ROAM GPS Datenauswertung: MacDonald Pass

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Geschwindigkeit vs. Steigung

Die Diagramme hier sind von der kompletten Tour.
Die grünen Kurven sind vom Anfang von ROAM. Zum Ende hin werden die Kurven röter.
Die Höhendaten zur Berechnung der Steigung stammen aus den jeweiligen Tracks, d.h. sind noch nicht gemittelt. Außerdem sind die Fahrer nicht immer dieselbe Strecke gefahren.

Die Kurven haben beim Milan eine andere Form, als bei den anderen. Erklären kann ich mir das aber (noch) nicht.

2011.08.24_05.37_Mango_slopespeeds.jpg 2011.08.25_09.11_Pterovelo_slopespeeds.jpg 2011.08.25_09.12_Milan_slopespeeds.jpg 2011.08.24_05.22_Leiba_slopespeeds.jpg

(Meine Daten, d.h. der Leiba sind problematisch. Ich habe sie aber reingemacht, damit mir niemand vorwirft, ich würde was verheimlichen. Bei den Gefällen stimmt was nicht. Aber die Geschwindigkeit in der Ebene könnte schon so ungefähr passen. Mein GPS-Receiver war meistens nur eingeschaltet, wenn ich nicht wußte wohin.)
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Ich sehe nicht recht, was mir die Diagramme sagen sollen -- wahrscheinlich meine Dummheit in der Auswertung solcher Daten.

Aus meiner Sicht ist das interessante an den Gesamtdaten, dass sich über die Dauer schwer bestimmbare variablen wie Tagesform und Motivation ausmemdeln. Bis auf Frans ist ja niemand von uns am Anschlag gefahren, sondern mehr oder minder zügig getourt.

Die Mangos waren in Summe eher langsamer als die Mehrheit, die Quests lagen bei aller Varianz der Fahrer da drüber, Milan und Evo R lagen wohl am oberen Rand und Frans allenfalls leicht darüber, da sie aber tourten und meist mit anderen fuhren nicht klar schneller-- Frans aber mit kontinuierlich forcierter Fahrweise.

Aus meiner Sicht war das Pterovelo nicht systematisch schneller, wurde nur mit mehr Kraft gefahren.

Die täglichen Fahrzeiten von Maarten und Machiel in Strada bzw Quest werden sich nicht signifikant von denen im Milan oder Evo R unterscheiden.

Die langsamsten Velomobile waren die mit Elektroantrieb, weil zu schwer und nicht formoptimiert (Va. die beiden Trikeverkleidungen). Schnell und schneller als die pedalgetriebenen VMs war nur das stokemonkey unterstützte Quest von Daniel: gutes VM, starker und gut verarbeiteter Motor, gute Akkus und leichter Fahrer.

Mein eigener Gesamtschnitt in Bewegung, einschliesslich aller Herumgondeleien in Städten, auf den Radwegen, in den Bergen und ausschließlich aller Strecken über 83 km/h lag bei 30 km/h -- und das im Tourentempo und quer durch die USA. Aus meiner Sicht ein handfester Beleg für die absolute Tourentauglichkeit des Velomobils für Strecken ausserhalb des Flachlands.

Jupp
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Ich sehe nicht recht, was mir die Diagramme sagen sollen
Das ist wie bei einem Gemälde. Du darfst rauslesen oder reininterpretieren, was Du magst.

Bis auf Frans ist ja niemand von uns am Anschlag gefahren, sondern mehr oder minder zügig getourt.
Das ist aus den Daten jedenfalls nicht ersichtlich.

Aus meiner Sicht war das Pterovelo nicht systematisch schneller, wurde nur mit mehr Kraft gefahren.
In den Diagrammen ist das Pterovelo nicht schneller als der Milan. Wie gesagt, ob es mit mehr Kraft gefahren wurde, ist nicht ersichtlich.

Mein eigener Gesamtschnitt in Bewegung, einschliesslich aller Herumgondeleien in Städten, auf den Radwegen, in den Bergen und ausschließlich aller Strecken über 83 km/h lag bei 30 km/h
Gesamtschnitt in Bewegung. Auch Zahlen können Gemälde sein. ;) Heißt das, daß Du die Strecke in 5000/30/24=7 Tagen hättest fahren können?

Aus meiner Sicht ein handfester Beleg für die absolute Tourentauglichkeit des Velomobils für Strecken ausserhalb des Flachlands.
Wie Jörg kürzlich kommentierte: "Wo waren denn bei ROAM die Berge?"

Zu der Interpretation der letzten Diagramme:

Wenn man den Windwiderstand als vernachlässigbar annimmt, dann ist die Geschwindigkeit bergauf umgekehrt proportional zur Steigung. D.h. wenn ich bei 4% 12 km/h fahre, dann müßte ich 2% mit 24 km/h fahren. Beim Milan paßt das Diagramm zur der Hyptothese, bei den anderen nicht. Heißt das, daß der Milan schon bei Geschwindigkeiten um 20 km/h eine wesentliche verbesserte Aerodynamik gegenüber den anderen Fahrzeugen hat? Kann ich nicht so recht glauben.

Interessant beim Milan ist auch die geringere Steigung der roten Kurven. Das würde ich mal auf die vielen Hügel und die eher unübersichtlichen Strassen in der letzten Woche schieben. Da konnte der Markus nicht mehr so runterheizen - aber zum schnell(er) Bergaufrollen hat es anscheinend noch gereicht?
 
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Schnell und schneller als die pedalgetriebenen VMs war nur das stokemonkey unterstützte Quest von Daniel: gutes VM, starker und gut verarbeiteter Motor, gute Akkus und leichter Fahrer.
Wenn ich das richtig sehe bringt der Stokemonkey 500 Watt? Inwiefern fällt das denn noch unter "Unterstützung"...?

@Thomas: Wessen Mango ist das denn in der Grafik? Harry? Der fährt ja wie ein Uhrwerk! :)
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Wenn man den Windwiderstand als vernachlässigbar annimmt, dann ist die Geschwindigkeit bergauf umgekehrt proportional zur Steigung.
Stimmt nicht ganz. Denn der "Roll"widerstand, d.h. im Wesentlichen die zu verrichtende Walkarbeit, kommt auch dazu. Der Markus fuhr die ganze Tour mit Marathon Plus. Die können doch nicht der Grund für die andere Kurvenform sein?

(BTW: Die Probefahrt mit dem Milan in Groningen hat mir gut gefallen. Ich meine, ich war mit 38-42km/h unterwegs, wo ich mit der Leiba 30-35km/h fahre. Mit dem Quest habe ich wenig aktuelle Erfahrung. Aber da ist der Unterschied geringer. Leider sind die GPS-Daten der Groningen-Tour verloren gegangen. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als mal für einen Tag oder gar ein Wochenende einen Milan zu mieten. Auch eine Evo-k (mit der schönen Haube) würde ich gerne mal über eine längere Strecke probieren.)
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Mango [...] Der fährt ja wie ein Uhrwerk! :)
Vielleicht hat er auch nur die besseren GPS-Daten. Die Höhendaten sind sehr empfindlich auf schlechten Empfang. Wilfred fuhr sein Mango meistens ohne Deckel. Der Milan und das Pterovelo waren meisten zugedeckelt. D.h. das Nächste, was zu tun ist: Höhendaten mitteln und aus diesen gemittelten Werten die Steigung für alle errechnen. Zur Zeit wird die Steigung nur aus den trackeigenen Daten berechnet.
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

...Die grünen Kurven sind vom Anfang von ROAM. Zum Ende hin werden die Kurven röter...
Danke ... dennoch ein Vorschlag:
Währe in diesem Fall ein 3 D-Diagramm nicht viel übersichtlicher und anschaulicher?
Also anstelle eines scheinbaren Wirrwarrs an Lienien, einfach eine schräge Draufsicht auf eine hügelige Diagrammfläche.
Wobei die Hügel dann natürlich keine Höhenangaben, sondern die Geschwindigkeit darstellen ... wie in deinem Diargramm auch.

Oder wenn einem der Zeitfaktor nicht interessiert, einfach nur eine gemittelte Kurve pro Fahrzeug?

Gruß, Martin D.
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Währe in diesem Fall ein 3 D-Diagramm nicht viel übersichtlicher und anschaulicher?
Gute Idee! Werde ich machen. Zuerst will ich aber die Höhendaten mitteln. Ich hoffe ich kriege wenigstens noch die Tracks von Maarten. Vermutlich gibt es noch mehr gespeicherte ROAM Tracks, aber die Fahrer wollen sie nicht veröffentlichen. Ist eh seltsam, daß so wenig Velomobil- und Liegeradtrackaufzeichnungen veröffentlicht werden. Spontan fallen mir da nur die von Dooxie und Maarten ein. Manchmal wird ein ausgewähltes Speeddiagramm als Minibildchen oder ein Maxspeedwert gepostet. Wenn ich es nicht besser wüßte, müßte ich glatt vermuten, daß die Geschichten von schnellen Liegerädern und Velomobilen oft nur Anglerlatein sind.

Oder wenn einem der Zeitfaktor nicht interessiert, einfach nur eine gemittelte Kurve pro Fahrzeug?
Was wirklich interessiert, bzw. interessant ist, weiß man erst, wenn man die Daten in den verschiedenen Projektionen anschaut. Eine gemittelte Kurve pro Fahrzeug wäre bei Markus (Milan) ungünstig, wg. der deutlichen Änderung gegen Tourende.
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Mein eigener Gesamtschnitt [...] 30 km/h [...]. Aus meiner Sicht ein handfester Beleg für die absolute Tourentauglichkeit des Velomobils für Strecken ausserhalb des Flachlands.
In deinem speziellen Fall ja. Die Tourentauglichkeit des Velomobils im Nicht-Flachland mit Jupp als Fahrer ist belegt.

Verallgemeinern läßt sich das aber nicht so leicht.
Dazu fällt mir Volker ein. Er erzählte in Groningen, daß er am Lolopass (IIRC) sechsmal (!?) zurückfahren mußte, um Velomobile aufzuladen. Klar, das waren sehr wahrscheinlich die elektrischen und von den reinen HPVs vermutlich überwiegend die amerikanischen.
Dazu kommt, daß wir alle ohne Reisegepäck gefahren sind.
 
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nein, der Lolo-Paß war in dieser Beziehung unauffällig. Dort hatte er nicht mehr als sonst auch auf dem Dach. Wenn ich mich recht erinnere, war der letzte Anstieg hinter Helena der mit den meisten weißen Fahnen. Aber sechsmal zurück fahren ? Glaube ich nicht dran.
 
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Gesamtschnitt in Bewegung. Auch Zahlen können Gemälde sein. ;) Heißt das, daß Du die Strecke in 5000/30/24=7 Tagen hättest fahren können?
Nein, heisst es nicht, denn dann hätte ich ja 7 Tage lang ununterbrochen fahren müssen.
Heisst nur, dass ich nach meinen Aufzeichnungen für die 5.150 km 172 Stunden und 42 Minuten im Quest unterwegs war.

Ist eh seltsam, daß so wenig Velomobil- und Liegeradtrackaufzeichnungen veröffentlicht werden. Spontan fallen mir da nur die von Dooxie und Maarten ein. Manchmal wird ein ausgewähltes Speeddiagramm als Minibildchen oder ein Maxspeedwert gepostet. Wenn ich es nicht besser wüßte, müßte ich glatt vermuten, daß die Geschichten von schnellen Liegerädern und Velomobilen oft nur Anglerlatein sind.
Beobachte ich auch. Zumindest scheint es so als seien viele der Debatten geprägt von Trainingsrunden auf gutem Untergrund bzw. schnellen Straßen ohne das ganze Drumherum einer längeren Tour, wo die Route unbekannt ist, und die Suche nach geeigneten Rastplätzen, das langsame Cruising durch Städte/Orte und die übrigen Entschleuniger einer Reise den Schnitt drücken. Wer fährt schon auf Tour gegen die Uhr -- ich jedenfalls nicht.
Würde mir auch wünschen, dass es mehr Daten solcher Fahrten gäbe, weil das ein realistischeres Bild des Velomobilpotentials ergäbe. Es ist auch so noch eindrucksvoll genug.

Jupp
 
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Dazu kommt, daß wir alle ohne Reisegepäck gefahren sind.
wir hätten ROAM auch mit Gepäck geschafft; und weniger mitgenommen; wäre vielleicht sogar besser gewesen, wenn es nicht Velomobil-Talente wie Jörg auf eine Faltzahnbürste reduziert hätte. Viel mehr passt in das Evo-R ja nicht ;-)

Jupp
 
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AW: Geschwindigkeit vs. Steigung

Faltzahnbürste [...]. Viel mehr passt in das Evo-R ja nicht ;-)
:D

Doch, ein bißchen mehr paßt schon rein. Er hatte doch im anderen Thread seinen Händi-Halter erwähnt. Und einen Labellostift-Halter hat er doch auch drin. Nur mit dem Wasserkanister hatte er bin bißchen Probleme. IIRC fuhr er mit Camel-Back.
 
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Maartens GPS-Aufzeichnungen

Der Vollständigkeit halber hier noch die Diagramme von Maartens GPS-Aufzeichnungen. Die habe ich gestern bekommen.
2011.08.03_06.47_Strada-Maarten_altitude_vs_distance.jpg 2011.08.24_05.49_Strada-Maarten_slopespeeds.jpg

Wie gesagt, jetzt muss ich erstmal die Höhendaten mitteln.
 
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ROAM-Temperaturen

Frans und Wilfred haben mit ihren GPS-Recordern auch die Temperatur mitgeschrieben. Für mich ist unverständlich, weshalb die Temperatur in Wilfreds Mango höher war, als in Fransens Treibhaus.
20110730_133051.000_temp.png 20110730_133628.000_temp.png
 
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...Für mich ist unverständlich, weshalb die Temperatur in Wilfreds Mango höher war, als in Fransens Treibhaus...
Mango: schwarz, Pterovelo: weiß

Bergauf hatte Frans den Deckel doch meist hochgeklappt, da dürfte die Belüftung besser gewesen sein als beim Mango. Und er hat zumindest mit dem Oberkörper im Schatten gesessen und Wilfred ist ohne Dach gefahren.

Außerdem hatte Frans diesen schönen Sprühnebler an Bord, könnte ein weiterer Grund gewesen sein.
 
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AW: ROAM-Temperaturen

Weil ich grad mal wieder nicht radeln kann, habe ich ein bißchen rumgespielt. Das hier sind die Tracks von Wilfred. Die Blau/Rot-Färbung ist die Geschwindigkeit.
roamspeed.jpg
 
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