Flevo - Fragen eines Anfängers zur Technik

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Hallo Velomobilforum, Flevonauten und Knickyluten,
ich lerne zur Zeit emsig Flevofahren und komme unerwartet schnell in Sphären, die mich das Ding als Alltagsrad nutzen lassen bzw. die erste Tour steht an.

Da ich den Faden zum Flevofahren nicht mit meiner Fragerei sprengen will (Danke für die Anregung Krischan!), hier nun meine Fragen:
  • Hat jemand eine Idee, wo ich Ersatzteile herkriege, wenn der Edelmaier weg ist? Siehe dazu auch: https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/keine-neuen-flevos-mehr.60577/ insbesondere die Gummis machen mir Sorgen - außerdem habe ich an meinen bisherigen Rädern auch schon mal das Tretlager geschrottet.
  • Ähnliches Problem: an meinem Flevo befindet sich zwar ein Kettenblattsatz mit drei Ritzeln oben, aber kein Umwerfer geschweige denn der Halter dafür. Umwerfer kann ich mir kaufen, aber die Halterung dafür... Hat jemand sowas schon mal gebaut? In den Plänen vom Flevo-Fanclub (http://flevofan.ligfiets.net/ch5/e-flevoracer-elastomer.zip) habe ich jetzt eben Nix gefunden - oder ich habe nicht genau genug gesucht.
  • Wie löst Ihr den Spritzschutz am Hinterrad? Ich habe mich Gestern beim ersten Regen seit Langem dermaßen eingesaut...
  • Was für Regenklamotten tragt Ihr bzw. wie ist euer Nässeschutzsystem? Ich habe bisher für mein UP Poncho und Überschuhe von Vaude (bis zum Knie) genutzt und bin damit sehr zufrieden - die gehen aber für nen Liegerad gar nicht. Ich will aber trotzdem bei jedem Wetter fahren!
  • Hat jemand Erfahrung mit der Nachrüstung von Scheibenbremsen? Ich würde mir gerne langfristig Scheibenbremsen einbauen. Dafür muss dann aber der entsprechende Adapter angeschweißt werden...
Grüße aus Hannover,
der nixahnende Niko
 
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Zum Lenkungsdämpfer gibts ein paar Sachen:
oder hier
den finde ich besonders cool ;)
Fahr den alten, bis er reißt. Dann brauchst Du ihn bei Deinen Fortschritten nicht mehr :)
Gruß Krischan
 
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Wie löst Ihr den Spritzschutz am Hinterrad?
Gegenfrage: Was spricht gegen ganz normale Schutzbleche? Das ist ein etablierter Ansatz, der auch an ganz gewöhnlichen Rädern genutzt wird.
Es gibt natürlich Racer, da ist so wenig Platz zwischen Reifen und Gabel, dass es nicht passt. Dann kann man auch am Gepäckträger mit einfacher Isomatte einen Abweiser basteln.

Was für Regenklamotten tragt Ihr bzw. wie ist euer Nässeschutzsystem?
Es regnet ja eh fast nie... Löffler Colibri Jacke und Hose, dazu bei Bedarf einen Südwester. Bei sehr langen Regenstrecken habe ich aber bemerkt, dass die Jacke wasserdicht ist: Es ist an den Ellenbogen nichts rausgelaufen, beim Aufstehen dafür ein ordentlicher Schwall vorn durch die Bündchen. Aber das war damals eine Strecke von 200 km, die vorrangig in starkem Regen stattfand.

Hat jemand Erfahrung mit der Nachrüstung von Scheibenbremsen?
Nein, mein kleiner Racer hatte von Beginn an Scheibenbremsen dran. Beim Racer hatte das @Fetzer meines Wissens mal gemacht, um 24" mit dicken Reifen fahren zu können, der Platz für die Scheibe scheint beim Racer also da zu sein, während bei 20" Flevos die Gabeln zu schnell zu schmal werden, wenn es nicht vorgesehen ist.

Gruß,
Martin
 
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  • Was für Regenklamotten tragt Ihr bzw. wie ist euer Nässeschutzsystem? Ich habe bisher für mein UP Poncho und Überschuhe von Vaude (bis zum Knie) genutzt und bin damit sehr zufrieden - die gehen aber für nen Liegerad gar nicht. Ich will aber trotzdem bei jedem Wetter fahren!
Ich hab mir mal eine komplette Regenmontur gekauft. Jacke/Hose. Klassisch Gummi, mit Gummibündchen. Nicht atmungsaktiv. Überzieher für die Schuhe. Damit konnte ich bei jedem Regenwetter fahren. Also man wird natürlich irgendwie von innen nass wegen der mangelndem Atmungsaktivität. Aber dafür bleibt es schön warm.
 
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Was für Regenklamotten tragt Ihr bzw. wie ist euer Nässeschutzsystem? Ich habe bisher für mein UP Poncho und Überschuhe von Vaude (bis zum Knie) genutzt und bin damit sehr zufrieden - die gehen aber für nen Liegerad gar nicht. Ich will aber trotzdem bei jedem Wetter fahren!
Ich hatte mir damals für's Flevotrike ein Dach gebaut, das die Kurvenbewegung mitmacht und mich auch dabei leidlich trocken ließ.
 
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Mein erster Spritzschutz war aus den Resten einer Schrank-Rückwand geschnibbelt und wurde später durch nicht-gilbende Fensterpaneele vom örtlichen Fensterbauer ersetzt. Tut, was es soll - funktioniert aber nicht bei 28"-Rädern. Bei 28" kann man hinten ein angepasstes Standard-Schutzblech montieren.

Leider hat sich herausgestellt, dass selbst der beste wasserdichte Reißverschluß irgendwann Wasser durch lässt. Fahre bei Regen deshalb gerne mit einer Schlupfjacke. Weil auch bei teuren Regenhosen irgendwann die Nähte durch die Reibung durchlässig werden, nehme ich nur noch günstigere.
Wenn Wolkenbrüche angesagt sind, nehme ich trockene Wechselklamotten mit.

Meine beiden Racer haben Scheibenbremsenaufnahmen. Aber ich habe auch schon andere Rahmen gesehen, die das nicht hatten. Ich meine, @Fetzer hätte mal eine Scheibenbremsaufnahme nachgerüstet.
 

-cr

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  • Wie löst Ihr den Spritzschutz am Hinterrad? Ich habe mich Gestern beim ersten Regen seit Langem dermaßen eingesaut...
  • Was für Regenklamotten tragt Ihr bzw. wie ist euer Nässeschutzsystem? Ich habe bisher für mein UP Poncho und Überschuhe von Vaude (bis zum Knie) genutzt und bin damit sehr zufrieden - die gehen aber für nen Liegerad gar nicht. Ich will aber trotzdem bei jedem Wetter fahren!
  • Hat jemand Erfahrung mit der Nachrüstung von Scheibenbremsen?
  • Packtaschen scheinen erstaunlich effektiv als Spritzschutz am Hinterrad zu sein - zumindest beim 20"-FlevoBike: Nach Regenfahrten sind bei mir Helm und Schulter hinten nur rechts eingesaut (auf der Seite hängt keine Packtasche).
  • Regenkleidung:
    • leichter, warmer Regen => keine
    • starker oder kalter Regen auf kürzeren Strecken => dünne Regenjacke (aktuell Jack Wolfskin Cloudburst), bei Bedarf wärmende Schichten darunter
    • ... auf langen Strecken (wenn sich das wirklich nicht vermeiden lässt) => zusätzlich dünne Regenhose (Vaude ..., noch dünner als o.g. Jacke)
  • Falls es den Edelmaier doch noch gibt: Vorder- und Hintergabel einzeln nachkaufen? (Die letzten Modelle von ihm hatten Scheibenbremsen.)
 
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Hat jemand Erfahrung mit der Nachrüstung von Scheibenbremsen?
Hallo Nico,

ich wurde hier ja schon zitiert: mein Scheibenbremsen-Umbauthread ist hier.

Ich fahre meinen Racer jetzt seit 2 Jahren so ohne größere Probleme. Bremskraft ist hervorragend und ich bin sehr angetan vom Fahren auf 24"-Ballonreifen.

Die Bremsen wirklich schleiffrei einzustellen ist etwas frickelig, ist ja auch eigentlich eine DIY-Bastellösung (Nicht-Liegeradler reagieren auf meine Beschreibung "Die Scheibenbremsen? Hab ich selbst nachgerüstet. Hab einfach Löcher in den Rahmen gebohrt und Bremssättel angeschraubt." zuweilen mit Unverständnis bzw.::eek:).

Die HR-Schwinge ist etwas weich und kann sich verziehen (hab sie schon mal zurückgebogen). Einstellung wäre mit mechanischen Bremsen evtl. einfacher, aber es müssen halt welche vom Typ Flat Mount sein. Gibt's dann nur von TRP, soviel ich weiß.

Bei Interesse schicke ich Dir gerne weitere Detailfotos meines Umbaus.

Gruß Fetzer

Tipp: Flat Mount Bremsen findet man immer wieder mal recht günstig auf Kleinanzeigen (Fehlkäufe).
 
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Hast Du Bilder von?
Das Dach wurde im Mai diesen Jahres auseinandergenommen; einerseits, weil's seit 2013 eh nicht mehr in Verwendung war, andererseits, weil Teile davon für den hundetauglichen Umbau des Fahrradanhängers verwendet worden sind.

Was macht Dein Trike?
Seit 2013 demontiert; das defekte Zentralgelenk wurde nie wieder richtig heile bekommen.

Seit 2013 steht das Teil demontiert in Einzelteilen, also auch unbenutzbar herum. Damalige Spezialanfertigungen sind gerade am neuen Minirad/Klapprad im Einsatz.
 
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Neee... ich mache erstmal mein Biest schick. Und dann überlege ich mir ein neues zu bauen, was die Features hat, die ich mittlerweile gerne hätte:
  • Scheibenbremsen (dafür eine stabilere Hinterradschwinge)
  • Rahmen ein wenig größer (damit ich dickere Mäntel auf die Räder kriege und Schutzbleche installieren kann)
  • Ich bin ja ein großer Fan von Riemenantrieb mit Rohloff - das würde ich dann auch vorsehen.
  • Ein Gepäckträger, der richtig stabil ist - bei meinem jetzigen Modell habe ich ein wenig Sorge, dass der es durchhält, wenn ich mit dem Biest auf Reisen gehe
Im Moment bin ich aber noch gut und ausreichend damit beschäftigt, fahren zu lernen, dass das Biest und ich uns aneinander gewöhnen und dass ich meine ersten Erfahrungen sammle bzw. ein Alltags- und reisetaugliches System habe, bevor ich solche großen Projekte starte...

aber das ist ja immer mal so und mal so mit den Projekten in der Pipeline.;) Wer weiß wie es weitergeht!

Grüße,
Niko
 
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Ich bin ja ein großer Fan von Riemenantrieb mit Rohloff - das würde ich dann auch vorsehen.
Da bin ich gespannt: Riemenantriebe benötigen zwischen vorderer und hinterer Riemenscheibe eine sehr genaue und unter Last stabile Flucht. Das muss also entsprechend steif werden, während sich beim Flevoracer ja das Rahmenrohr beim starken Reintreten durchaus ein wenig verwindet. Außerdem muss man halt einen Riemen in der richtigen Länge bekommen. Mir ist noch unklar, ob Du 20" oder 26" fährst, aber zumindest bei 20" kommt erschwerend noch die magere Auswahl an großen Riemenscheiben dazu.

Beim Gepäckträger kannst Du dann bei meinem abgucken, der trägt so einiges und hochkant stehend auch das ganze Rad.

Gruß,
Martin
 
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Das mit der Knicklenkung, die beim Flevotrike, also dem 3-Rad-Flevo, stärker zur Auswirkung kommt, als beim Flevobike, also dem 2-Rad-Flevo, sollte berücksichtigt werden, daß es Fluch und Segen zugleich sein kann, einen Knicklenker zu fahren; der Knicklenker bescherte mir einen tlw. Bandscheibenvorfall, war aber auch daran beteiligt, daß dieses wieder behoben wurde. Beim Knicklenker ist unbedingt auf darauf zu achten, daß der Sitz den individuellen Rückenverlauf optimal nachbildet.
 
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Riemenantrieb mit Rohloff
Darüber habe ich auch nachgedacht für meinen schwarzen Racer - aber wieder verworfen, weil der mit Kettenschaltung schön leicht und schnell ist... Stattdessen habe ich größere Kettenblätter montiert.

Genial! Aber dafür hast Du den Aufsteller opfern müssen, oder?

daß der Sitz den individuellen Rückenverlauf optimal nachbildet
Aus diesem Grund habe ich unter meinem Sitzkissen zwei Evazote-Stücke. Nachdem ein starker Wind mir die mal auf Nimmerwiedersehen weggepustet hat, habe ich die mit Klettstreifen befestigt.
Ich habe jedoch gemerkt, dass der Stop&Go-Verkehr in der Stadt (Ampel, Kreuzung, etc.) stärker auf den Rücken geht als alles andere.
 
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Genial! Aber dafür hast Du den Aufsteller opfern müssen, oder?
Kein Opfer, nein. Das erste Flevo, das ich je in Aktion gesehen habe, war unser erster Selbstbau und diesen komischen Bügel in der Anleitung haben wir damals nicht verstanden, daher nicht eingebaut und daher nie verwendet. Positiver Nebeneffekt: Bei meinen Flevos fällt die Hinterradgabel beim Tragen nicht runter, weil der Elastomer oben und unten befestigt ist.
Inzwischen weiß ich zwar, wie es sich mit dem Bügel fährt, aber das bestätigt mich nur in meiner Auffassung, dass das Weglassen kein Opfer ist.
Aber stimmt, am Racertje ist der Gepäckträger ungefähr dort befestigt, wo der Hochsteller sonst wäre - ist aber Zufall.

Gruß,
Martin
 
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Scheibenbremsen (dafür eine stabilere Hinterradschwinge)
Wurde hier noch nicht disskutiert wozu das gut sein soll?
Es ist ja immer die gleiche Diskussion. Bei "Neulingen" weiß man aber nie ob sie diesen Wunsch aus Überzeugung oder aus medialer Verbledung äußern.

Dass mehr als ein Penninger auch beim Flevo nicht zu erwarten ist, ist Dir Bewusst?
Wenn ich dann noch dein Wohnort in Betracht ziehe...

Bin vor zwei Wochen den Fernpass nach Norden runtergefahren (Up, ViaClaudia) und habe testweise nur die Hinterrad-V-Brake verwendet.
Systemgewicht 100kg.
Ergebniss: Keine Auffälligkeiten, Felge immer kurz geprüft. am Ende Heiß, aber noch für 3Sekunden berührbar, also höchstens 60-70°C.
 
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