Training für ROAM (Roll over America)

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Moin,

ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"

Damit ich nicht nur frage, hier meine Trainingsplanung für die Deutschlandtour (Ziel: VM Überführung Anfang Juli,Grundlage für Freiwasserschwimmen Ende Juli )

Ich habe die letzten 3 bis 4 Wochen Grundlagen gefahren, zwischen 200 und 250 km / Woche. Auch im Winter bin ich regelmäßig geradelt, wenn auch ohne System, im Mitte Feb bis Mitte März ging nicht viel. (Daher ist die Brevetserie als die ursprünglich geplante Vorbereitung ins Wasser gefallen) Dazu kamen 2 bis 3 Läufe über 10 km. Als Ausgleich 1 bis 2 mal die Woche Fitnesscenter Schwerpunkt Rücken und Schulter.

Ab April variere ich stärker: Läufe reduziert auf 2mal, dafür einmal mehr Rad. Ziel 250+ km Rad / Woche, davon 1x über 120 km und 1x Tempotraining, sonst locker. 1x Fitnesscenter austauschen gegen Schwimmen. (Ich schwimme sehr sehr ungern im Hallenbad und schwimme ab etwa Pfingsten in der Ostsee, nach der VM Überführung steht noch ein 3km Freiwasserschwimmen "Fördecrossing" an, erfahrungsgemäß reicht das kurze Training locker aus) Mindestens 1 Ruhetag pro Woche.(Mo & Do)

Eine saubere Periodisierung der Wochen mag nicht recht gelinge, ich versuche das Training so zu steuern das ich die Woche vor Dienstreisen relativ intensiv trainiere und dann die Reise als Erholung nutze. Ich trainiere an bis zu 3 Tagen die Woche 2mal, wobei ich versuche unterschiedliche Muskelgruppen anzusprechen. (Gestern zum Beispiel 1 Stunde Schwimmen (noch locker/ Technik) und 50 km Rad, davon 30 km hohe GA2)
Heute plane ich 120 km lockere GA1.Montag dann Ruhetag...

Ich plane Formtests:

Mitte Mai plane ich ein Bergzeitfahren (Tour de Flatz) und dann Ende Mai (Ladelund, Sprint) und Mitte Juni (Herrenkoog, Olympisch) zwei Triathlons. Ich bin mir klar, das speziell das Laufen nicht ausreichend trainiert ist. Macht nichts, Ziel ist ja die VM Tour. Ein weiteres EInzelzeitfahren im Juni auf einem Flughafen ist auch noch geplant.

Ich trainiere praktisch nur auf dem Baron, die Wettkämpfe dienen mehr als Zwischenziele und der Motivation als das ich da wirklich was Reißen will.

Damit bin ich gut optimistisch die VM Überführung mit Spaß durchzustehen

Wie nur bereitet ihr Euch auf die ungleich anspruchsvollere Tour vor?

neugieriger Gruss, rwd
 
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AW: Training für ROAM

Grundvoraussetzung für eine gute Planung ist eine realistische Bewertung der Belastung durch das Training und die geplante Tour. Eine realistische Bewertung bezieht sich auf die Auswirkungen auf den Körper und nicht nur auf Trainings-Kilometer. Es wird aus Intensität, quantifizeirt mit Hilfe von Leistungsmessung(beste Lösung), Pulsmessung oder auch nur einer Intensitäts-Schätzung, sowie der Belastungszeit eine Kennzahl für die Trainingsbelastung abgeleitet (TSS - Training Stress Score). Daraus wird dann ermittelt, wie sich "Trainingszustand/Fitness" (CTL), "Aktuelle Belastung" (ATL) und "Form" mit der Zeit (Differenz CTL-ATL) entwickeln.

Das Konzept ist z.B. hier beschrieben
http://home.trainingpeaks.com/articles/cycling/what-is-the-performance-management-chart.aspx
http://home.trainingpeaks.com/articles/cycling/the-science-of-the-performance-manager.aspx

Man muss nicht die WKO+ Software kaufen, wenn man sich damit näher auseinander setzen will. In GoldenCheetah (Open Source) ist das Konzept ebenfalls umgesetzt, heißt aber wg. Trademarks anders ;) ("BikeScore").

Nach den Erfahrungen fühlt man sich überlastet, wenn CTL-ATL für ein paar Tage unter -20 sinkt. Bei CTL-ATL < -20 steigt auch das Risiko für Erkrankungen stark an.

Wenn man mit niedriger CTL (schlechtem Trainingszustand) in eine Woche Dauerbelastung geht, hilft nur, die Intensität (Geschwinidgkeit) gegenüber nomalen Touren nochmal deutlich zu reduzieren. Sonst gibt es Probleme. Die ATL wird stark steigen in dieser Woche.

Ich habe gerade keine Zeit, um das ausführlicher zu erklären. Nächstes WE kann ich das bei Interesse vielleicht weiter ausführen.

David
 
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AW: Training für ROAM

ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"
...
Wie nur bereitet ihr Euch auf die ungleich anspruchsvollere Tour vor?
Ich weiss nicht genau wie es diesen Sommer sein wird, aber mein Training dieses Jahr unterscheidet sich umständehalber deutlich vom letzten Jahr.
2009/2010 bin ich den ganzen Winter hindurch mit dem Quest ins Büro gefahren, am Wochenende ergänzt durch Laufen und Trike fahren. Ab Frühjahr habe ich diesen Rhythmus etwas lockerer, weil zeitlich flexibler fortgesetzt, statt zweimal täglich dann nicht täglich und nur einmal, dafür aber immer mal wieder Strecken mit etwas Klettern anstatt der praktisch flachen Fahrten ins Büro.
Mein Test für ROAM war die 12-Tagestour ohne Ruhetag rund um Norddeutschland im Mai -- mit vollem Campinggepäck (ca. 15+ kg) an Bord, bei ziemlich kaltem und nassem Wetter. Etliche Tage dabei mit über 200 km, im Schnitt 163 km täglich. Das ging gut; die zweite Woche deutlich besser als in der ersten Woche, obwohl diese mehr Höhenmeter hatte.
Ich weiss also, dass es geht.

2011 kann ich fast nur noch an den Wochenenden fahren; dafür gehe ich 2-3 mal die Woche laufen, jeweils ca. 10 km. Januar/Februar bin ich sehr wenig gefahren; jetzt etwas mehr, aber immer noch weniger als die Hälfte meiner letztjährigen Kilometerleistung. Subjektiv fühle ich mich etwas schwächer als 2010 vor der Mai-Tour (danach war ich für mein Gefühl richtig fit), aber nicht schlecht. Meine Standardrouten fahre ich kaum weniger schnell als letztes Jahr.

Bis zum Sommer will ich einige längere Strecken einbauen.

ROAM macht mir keine Sorge, denn ich meine, eine ordentliche Grundlagenausdauer zu haben (laufe seit bald 15 Jahren wieder regelmäßig), und werde gut 30 kg weniger bewegen müssen als letzten Mai: 10 kg weniger Gepäck, 10 kg weniger Fett (die habe ich letzten Mai verbrannt und seither nicht wieder zugenommen) und 10 kg weniger Quest.
Die erste Woche in den Rockies wird hart; da will ich mich schonen und vor allem sehen, die Knie nicht zu überlasten. Danach wird es laufen.

Wettkämpfe und dergleichen bestreite ich nicht; ich bin eher ein Ausdauertyp.

Jupp
 
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AW: Training für ROAM

meine persönlichen trainingsziele:

300 km/woche rad
2x ca 2h laufen
2x krafttraining.

laufen konstant im GA-Bereich, radfahren tendenziell mit nicht allzu hoher, aber variabler pulsfrequenz. dazu 1-2 (teamsport-)trainings mit hoher sprintbelastung.

dazu kommen jetzt ab den frühjahr einige mehrtagestouren mit ca. 200km/tag.

should do :)

lgbenjie
 
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AW: Training für ROAM

ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"
Bei ROAM vermute ich ganz stark, das mindestens die Hälfte nicht weiss worauf sie sich einläßt!
30 Tage zu radeln mit min. 200km am Tag und max 2 Tage Ruhe ist schon recht heftig.
Vermutlich wird der Amerikansiche Asphalt gegenüber dem Deutschen auch nochmal 10-15% Speed klauen.
Entgegen den Wunder-KMH-Zahlen die hier berichtet werden, wird wohl die Masse mit einem CruisingSpeed von unter 30, eher so an 25 durch die Lande fahren...

Auf jeden Fall ist es schon mal eine Gute Eigenschaft die Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen.
 
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Ich schätze die Zahl noch deutlich höher ein, wer ist denn wirklich schonmal 4500 km in einem Monat gefahren? Da kann man im Vorfeld nur so viel wie möglich fahren und sich überraschen lassen.
 
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AW: Training für ROAM

Also, in den letzten vier Wochen habe ich gerademal 1400km geschafft. Darunter waren jeweils zwei Touren von ca. 175km mit relativ wenigen Höhenmetern (400 + 900), und eine mit 100km/2400hm (aber mit dem MTB :eek:). Alles andere waren Fahrten von und zur Arbeit mit diversen Umwegen. Für richtige Berge sind die Umwege dann aber doch etwas weit.

Die langen Touren ohne viele hm sind ja auch kein Problem. Ich staune immer wieder darüber, wie wenig Leistung beim Milan (und vermutlich auch bei anderen VM) nötig ist, um in der Ebene 35km/h zu fahren. Auch wenn ich das Hügelchen davor nur mit knirschenden Zähnen raufgekommen bin.

Mehr Trainigszeit ist bei mir aber leider nicht drin. Ein Tag am Wochenende, ansonten vielleicht mal schnell eine Stunde zwischendurch. Ich weiß also, das es am Anfang von ROAM *richtig* eklig für mich wird. Das kann ich nicht ändern, und darum mache ich mir deswegen auch keinen Kopf und bin tiefenentspannt :). Wenn bergauf der Akku leer ist, werde ich nichts erzwingen und meinen gebuchten Besenwagenplatz aufsuchen. Und dann gibt es ja noch die Etappen hinter den Rockys :cool:.
 
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AW: Training für ROAM

Moin,

danke für die Antworten soweit. Besonders spannend fand ich die Links von Lida. Die Definitionen sind für mich jetzt nichts wirklich Neues, aber interessant auf den Punkt gebracht. Den Wechsel von Be- und Entlastung in Mikro und Makrozyklen kenne ich von manchen Trainingsplänen... Zum Glück scheinen hier nioht alle mit SRM oder ähnlichem herum :) sonst würde ich auch noch ins Grübeln kommen.

Auch ich versuche mit Laufen schwierig zu bewerkstelligende Radeinheiten teilweise zu kompensieren- da ich vom (Breitensport)Triathlon komme bietet sich das auch an :) Leider muss ich mangels Talent (mit dem Storch gepokert und die Beine gewonnen) viel ackern um einigermassen durchzukommen.

Deshalb bin ich ja neugierig wie Andere dies Herausforderung angehen... da kann man was Lernen:) Einfach versuchen trau ich mich nicht.

Grüsse, rwd -Endlich Frühling!
 
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AW: Training für ROAM

Ich bin persönlich auch sehr gespannt, wie ROAM ausgeht.
Für mich eine schier unvorstellbare Leistung, die da auf die Fahrer wartet.
Klar kann man auch mal 200 km am Tag fahren, aber so viele Tage hintereinander finde ich schon Grenzwertig. Der Körper braucht nun mal seine Ruhezeiten. Ein Spaß wirds bestimmt nicht.

Der Besenwagen sollte für viele Fahrer der Notanker sein. Das benutzen schwächt aber sicherlich die eigene Motivation und kann sich psychologisch vielleicht auch recht Negativ aufs weiterfahren auswirken. Wenn man erst mal Gebrauch vom mitgenommen werden gemacht hat, geht das eigene weiterkommen mit Sicherheit schwerer.

Es wäre für mich auch interressant, zu erfahren, welche Ziele sich die einzelnen Teilnehmer stecken und mit welcher Motivation sie an die Sache rangehen.
Was man liest, ist ja jetzt schon die Spaltung in mehrere Lager, die Schnellen und die Langsamen und die die einfach dabeisein wollen, egal wies ausgeht etc.
Da reisst das Feld sicher arg auseinander. Und dann wird das ganze ein Einzelkampf?
Wie groß ist das Feld der gemeinsamen Fahrer? Kannste nach einer Pinkelpause die andern noch einholen?
Da gehen mir Fragen über Fragen durch den Kopf. Echt spannend.

Ich hoffe, dass man hier noch viel über den Trip zu lesen bekommt.

Also erst mal mein Respekt an alle Fahrer!

Grüße
Oliver
 
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AW: Training für ROAM

Ich schätze die Zahl noch deutlich höher ein, wer ist denn wirklich schonmal 4500 km in einem Monat gefahren? Da kann man im Vorfeld nur so viel wie möglich fahren und sich überraschen lassen.
5100 km sinds nach der aktuellen Planung, hab mal zusammenaddiert.
Nachdem ich im Urlaub schonmal 2100 km (13 Hkm) in 10 und 3200 km in 15 Tagen (11Hkm) gemacht habe ist das schon zu packen. Allerdings sind Tage wie der 30. mit gut 250 km und 2500 Hm schon recht heftig, wenn man mal nen schlechten Tag hat. Etwas gleichmäßiger verteilte Belastungen wären besser, aber das lässt sich wohl mit den Campingplätzen und Zwischenzielen nicht so ohne Weiteres machen.
Und das Dumme in der Gruppe ist halt, daß entweder der Langsamste das Tempo bestimmt oder die Gruppe auseinanderreißt. Und bei dieserTour kann man halt nicht auf den Pinkler warten. Wird wohl jeden Tag ein kleines Brevet geben.

Gruß,

Tim
 
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Was man liest, ist ja jetzt schon die Spaltung in mehrere Lager, die Schnellen und die Langsamen und die die einfach dabeisein wollen, egal wies ausgeht etc.
Da reisst das Feld sicher arg auseinander. Und dann wird das ganze ein Einzelkampf?
Geplant sind 3er Gruppen, die sind flexibler und Pinkelpausen bleiben im Rahmen.
 
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AW: Training für ROAM

Allerdings sind Tage wie der 30. mit gut 250 km und 2500 Hm schon recht heftig,
Soo extrem schlimm ist der Tag auch nicht. Vermutlich sind die Bikemap Höhenmeter da eh übertrieben (besonders falsch sind die HM vom Tag 4). Meine (auch nicht sehr genauen) Berechnungen sind im Wiki und hier:
fetch.php?w=400&media=roam:day3:altitude_vs_distance1.pngfetch.php?w=400&media=roam:day3:umatilla_or_to_lewiston_id_altitude_vs_time.png
Ich meine, das Ende der Tour die Alghenies (oder so ähnlich) wird schlimmer.

Das eigentliche Problem bei ROAM ist m.e. die Hitze. Diese Vermutung wurde durch die letzten Tage bestärkt. Deshalb werde ich ROAM mit der Leiba XS und nicht mit dem Quest fahren. Die Leiba hat eine deutlich bessere Durchlüftung und eine größere Einstiegsluke.

BTW: Mein Trainingsziel für ROAM ist 700km/Wochenende. Eben, weil ich kaum mehr als zwei Tage am Stück trainieren kann. Zur Zeit bin ich noch bei 500km/WE.
 
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um mal auf DEINE Tour zurück zu kommen: ;)

Du fährst ja nicht mit 'ner kalten Hose los. Dein Körper wird durch das TA-Training auf die Ausdauerbelastung der Überführungsfahrt ausreichend vorbereitet sein. Probleme wirds nur bei Hügeln geben, die Topographie bei Dir ist für entsprechendes Training ja nicht gerade förderlich.

Du kennst Deinen Körper am besten, und ich vermute mal, das es Dir bei Deiner sportlichen Vorbelastung nicht passieren wird, zu überdrehen. Ich bin auf meinen wenigen >200km/Tag-Touren immer gut damit gefahren, nach etwa 75-90min eine kurze Pause von 5-10min einzulegen. Vorzugsweise in einem Steh-Café oder ähnlichem. Essen, Trinken und die Entsorgung desselben. Dann noch ein paar Schritte gehen, und weiter. Eine längere Pause immer dann, wenn es sich gepasst hat (längerer Anstieg in Sicht, gerade ein Motivationsloch in der Nähe eines Supermarktes ;) oder einfach nur ein schöner Platz zum Pausieren)

Da ich die Touren vorher immer penibel geplant und vor allem Höhenmeterarm gestaltet habe, bin ich guten Gewissens losgefahren, mit Respekt zwar, aber nicht mit Grauen (abgesehen vielleicht von der Durchfahrt von Frankfurt/Main - da ich keine Alternative sah, war aber auch das zu ertragen).

MMn wird das Gelingen Deiner Tour, ebenso wie mein Überleben bei ROAM, in erster Linie im Kopf entschieden. Vorgestern und heute gab es daher auch Mentaltraining :D:

Samstag 105km mit 2400hm auf dem MTB, mein Ar... war not amused...

Und heute habe ich nach der Wettervorhersage für die nächsten Tage kurzfristig entschieden, das meine Arbeit bis morgen warten kann und bin mit dem Milan in der prallen Sonne noch einen kleinen Umweg mit extra hm gefahren. Zu Hause angekommen, erstmal auf den Balkon in die Sonne, um dann 20min später noch eine Runde um den "Berg" (50km, 600hm) zu fahren. Auf der anderen Seite des Berges fand ich die Idee im Angesicht der sich vor mir auf den nächsten 2500m um 200m höher schlängelnden Straße nicht mehr so toll, und meine Beine waren ganz meier Meinung. Irgendwie gings mangels Alternativen aber doch, und so hatte ich heute 115km und 1100hm auf dem Tacho und mir gehts trotzdem gut ;)

Und ich bin ja eigentlich 'ne Schluffe. Also mach Dir mal keine Sorgen, das wird schon...
 
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kurze Pause von 5-10min
@rwd:
Madeba hat schon recht, DU brauchst Dir wegen der Questüberführung keine Sorgen machen. Nicht vergessen: Du fährst ein Quest. Das fährt auf der Ebene fast ohne Treten (solange Du gemächlich fährst). Wenn Dir der Hintern, die Knie oder Fußballen Signale liefern, die Du nicht so gern hast, dann mach Pause, vertrete Dir die Beine, geh ein paar Meter barfuß, trink ne Cola, iß ein paar Gummibärchen und Du bist wieder fit. Den einzigen Stress, den Du haben wirst sind die vielen Stinkkisten (aber Du willst es ja so ;-) ).

vg
Thomas
 
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Moin
danke Madeba, ich bin auch optimistisch das wenn ich das Training jetzt so einigermaßen halten kann die Sache gut klappt und Spaß macht. Ich hab Reapekt und bereite mich eben auch vor. Ich hab noch einen Reservetag in der Planung. Aber gerade weil ich schon dafür recht konsequent trainiere - und das neben Beruf und Familie schon eine Menge Koordination erfordert finde ich es spannend zu lesen wie Andere sich auf die wesentlich grössere Herausforderung vorbereiten.

Ich hab zum Beispiel schon mein Zelt wieder herausgekramt, die Nähte neu versiegelt- Them a rest und Schlafsack gecheckt und mache mir derzeit Gedanken wie ich die Bekleidung so zusammenstelle das es möglichst leicht wird, ich aber auch abends präsentabel bin. Dafür habe ich mir zum Beispiel neue Schuhe mit SPD gekauft - die sehen einfach neutraler aus als meine bisherigen Shimanotreter.

Schwerpunkt ist natürlich der Formausbau...

Gruss, rwd ´
 

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Hi
Ich mache mir ersthafte Gedanken über die Fahrer die langsame VMs fahren. Go one3 auch noch ungetunt ( kann Mann schließlich 7km/h schneller machen), Leiba egal welche alle recht lahm.
200-300km sind kein Zuckerschlecken. Das besondere ist hierbei jeden Tag.
Mit den langsamen Vm wird keiner dauerhaft 35 fahren können wahrscheinlich sogar nur 30.
Mit der SLR Klasse halte ich es fast nicht für möglich unter 45zu fahren. Es werden also gut 15 km/h diverenz sein. Dann ist es noch so das die er fitteren auch noch die schnelleren Fahrzeuge haben.
Ich sehe darin ein Problem.

Lida bitte schreibe etwas über das oben angesprochene.
Fange jetzt auch erst langsam an mit etwas Training. Bin bis vor kurzem nur eine gute Stunde/Woche gefahren ( allerdings diese er flott).
 
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Ich mache mir ersthafte Gedanken über die Fahrer die langsame VMs fahren.
200-300km/d sind mit der Leiba kein Problem.

Da mache ich mir eher Gedanken, wie die Insassen der fahrenden Treibhäuser und Sardinenbüchsen ihre Temperatur im überlebensfähigen Bereich halten. Nehmt Ihr Solarzellen und Peltierelemente mit? ;)

Dann ist es noch so das die er fitteren auch noch die schnelleren Fahrzeuge haben.
Du darfst gern zwei Stunden länger schlafen und zwei Stunden früher ankommen. Absolut kein Problem.

Ein Problem wird's nur, wenn zuviele Fahrer sich auf den Besenwagen verlassen.
 
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Dass es unterschiedliche starke Fahrer und -innen geben wird ebenso wie unterschiedliche schnelle Fahrzeuge, ist bei einer Gruppe dieser Größe nicht anders zu erwarten. Wir werden in kleinen Gruppen fahren, die sich finden werden und das Feld wird sich den Tag über auseinanderziehen.
Wer langsamer fahren will und mehr Pausen möchte, wird früher losfahren wollen und müssen. Irgendwann um die Mittagzeit werden die meisten Fahrer wieder zusammentreffen und dann auf jeden Fall abends. Verteilt zu fahren ist schon wegen des Verkehrs ratsam.
Ich wünschte nur, wir bekämen ein Life Tracking für etliche der vm hin -- dann gäbe es die Chance, zu wissen, wo die anderen ungefähr sind.

Wer schneller da ist, hat mehr Zeit, die Ankunft der anderen vorzubereiten oder sich schon frisch zu machen für Reparaturen. Das hat Daniel ja schon zugesagt -- worüber ich mich sehr gefreut habe.

Die Hitze wird sicher ein Thema; nach meiner vm Reiseerfahrung eines mit dem sich besser umgehen lässt als mit dem Gegenteil. Wir werden zusehen, dass die Tour immer mal wieder am Wasserwagen vorbeikommt zum Nachfassen.
Thomas Hitzebild zeigt aber gut, dass unsere Route mit Bedacht die relativ günstigen Temperaturregionen nutzt.

Die Koorekturen an den Höhenmeterdaten von bikemap.net sind mir willkommen -- solange bikempa zuviel annimmt wird es uns allen recht sein (die Prüfung zeigt bisher dass Abweichungen nach oben die Regel sind).

Hart wird es trotzdem, aber nicht zu hart. Neben einer gewissen Grundlagenausdauer halte ich die Erfahrung von einigen längeren Tagesetappen nach einander für wesentlich. Das schafft Ordnung im Kopf und man weiss besser, wie es sich anfühlt. Es verändert den gesamten Biohaushalt des Körpers, man merkt es auch in Ruhe, nachts auch.

Haben wir erstmal die Ebenen erreicht (die ja nicht einfach nur flach sind), wird der Unterschied im Reisetempo deutlicher zutage treten. Wir haben dann eine Folge längerer Etappen, die mit einem 25er Schnitt rund 10 Stunden Fahrzeit am Tag bedeuten, ohne die Pausen. Etliche werden auf dengleichen Strecken einen 30er Schnitt fahren, einige sicher auch deutlich schneller und entsprechend eine, zwei oder mehr Stunden früher ankommen. Das muss kein Problem sein, wenn die 25er weniger Kraft aufwenden müssen -- sie sollten nur ihre Gelenke und Sehnen an die Dauerbelastung heranführen.

Es gibt schließlich ja auch noch die Ruhetage -- bis auf den Tag in Chicago sind das auch solche, an denen wenig gefahren wird.

Meine Vorfreude steigt jedenfalls täglich, nur gedämpft durch all das was noch zu tun ist. Das wird eine tolle Tour an die wir alle noch lange denken werden.

Jupp
 
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