GRIN entwickelt HR-Direktmotoren für echte Steckachsen und einseitige Achsaufnahme: Welche einseitige HR-Achsaufnahme ist bei Velomobilen gängig?

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Justin (Firmeninhaber von GRIN Technologies) hat EBS gerade in Heidelberg besucht und wir hatten drei Tage intensive Arbeitsbesprechungen mit ihm, war richtig klasse. Wir werden unsere Zusammenarbeit weiter intensivieren, uns gegenseitig unterstützen, unsere Kräfte bündeln und nächstes Jahr gemeinsam auf der SPEZI und auf der Eurobike einen Messestand haben. Eines seiner Projekte ist die Entwicklung eines relativ leichten Hinterrad-Direktläufers (einen entsprechenden Vorderradmotor hat er schon) für echte Steckachsen (also keine Achsstummel-Adapter) und einseitige Achsaufnahme. Es tauchte dabei die Frage auf, welche einseitige Hinterrad-Achsaufname bei Velomobilen gängig ist. Er hätte am liebsten einige Bilder der Hinterrad-Achsaufnahmen und die Bemaßung. Könnt ihr da helfen und hier im Thread entsprechendes posten? Dann schicke ich Justin den Link auf diesen Thread. Und wenn ihr noch sonstige diesbezüglichen Wünsche und Anregungen habt, dann nur zu. Danke!
 
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Ich werd für die Frage (aus diversen Gründen) bestimmt ein paar :rolleyes: ernten:
@Reinhard Du hattest doch mal ein DF-"Moped" angedacht, das an der fehlenden Hinterradbremse gestorben ist.
Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen? Braucht es explizit eine mechanische Hinterradbremse, oder wäre auch eine elektrische Reku-Bremse ausreichend für eine Betriebserlaubnis?
 
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Es ist eine 19mm Steckachse mit Bund. Toleranzen sind wohl auf die zugekauften Lager abgestimmt. Die Achse wird durch Schwinge, Freilauf und Nabe gesteckt, die Nabe wird dann mit einer M10 Schraube an die Schwinge gespannt. Die Achse hat keine formschlüssige Verdrehsicherung, sie ist nur axial geklemmt. Dreht garantiert. Die Achse ist hohl, die M10 Schraube wird "von hinten" per Innensechskant mit einem überlangen Inbusschlüssel angezogen/gelöst. Das ist aber nicht unbedingt nötig, man käme im Radkasten auch an eine normale Sechskantschraube. Schlimmstenfalls braucht es eine Wartungsöffnung links im Radkasten.
Ohne Steckachse ist das Konstrukt nicht montierbar.
Mit Steckachse ist die Kabelführung eine Knacknuss.
Die Drehmomentstütze wird auch schwierig. Die Schwingen sind dünnwandig und rund. Und zwischen Nabe und Schwinge ist der Freilauf.
Das nächste Novum könnte der Motorfreilauf sein. Du kannst ein schnelles leichtrollendes VM nicht per Zwangsreku ausbremsen. So eine Spassbremse will keiner haben.
Antriebseinflüsse auf die Federung müsste man noch anschauen.

Für genaue Masse: Daniel, ICB, VMRO und Räderwerk. In der Reihenfolge.
 
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Die Radkastenwand wäre auch noch zwischen Nabe und Freilauf. Das Drehmoment muss also zwangsläufig durch die Steckachse.
 
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Das nächste Novum könnte der Motorfreilauf sein. Du kannst ein schnelles leichtrollendes VM nicht per Zwangsreku ausbremsen. So eine Spassbremse will keiner haben.
Könnte man mit schnelllaufendem Motor (den Grin Direkt Drive Motor gibts mit 12rpm/V) und 15s/55V Akku umgehen. Zwangsreku sollte damit erst um die 80km/h einsetzen. Bei 14s/52V Akku sollte das immer noch knapp über 70km/h sein.
Die maximale Unterstützungsgeschwindigkeit muß man dann natürlich elektronisch begrenzen (zb mit dem Cycle Analyst).
 

Reinhard

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Braucht es explizit eine mechanische Hinterradbremse, oder wäre auch eine elektrische Reku-Bremse ausreichend für eine Betriebserlaubnis?
Mechanisch/hydraulisch muss es schon sein. Reku reicht nicht.

Wenn man von den aktuellen VMs mit einseitiger Schwinge ausgeht, wird das m.E. mit einem Motor im HR solange nichts werden, bis die Schwinge wieder beidseitig die Achse hält ... Es mag sein, dass das einseitig irgendwie geht, aber für "irgendwie" und Mini-Stückzahlen macht sich Justin sicherlich nicht die Arbeit und wenn wäre es für Interessenten auch kein Plug&Play.

M.E. wäre es viel zielführender und lukrativer einen schmalen und leichten TL-Motor zu entwickeln.
 
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Du kannst ein schnelles leichtrollendes VM nicht per Zwangsreku ausbremsen. So eine Spassbremse will keiner haben.
Ich schon!
Was ist dabei, wenn so ein Leichtfahrzeug z.B. ab 50km/h leicht bremst und Lageenergie in den Akku zurück liefert statt sie durch Luftverwirbelung bei 100km/h zu verlieren.
Ob so ein Fahrzeug bei anhaltendem Gefälle aus 100km/h mit Trommelbremsen überhaupt noch zum Stehen kommt ist auch fraglich.

Man sollte sich keinen unnötigen Risiken aussetzen. Das "normale" Verkehrsrisiko genügt bereits.
 
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Wünsche und Anregungen habt, dann nur zu. Danke!
Danke, Didi, für das freundliche Angebot!
.E. wäre es viel zielführender und lukrativer einen schmalen und leichten TL-Motor zu entwickeln.
Hinterradschwingen sind im VM recht unterschiedliche verbaut. Mit
- Feststehender Steckachse,
- mitdrehender "Achse" ( d.h. Welle)
- Verschieden breite Radkästen
- Kühlprobleme möglich
- Montageprobleme
...
Im VM wäre die universellste Lösung ein Tretlagermotor mit ca 110-120 mm Länge der Welle.
Bafang/Bosch/Shimano haben 155 - 165 mm, bzw im betriebsbereiten Zustand mit geraden Kurbeln dran 185 - 195 mm Breite (Q-Faktor). Das ist für viele VM zuviel und für viele Fahrerinnen unschön breit zu treten.

Auch kann im VM ein Motor leichter gebaut sein (Muss nicht das Fahrergewicht tragen, kein Wiegetritt) und dennoch lange leben, da er nicht ständig laufen müsste (Man ist schnell über den zulässigen 25 kmh) Ein Ventilatoranschluss sollte allerdings mitgedacht werden.
 
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Ob so ein Fahrzeug bei anhaltendem Gefälle aus 100km/h mit Trommelbremsen überhaupt noch zum Stehen kommt ist auch fraglich.
Ja natürlich. Sicher gibt es verschiedene Geschmäcker. Ich bewundere Dein Gemüt.

Auf meinem Arbeitsweg fahr ich täglich 80 (im Winter 70) über mehrere Kilometer wegen leichtem Gefälle. Das ist dort wo ich im Alltagsmodus in die andere Richtung nur noch 30 schaffe. Und da ist kein Berg weit und breit. Es wäre schade darauf verzichten zu müssen und zwangsweise jedes Gefälle herunterschleichen zu müssen.

Im übrigen setzt die Reku gleich über der Leerlaufdrehzahl ein, und die legt man, wenn man den Motor auf Effizienz optimiert, auf 1.1 ... 1.2x zulässige Höchstgeschwindigkeit aus, also ab 30 in Europa bzw. ab 40 in USA wird es Dich einbremsen.

Es ist E-Biker-Denke, kommt von unverkleideten Uprights, dass man mit Motor schneller fahren kann als ohne. Beim VM ist es genau andersrum. Du kannst ohne Motor schneller fahren als mit seinem Schleppmoment. Der Motor ist nur zum Anfahren und am Berg über 5% sinnvoll und die restlichen 90% der Fahrzeit soll er sich möglichst unbemerkbar machen (und nicht 3-4kg wiegen und surren wie ein überdimensionierter Nady).
Ein mittelmässiges VM hat vorne 70 Zähne montiert. Und die Klientel fährt 100 U/min Kadenz. Was spricht gegen eine Freilaufgelagerte Magnetglocke im Gehäuse?
 
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Ein superleichter Tretlagermotor mit möglichst geringem Q-Faktor wäre wünschenswerter, denn das gibts am Markt auch nicht (Vivax ausgenommen, ist aber im VM auch sehr schwierig zu montieren).
Ein Nabenmotor bringt, im VM, mehr Nach- als Vorteile mit sich.
 
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Ein superleichter Tretlagermotor mit möglichst geringem Q-Faktor
Ist zwar hier OT, aber wenn man das 70er Kettenblatt was ja ohnehin recht steif gebaut ist mit Dauermagneten beklebt und dort wo es am Mast vorbeikommt sagen wir 3 Spulen montiert (und einen Hall-Sensor) dann ändert sich der Q-Faktor nicht und man kann seine Lieblingskomponenten einsetzen. Könnte laut werden wenn das Kettenblatt mitschwingt, aber leicht isses, weil nur Neodym und Kupfer zusätzlich wiegen. Die ganze Tragstruktur und Lagerung der Maschine gibt's ja eh schon.

Und jetzt erkläre ich theatralisch end of off topic und beruhige damit mein schlechtes Gewissen eine Thread-Kaperung eingeleitet zu haben...
 
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Und da ist kein Berg weit und breit. Es wäre schade darauf verzichten zu müssen und zwangsweise jedes Gefälle herunterschleichen zu müssen.
Dann kann man zwei der drei Phasen mir einem 2-poligen Kippschalter situationsabhängig wegschalten, wenn es dort gerade so störend ist.
Ich würde auf so einer Idealstrecke dennoch reku-bremsend mit 50 fahren und die Energie für den folgenden Anstieg nutzen.
Was spricht gegen eine Freilaufgelagerte Magnetglocke im Gehäuse?
Gibt es wie du weist !
Hat sich aber auch nicht durchgesetzt.
 

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@Reinhard Du hattest doch mal ein DF-"Moped" angedacht, das an der fehlenden Hinterradbremse gestorben ist.
Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen?
Eine fehlende HR-Bremse ist nur ein Problem bei der Zulassung eines DF und das wäre relativ einfach konstruktiv lösbar.

Nicht so einfach lösbar ist die Sitzhöhe.
Der Beckenknochen muss mindestens auf einer bestimmten Höhe sein.
Diese Höhe wird von Alleweder, Leiba und Sunrider so grade erreicht.
Ein DF ist dafür (leider viel) zu niedrig.
Der hat geladen 63V.
>60V ist für eine Zulassung eine seperate Prüfung nötig.

Wenn schon >60V würde ich direkt auf 20S gehen.
Mit 12rpm/V sind das (bei 2 Meter Umfang) um 95km/h bei leerem (66V) Akku.
Da stört dann auch eine Zwangsreku nicht mehr.
:cool:
 
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