Reifenlatsch rein theoretisch genau berechnen

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oder wo wird das genau einbezogen das er rund ist ?
habe mich doch geirrt, im Skribt bei Punkt "3. Berechnung der Aufstandsflächen-Grenzkurve" wird der Thorus einbezogen.

Man könnte statt dessen auch einen Michelin-Fahrrad-Radial-Reifen (= Rechteckiger Reifenquerschnitt) einberechnen. Da aber in den Eingangs-Voraussetzungen keine Walkung des Reifens angenommen wird, wird wohl kein großer Unterschied beim Endergebnis im Vergleich zum Thorus dabei herauskommen.

Gruß Leonardi


 
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Er schreibt zwar, das er den Reifen als Thorus sieht, aber wenn man sich das erste Bild in seinem Skribt anschaut <Klick>
dann wird doch so begonnen, als hätte der Reifen einen Querschnitt wie ein Fahrrad-Radial-Reifen wie Michelin, also wie Auotreifen.
Ich denke, du überinterpretierst diese Zeichnung und es handelt sich dabei lediglich um einen zweidimensionalen Reifen. Bei 3D wird das alles wieder komplizierter.
 
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Wie kommst Du darauf, dass der Michelin einen rechteckigen Querschnitt hat?

Ich stelle mir diese so vor, wie kleiner dimensionierte dünnwandige Autoreifen ohne Profil:
https://www.flickr.com/photos/shell_eco-marathon/7519524068/in/album-72157630461045622/

Vergleichs Reifen von Schwalbe ?
https://www.flickr.com/photos/shell_eco-marathon/7499499722/in/album-72157630414999288/

Wo der Reifen breit auf der Straße aufliegt und die Seitenwände dazu relativ senkrecht hochgehen. Also keine Runde Form im Querschnitt ohne Belastung, wie die gängigen Fahrradreifen. Das meine ich mit rechteckigen Querschnitt - wie es an der Felge aussieht ist für die Berechnung vom Reifenlatsch egal. Also ein Teil des Querschnitts ähnelt mehr einen Rechteck als einem Kreis. Gibt es einen besseren Begriff dafür ?

Findet noch jemand bessere Fotos, vom Querschnitt ? Ich weiß nicht wie man diese Form erreicht. Der niedrige Rollwiderstand bei Autoreifen soll aber nicht durch Umstellung von Diagonal zu Radial gekommen sein, sondern durch Siliziumverbindungen, welche in die Gummimischung kommen.

Gruß Leonardi
 
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Dann schau Dir doch das Bild an, das Du verlinkst, dann brauchts keine Vorstellungskraft.
Und lass Dich nicht von Farbtonübergängen täuschen, sondern schau den hinteren, scharfen Bereich an.


Also ich sehe auf dem Bild, das er nicht so rund im unbelasteten Zustand andere Rennreifen ist. Er ähnelt eher diesen Querschnitt.
Das ist der Querschnitt von einem Autoreifen.

reifenbreite.gif


@TimB wie würdest Du zutreffend diese Form des Querschnitts nennen ?

und die sind alle annähernd torusförmig wie normale Fahrradreifen. Der Anschein einer Flachen Lauffläche entsteht bei den schwarzen wie beim Schwalbe Tryker in drucklosem Zustand.
Hast Du bitte einen Link, wo auf diesen Reifen normaler Reifenluftdruck ist ? Ich zweifel noch daran, das auf den verlinkten Bildern die Reifen im drucklosen Zustand sind.



Ich nahm am, das @labella-baron diese Reifenform als leicht rollend meinte:
Was mir durch den Kopf geht: Kann es sein, dass beim Fahrrad-Radial-Reifen, wie dem von Michelin die Lauffläche leichter stauchbar ist, es deshalb weniger oder fast nicht zu einer Gleitreibung mit der Fahrbahnoberfläche kommt und deshalb die Verluste so dramatisch niedrig sind?

Gruß Leonardi
 
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also wir haben sowohl einen dieser Reifen als auch einige der teureren ganz schwarzen (16") im Labor hier an der Fachhochschule und die sind alle annähernd torusförmig wie normale Fahrradreifen.
Hier die Antriebe mit den Reifen am vorletzten Samstag:
Antrieb Elena.jpg Antrieb Econia.jpg
Links der von Michelin und welcher genau bei der Econia drauf war weiß ich nicht.
Sonderlich abgeplattet kam mir die Lauffläche auch nicht vor.

Ich dachte immer Radial- und Gürtel-Reifen beim PKW wäre das Gleiche.
Aber offenbar haben die Radialreifen fürs Fahrrad keinen Gürtel ?! :unsure:
 
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Das <Klick> brachte mir auf die Idee, das man die Ellipse = Reifenaufstandsfläche in Abhängigkeit von Reifenradius, Reifenbreite, Reifenluftdruck und Auflast rein theoretisch genau berechnen kann.
...
Anhang anzeigen 88653
...
Gruß Leonardi

Hallo Leonardi und zusammen,

Ich habe diesen Thread vor einer Woche das erste Mal gesehen und seither stundenlang durchgelesen. Deine Tabellenkalkulation ist Spitze! Aber sie zeigt kleinere Latsche als mit der Abdruckmethode gezeichnet. Offensichtlich gilt A = F/p nicht, und zwar nicht nur nicht für dickwandige Lastwagenreifen, sondern auch für dünne Fahrradreifen. Du hast ja dann auch einen Ballonabdruck versucht. Das hat zwar nichts mit einem Torus zu tun, aber auch da stimmte A = F/p nicht, aber wenn ich mich nicht irre, anders herum, d.h. der wahre Latsch war kleiner als A = F/p, was ja auch logisch ist, da selbst ein Ballon eine steife (durch den Druck vorgespannt) Wand hat. Ist nun deine Tabellenkalkulation und die Theorie dahinter doppelt falsch, also noch auf die falsche Seite? Oder mache ich ein Durcheinander?

Wie auch immer, hat sich im letzten Jahr eine Lösung der Frage ergeben? Oder eine Zusammenfassung des momentanen Stands?

Gruss, Theo
 
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Offensichtlich gilt A = F/p nicht, und zwar nicht nur nicht für dickwandige Lastwagenreifen, sondern auch für dünne Fahrradreifen. Du hast ja dann auch einen Ballonabdruck versucht. Das hat zwar nichts mit einem Torus zu tun, aber auch da stimmte A = F/p nicht, aber wenn ich mich nicht irre, anders herum, d.h. der wahre Latsch war kleiner als A = F/p

Meine Vermutung ist nach wie vor (in Beitrag #9 dargelegt warum), das die Fläche des Latsches kleiner war als wie ich ausgezählt habe. Ich hätte die Farbe seitlicher hinsprühen müssen, das sie bis an an den tatsächlichen Reifenlatsch hingezogen wird. Vielleicht ist durch eine minimale Vorspannung des Luftballons eine minimale Kraft F hinzu zu rechnen, die Gleichung p=F/A ist aber grundsätzlich allgemein gültig, als Kraft pro Fläche ist ja der Druck definiert. Die Tabellenkalkulation halte ich für richtig, wenn man nicht auf die höchste Genauigkeit hinaus will, das der Latsch z.B. keine Ellipse, sondern zwei linsenförmige Parabeln sind. Aber auch das mit den zwei linsenförmigen Parabeln ist ja nur eine vereinfachte Annahme (unendlich dünner Mantel, in Längsrichtigung nicht dehnbar ...) von Montyphytagoras.

Fragen waren für mich vorerst nicht mehr offen. Zusammenfassend: Wenn man den Rollwiderstand auf der Straße messen kann, könnte man schauen, wie weit die theoretischen Formeln (Herleitung von Montyphytagoras ist nicht mehr zu überbieten) verwendet werden können um die Ergebnisse von der Straße damit zu beschreiben. Aber nur z.B. der Rollwiderstand in Abhängigkeit vom Reifenluftdruck Cr(p)=.... , oder der Rollwiderstand in Abhängigkeit von Reifendurchmesser 20 - 28 Zoll Cr(D)= .... .

Geschwindigkeitsabhängigkeit von Cr konnte damit nicht beschrieben werden, ist aber auch bei jedem Reifen anders.

Dieser Thread ist sozusagen erst mal nur eine halbe Sache - welche aber vielleicht später mal gebraucht werden.

Gruß Leonardi
 
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Ich schon. Hier findest du es, wenn du auf "weitere Artikel von MontyPythagoras" klickst. Danach ganz runter scrollen. Direkt verlinken geht leider nicht.

Gruß, Stephan
 
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