vom Trike zum Tieflieger

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Gebastelt wurde in der Zwischenzeit natürlich auch.
Bremsbügel:
Bremsbuegel_hi.jpg
Bremsbuegel_vo.jpg

Dann ließen sich die Züge nicht mehr so schön hinter der Umlenkrolle verstecken seit ich diese viel dichter an den Rahmen herangebracht hatte. Ich möchte ja nicht mit O-Beinen herumfahren.
Hier sieht man die Problematik:
Zugverlegung_doof.jpg

Platz schaffen:
20180511_145000.jpg
Rohr reinlegen:
20180511_145046.jpg
Schweißen und flexen:
20180514_191617.jpg

Die Scheibenbremsaufnahme an der vorderen Gabel kam auch noch weg. Farbe drauf, zusammenbauen und Abfahrt.
abfahrt.jpg
 

Dan

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Warum hast du denn die Außenflanke aufgeflext? Damit hast du doch den halben Gewinn durch das eingeschweißte Rohr (horizontale Biegung) wieder eliminiert?
 
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Ich möchte die Hydraulikleitungen der Bremse nicht aufmachen.
 
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Wenn ich sehe wie groß der Einschnitt ist, hast du dir damit die Festigkeit locker halbiert und die Steifigkeit sogar auf 1/4tel reduziert :/
ok
Wie hätte sich denn die Festigkeit und Steifigkeit verhalten wenn ich das eingelegte Rohr, siehe das fünfte Bild, nur verschweißt hätte ohne es an der Linie wo der Übergang zum Rahmen ist zu öffnen/abzuflexen.
Und vielleicht kannst Du noch eine Aussage machen für den Fall dass das eingelegte Rohr auf ca. 1 bis 2cm geschlossen bliebe.
 
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Ohne aufflexen, wäre der Unterschied eher marginal. Eine Verbesserung zu jetzt sicher im Bereich 60-80%, je nach Belastungsrichtung.
 
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Vielen Dank für Deine Einschätzung.
Ohne aufflexen, wäre der Unterschied eher marginal. Eine Verbesserung zu jetzt sicher im Bereich 60-80%, je nach Belastungsrichtung.
Die genannten 60 bis 80% gelten wenn das Rohr die gezeigte Länge behalten hätte.
Was kommt raus wenn das Rohr nur noch auf der Länge zwischen den zwei blauen Strichen geschlossen wäre?
schnitt.jpg

Warum nicht? Man kann einfach eine der Verschraubungen lösen, die Leitung durchfädeln und dann wieder anschrauben. Man darf zwischendurch nur nicht am Bremshebel ziehen.
Ich weiß. Es sind Schrauben dran, also kann man dran drehen:sneaky:.
Nächstes mal.
 
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Um es besser verstehen zu können, hab ich mal fix beim Essen eine FEM Simulation erstellt...

Vergleich Querrohr.png


Wie man sieht, gibt es fast keinen Unterschied zu einem Querrohr, wenn der "Steg", wie du ihn blau eingezeichnet hast (das Rohr braucht nicht die Länge die bei dir im Foto zu sehen ist!), stehen bleibt und einem "unverletzten" Rohr. Aber wenn man den Steg auftrennt, steigt die Durchbiegung um den Faktor 4 an.
 
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Hi Jack-Lee,
bei deiner Simulation hätte mich eher interessiert, wie sich die Spannungen an der "Sollbruchstelle" verteilen ;)
Grüßle Harry
 
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Meine Überlegung dabei war, dass das Querrohr auch die Kräft von links und rechts beim Treten mit aufnimmt. Es ist zwar genauso wie das Rahmenrohr geöffnet. Es hat aber mehr Materialstärke und die Schweißnaht erzeugt auch eine gewisse Materialstärke und hilft mit gegen die Verbiegung anzukämpfen. Und einen schraubbaren Verschluss, der das Rahmenrohr wieder schließt wollte ich eigentlich auch basteln. Irgendwie war mir das dann aber noch zu fummelig.

Beim Fahren merke ich nichts von sich verbiegenden Rahmenrohr.:unsure:

Ich werde es auf jeden Fall wieder schließen. Wenn das auf dem Bild dort ein entstehender Riss ist wohl schon sehr bald. Falls es nur kA. was ist erst im Winter. Es ist ja alles nur ein bisschen Metall.:cool:

@Jack-Lee , mit Deinen Bildern weiß ich jetzt, dass ich die Durchführung am Rand lassen kann und nicht, wie bei Toxy in die Mitte verlegen muss. Danke.

sch_naht.jpg
 
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@Jack-Lee , mit Deinen Bildern weiß ich jetzt, dass ich die Durchführung am Rand lassen kann und nicht, wie bei Toxy in die Mitte verlegen muss.
Wie schließt Du das aus den Bildern? Die zeigen die Auslenkungen, nicht die Spannungen im Material.

Ich würde erwarten, dass bei verschlossenem Spalt die lokalen Spannungen um so höher sind, je schmaler das Metallband über dem Spalt ist. Am größten ist wahrscheinlich die Druckspannung, wenn Du links ins Pedal trittst (Pedaldruck links, Kettenzug rechts). Daher wäre es gegen Knicken sinnvoll, wenn das Band über dem Spalt auch ein Stück Rahmenrohrkrümmung mitmacht. Zugbelastungen wird es aus dem Treten dort gar nicht geben, die entstehen m.E. eher, wenn Du dich mit beiden Beinen abstützt, z.B. beim Bremsen ober beim Zurechtschieben im Sitz.
In der Mitte scheint mir so eine Durchführung deshalb schon sinnvoller als am Rand, denn Biegemomente aus Vortriebs- und Bremskräften fallen vor dem Steuerrohr ja weg. Vielleicht kannst Du der verbleibenden Durchführung einen etwas länglichen oder halbmondähnlichen Querschnitt geben, wenn Du es außen zumachst, damit außen möglichst viel Wand hinkommt.
 
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Servus,

die Spannung mal nachgeliefert, für die Interessierten ;)
Vergleich Querrohr_Mises.png


Man sieht eine Reduktion ca. um den Faktor 2,5-3 bei der Materialspannung. Dennoch würde das Rohr auf Dauer zerstört werden (bin hier von normalem Baustahl in 2mm Wandstärke ausgegangen). Die angelegten Kräfte entsprechen aber nicht den real auftretenden. Diese sind deutlich kleiner.
 
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