Reifen Continental Contact Speed 28-406

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Hallo

Ich habe mir für mein Flux S800 zwei Contiental Contact Speed 28-406 besorgt und mit vielen anderen Arbeiten am Rad mal aufgezogen.
Jetzt habe ich die ersten 100km mit den Reifen hinter mir und kann ganz sicher noch nichts über Verschleiß, Haftung usw sagen, aber eins kann ich schon mal sagen:

Die Reifen sind nix ... für schwere Fahrer.:(

Die Reifen sind für max. 70kg bei 5-6bar ausgelegt. Mein erster Gedankenfehler war, zwei Reifen = 2x70kg=140kg. Ich bringe zusammen mit dem Flux S800 ca. 120kg zusammen auf die Waage.
Die Idee dass der Hinterreifen viel mehr belastet wird als der Vorderreifen kam mir erst, als trotz der 5bar der Hinterreifen bis zum Schriftzug der Reifen zusammengedrückt wurde. Und auch die maximalen 6bar machten es nicht unbedingt besser und der Reifen wirkte Platt. Bei einer ungenauen Messung mit einer alten Personenwaage, trägt das Hinterrad im Stand ca. 80kg.
Ich gehe auch davon aus, dass diese Überlastung auch die Ursache für das schwammige Fahrgefühl ist. Eigentlich stabilisieren sich die Liegeräder bei der Fahrt ja. Aber mit diesen Reifen eiert das Rad auch bei schneller Fahr ständig und ich musste korrigieren :confused:. Die Reifen sind für (oder durch) das Gewicht einfach zu weich.
Hin zu kommt, dass die Reifen bei dem Gewicht auch wahrscheinlich zu schmal sind. Alle diese Faktoren lassen mich jetzt erst mal die Reifen wieder wechseln. Diesmal werden es wieder >35mm.

Wenn ich mal mit dem Flux <100kg auf die Waage bringe, kann ich es ja noch mal versuchen.:whistle:

Achja, wie bei Slick üblich ist die Bremsleistung bei blockiertem Rad nahe Null, aber das angeraute Profil summt dabei schön auf dem Asphalt.

MfG
Matthias
 
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Ich bin zwar leichter (Rad+Fahrer 90-95kg), aber ich fahre die Reifen in 28-406 mit 8-9 Bar. Vielleicht bringt das ja was? Grip bei Nässe könnte besser sein.
 

DanielDüsentrieb

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Na einfach auf Solldruck machen, das sind 8-9,5 bar je nach Gelgenbreite.
Die 6 bar sind mit Absicht verkehrt. So kann man einen guten Reifen der günstig ist langsam machen
 
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Ich hab mal meine Anhängerreifen statt auf max4,5 auf 6,5bar aufgepumpt, der sauste nur so hinterher. Am nächsten Tag waren beide Reifen nach außen von der Felge gesprungen und die Schläuche auf einer Länge von 20cm aufgerissen... Es gibt also auch Reifen, wo der Maximaldruck nicht so einfach zu überschreiten ist, oder?
Sonst würde ich ja sagen: Hol Dir die 50 jährige Jubiläumspumpe von sks und drück 18bar aufs Hinterrad ;)
Gruß Krischan
 
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@DanielDüsentrieb:
Ich hab das hier im Forum gelesen und deshalb mit den genannten Folgen ausprobiert.
Erklärs mir: Wie müssen Felge und Reifen für höher als vom Hersteller ausgewiesenen Luftdruck beschaffen sein- und wie mess ich das verlässlich nach?
Würdest Du eine Grenze setzen, Luftdruck max x 1,5 oder x 2,5 o.ä.? Also Kenda 28x1,5, max 4,5 bar x 1,5= 6,75, 9 oder gar 11,25 bar?
Gruß Krischan, der schon mal den Motorsägenhelm bereit hält :)
 
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Schmaler Reifen auf breiter Felge springt bei hohem Druck über die Felge. Bei mir war es der Schwalbe Ultremo bei etwa 10 bar auf der serienmässigen breiten Milan SL Felge (und das nachts in der Garage).
 
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Ich fahre die Reifen auch aufm Grasshopper, wiege über 110 kg und habe das Problem nicht. Vielleicht stimmt deine Luftdruckmessung an der Pumpe nicht?
 
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Wortkarg wien Friese.
Druck wird in Kraft pro Fläche definiert.

daraus folgt das bei gleichem Druck, ein Reifen mit größerer Fläche, höhere Kräfte entwickelt.

Oder, das man einen Reifen mit geringer Fläche 28 vs. 35mm doller aufpumpen darf/muss, bis er die gleiche Kraft entwickelt.

Ob ein Reifen von der Felge platzt, hängt bei gleicher Kraft aber davon ab, in welche Richtung die Kräfte wirken, gegenüber dem Felgenhorn.

lg vom Nordfalen :D
 
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Hallo

Danke für die Tipps und Hinweise.

@tobigo, @Daniel: Die 9 Bar sind das Geheimnis. Damit fährt das Rad erheblich stabiler und jetzt bei der ersten Tour +3km/h Durchschnitt. Der Rest muss am Motor gemacht werden. :p

Ich werde hier mal dann von den ersten Pannen und Platten berichten, so in zwei Jahren.

Mfg
Matthias
 
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Na einfach auf Solldruck machen, das sind 8-9,5 bar je nach Gelgenbreite.
Die 6 bar sind mit Absicht verkehrt. So kann man einen guten Reifen der günstig ist langsam machen
Heute bin ich den Reifen bei 8,5 bar gefahren. War gleich um einiges schneller. Oder anders ausgedrückt, auf dem gleichen Niveau wie die 40/406 Shredda. Bei der ersten Fahrt ist dies eher tendenziell zu sehen. Aber eins ist sicher, dieser 10€ Reifen ist nicht langsam und scheint eine hohe Standfestigkeit zu haben. Nach 250 km sieht man immer noch den Mittelgrad..mal sehen wie sich der Reifen verhält, wenn er eingefahren ist. Er ist auf jeden Fall besser als meine 28/406 Durano Plus.


Danke @DanielDüsentrieb für den Hinweis mit dem Druck. Ich hatte aber beim Pumpen einen Abstand gehalten. :whistle:

Gruß Axel
 
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Gibts evtl einen Thread, der die Physik beim Reifendruck näher und ausführlicher beleuchtet? Wenn so ein Reifen während einer Schussfahrt bei 60km/h platzt (was auch bei Nenndruck passieren kann), wär das ja nicht so lustig... Was sind Obergrenzen? Welche Hersteller arbeiten besser, sodass der Reifen mehr verträgt, als draufsteht? Nach meinen Reifenplatzern am Anhänger fahr ich meine 23*622 Reifen nur mit 10% mehr als als max-Druck angegeben.
Gruß Krischan
 
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Gibts evtl einen Thread, der die Physik beim Reifendruck näher und ausführlicher beleuchtet? Wenn so ein Reifen während einer Schussfahrt bei 60km/h platzt (was auch bei Nenndruck passieren kann), wär das ja nicht so lustig... Was sind Obergrenzen? Welche Hersteller arbeiten besser, sodass der Reifen mehr verträgt, als draufsteht? Nach meinen Reifenplatzern am Anhänger fahr ich meine 23*622 Reifen nur mit 10% mehr als als max-Druck angegeben.
Bei den Reifen ist es eigentlich ganz einfach: Er muss den Maximaldruck aushalten. Inklusive einer guten Sicherheitsreserve.

Ich glaube nicht, dass man erfahren kann, welcher Hersteller wie gut arbeitet. Bereits über Gummimischung und Rollwiderstand erfährt man ja keine harten Zahlen, nur Marketing-Geschwafel. Und warum sollte ein Hersteller einen Reifen bauen, der sehr viel aushält, aber es nicht draufschreiben? Dann hat der Reifen eine dickere Karkasse als nötig, und damit einen höheren Rollwiderstand als nötig. Ein guter Reifen zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er möglichst stark überdimensioniert ist, sondern dass er die versprochene Qualität zuverlässig erreicht.

Die Kesselformel braucht man dagegen für die Felge; diese ist für eine bestimmte Kraft ausgelegt, die aber vom Reifenquerschnitt und Druck abhängt. Wenn man einen breiteren Reifen als empfohlen fährt, kann eben das Felgenhorn kollabieren, und dann kann dort der Reifen abspringen.

=> Ein Reifen platzt nicht „einfach so“, sondern er muss eine Beschädigung haben. Entweder aus externen Gründen, oder ein Produktionsfehler. Und der kündigt sich eigentlich immer durch eine Beule an (die Fäden reißen schließlich nacheinander, nicht auf einen Schlag). Und auch punktuellen Verschleiß sieht man (z.B. Karkasse sichtbar).
 
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Bei den Reifen ist es eigentlich ganz einfach: Er muss den Maximaldruck aushalten
Das ist leider, leider eben zu stark vereinfacht. Der angegebene Maximaldruck gilt nur für eine ganz bestimmte Felgenbreite - und die steht auf dem Reifen in der Regel nicht drauf. Auf einer schmaleren Felge ist der Reifenradius kleiner, die erlaubte Maximalspannung in der Karkasse wird erst bei höherem Druck erreicht. Auf einer breiteren Felge umgekehrt, da geht nur ein geringerer Druck.
 
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Und,

wenn Reifen und Felge zusammen passen liegt der Reifen flächig am Felgenhorn an.

Wenn ein dicker Reifen mit zu schmaler Felge kombiniert wird, entsteht die Kontaktfläche nur an der Oberkannte des Felgenhorns. Das kann wie eine Kufe wirken und beim Bremsen zum Reifenwandern führen, bis das Ventil abreißt. Besonders unangenem bei höheren Geschwindigkeiten.
Hatten wir mal im MTB-Team Probleme mit. Der Bike-Hersteller hatte sich nicht an die Vorgaben des Felgenherstellers gehalten und einfach dickere Pellen drauf gepackt.

Da zahlt man viel Schlauchgeld ;)
 
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