habt ihr gute Chancen, dass ihr später mal gerne an diese Geschichte zurückdenkt.

Grüße,
Martin
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

...
Dennoch schätze ich ein Ausfallrisiko durch technische Probleme und mehr noch durch physische Überlastungen von Gelenken, Sehnen, Stoffwechsel auch für mich als nicht gering ein. Der Zeitdruck durch den Rückflug und die Gesamttruppe wäre für mich eher belastend.

Daher kann jeder, der das Unternhemen angeht mit meiern Hochachtung rechnen. Aber wenn Ihr A sagt, dann bitte auch B, nehmt Euch die Zeit für das Training - von morgen an noch 3 1/2 Monate. Fahrt lange Distanzen (200 km) und dann die auch Mal Sa + So, Regeneration wichtig aber dann auch Mal nach Feierabend noch Mal 2 bis 3 h powern, Ende Juni an einem langen WO mit Brückentag Mal 4 Tage auch lange Strecken fahren
...
Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?
Ist ein Arzt unter den Teilnehmern - mit ein paar Kortisonspritzen oder ähnlichem, um Entzündungen schnell in den Griff zu kriegen oder ein Physio?

Also, lasst Euch nicht unterkriegen, realisiert Euren Traum aber macht Euch und Eurer Familie bewusst, das Ihr in die Vorbereitung viel Zeit investiern müsst - die bringt Euch ja insgesamt nach vorne.
Meine Hochachtung von allen P-B-P Teilnehmern; stelle mir das schwieriger vor als ROAM.
Dein Trainingshinweise teile ich, vielleicht nicht der Intensität nach, sondern eher der Richtung nach. Das A und O sind Erfahrungen mit längeren Strecken an aufeinanderfolgenden Tagen. Ohne das weiss der Kopf nicht was kommt, ist ja mein ceterum censeo in diesem Faden.
Genauso wichtig ist das Stoffwechseltraining -- länger im Grundlagenbereich trainieren, ob Laufen, Schwimmen oder Radfahren ist fast egal, Hauptsache mit geringerer Intensität. Das wird auch die Kunst auf der Tour selbst sein -- sich auch an heissen 250 km Tagen nicht auszupowern.

Die erste Woche wird hart werden (wäre sie auch, wenn wir von Ost nach West gefahren wären). Da werden die Wehwehchen, die Muskelverhärtungen und die Erschöpfungssyndome auftauchen. Wenn wir die überstanden haben, schaffen wir den Rest auch.
Ich hoffe, dass die technischen Probleme sich in recht engen Grenzen halten -- wissen kann ich es nicht. Alle sind jedenfalls gehalten, nur mit einem von ihnen selbst getesteten und bewährten VM zu fahren.

Es sieht so aus, als hätte ich in den ersten drei Wochen einen sehr erfahrenen Arzt (mit über 30 Jahren Klinik- und Notarzt-Erfahrung) dabei. Besenwagenkapazität wird bei 12 VMs liegen.

Jupp
 

CAS

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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

habe auf Ultrastrecken auch schon bei guten Fahrer Schoko-Crossis massenhaft und Chips als Nahrung gesehen.
Ergänzend zu Maltodextrin 19 nehme ich auch gerne noch Tuck oder Butterkekse mit. Nicht wundern wie weit man mit 8 Keksen kommt - sehr weit. Also nicht zuviel einstecken.
1 Päcken Tuck ist gut für 200 km
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Ergänzend zu Maltodextrin 19 nehme ich auch gerne noch Tuck oder Butterkekse mit.
Nach der Diskussion hier habe ich mir (nach 6 Jahren wieder) Maltodextrin - 6 gekauft. Weil ich immer noch genug Energiereserven mit mir rumschleppe, habe ich nur 40g auf 1L Wasser verwendet. Mit dem Erfolg, daß ich andauernd zum Pinkeln mußte. Am Abend hatte ich mir dann eine Cola gewünscht, es lag aber keine Tankstelle mehr auf dem Weg.
Die Bedienungsanleitung des Pulvers sagt, bis zu 50g/100ml sind möglich. Muss ich also viel dicker machen - die Brühe.

Gerade hat mich dieses PDF wieder an das Salz erinnert, das auch Jack-Lee hier erwähnte. Das hatte ich vergessen reinzutun.

Mit Tuck meinst du wohl diese gesalzenen EPA-Kekse?
Ich versuche gerade von den Gummibärchen wegzukommen und nehme Cranberries und Cachew-Nüsse mit. Aber vermutlich brauche ich gegen Abend die Aromastoffe der Gummibärchen als Motivator.
Was mir auch ganz gut tut, sind getrocknete Bananen. Nicht die Chips, sondern die eklig aussehenden langen Dinger (quasi Landjäger für Vegetarier), die habe ich hier in der Gegend aber noch nicht gefunden.
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Landjäger, gute Idee :) Ich weiss jetzt auch was das Quest auf 100 km verbraucht: 5 Schokobrötchen. Der Wasserverbrauch von nem halben Liter zählt nicht, ich hatte meine Flasche vergessen. Dazu kommen dann noch 100 Liter Funkverbrauch, denn wenn grad keiner hinguckt feier ich im Quest...
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Am Sonntag gibt es hier eine nette RTF - ist jemand außer mir dabei? Donnerstag hole ich endlich mein Quest wieder und muss nicht mehr darüber nachdenken was ich zum Fahren anziehen muss! :dagegen:
Nina
 
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Probleme mit dem Anzug

und muss nicht mehr darüber nachdenken was ich zum Fahren anziehen muss!
Frauen haben Probleme. :rolleyes:

Aber auch ins Quest kann man sich gepflegt angezogen reinsetzen. Da gibt es doch dieses schöne Foto vom Sutrai auf seiner Ostseetour.


Irgendwo hattest Du geschrieben, daß Du befürchtest alleine bei ROAM durch die Pampa fahren zu müssen. Wenn Du morgens eine halbe Stunde vor Deinem Kleiderkoffer stehst und nicht weißt, was Du anziehen sollst, dann kann es gut sein, daß Du als Schlußlicht alleine fahren mußt. :D
 
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AW: Probleme mit dem Anzug

:D Schön, wir verstehen uns! Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt: ich überlege nicht -wie meine Tochter sagen würde - welches Outfit ich anziehe, sondern muss darauf achten nicht zu frieren oder übermäßig zu schwitzen. Das Problem hab ich im Quest nicht und finde das super: kurze Hose, T-Shirt und gut ist. :D
OK, in den Pausen muss ich natürlich den Fön rausholen, damit die Frisur sitzt. ;)
 
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AW: Trainiert Trainiert und Fahrt!

Es sieht so aus, als hätte ich in den ersten drei Wochen einen sehr erfahrenen Arzt (mit über 30 Jahren Klinik- und Notarzt-Erfahrung) dabei. Besenwagenkapazität wird bei 12 VMs liegen.
Jupp
Da habt Ihr ja wirklich mehr Reserve als ich vermutet habe - und zur Not könnten einige wirlich nur Teiletappen fahren - oder im Wechsel.
Damit wäre der Druck weg, sein geliebtes VM irgendwo in der Wüste aufgeben zu müssen ;-)

Nichtsdestotrotz, fahrt jetzt viel - das Ziel würde mich von alleine so motivieren, dass ich wohl eher Angst um meine Regeneration haben müsste, und wie Jupp schrieb, macht die Erfahrung von mehreren Tagen Fahren und bereitet Euch und Euer Umfeld auch mental auf die Fahrt vor.

Bis denne - Hajo
 
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AW: Probleme mit dem Anzug

Weil ich das Quest nicht in Bonn hatte bin ichs heute holen gefahren, über 30 km mit dem Skateboard. Jetzt weiss ich wie es sich anfühlt eine Tour zu beginnen und nicht zu wissen ob es zu schaffen ist :)
 
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AW: Training für ROAM

...bei Touren mit mehr als einem Teilnehmer diese geplanten kurzen Pausen sich schnell auf etwa eine halbe Stunde ausdehnen können :eek:...
100_2900-klein.jpg ... oder sich kurze Pausen beim Kartenstudium ergeben ...

... und sich Pausen bei netten Gastgebern (DANKE!) zu Stunden ausweiten ...
... und ein langsames Liegerad im Schlepp versucht einen Windschatten zu finden :eek: ...
... so dass sich ein VM mit unvollständiger Verkabelung,
....schnell noch mit Hilfe eines geliehenen Akku und einer Werkstatt auf die Heimfahrt vorbereiten durfte... ;)
... und dennoch bei einem gewissen anderen VM in der Nacht selbst der letzten Lichtakku versagte:eek:

Meine wenigen Bilder unserer Trainingsrunde vom Sa. 7. Mai 2011
in der Norddeutschen-Tiefebene, ... die doch einige schöne Hügel hat.

Gruß vom Liegeradler,
in einer Gruppe aus 3 Milan (-en?) :rolleyes:
Martin D.
 
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