Corona-Virus

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Es wird aber gezielt getestet, alle Kollegen und direkten und indirekten Kontakte sowie die Leute, die hellhörig geworden genauer auf Symptome achten.
Bei einem länger laufenden Cluster findet man den Cluster aufgrund der Klinikeinweisungen - in der zweiten Woche kommen die ersten mit schweren Symptomen dort an, wie @christoph_d zusammengesucht hat.
Eben. Und unter jungen, gesunden Menschen ist die Wahrscheinlichkeit einer Einweisung ziemlich gering, so dass es vor der Entdeckung des Clusters bereits eine größere Zahl länger zurückliegender Infektionen gab. Letztlich ist das Verhältnis zwischen der Zahl der positiven PCR-Tests und der Zahl der positiven Antikörpertests (zum gleichen Zeitpunkt oder dann, wenn alle PCR-positiven Zeit hatten, auch Antikörper zu entwickeln) ein Indikator für den Reproduktionsfaktor.
 
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@ Tönnies hotspot
ich wohne ja im Hotspot, so wie ich das aus den Lokalradios gehört habe, sind die meisten Infektionen in der Zerrlegeabteilung entstanden und der Hygiene Prof. geht davon aus, das es durch die Umluftlüftung, die (so wie ich mich erinnere gehört zu habe) keine Filterstufen besitzt, befördert wurde. Irgendwelche Filterstufen oder auch noch UV-Licht hätten also Schlimmeres verhüten können. Das Bedeutet das die teilweise Katastrophale Unterbringung nicht der Hauptgrund für die Masseninfektion sind. Da die Massentestungen in allen umliegenden Städten nur wenige positve Ergebnisse gebracht hat, gehe ich persönlich davon aus, das der Spuk hier schneller vorbei sein könnte, als erst gedacht. Wer sich anstecken konnte, ist jetzt wohl bereits mit Viren benebelt worden, so das die Quarantaine-Zeit, die man braucht um ein Überspringen in die Normalbevölkerung zu verhindern recht kurz gehalten werden kann.

Ferner kam heute in Radio Gütersloh die Meldung, das es wohl einen gemeinsamen Gottesdienst von Tönniesmitarbeitern und Mittarbeitern aus einem anderen Schlachthof dessen Namen ich mir nicht merken konnte gegeben hatte, wo sich die Tönniesmitarbeiter angesteckt haben könnten, denn in der anderen Schlachterei gab es bereits Wochen vorher einen Coronaausbruch. Halleluja:eek:

Die Religion hat also mehr Einfluss auf das Weltgeschehen, als mir lieb ist.:confused:

In meiner Straße gibt es auch ein Haus mit Tönniesarbeitern die wurden diese Woche von der Bundeswehr zum testen aufgesucht und heute fuhren auch schon Polizeibullis Patrolie

Meine Arbeitskollegin die am Dienstag in Kurgefahren war durfte kurz nach der Ankunft die Koffer wieder ins Auto packen und verduften, weil sie ein WAF Kennzeichen am Wagen hatte. Dabei hat gerade sie die Kur wirklich nötig....berufstätig, zwei kleine Kinder, Kitas dich. Die Kinder musste sie öfters ins Büro mitbringen, weil es nicht anders ging. An das alles wegen Filtersparerlaubnis und Kompakt-Gottesdiensten ?
 
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Das die Klimaanlage angeblich keine Filteranlage gehabt hat, glaube ich kaum, Ich habe noch keine Klimaanlage gesehen, die keine Filter hat. (Im Rahmen von ISO 45001 Audits prüfen wir die Prüfprotokolle bei uns im Unternehmen, es gibt keine Anlage die keine Filter hat) Es ging, wenn ich die Pressekonferenz richtig verstanden habe, darum, dass keine Virenfilter wie sie in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, vorhanden waren. Der Professor wies ja auch darauf hin, das diese Erkenntnis neu ist. Bezüglich der angeblichen Übertragung beim Gottesdienst,https://www.radioguetersloh.de/nach...e-fuer-corona-ausbruch-bei-toennies-sein.html sollte man schon den Konjunktiv beachten.

Ich kenne Hinweise und Einschätzungen mehr aus UK und USA, (beide eher noch skeptisch für nicht klinische Anwendungen,https://www.hse.gov.uk/coronavirus/equipment-and-machinery/air-conditioning-and-ventilation.htm

Für Deutschland als Beispiel: https://www.haustec.de/klima-lueftu...pfehlungen-fuer-den-betrieb-von-lueftungs-und

Captain Hindsight hat natürlich jetzt den Schuldigen gefunden! :)

Rwd
 
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das da überhaupt mit Umluft gearbeitet wird und keine Frischluft über Wärmetauscher rein kommt scheint alles der Kostenreduktion geschuldet zu sein. Filterstufen müssten ja auch gewartet werden das kostet ja auch nur....(n)

Puuh !!

@runwithdog danke für die links
die gute Nachricht ist das Filterstufen wahrscheinlich schneller nachgerüstet werden könnten als alle anderen Maßnahmen, obwohl mir nichts daran liegt das der Laden überhaupt wieder in Betrieb geht.
 
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das da überhaupt mit Umluft gearbeitet wird und keine Frischluft über Wärmetauscher rein kommt scheint alles der Kostenreduktion geschuldet zu sein. Filterstufen müssten ja auch gewartet werden das kostet ja auch nur....(n)

Puuh !!
Ich bin kein Gebäudetechniker, aber ich kenne wieder keine Anlage, die 100 % Frischluftanteil hat. Wir messen natürlich die Luftqualitätswerte. Und es sind natürlich nicht nur Kosten, auch die Energieeinsparungen gem. diverse Gesetze treiben beabsichtigt Effizienz.https://www.tuev-nord.de/fileadmin/...n_an_Kaelte-_und_Klimatechnischen_Anlagen.pdf

In UK gibt dafür externe „ESOS“ Audits, und nächstes Jahr müssen bestimmte Unternehmen den CO2 Footprint veröffentlichen. Hier gilt vergleichbares, aber ohne praktische Erfahrungen meinerseits. Selbstverständlich werden Filter gewartet!

Tönnies hat sowohl ein Energiemanagement System (vermutlich wegen dem dt. Pendent zu ESOS) als auch ein Umweltmanagementsystem https://toennies.de/verantwortung/nachhaltigkeitsthemen/ressourcenschutz/

Es ist nicht alles nur schwarz und weis! Wenn sich die Hypothes mit der Klimaanlage bestätigen sollte, muss selbstverständlich nachjustiert werden. Aber ich würde mir den Laden erstmal ansehen, bevor ich wild spekuliere,

rwd
 
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Naja,
Der Haustec Link ist von Ende März und verliert kein Wort zu Aerosolen. Mit heutigem Kenntnisstand ist der Text nicht viel wert.
Ich würde da eher auf den Fachverband Gebäudetechnik hören, die Ende April ein Statemenz verfasst haben:

Hier werden Hepa Filter empfohlen, deren Nachrüstung ist aber nicht ganz trivial.

—Rainaari
 
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@Rainaari , sehr gutes Dokument, ändert aber nichts an der Aussage , Zitat Seite 2: „eine Übertragung von Coronaviren über Lüftungs/Klimaanlagen kann nach jetzigen Kenntnisstand ausgeschlossen werden“ Siehe auch die dort angeführte Quelle des RKI. Klar, mehr geht immer, ich bin mit meinem Real Estate Kollgen mal durch das FCA Dokument gegangen.

Interessant auch die Anmerkungen zur Luftfeuchte, die in der Pressekonferenz als Rahmenbedingung erwähnt wird.

Bei einer Risikobeurteilung eines Prozesses wird man immer auf diese oder ähnliche Dokumente zurückgreifen. (RKI, DGUV, Fachverband) Ende März und April wird eine Aerosolverbreitung von den relevanten Stellen für nicht wahrscheinlich gehalten, (für nicht klinische Umgebungen)

Derzeit ist die Klimaanlage eine Hypothese. Erscheint mir als Laie plausibel, aber massgeblich ist sie (noch ?) nicht.

rwd
 
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Es geht ja auch um eine multikausale Kette, und eine der Fragen war eben, warum sich das Virus so schnell ausbreiten konnte. Ich finde die Studie jetzt so schnell nicht, aber auch bei einem Koreanischen Restaurant hatte man Aerosole und Luftbewegung im Verdacht. Natürlich ist es nicht alleine die Klimaanlage, es KÖNNTE aber ein weiterer Faktor sein. Und es erscheint mir (leider) unter den Bedingungen (sehr kalt, und trocken , der Fachverband folgerte daraus ein Einschrumpfen der Tröpfchen und erhöhte Aerosolbildung, S2) nicht abwegig. Wobei die Raumluftverteilumg auch noch eine Wissenschaft für sich ist.

Wie geschrieben, interessante Hypothese. Rwd
Hier ein CDC Artikel zu dem Restaurant
https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/7/20-0764_article
 
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Es geht ja auch um eine multikausale Kette, und eine der Fragen war eben, warum sich das Virus so schnell ausbreiten konnte. Ich finde die Studie jetzt so schnell nicht, aber auch bei einem Koreanischen Restaurant hatte man Aerosole und Luftbewegung im Verdacht. Natürlich ist es nicht alleine die Klimaanlage, es KÖNNTE aber ein weiterer Faktor sein. Und es erscheint mir (leider) unter den Bedingungen (sehr kalt, und trocken , der Fachverband folgerte daraus ein Einschrumpfen der Tröpfchen und erhöhte Aerosolbildung, S2) nicht abwegig.

Wie geschrieben, interessante Hypothese. Rwd
Das bedeutetet IMHO, Stress für industielle Eiserzeuger in diesem Sommer. In der Produktion wird mit viel Luft bei unter 0°C gearbeitet.
 
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Könnte es sein daß einfach die Mitarbeiter trotz Anzeichen weiter arbeiten gehen?
Werksvertragsarbeiter in der Branche kennen keine Lohnfortzahlung. Krank oder Quarantäne heißt kein Einkommen aber die Ausgaben für Kost und Logis laufen weiter.
Das ist eine der perversen Spielarten der Scheinselbstständigkeit die sich in unser Wirtschaftssystem gefressen hat.
 
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Ich finde die Studie jetzt so schnell nicht, aber auch bei einem Koreanischen Restaurant hatte man Aerosole und Luftbewegung im Verdacht.
Falls es auch ein Restaurant in Guangzhou in China gewesen sein könnte: https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/7/20-0764_article
"Studie" ist dafür aber übertrieben, man hat halt herausgefunden, dass der Restaurantbesuch die einzige Gemeinsamkeit der Betroffenen war und die Luftbewegung der Klimaanlage dazu passte.
 
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Klima-Anlagen haben auch vorher schon krank gemacht weil sie oft Keimschleudern sind. Luft wird da drin abgekühlt, die relative Feuchte steigt, meist kondensiert es, und über diese Ursuppe die niemals austrocknet wird dann unsere Atemluft geführt und durch lange Kanäle in denen "schwarzer Rasen" wächst unzugänglich für die Putzfrau geführt und uns wieder in den steifen Nacken geblasen.

Aber in so einer Produktionshalle von Klimaanlage zu reden ist wohl noch beschönigend. Da werden lärmige Gebläse vom Format Kuhstall-Lüfter eingesetzt. Die Luft mit hoher Luftgeschwindigkeit durch die Verdampfer direkt wieder raus geblasen. Der Kondenswasserschlauch hat ein Zoll Durchmesser. Komfort ist kein Kriterium, hohe Kühlleistung ist gefragt.

Jetzt gedeihen diese Viren nicht im "Pelz" von Klimaanlagen aber sie werden frisch verteilt. Wie effektiv Lüftungsanlagen Aerosole verteilen konnte und kann man nachvollziehen wenn die Aorosole wahrnehmbar sind (Zigarettenrauch).
 
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Könnte es sein daß einfach die Mitarbeiter trotz Anzeichen weiter arbeiten gehen?
Man darf getrost davon ausgehen das diese Zerrlegesklaven nicht wegen "lächerlicher" Erkältungssymptomen in ihrer "Unterkunft" zurückbleiben dürfen. Ich hörte jetzt von Jemandem der sich bei der Arbeit ein Messer in den Ellenbogen gerammt hatte und im Krankenhaus landete. Gleich am nächsten Tag tauchte der Vorarbeiter im Krankenhaus auf und stellte ihn vor die Wahl, sofort wieder bei der Arbeit zu erscheinen oder durch jemand anderen ersetzt zu werden. Das hätte also bedeutet kein Geld und ab in die Heimat. Was denkt ihr was er gemacht hat ?

Wenn schon physische Verletzungen kein Grund für krankenheitsbedingte Ausfälle darstellen, was sollen dann, trockener Husten oder Fiber darstellen ?

Ein Pfarrer der sich um diese armen Menschen kümmert berichtete ja auch im Fernsehen, das sie sich teilweise zu dritt eine Matraze teilen müssen (Dreischichtverfahren) und das für 250,- aufwärts pro Nase, die sofort vom Lohn abgezogen werden. Wenn ich also in meinem Haus alle Zimmer mit Matratzen auslegen würde, kann ich mich schnell ausrechnen wieviele Velomobile ich mir pro Monat hätte kaufen können, wenn ich bei so einer Schweinerei mitgemacht hätte.
 
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Die Tönniesarbeiter in meiner Straße, gehören wohl zu den privillegierteren. Sie werden nicht mit den hier üblichen Sammeltaxis eingesammelt und dem Betrieb organisiert zugeführt und abgeführt, sondern haben eigene Autos. Das Haus hatte früher nur 4 Wohneinheiten aber der Dachboden wurde auch noch ausgebaut. Vor einem Jahr gab es in dem Haus mal zahlreiche Kohlenmonoxid-Vergiftungen im ganzen Gebäude. Sie kaufen in dem gleichen Ellimarkt ein wie ich, halten sich aber wie alle da an die Maskenpflicht, bis auf einen der sie mal nur auf Halbmast gesetzt hatte.

Insgesammt kann man sagen das diese Fleischarbeiter sehr isoliert leben und ihre "Sklavenhalter" wohl auch darauf achten, das sie möglichst kein Deutsch lernen um Kontakte mit der übrigen Bevölkerung zu minimieren, in dem sie natürlich darüber berichten könnten, wie es bei ihnen abläuft. Das heißt, sie leben sowieso schon länger in einer Art kommunikativen und Wohnanlagen Quarantäne.
 
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