LR Kurzlieger Eigenbau-Bericht

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AW: Kurzlieger Eigenbau-Bericht

Hallo,
nachdem ich mich jetzt ein wenig ins Forum eingelesen habe, bekomme ich Lust, auch mal wieder was zu bauen.
Weiß jemand von Euch, wohin die schöne Seite www.kreuzotter.de "hingekommen" ist.
Wer hat Erfahrungen mit geschobenen Schwingen - Eigenbau etc. Einiges habe ich schon per SuFu gefunden, war aber zum Weiterdenken nicht so ganz ergibig.
Gruß
Matthias
 
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Hi,

glückwunsch erstmal zu dem gelungenen Eigenbau auch von mir. Sieht super aus.

In deinem ersten Post hast du geschrieben, dass du in die Capa 20 noch zusätzliche Federn eingebaut hast. Ich habe mir in meine Hornet eine Capa 20 eingebaut und das gleiche Problem. Die ist einfach viel zu weich.

Was für Federn hast du genommen? Kann man die irgendwo bestellen?

Gruß

Peter
 
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Hallo Peter,

die Federn waren - glaube ich - aus einer anderen kaputten Federgabel.
Wichtig war für mich der Durchmesser (passen genau durch die Gummidichtung am Tauchrohr), und die Federhärte passte ungefähr.
Die Länge habe ich selbst angepasst.

Viele Grüße
 
K

knever

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Um es kurz zu machen: Ganz toll gemacht! Und die Verarbeitungsqualität sieht auch gut aus!

Mfg

Christian
 
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Hallo Peter,

die Federn waren - glaube ich - aus einer anderen kaputten Federgabel.
Wichtig war für mich der Durchmesser (passen genau durch die Gummidichtung am Tauchrohr), und die Federhärte passte ungefähr.
Die Länge habe ich selbst angepasst.

Viele Grüße
Ok, danke. Ich wollte dazu die ganze Zeit schon mal fragen, ob du nochmal ein Detailbild von der Anlenkung die du gefertigt hast einstellen kannst.

Ich wollte schon seit Ewigkeiten das Problem mal angehen an der Hornet die Gabel zu wechseln und habs nun endlich fertig. Hab mir ein Teil extra dafür in CAD gemacht und fräsen lassen. Wenn ich schaff stell ich mal Bilder in meinen Originalthread http://liegeradforum.de/forum/showthread.php?t=17764&highlight=elastomer+federgabel
Ich find das Thema interessant. Hab ewig überlegt und verglichen wie man das machen kann.
 
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Kannst du noch etwas genauer sagen, was für ein Bild du meinst, oder hat sich das im Gabelthread gefunden?
 
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Kannst du noch etwas genauer sagen, was für ein Bild du meinst, oder hat sich das im Gabelthread gefunden?
Hi, ich meinte die Anlenkung mit der du die Capa 20 und die Untelenkung verbunden hast. Da benötigst du ja einen Anlenkpunkt. Auf dem einen Bild sieht man klein ein Frästeil welches um das linke Standrohr geklemmt ist. Davon hätt ich gern mal ein Detailbild gesehen.

Viele Grüße, Peter

P.S.:
Zu dem Problem mit der weichen Gabel nochmal. Es gibt übrigens härtere Austauschfedern für die Capa 20. Weis nicht ob du das wusstest. Die werd ich erstmal probieren und wenn das nicht reicht, dann nehm ich die dann übriggebliebene weiche Feder und bau mir die von dir vorgestellte Lösung. Blöd, dass das 2. Standrohr kein Gewinde für den Stopfen der Federvorspannung hat, sonst könnte man einfach noch eine Feder auf der anderen Seite einbauen und Ruhe. Ich versteh das eh nicht, bei Paul Lange auf der Seite steht, die Federn wären standardmäßig für 60-85 kg eingerichtet. Ich bin max 75kg und bei mir geht die Gabel beim Draufsetzen schon fast voll rein.

Hast du die Elastomere eigentlich drin gelassen als du die zusätzlichen Federn eingebaut hast?
 
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Hallo doob,

hier ist ein Bild von der Anlenkaufnahme.
Was man auf dem Bild nicht sieht, es ist ein Stück 8mm dickes Alu mit einem großen Loch für die Gabel und einem Gewinde für das Kugelgelenk.
Das Gabelloch ist geschlitzt und wird mit einer M5 Schraube geklemmt. Man muss die Gabel auseinanderbauen, um die Aufnahme anzubringen.
Sie muss nicht bis ganz oben geschoben werden, da die Capa nicht so tief eintaucht.

Ich habe alles, was in der Gabel war auch wieder eingebaut plus die neuen Federn.

Auf dem Bild ist übrigens noch die alte Version für ein M6 Kugelgelenk; meine neuen haben M8 und die größere Kugel kam zu nah an das Gabelrohr.
Daher habe ich die alte Anlenkung über, (theoretisch auch die neue, wegen der neuen Gabel).

Viele Grüße
 

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Langsam wirds offtopic, aber eine Frage hab ich noch an dich, da du dich ja mit Metalverarbeitung anscheinend gut auskennst und auch die Gabel kennst.

Meinst du es wär technisch und mit vertretbarem Aufwand möglich sich in das rechte Standrohr das Innengewinde für den Stopfen der die Feder hält noch nachträglich schneiden zu lassen? Es ist wirklich schade, dass das fehlt, da die Gabel ja sonst symetrisch aufgebaut ist und man so auf die einfachste Art einen größeren Einstellbereich bekommen würde.
 
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Hallo,
das fehlende Gewinde auf der rechten Seite fand ich auch schade, wäre eine elegante Möglichkeit gewesen, aber:
Ich habe gerade noch mal grob gemessen, das Gewinde ist ungefähr 24X1, sogar eher 23,4X0,98; das steht bei mir im Tabellenbuch schon gar nicht mehr drin.

Mit anderen Worten, wenn es zufällig doch ein irgendwo übliches Gewinde ist und du jemanden fändest, der solch einen Gewindebohrer hat, ist es technisch gut möglich.

Vllt. realistischer wäre ein M24x1,5 metrisches ISO Feingewinde, das könnte gerade so reingehen (Rohr innen vllt. etwas ausschleifen) und ist DIN, d.h. es existiert irgendwo in Deutschland. Trotzdem müsstest du jemandem mit so einem Bohrer finden, da dieser wahrscheinlich sehr teuer ist.

Den Stopfen brauchst du ja auch noch, allerdings wäre das Außengewinde von einem Profidreher wahrscheinlich auch auf einer Drehmaschine herzustellen (also kein Schneideisen erforderlich).

Ich hatte damals überlegt, einen Stopfen zu machen, der einfach innen in das Gabelrohr geklemmt wird, etwa so wie ein älterer Vorbau in eine Gewindegabel geklemmt wird.
Das ist einfach herzustellen und die Klemmkraft könnte reichen. Nachteil: die Feder vorzuspannen ist schwierig und die Vorspannung ist schlechter einstellbar, müsste aber gehen. Hätte ich zuerst versucht, wenn ich dünnere Federn gehabt hätte.

Viele Grüße

Nachtrag: Habe gerade nochmal geschaut, M24x1 ist auch gebräuchlich; ein solcher Bohrer kostet bei ebay 30€. Könnte sogar sein, dass es genau dasselbe Gewinde wie in der Gabel ist.
 
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Ich habe gerade noch mal grob gemessen, das Gewinde ist ungefähr 24X1, sogar eher 23,4X0,98; das steht bei mir im Tabellenbuch schon gar nicht mehr drin.
Habs auch nochmal versucht, aber auch ohne Erfolg. Hab das Gewinde an dem Stopfen vermessen und komme auch auf 23,4X0,98. Dafür hab ich auch nix gefunden.

Ich hatte damals überlegt, einen Stopfen zu machen, der einfach innen in das Gabelrohr geklemmt wird, etwa so wie ein älterer Vorbau in eine Gewindegabel geklemmt wird.
Das hab ich auch überlegt, aber ich hab keinen Zugriff auf die Maschienen. Das Anlenkungsteil hab ich nur gezeichnet und dann herstellen lassen. Das hat sich gelohnt, weil es universell ist, aber in die 80€ Gabel speziell zu investieren ist irgendwie doof.

Ich hab jetzt für 2,50€ die härteste Feder die es über Paul Lange für diese Gabel gab. Das funktioniert.
 
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Doch nochmal was ganz anderes zu dem Thema.

Du hast ja jetzt diese Igus Gelenkköpfe dran. Sind die spielfrei? Ich habe Metallgelenkköpfe und die haben deutlich Spiel. Wollte erst auf Durbal Gelenke umbauen und hab dann gesehen, dass es das gleiche Format auch von Igus gibt.

Meine eigentliche Frage: Ich hab gedacht, dass die Winkelgelenkköpfe generell prinzipbedingt Spiel haben im Gegensatz zu diesen Gelenken die ein Auge haben wie die Durbaldinger. Deshalb wollt ich die eigentlich nicht mehr nehmen. Allerdings ist es sehr angenehm, die Lenkung schnell und ohne Schrauberrei abkoppeln zu können, was nur mit den Winkelgelenken geht.

Daher die Frage.
 
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Doob, meine Kugelgelenke sind nicht von igus, sondern von recumbentparts.

http://www.recumbentparts.com/main.html?c=5&s=Handlebars&k=1298552236&b=1774574983

Ich weiß nicht, ob es da Qualitätsunterschiede gibt.
Was ich aber weiß: zuerst hatte ich M5 Kugelgelenke von Conrad; die haben recht schnell Spiel entwickelt, was wirklich sehr schlecht für die Fahrstabilität war.
Als ich dann die recumbentparts Seite entdeckte, habe ich gleich diese teflonbeschichteten mit Auge bestellt, die angeblich lange spielfrei bleiben (habe ich mal irgendwo gelesen). Weil die auch noch günstige M6 Kugelgelenke auf der Seite haben, bestellte ich solche probeweise mit.
Diese probierte ich wegen besserer Optik (mein Geschmack) und leichter Montage zuerst und benutze sie bis heute. Die entwickeln anscheinend wegen der größeren Kugel wesentlich langsamer Spiel, jedenfalls ist es bis jetzt so gering, dass ich gut zurechtkomme.
Diese Teflon-Augen machen aber insgesamt einen höherwertigen Eindruck, und werden irgendwann die Kugeln ersetzen.
 

spreehertie

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Hallo,
...Vllt. realistischer wäre ein M24x1,5 metrisches ISO Feingewinde, das könnte gerade so reingehen (Rohr innen vllt. etwas ausschleifen) und ist DIN, d.h. es existiert irgendwo in Deutschland. Trotzdem müsstest du jemandem mit so einem Bohrer finden, da dieser wahrscheinlich sehr teuer ist....
Warum? In der Bucht gibt es sowas immer mal günstig, z.B. unter <200358614935> . ;)

Gruß
Felix
 
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Felix, schau noch mal post #74 ganz unten ;-).
 
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Zu dem Problem mit der weichen Gabel nochmal. Es gibt übrigens härtere Austauschfedern für die Capa 20. Weis nicht ob du das wusstest. Die werd ich erstmal probieren und wenn das nicht reicht, dann nehm ich die dann übriggebliebene weiche Feder und bau mir die von dir vorgestellte Lösung. Blöd, dass das 2. Standrohr kein Gewinde für den Stopfen der Federvorspannung hat, sonst könnte man einfach noch eine Feder auf der anderen Seite einbauen und Ruhe. Ich versteh das eh nicht, bei Paul Lange auf der Seite steht, die Federn wären standardmäßig für 60-85 kg eingerichtet. Ich bin max 75kg und bei mir geht die Gabel beim Draufsetzen schon fast voll rein.
Ich habe ein erfreuliches Update zu diesem alten Thread: Die Standrohre der aktuellen Capa T20 sind komplett symmetrisch.

Hab gerade eine vom Händler geholt und wollte sie zwecks Anbringung einer Spurstangenanlenkung zerlegen, da habe ich gesehen, dass in beiden Standrohren Gewinde sind. Soweit ich das sehen kann, ist nach wie vor auch alles andere symmetrisch aufgebaut, der Stopfen für die Vorspannungseinstellung passt auch in das andere Standrohr. Wenn man eine zweite Feder nachrüsten will, braucht man offenbar:
(1) die Feder
(2) einen zweiten Schraubstopfen für die Vorspannungseinstellung
(3) ein Stück Folie o.ä., das um die Feder gelegt wird und deren direkten Kontakt zum Standrohr vermeidet
(4) Fett
Sehr sinnvoll ist ein extralanger Inbusschlüssel (mind. 19cm lang, wahrscheinlich 5mm), um beim Zerlegen die Federstützen innen gegenhalten zu können. Es geht zur Not auch, wenn man die Stütze mit irgendetwas anderem stark gegen den Tauchrohrboden presst, vorzugsweise mit etwas kantigem, das zumindest leicht in den Sechskant greift.


Viele Grüße,
Stefan
 
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