Ancora un giro 2022: Der Tour-Faden

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der zwar ein Messer dabei hatte, es aber nie zwischen den Zähnen trug. Anders als @TimB (einem der beiden jüngsten Fahrer im Feld) habe ich die Tour als weniger anstrengend im Vergleich zur Frankreich-Tour 2017 empfunden, hauptsächlich wegen der deutlich kürzeren Tagesetappen und geringeren Gesamtkilometer.
So sind die unterschiedlichen Stärken. Ich mag lange Flachetappen und selbst mit gutem Training ist alles über 1500 Hm am Tag für mich harte Arbeit. Besonders in der Mittagshitze in den Tagesanstieg zu gehen liegt mir gar nicht, was diesmal leider bei Brenner (Besenwagen), beiden Abbruzzentagen (Besenwagen), Bolseno (gefahren), Toscana (abgekürzt), Cinque Terre (abgekürzt), Maloja (nach Abbbruch) und Höhenpass (nach Abbruch) der Fall war.
Und ein alter gesunder Haudegen ist natürlich fitter als ein untrainierter Jungspund, dem 5 Wochen Training wegen Rippenbruchs fehlen.

Zu den Durchschnittstemperaturen sei noch gesagt: Das ist meist die Durchschnittstemperatur von morgens gegen 6 Uhr bis zum frühen Nachmittag. Abkühlung gabs dann irgendwann nach 18 Uhr...

Gruß,

Tim
 
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...nur ein paar Daten...

zum Vergleich dann noch mal die Aufzeichnungen von meinem Garmin Edge 530, gekoppelt mit Vector 3 Pedalen. Leider haben die sich morgens von mir unbemerkt gelegentlich nicht automatisch mit dem Edge verbunden, so daß die Leistung nicht immer ab Start aufgezeichnet wurde (gekennzeichnet mit *)

Tourübersicht.png
Dabei ist aber zu beachten, das ich immer mal wieder abseits der "offiziellen" Route unterwegs war. Sei es, um besonders steile Abschnitte zu vermeiden, Sehenswürdigkeiten zu bestaunen oder Essen zu suchen... :sneaky:

An den Pausenzeiten und der durchschnittlich getretenen Leistung ist zu erkennen, das es eher eine Kaffeefahrt war. :cool:
 
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... :sneaky:

An den Pausenzeiten und der durchschnittlich getretenen Leistung ist zu erkennen, das es eher eine Kaffeefahrt war. :cool:
Für mich war diese "Kaffee(Cola)fahrt" eine neue, sehr intensive Art des Radreisens. In Bewegung, sehr zügig, aber immer mit 4 wachsamen Augen, die Umgebung scannend um dem nächsten POI Aufmerksamkeit zu schenkem. So konnte ich Stadt und Land, Menschen und Tiere, Geräusche, Düfte und Gaumenfreuden, Licht und Farben, sehr direkt auf mich wirken lassen und meinen Sinnen Zeit zum Genießen geben.
Wie @Jupp treffend bemerkte, bin ich wohl milder geworden und nicht mehr, von mir selbst getrieben, wie auf früheren Reisen, ohne anzuhalten nur dem Etappenziel entgegenstrebend.
Es war ein unvergleichliches Erlebnis.
Mein Dank gilt Allen, die dabei waren und damit die Tour bereichert haben.
Danke @Jupp für die Idee, die Umsetzung und Dein Geschick und die Beharrlichkeit jede Situation in eine positive Richtung zu lenken.
Und danke Markus @madeba . Du weißt wofür.
 
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Einige Betrachtungen im Blick zurück:

Es war richtig, die Tour nicht im Hochsommer und der allgemeinen Urlaubszeit in Italien zu fahren. So kamen wir fast überall dort unter, wo ich es in der Routenplanung vorgesehen hatte, und meistens gab es genügend Raum für unsere Gruppe. Auch so lagen die Temperaturen meist über 30° und nachts kühlte es vor allem an der Adria kaum ab. Wie es im Sommer gewesen wäre, möchte ich mir nicht vorstellen. Dafür war es in der Bergen recht frisch, ja sogar ziemlich kalt für unsere Sommerwäsche.

Von den vier internationalen Touren, die ich initiiert habe, war dies diejenige mit dem kleinsten Teilnehmerfeld, und alle Fahrer sprachen deutsch. Immerhin haben wir mehrere Länder bereist, so dass man noch von „international“ sprechen kann. Dank dreier Absagen in der letzten Woche vor der Tour sind wir mit 12+1 losgefahren und mit 9 am Ziel angekommen. Die kompakte Größe war eigentlich angenehm, übersichtlicher, bot aber weniger Kombinationsoptionen unterwegs. Dafür kamen wir abends leichter an einem großen Tisch zum Essen unter.

An 6 Tagen gab es keinen Besenwagen, so dass der von mir oft beschworene Fall, dass jeder sein Gepäck selbst transportieren können muss, auch wirklich einmal eintrat. Zwei Tage davon wegen Reparatur am Besenwagen, 4 Tage wegen Erkrankung des Fahrers. Die leichte Unruhe im Fahrerfeld, wie wir ohne Besenwagen über die Alpen, vor allem über den Maloja kommen sollten, verflog mit Besteigung des letzteren. Es ging ganz gut, auch wenn eben nichts passieren durfte … Dennoch bleibt ein Besenwagen die notwendige Rückversicherung einer durchgetakteten Tour. Danke Hans @Tripendofan für deinen großen Einsatz, der viel mehr war als nur Rückversicherung!

Aus meiner Sicht war die Vielfalt der Landschaften das schönste an der Reise. Die Annäherung über die Alpen war richtig und gut — so nähert sich der Nordeuropäer Italien. Der Brenner mag zwar zu den leichtesten Alpenpässen gehören, doch in Verbindung mit der Anfahrt über Ellbögen erreicht man Italien als Ergebnis einer Anstrengung, und nicht einfach so. Südtirol ist wunderschön, die Po-Ebene mit ihren Städten und der Weite des Landes immerhin interessant, die Adria-Küste mit ihren dutzendfachen Riminis muss man gesehen haben um zu wissen warum man nicht mehr hin möchte. Ancona und seine Hügel, vor allem Sirolo auf der anderen Seite des Kaps nehme ich ausdrücklich aus.
Ein Höhepunkt waren sicherlich die Abruzzen. Über die SS80 hinauf in den Gran Sasso Nationalpark — ab Teramo ein Traum. Das Camp oben in den Bergen urig, die Blicke einmalig und auch am nächsten und übernächsten Tag gab es den kompletten Gegenentwurf zur Adria. Diese Gegensätze gehören ebenso zu Italien wie der zwischen Arm und Reich, Stadt und Land.
die Westküste hat mir viel besser gefallen als die Adria, auch wenn sie ebenfalls vielfach sehr touristisch ist. Aber, es gab richtig Wellen und frischere Luft. Die ROM-Exkursion habe ich ausgelassen, obwohl ich mitwollte; meine Matte hatte ich in Nähe eines Dornengestrüpps perforiert — die Reparatur hatte Priorität.

Ab Rom war eigentlich alles schön, außer wahrscheinlich die Vorbeifahrt an Mailand im Berufsverkehr. Hoch in die Berge zum Kratersee Bolseno, der einen richtigen Rand hat, den man erklettern muss, um in rasender Abfahrt den imponierend großen See zu erreichen. Bolsena ist ein schöner Ort und der Camping direkt am See war prima. Weiter natürlich wieder über den Rand und anschließend wieder runter, nur dass diesmal mit der Toskana einer der anstrengendsten und landschaftlich ansprechendsten Fahrtage nach Siena wartete. Die Gegend ist wie gemalt, wie arrangiert um zu gefallen. Bis Pisa ging das so, danach flach bis La Spezia und hinein in den nächsten Augenschmaus. Cinque Terre war für mich die andere Entdeckung der Tour, die Högenstraße ist so aufregend wie der Highway 1 in Kalifornien, vielleicht sogar schöner. Der Ruhetag in Levanto war angenehm, ein sehr ansprechendes Städtchen. Danach die Überquerung des Apennin, über den Pass der 100 Kreuze. Stimmungsvoll, andachtsvoll mit 6 km/h oder so erklommen, mit fanstatischen Blicken über Berg und Tal. Zur Abwechslung wieder Po-Ebene und Städtegewusel, und … Reisfelder. Zwischen Pavia und Mailand liegt das größte Reisanbaugebiet Europas.

Und dann der Comer See, mein Favorit unter den Alpenseen Italiens, schmal und eng eingerahmt von hohen Bergwänden. Hinter Lecco finde ich schnell den Radweg, den Jockel @24kmh_sammler ermittelt hatte. Es tröpfelt schon und voraus sieht es düster aus. In der Annahme, das Hauptfeld sei bereits vor mir, biege ich am Ende des Radwegs auf die Schnellstraße ein, obwohl es einige Minuten zuvor begonnen hatte, heftig zu gewittern mit entsprechenden Regengüssen. Einmal auf der Straße ist der Regen fast das Harmloseste, viel nasser werde ich durch die Fontänen, die mir die vorbeirasenden Autos ins Velomobil schleudern. Die Sicht geht gegen null, selbst in den Tunneln hält der Dauerbeschuss an, weil auch dort Unmengen Wasser auf der Straße stehen. Irgendwie kriege ich die Ausfahrt nach Abbadia Lariana und erreiche den Ort. bis ich wieder richtig sehen kann bin ich am Camping vorbei und muss zurück. Die Damen an der Rezeption bieten mir ungefragt einen Hüttenbett an als ich im DF wie in der Badewanne sitzend eintreffe. Ich bin der erste — hätte also getrost das Gewitter in Lecco aussitzen können. Dummheit und Ungeduld werden bestraft auf solchen Reisen.

Schließlich wieder die Alpen. Bilderbuch, klar und kühl die Luft, überwältigend mächtig das Gebirge, idyllisch bis zum Kitsch das drumherum …

Fortsetzung folgt.
 
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Schließlich wieder die Alpen. Bilderbuch, klar und kühl die Luft, überwältigend mächtig das Gebirge, idyllisch bis zum Kitsch das drumherum. Das Ganze ist ein Gesamtkunstwerk, und ich bin mir nicht sicher, ob die vielen Merkmale eines gigantischen Freizeitparks eher stören nicht nicht doch fester Bestandteil dieses Kunstwerks sind.

Die Auffahrt zum Maloja gehört sicher zu den Erlebnissen dieser Tour. 30 km oder so kurbelt man im einstelligen Prozentbereich durch die eben beschriebene Landschaft, entlang von Bergflüssen und Bächen, die mal links, mal rechts dahin rauschen oder von oben aus den Wänden stürzen. Wiesen, Wald, Dörfchen. Dann die Schweizer Grenze, völlig unspektakulär verlassen wir die EU, "Bitte weiter" sagt der Grenzer und schaut nicht mal richtig hin.

Schließlich steht man irgendwann am Ende der Folge von Bergtälern, und da ist nur noch Berg. Wie weiter? Näherkommen bemerkt man oben in der steilen bewaldeten Wand irgendwo einen Holzlastwagen, der eine steile Rampe hinab fährt und zwischen Bäumen verschwindet, dann ein, zwei Autos, die eine ebenso steile Rampe auf anderer Höhe hinauf fahren, verschwinden, etwas später ein ganzes Stück oberhalb wieder erscheinen, ebenso wie der Lastwagen und andere Fahrzeuge. Wie machen die das? So steil? Schaffe ich das?
Mit diesen Gedanken fahre ich weiter und erreiche die erste Haarnadel. Geht doch. Und die Rampe zur nächsten ist auch nicht so steil wie sie von unten erschien, immer mal wieder in die zweistelligen Prozente, aber ok. So geht es Kehre für Kehre, und bei jeder Fahrt nach rechts wird der Abgrund schwindelnder, bei jeder Fahrt nach links gleitet rechts die senkrechte Felswand vorbei. Kehre für Kehre, immer höher bis irgendwann der Zickzack einfach aufhört, und da steht ein Schild Maloja, und noch etwas weiter öffnet sich die Wand und man blickt in eine Hochebene hinein, an deren Beginn ein tristes Dörfchen steht, die Häuser verstreut und meist neu. Eine Abfahrt im eigentlichen Sinn gibt es nicht, dafür geht es an Gebirgsseen entlang, dem Silsersee und dem Silvaplanasee. Oben ist es kalt, man hat bei der Kletterei nicht gemerkt dass es stetig kühler wurde. Auf der Hochebene pfeift der Wind; ich schraube den Wartungsdeckel wieder auf und stopfe die Socke in den Mast. Am Silvaplana fetzen die Kite-Surfer hin und her; dieser See ist eine ihrer Spielwiesen, so wie der Gardasee.

Die nächsten beiden Tage sind kurz, praktisch Vormittage. Den Morgen des ersten verbringen wir meist hinab sausend durch eine großartige Landschaft, die man gesehen haben muss um das Hochgefühl nachzuempfinden, die den Velomobilisten ausfüllt. So schön, so mühelos schnell -- wenn es nur nicht so lausig kalt wäre ...
Der zweite Vormittag, von Ried im Oberinntal aus, ist welliger, vielfach auf kleinen Straßen bzw. geteerten Radwegen, mit einigen saftigen Rampen bis zu 18% und schmalen Durchfahrten, Gravelpassagen und Orten wie einem Betonwerk mit Kiesgrube, wo man zweifelt dass dies der Track sein kann und ob man überhaupt weiterkommt. Und dann biegt man um eine Ecke, schon 50 km gefahren und noch immer kein Frühstück, da erblickt man plötzlich den Milan von Wolfgang @Gear7Lover, unschuldig geparkt von einem Rafting Center mit Hotel. Drinnen gibt es das beste Frühstück der Tour, all you can eat and drink für 9,50 Euro. Und weiter geht es in rasender Fahrt bei leichtem Bergab auf die Hauptstraße bis nach Telfs, wo die eigentliche Prüfung des Tages wartet -- der Anstieg nach Leutasch, im Schnitt 9%, 600 hm auf 6,5 km. Geduld, und eine Banane.

Die Abfahrt nach Mittenwald ist die Belohnung, von Norden ist dieser Pass viel leichter als von Süden, dafür ist die Abfahrt nach Norden ein Gedicht. Wenn es nur nicht schon wieder so kalt wäre ...

Ein Gedicht auch der letzte Tag, den könnte mal jemand anders erzählen; ich wollte eigentlich nur ein paar kurze Rückblicksgedanken loswerden.

Wenn also die Landschaften das Schönste war, dann war die Gruppe, die gemeinsame Fahrt, das gemeinsame Erleben und die vielen Stunden zusammen außerhalb des Velomobils das Zweitschönste. Wir haben uns gut verstanden, viel gesprochen und gelacht, viel übereinander erfahren und voneinander gelernt, zusammen gegessen und getrunken. Das kann man nicht erzählen, so vieles gäbe es zu sagen.

Aber wir haben auch Grenzen erfahren; die Tour hätte mehrfach scheitern können. Doch wir haben großes Glück gehabt. Nie werde ich das Bild und den Schreck vergessen, als ich ausgangs Aquila um eine scharfe Rechtskurve biege und etwas tiefer auf der anderen Straßenseite ein Velomobil mit Fahrer auf der Seite liegend unter der Leitplanke verkeilt sah. Das hätte übel ausgehen können. Zwei Stunden später fuhr er wieder. Eine ähnliche Situation ereignete sich noch einmal, diesmal hinter mir; hätte ebenso übel ausgehen können. Dann der erste klar positive Covid-Test, auf den drei weitere folgen sollten. Auch das haben wir überstanden, alle verbliebenen 9 Fahrer blieben infektionsfrei bis zum Ende. Schwein gehabt.

So war sie, die zweimal verschobene Italien-Rundfahrt, so und noch viel mehr. Wer nicht dabei war, hat was verpasst.
 
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Jupp, schön, Deinen zusammenfassenden Bericht zu lesen, sehr instruktiv, Danke dafür! Gut, dass Du auch von den beiden Unfällen berichtest, die ja erfreulicherweise gut ausgegangen sind. Wie ist die Tour in technischer Hinsicht verlaufen? Du hast von Deinen 2 Platten berichtet, ich erinnere mich auch an den Bericht von einer gebrochenen Grundplatte an der Radaufhängung. Gab es noch mehr technische Probelme und wie wurden die behoben?
Grüße!
W.
 
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Es gab noch ein paar mehr Plattfüße; ich glaube dass mehrere Fahrer mehr als 5 hatten. Dann hatten wir einen schwer laufenden Schlumpf, die gebrochene Lankplatte, verschiedene lose Schrauben (u.a. bei mir die Verschraubung des Längslenkers an der Karosse, dank Italiens Marterstrecken), ich hörte von einer gebrochenen Speiche, an verschiedenen Schaltungen wurde gestellt, justiert, Schaltaugen gerichtet. Eine Kette wurde erneuert und eine Hupe wieder zum Klingen gebracht -- und wahrscheinlich noch das ein oder andere, das mir jetzt nicht einfällt.
 
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...Gab es noch mehr technische Probelme und wie wurden die behoben?...
bei meinem alten Milan GT: zwei Platten und eine gebrochene Speiche vorne links. Meine Ersatzspeichen hatte ich noch am Tag vor der Tour in der Garage bereitgelegt. Da liegen sie noch heute. @24kmh_sammler hatte in seinem bunten Sammelsorium an Ersatzspeichen eine passende dabei. Der Wechsel ging schneller, als anschließend den (neuen) Durano zum Rundlauf zu überreden.

Und wieder die gleichen Probleme mit dem Schaltwerk wie damals bei ROAM: die Rüttelei hat das Plastikgewinde der B-Einstellschraube im Schaltwerk (Giro: X9 Type2, ROAM: X7) auf dem Gewissen. Daher musste ich gelegentlich den Abstand wieder neu justieren. Mit den Jahren entwickelt man da ja eine gewisse Routine, daher war das mental kein besonders großes Problem.
Man sollte ja meinen, das in einem Jahrzehnt eine gewisse technische Weiterentwicklung stattgefunden haben sollte. Aber der Fortschritt ist auf kleinen Füßen unterwegs.
 

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Gab es noch mehr technische Probelme und wie wurden die behoben?
Mein recht wenig gefahrener SL MK7 hatte nur erwartbaren Krankheiten:
  • Einen explodierten Pro One. Draht und Karkasse haben sich auf 10cm voneinander verabschiedet.
    IMG_20220529_111531_267.jpg
  • Eine gelockerte Schraube der Schlumpfdrehmomentstütze (Eigenbau).
  • Mehrfach eine gelockerte Schwingenschraube. M8 Schraube mit Linsenkopf (grosse Steigung und kleine Schlüsselweite ergeben nicht genügend Vorspannkraft als dass die Hülse reibschlüssig hält, also rappelt sich das ohne Loctite zwangsläufig los).
    Schwinge.jpg
  • eine lose Hinterachsschraube (Freilauf war nur noch in Rechtskurven zu hören). Die konnte ich mit da corkscrew und Hans' 19er Schlüssel dauerhaft anziehen. (Note to myself: Das Gegenhaltetool des Mitforisten erwerben) Trotz selbstgedrehter Distanzhülse mit Flansch, die sich nicht mehr in die Schwinge eingräbt und damit die Vorspannung verunmöglicht, dreht die Achse beim Festziehen mit.
  • Eine mit optionalem Zubehör überfrachtete Bordelektrik die pro Etappe mehr als 100Wh verbrät. (Aber halt auch im Gegensatz zu anderen die gefühlt nur noch am Gadgets hin und herladen waren die einzige Energiequelle für alles ist.)
    IMG_20220603_165657_687.jpg
  • SA Originallager die jetzt klappern weil wohl ihr billiges Fett davongelaufen ist.
  • Bremsen, die wie alle anderen auch, am morgen wetterfühlig waren. Durch Passabfahrten verhärtete Beläge und Flugrost in den Trommeln, macht die ersten Bremsungen am Morgen bissig und quitschig, und wenn die Parkbremse in der Nacht zu war auch noch unrund (ungleichmässige Rostverteilung).
  • Eine 12-fach-Schaltung die sich nicht ratterfrei einstellen lässt.
 
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Gab es noch mehr technische Probelme und wie wurden die behoben?
heute bei der ersten Nutzung des SLs nach dem Urlaub kam die Nachwirkung: In der 90 km/h-Linkskurve brach hinten rechts eine Speiche. Mein allererster Speichenbruch am Hinterrad in einem VM.
Klingt erstmal extrem beunuhigend, wenn die im Radkasten einhakt, umknickt und dann dauerhaft schleift, konnte aber problemlos weiterfahren.
Mal beobachten, ich bin sowieso nicht glücklich mit den Messerspeichen dort...

Gruß,

Tim
 
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heute Abend ab 20 Uhr ist die Tour Thema beim Laidback Bike Report, mitsamt Welturaufführung eines schönen kleinen Films über die Tour von @ChristianW -- mehr auf YouTube, einfach nach Laidback Bike Report suchen
 
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