Brevet-Berichte 2019

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Nach der Suchaktion nach meinem Vogel am Freitag hatte ich zu Hause frei.
Und hatte mich in Zwolle angemeldet, nach dem Motto: from there home and off again.

Mein schlechtest vorbereitetes Brevet ever.
Auf der Anreise ging es noch durch Starkregenschauer. Und Zwolle ist weiter weg, als ich dachte. Um 5 vor 9 am Parkplatz. Das Wetter wieder gut.
Also Brevetkarte abgeholt, während alle anderen aufbrachen.
Am ersten Supermarkt angehalten und etwas zu trinken besorgt.
Das Vechtetal ist auch da unten sehr malerisch und ich konnte die vergangenen Tage sacken lassen.
Trauerarbeit um den Milan.
Stetig und bequem mit Südwind querab bis in heimatliche Gefilde.
Im Bereich meiner Hausrunde den einzigen kurzen Scauer mitgenommen.
An der ersten Kontrolle nach 80km die ersten Randonneure getroffen.
Imponierend das liegende Duo Vater und Sohn (11!, auf dem Grasshopper)
Der vir einer Woche aufgezogenne Maxxis (typ?) War tubeless nicht zu fahren- er sprang von der Felfe, wenn er die Luft verloren hatte. Da hatte ich Dinestag nacht, nach der Arbeit den Reserveschlauch reingezogen. Und nun fing der an zu schleichen ....
Kurz vor Enschede wurde ich von einen Typen auf nem Rennrad angeschnorrt, er hätte nix mehr zu essen und mpsste noch bis Almelo. Also angehalten und ihm meine Rosinenschnecke vermacht. Da passierten mich die Lieger wieder. Als ich sie auf dem Unicampus Enschede wieder eingeholt hatte- Kette ab. Das Schutzrohr hatte sich gelöst und war sie vorn dann runter. Vorgestern bei Mercedes (Auto abholen) gekprzt und mit neuen Kabelbindern unzureichen befestigen lassen. An demselben Dienstag war mir das 500m von der Wohnung entfernt schon passiert, da hatte sich ein Längsriss gebildet und somit die Klemmung durch die Wolfschen Kabelbinder unterlaufen.

Das Brevetwerkzeug mit dem Milan verschwunden...
Im Notwerkzeug kein Messer aber ein Multitool mit Schraubenzieher- Stück für Stück das Rohr geschlitzt und entsorgt- hat etwas dedauert. Dann noch nachgepumpt. Den Aufrechtrandonneur habe ich in Boekelo beim Aufbruch noch angetroffen. Dort war eine Suppe und Appelgeback fällig, samt gutem Gespräch mit Geert.

Und dann wurde es schon bald dunkel.
Der Wind blieb auf Süd, sodass es immer wieder Rückenwindabschnitte gab.

Gegen 21:00 im Ziel und für meine Liebste dann doch wieder zu spät zu Hause.

Es musste mal wieder sein.

Fazit:
schöne Runde, ist ideal fürs VMs geeignet.
Mit dem Wolf kann ich alles Brevets packen, aber zu den Schnellen gehöre ich dann sicher nicht.
 
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Boekelo 200 km Brevet

27.12. 6 Uhr: ich starte zur Brevet Anreise nach Boekelo. Schon lange bin ich am frühen Morgen nicht mehr so entspannt VM gefahren. Die Wetterbedingungen zeigten sich optimal. 0°C trockene klare Winterluft. Ich bin viel zu schnell. Nach einer Stunde lass ich es ganz gemütlich rollen, damit ich nicht am Start rumstehen muss.
Freundlicher Empfang durch Gert Beumer. Der erste Café geht traditionell auf die Randonneurs NL. Zum Start um 9 Uhr haben sich 92 winterfeste Randonneure eingefunden.
Ich entdecke: @tomacino, @Mario, @Sturmvogel, @RaptoRacer @ManniF

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Der Pulk startet gemeinsam; man sich schon seinen Platz verschaffen mit dem VM. Durch Enschede wird es an der ein oder anderen Stelle etwas eng. Aber es läuft gut. Die Sonne blendet extrem, so dass der ein oder andere Navigationsfehler entsteht. Die RR sind in der Stadt deutlich im Vorteil.
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Nachdem Enschede hinter uns liegt, wird das ganze deutlich ruhiger. @Sturmvogel, der mir am Anfang voraus fuhr, machte einen Abbiegefehler, sodass ich schnell allein war. Vorn fuhr eine richtig starte RR Gruppe von ca. 8 Fahrern. Diese konnte ich eigentlich nie so richtig abschütteln. Da auch mir der ein oder andere Fehler beim Abbiegen nicht erspart blieb, schlossen die RR immer wieder auf. Auf der Höhe von Bad Bentheim konnte ich sie wohl endlich abschütteln. Allein zog ich meine Spur in diesen wunderschönen Wintertag.
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So langsam näherte ich mich dem Teuto. Wie nicht anders zu erwarten, tauchten im ersten richtigen Anstieg die RR Kollegen auf, um mich zu überholen. Respekt bei dem Ostwind.
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Soviel Zeit muss sein. Ein kurzer Stop am "Münsterlandblick"


Um 12.15 erreichte ich das Café in Tecklenburg. Ich hatte Glück, dass ich Teil der ersten Gruppe war. 30 min später stand die Randonneur Schlange bis nach draußen. Mit dem Ansturm hatte das Café wohl nicht gerechnet.
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Den zweiten Café habe ich mir geschenkt und bin nach ca. 30 min wieder los. Nun ging es durch meine Heimat, was ich daran erkannte, dass ich plötzlich vom Track abseits fuhr. Die gewohnte Strecke ist tief im Kopf verwurzelt und die tiefe Sonne tat ihr übriges dazu. Greven und ab nach Billerbeck. Ich hatte den Eindruck, dass die erste RR Gruppe und @RaptoRacer, die ich auf dem Saerbecker Damm überholt habe, weiter hinter mir gelassen hatte. Weit gefehlt. Am Anstieg der Beerlage nach Billerbeck überholten sie mich wieder. Dies sollte aber der letzte Kontakt sein. Kurz vor Billerbeck warteten sie dann wohl auf den Rest der Gruppe.
Der Dom von Billerbeck in der Nachmittagssonne, so etwas wie Heimat.
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Kurzer Stop an der Westfalen Tankstelle 14.15 Uhr und weiter geht´s Richtung Westen.

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Auf der Radbahn Münsterland war wenig los. So ließ es sich mit ordentlich "Dampf im Kessel" fahren.
Burgsteinfurt, Metallen, Epe; und schon lag das Ziel vor Augen. 16.15 Uhr Einfahrt in Boekelo.

Ein bisschen Talk mit Gert, einen Café und dann, bevor die Beine müde werden, den Weg nach Hause eingeschlagen. Die RR Gruppe tauchte bei meiner Abfahrt noch auf.
Der Rückweg war leider sehr viel unentspannter als der ganze Tag. Das übliche Gehupt auch zum Jahresausklang.
Um 18.45 Uhr habe ich nach 340 km den heimischen Hof herreicht.

Ein richtig schöner super sonniger Winter Wellness Tag.
 
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Wintersonnenwende Brevet Wuppertal

Ein unspektakuläres Brevet zu einem spektakulären Termin.
Ich hatte mich für mein Up Randonneur entschieden. In der Dunkelheit und bei Regen habe ich mit dem Up einfach die bessere Übersicht.
Eine relativ kleine Gruppe (ca. 40-50) Teilnehmer versammelten sich am Samstagabend in Wuppertal. Als Lieger konnte ich nur @Sturmvogel mit dem sehr schön weihnachtlich gestalteten Wolf entdecken.
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Die Wetterprognose versprach keinen Regen bis Venlo mit Rückenwind und auf dem Rückweg Regen und Gegenwind. Nun ja. Aber es war mit 8°C nicht gerade kalt.
Nach dem Start ging es zur Auffahrt auf die Nordbahntrasse. In dem Pulk vor dem Drängelgitter konnte ich mich nicht durchsetzen und musste runter vom Rad. Also den Anstieg schieben. Oben angekommen, war die Hauptgruppe schon weit weg. Ok, dann eben nicht. Aber allein hatte ich auch keine Lust, also schloss ich mich der nächsten Gruppe an. Diese erwies als aber sehr langsam. Ich ergab mich dem Schicksal. Mit einem Schnitt von 20 km erreichten wir gegen 2.15 Venlo. Mittlerweile nur noch zu zweit. Eine schnelle Pommes und bevor die Kälte ich die Knochen zieht, wieder warm fahren. Der Regen hatte uns schon vor Venlo erwischt und ließ ab und an seine Fracht auch auf dem Rückweg auf uns nieder.
Drei Plattfüße bei meinem Kollegen reduzierten unser Tempo weiter.
Ein echtes Highlight war dann bei km 145 die Geheimkontrolle mit Jana @limette91. Kompliment an Jan, sich in der zweiten Nachthälfte auf die Straße zu stellen und Randonneure mit Gebäck und Heißgetränke zu versorgen.
Irgendwann hörte ich von hinten "... bleibe stehen, fahr ruhig weiter". Dies tat ich dann. Ich verlor meinen Begleiter aus den Augen und entschied mich dann, mit mehr Druck dem Ziel entgegen zu fahren.
Um 8.30 Uhr erreichte ich Wuppertal. Allein im Café habe ich ein kurzes Frühstück eingenommen. Das Auto stand in der Nähe, sodass ich um 10 Uhr zu Hause war und noch ein kleines Schläfchen halten konnte.
 
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Sagt mal, wer macht denn
Brevets 2020 auf? Oder muss es CoronaBrevets heißen?

Edit, da sind sie, sorry...

Mir ist gerade aufgefallen, dass es hier keinen
RRtY- Thread gibt, in dem man sich gegenseitig aufmuntern, anfeuern und verabreden kann.
Ich bin konditionell zurzeit zuversichtlich, mein DIY Randonneur AUK Projekt zu starten, Mai hätte ich schon ;)
Was meint Ihr?
Gruß Krischan
 
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