Tragt ihr Ellbogenprotektoren?

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Hi,

ich habe früher beim Downhillsport natürlich Protektoren getragen, anders darf man ja gar nicht auf die Strecken.

Ich bin den Schritt zum Liegerad ja gegengen weil ich mehrere Operationen aufgrund kaputten Nerven im Arm hatte. Diese will ich natürlich jetzt gut schützen.

Hab hier in den Bildern gesehen, dass manche mit Ellbogenprotektoren auf der Liege fahren. Hab auch Videos von Rennen gesehen, wo der Großteil Protektoren an den Ellbogen trägt.

Ich bin bei jedem noch so kleinen Sturz heilfroh darüber, dass ich Handschuhe trage und mir nicht ganze Hand aufreiße.


Tragt ihr bei normalen Touren (über eine Stunde, also nicht die Fahrt zum Bäcker) Ellbogenprotektoren oder seht ihr das als wenig sinnvoll an?


Habt ihr Empfehlungen für relativ dünne und harte Protektoren die vorallem gegen den Abrieb schützen? Beim MTB hatte ich immer relativ voluminöse Protektoren die die Stoßenergie gut umwandeln können. Sehe bei der Liege aber nicht die Stoßenergie als Problem sondern eher das Entlangrutschen auf Asphalt mit hoher Geschwindigkeit.
 
Schau mal im Inlineskatebereich.
Und wenn du es genau nimmst, müsstest du auch eine Hose mit Hüftprotektor tragen.
Ich war nicht schnell. Und nachträglich glaube ich, daß die Prellung und Schürfwunde an Hüfte und Oberschenkel unangenehmer war.
 
Sinnvoll wäre das natürlich, denn auch ich bin mit meinem Rainboy Lyra mit 26/26" schon mehrfach gestürzt. Auf Waldboden ist mir das mehrfach passiert, weil ich zu schnell in einem sehr ungünstigem Winkel über wegrollende Äste oder matschigen Untergrund gefahren bin und auf Asphalt sind schräg verlaufende nasse Kanten von Schachtabdeckungen ebenfalls gefährlich bei Schräglage. Auf Waldboden war immer nur der Ärmel dreckig, auf Asphalt gabs jedes Mal trotz langärmliger Kleidung blutende Designerstreifen am Ellebogen. Die größeren Partien davon sieht man auch nach vielen Jahren noch.
Trotzdem trage ich keine Schoner und habe ich auch nicht vor. Ein bisschen Schwund ist immer...
 
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Und wenn du es genau nimmst, müsstest du auch eine Hose mit Hüftprotektor tragen.
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Sowas bekommt man z.B. aus dem Motorradbereich. Ich habe eine recht atmungsaktive Hose aus Codura mit flexiblen Hüftprotektoren von Hein Gericke aus dem Segment für Wüstenfahrer. Sowas wäre von der Schutzwirkung her ideal. Die Hose trage ich aber nur zum Motorradfahren.
 

Ich bin bis jetzt immer auf den Po/ Steißbein gelandet. Knie Ellenbogen Hände war noch nichts. Auf die Idee mit Protektoren bin ich noch nicht gekommen. Bei 30cm Fallhöhe sehe ich auch keine Notwendigkeit.
 
Manchmal hab ich mir schon gedacht, dass Protektoren nicht so eine blöde Idee sind. Bin vor einer Weile mal mit dem Hinterrad auf Laub weggerutscht, hatte um die 20-25 drauf. An der Stelle recht grober Asphalt, aber durch den Untenlenker kippt das Rad nicht komplett, sondern hat sich auf Lenker und Sitzkante geworfen und ist da ein Stück gerutscht. Aua gabs nur am Finger, der halt am Lenker die Bremse betätigt hat (schwer zu protektieren?), eine leichte Stelle am Unterarm und seitlich am Hintern, da hing aber auch die Hose drüber. Bis auf die Fingerwunde war das nach einer Woche verheilt.

Wenn ich aber mit höherer Geschwindigkeit fahre, will ich nicht wissen, wie das aussähe, wenn ich da mal ne Vollbremsung hinlegen muss. Könnte schmerzhafter werden.
 
Ich bin zeitweise öfter unsanft weggerutscht, das letzte Mal im Kreisel bei einsetzendem Regen im Sommer, obwohl ich wußte, daß es schmierig wird und ich extra langsam in den Kreisel bin, lag ich schneller als ich gucken konnte. Schon wieder Ellenbogen und Hüfte aufgerissen, so langsam heilte das schon nicht mehr so gut. Knie waren nie ein Problem. Also kurze Protektorenhose und Ellenbogenschützer gekauft, hab extra flexible aus dem Mountainbikebereich genommen. Die Hose ziehe ich regelmäßig an (O'Neal Trail Shorts Herren schwarz, einfach mal googeln), die ist angenehm und ich ziehe sie auch im Winter unter die lange Hose, damit ist auch das Gemach anständig gegen Zugluft geschützt :ROFLMAO: .
Die Ellenbogenschützer hab ich irgendwann weggelassen, die waren immer noch zu steif, ich habe eine Haltung auf dem Lowracer (Avatar) mit stark gewinkelten Armen, da kneifen die und man schwitzt tierisch darunter. Da kann ich mir fast keine brauchbare Lösung vorstellen, da bin ich mal gespannt, was ihr benutzt.
Natürlich bin ich seitdem nicht mehr abgeflogen.

Gruß
Stefan
 
Fahre seit 2009 ohne Protektoren. Ich fahre gerne risikoarm und hatte das Glück, nicht zu stürzen, wenn ich es dann doch mal bis 70 km/h laufen ließ. Bin sehr selten gestürzt, nie auf den Ellenbogen. Insofern fahre ich ohne Protektoren und gehe das Risiko eben ein.
 
Vermutlich ist es im Falle eines Sturzes auch relevant, welche Lenkerform gefahren wird; also ob Tiller, UDK, oder Untenlenker.
 
Ich trage bisher keine, aber wenn ich mir mal meine Sturz-/Verletzungshistorie durch den Kopf gehen lasse, wären Ellbogenprotektoren schon sehr sinnvoll! Hätten mir mehr genutzt als ein Helm. Übrigens auch auf dem Aufrechtrad.
 
Ich bin auch schon zahlreiche Male auf dem Ellbogen gelandet. Einmal davon mit dem Chr. Sonst waren es immer Umfaller, wo entweder gar nichts passiert ist oder eine leichte Prellung am Steißbein. Die Umfaller sind aber auch nur passiert, da man sich beim wegrutschen des Vorderrads mit dem Liegerad nur schlecht abfangen kann.
Ich kann in der Regel so fahren, dass ich nicht stürze. Wenn man auf Laub weg rutscht, hat man die Situation einfach falsch eingeschätzt und war zu mutig. Das mit dem nassen Metall und rutschigen Kanten usw muss man wissen, dann ist man eventuell vorsichtiger.
 
Seit ich Protektoren nutze, habe ich mich nicht mehr gelegt! Das ist scheinbar wie mir dem Werkzeug, daß man nur nicht braucht, wenn man es mit herumschleppt. (Oder ich fahre einfach schissiger...)
Ich fahre 4 verschiedene Sätze. Ein leichtes Protektorenshirt für die Sommertour, Armourgel-Protektoren für Touren im Wald und die dicken gefütterten Dinger fürs Gelände. Dann habe ich noch so Plastikdinger für Asphalt und die ersten paar Runden mit dem Tieflieger. Gerade auf der ehemaligen teilüberdachten Holzbahn in Köln (Wintertraining) sind viele Nutzer mit Ellenbogenprotektoren gefahren.

Knochenbrüche können heilen. Gelenke oder das Steißbein sind da echt nachtragend. Mein Schatz ist eine Hose mit Armourgelprotektoren an Hüfte, Steiß und Knien. Trägt kaum auf und kann echt was ab.

Kurze Antwort also: ja, aber auf dem Lieger eher selten.
 
Seit ich Protektoren nutze, habe ich mich nicht mehr gelegt! Das ist scheinbar wie mir dem Werkzeug, daß man nur nicht braucht, wenn man es mit herumschleppt. (Oder ich fahre einfach schissiger...)
Ich fahre 4 verschiedene Sätze. Ein leichtes Protektorenshirt für die Sommertour, Armourgel-Protektoren für Touren im Wald und die dicken gefütterten Dinger fürs Gelände. Dann habe ich noch so Plastikdinger für Asphalt und die ersten paar Runden mit dem Tieflieger.
Welche Plastik dinger für Asphalt, also welches modell?
 
Als ich damals zur Probefahrt gegangen bin dachte ich noch "ob, vielleicht hätte ich meine alten Schützer vom Inline Skaten mitnehmen sollen und wollte sie auch zumindest in der Lernphase noch tragen. Der Händler hatte komplett abgewunken und ich habe auch -wie bei mir üblich- meine Vorhaben nie umgesetzt, weil ich immer einfach losgefahren bin, ohne überhaupt dran zu denken oder ohne Lust zu haben, das erst noch zu machen. Ich habe sie auch nie gebraucht. Zweimal saß ich auf dem Hintern, ein Polster, das da geholfen hätte, hätte ich im Sitz wahrscheinlich nicht tragen wollen. (Hatte aber auch nichtmal wirklich wehgetan.) Einmal bin ich auf dem arm gelandet, da hatte ich vorher schon einen leicht steifen Hals und danach ging garnichts mehr. (Das war aber auch ein fremdes und zu kleines Fahrrad.) Einmal bin ich auf plötzlichem, richtig fies fein-grobem Staub-Schotter ausgerutscht und habe mich leicht abgeschürft. Weiß nicht mehr genau, wo es war und ob da ein Schützer drüber gesessen hätte. Ansonsten bin ich nur im Stand umgekippt, glaube ich. Da hat man eher, dass man sich das Fußgelenk verdreht oder das Fahrrad drauf landet.
Aber den Helm habe ich auch noch nie gebraucht und versuche trotzdem, ihn meist zu tragen. Andere Schützer würden aber durch den Aufwand beim An- und Ausziehen und die Sperrigkeit an den Gelenken und im Sommer die Hitze und das Schwitzen sonsehr stören, dass ich ganz schnell wieder aufhören würde. Ich halte sie für Anfänger oder Gefährdete oder einfach Sicherheitsbedachte mit Frusttoleranz nicht grundsätzlich für verkehrt. Gerade im ersten Herbst und Winter mit viel Glätte vielleicht angenehm. Man sollte aber vorher mal ehrlich mit sich selbst sein, ob man das Plus an Sicherheit dann mit riskanterem Fahrstil überkompensiert und dann dadurch ein höheres Risiko hat. :ROFLMAO:

Ich hatte dir ja auch schon erzählt, dass ich vorhabe, "Fahrsicherheitstraining" zu machen, wo ich die Haftgrenze und das Verhalten im Grenzbereich bewusst erkunde und dass ich da nochmal extra drüber nachdenken würde, mir alle Schützer anzulegen. Gerade die Polsterhose erlaubt eine gewisse Sicherheit, sich auf dienSeitenfallen zu lassen, ohne die Hände auszustrecken und damit Handgelenk und Schulter (hier vor allem die Sehnen!?) in die vorderste Front zu schicken. Wenn man dann den Grenzbereich kennt, weiß man im Alltag aben eher, wie weit man nicht gehen sollte, spürt vielleicht schon in den ersten, seichten Kurven, dass da nicht viel Reserve ist und man in den härteren Kurven richtig langsam fahren muss. Und auch richtig zu fallen übt das dann vielleicht, nur dass richtig ohne Schützer dann anders sein kann.

Was Schürfwunden angeht, bin ich sowieso unsicher. Ich hatte mit Inline Skates den Eindruck, dass die Schützeran Ellenbogen und Knien zwar den Stoß dämpfen, dann aber verrutschen und die Haut freilegen. Bei einem fast senkrechten Sturz reicht das auch, um das Meiste zu vermeiden, aber bei einem fast waagerechten Sturz mit Geschwindigkeit vielleicht nicht so. Die Kleidung der Rennradler soll ja für einen gewissen Schürf-Schutz gemacht sein, aber eben doch mit Haupt-Augenmerk auf Bequemlichkeit, Leistung, Aerodynamik. Die von Motorradfahrern ist dann wieder zu stabil und erlaubt zu wenig Bewegung und Temperaturregulierung des Körpers bei Leistung.


Tja. Unfälle vermeiden ist natürlich immer am Besten. Und wenn man gut darin ist, Unfälle zu vermeiden, lohnt es nicht mehr, ständig Vorkehrungen für eventuelle Unfälle zu treffen. Im Downhill sind Unfälle besonders wahrscheinlich und besonders verheerend, weil man auf annähernd 100% zielt und dann auch mal 110% trifft und dann fliegt man eben bei hoher Geschwindigkeit ins Gelände. Wenn du da an einen Baum klatscht, helfen dir die Knieschützer und der Rückenpanzer auch nicht, das Restrisiko nimmt man aber inkauf. Im Alltag kann man das Risiko deutlich freier dosieren, wenn man in der Lage ist, seinen Ehrgeiz einzuschränken und eben mit dem richtigen Material fährt. (siehe dein anderer Thread mit der Suche nach griffigeren Reifen. Tjaja, griffigere Reifen machen auch nicht unbedingt sicherer. Man kann auch genau so unsicher damit fahren, nur eben etwas schneller :LOL: ) Also wenn du bei unklarer Situation dazu neigst, zu vielzu riskieren und wenn du die Situationen eben noch nicht so genah einschätzen kannst, aber du mit Schützern den gleichen Fahrstil hättest, wärest du mit Schutzern vielleicht sicherer. Wenn du mit Schützern einen riskanteren Fahrstil oflegen würdest, wärest du vielleicht sogar weniger sicher (aber schneller am Ziel, wenn du gerade mal keinen Unfall hast :p ). Und am Sichersten wärest du wahrscheinlich, wenn du dein Fahrzeug vorsichtig und bedacht kennen lernst und dich traust, zunächst ganz viel Potential liegen zu lassen, indem du "zu vorsichtig" fährst. (Ständig nur zu vorsichtig bringt aber auch keinen Lerneffekt und vielleicht erhöht man immer mehr das Risiko, weil es bisher ja immer gut gegangen ist, bis man dann irgendwann nicht bemerkt, dass man an der Schwelle ist oder nicht gelernt hat, auf vestimmte Dunge zu achten und einen "Stolperstein" erwischt. Daher der Gedanke, sich explizit und konzentriert in kontrollierter Situation mit den Grenzbereichen auseinander zu setzen und rettende Reflexe zu bilden.)

Wirkliches Fatzit konnte wie bei Helmen eigentlich immer nur eines sein: Mach doch was du willst. ;)
 
In Rennen fahre ich mit Protektoren (Ski-Protektorenhose von Aldi-Süd und Armprotektoren aus dem Skate - Bereich)
Wenn ich kein Rennen fahre, dann fahre ich auch ohne Protektoren.

LG

Uli
 
also wenn die bei der Tour de France plötzlich alle in American Football Ausrüstung auf ihren Rennern fahren würden, dann fänd ich das optisch interessanter und würde es mir mehr im TV ansehen... satire aus...
mein Tipp: viele tausend LR kilometer sammeln und nicht kamikaze mäßig unvorsichtig fahren, dann braucht es keine Protektoren ausser evtl. ein Fahrradhelm auf der Birne meiner Meinung nach...
Ansonsten vermute ich aus nicht vorhandener eigener Erfahrung aber LR Bildchen angucken und nachdenken, dass Ellbogen schützer wohl besser bei UDK oder Untenlenker passen und schlecht bei Tiller.
 
Natürlich helfen Protektoren "im Falle eines Falles" (bevor man alles wieder mit Uhu zukleben muss).
Aber: Wenn man auf dem Up ohne Protektoren fährt - warum dann auf der Liege? Stürzt ihr da wirklich so viel häufiger?

Und: Welche dürfen es denn dann sein? Nur der Ellbogen? Protektorenhose? Handschuhe mit Gelenkstütze?

Diese Protektoren schützen vor unangenehmen Abschürfungen, aber lassen die wirklich gefährlichen Verletzungen aussen vor.
Also: Rückenprotektor? Neckbrace? Airbag-Weste? Alles zusammen?

Das muss natürlich jeder selbst wissen, ich habe damals im Rennradbereich echt üble Abschürfungen gesehen, allerdings sehr oft an Stellen, an die man kaum denkt. Wenn man sich nicht gerade auf einer freien Strecke ablegt sieht das alles schnell anders aus, und man käme um einen Vollschutz gar nicht herum, um diese Eventaulitäten abzudecken.

Meine Entscheidung: Ich fuhr und fahre ohne*, könnte mir aber gut vorstellen, im Rennen meine Kevlar-Protektoren von den Speedskates zu tragen. Die schützen nur gegen Abrieb, nicht Aufprall, und sind entsprechend dünn und tragen nicht auf oder schränken die Bewegungsfreiheit ein.


*Ausnahme: Bikepark. Da sind die Protektoren Pflicht, und ein fulminanter Ableger gehört da zum normalen Fahrbetrieb dazu.
 
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