Flevo Racer fahren lernen

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von arasca, 18.02.2013.

  1. arasca

    arasca

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    Hallo miteinand,

    ich habe mir letztens einen Flevo Racer zusammengebaut. Bei der Entscheidung für das Teil spielten eigentlich zwei Dinge eine tragende Rolle:


    • der Preis
    • die Technik: Vorderradantrieb, Hinterradfederung, HighRacer, Untenlenkung

    Nach dem Lesen mehrerer Threads (z.B. hier und hier und hier) über das Fahren lernen hatte ich schon einige Bedenken, wie gut ich das lernen würde. Hier also mal ein kurzes Log meiner bisherigen Übungen:

    02.02.2013: etwa 10min auf dem kleinen Platz vor meiner Garage hin und her gefahren (Diagonale etwa 20m)

    03.02.2013: in den Park um die Ecke geschoben, ca 2 Stunden auf einem ziemlich geraden 300m langen Stück Sandweg geübt, geradeaus zu fahren. Dabei 10km gefahren

    06.02.2013: wieder in den Park geschoben, erst auf dem 300m Wegstück, dann einen Querweg, der in 90° davon abgeht und 500m lang ist. Etwa 2:15h gefahren, am Ende mehrmals auch um die Ecke zwischen den Wegen gekommen (d.h. 800m am Stück). Dabei 20km gefahren

    13.02.2013: da die Wege im Park verschneit waren, habe ich weiter zum großen Parkplatz eines Supermarktes geschoben. Auf dem Parkplatz Kurven gefahren, einige Runden gedreht. 5.9km am Stück geschafft ohne Füße abzusetzen. In niedriger Sitzposition auch ein paar Runden, das ist allerdings viel wackeliger. Weg nach Hause auch gefahren. Zusammen 10km gefahren

    14.02.2013 : wieder auf dem Supermarktparkplatz, diesmal auch hin gefahren, dann erst mal 11.5km an einem Stück in hoher Sitzposition, dann noch weiter. Am Ende noch 3km in tiefer Sitzposition. In hoher Position wieder nach Hause. Zusammen 20km gefahren

    17.02.2013: heute endlich eine richtige Tour: vormittags rund 48km durch das Wendland, dabei an zwei Stellen schieben müssen: verschneiter Radweg auf Steigung oder Gefälle. Dafür habe ich gut 3:45 Stunden gebraucht. Rückweg dann abends ab 21:00. Schieben nur noch an einer Stelle (wg. Schneeschmelze tagsüber). Jetzt waren's 3:50 Stunden (und ich habe noch zwei Runden hier um die Häuser gedreht, um die 100km voll zu machen. Also 101km gefahren.

    Jetzt habe ich nach 6 Mal "üben" also gut 160km auf dem Flevo Racer hinter mir. Ich fühle mich immer noch deutlich wackeliger als auf dem UP (was natürlich auch kein Wunder ist nach 35 Jahren UP-Erfahrung), werde mich sicher noch nicht gleich ins Gedrängel der Innenstädte stürzen, fühle mich aber schon ziemlich wohl beim Fahren. Meist fahre ich so 18, 19 km/h, ab 25km/h ziehe ich spätestens die Bremse, da ist also noch die eine oder andere magische Geschwindigkeitsgrenze zu überwinden. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, ich habe vor ein paar Jahren nur mal eine Probefahrt auf 'nem "normalen" Liegerad gemacht, d.h. bin totaler Liegerad-Anfänger. Ich bin motorisch eigentlich kein Überflieger, gehe solche Dinge aber strukturiert und durchaus ehrgeizig an (das würde mich schon kneifen, wenn ich mein niegelnagelneues Liegerad nicht fahren kann). Freihändig fahre ich aber noch gar nicht, da reicht es bisher nur dafür, mal ganz kurz eine Hand vom Lenker zu nehmen.

    Und: Nach 100 Tageskilometern und fast 7 Stunden im Sattel keine Taubheitsgefühle an wichtigen Stellen (nur kalte Füße), ich merke meine Schultern etwas (vom Gegenhalten, wenn's schlenkert). Und bin ziemlich zuversichtlich, dass ich in diesem Sommer vollständig alltagstauglich werde. Alles in Allem ist Knicklenker fahren keine Wissenschaft und kein Glücksspiel, das kann man lernen.

    Olaf
     
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  2. arasca

    arasca

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Waren natürlich 3.5 Stunden (also 3:30), der Rückweg war also schneller.

    Olaf
     
  3. cyclist

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Hallo,
    ich bin gestern seit Weihnachten das erste mal wieder mit dem Flevo gefahren.
    Bevor ich losgefahren bin hatte ich die Befürchtung alles gelernte in den 6 Wochen Pause wieder verlernt zu haben.
    Zu meiner Verwunderung ging es besser als gedacht.

    Thomas
     
  4. arasca

    arasca

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Das ging mir in den letzten Tagen auch immer so. Nach nur einer Woche Pause dachte ich: Mal sehen, wo ich wieder anfangen muss. Ich glaube aber, dass man die Flevo-Fahrerei ohnehin nicht mit dem Kopf lernt, sondern motorisch verinnerlicht. Das bleibt (hoffentlich) länger erhalten. Hatte ich mit der Kajak-Rolle auch: Als ich mal ein ganzes Jahr nicht gerollt war, klappte das immer noch auf Anhieb.

    Olaf
     
  5. cyclist

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Na ja, wäre auch schlimm wenn nicht :) Beim Kanadier-Fahren brauch ich zum Glück die Kojack-Rollre eher selten; eigentlich steige ich dann lieber gleich kontrolliert aus.
     
  6. einrad

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Das trifft's ganz genau. Der Körper braucht halt eine gewisse Zeit, dass er sich drauf einstellt, lernt's aber genauso wie das Fahren mit einem anderen Gefährt.

    Viel Spaß weiterhin, Harald
    (mit derzeit ca. 5000 km gesamt am Flevo)
     
  7. Gasi

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Man muss am Anfang dem Flevo vertrauen und ihm seinen Willen lassen, irgendwie knickt es immer in die richtige Richtung und richtet sich wieder auf.
    Manchmal schaukelt es sich allerdings auf.
    Wenn man sich drauf halten kann, kann man versuchen die Richtung zu beeinflussen.

    Bis heute weiß ich nicht genau wie man lenkt.
    Man lenkt einfach.

    Bergauf und bei Langsamfahrt gewinnt das Flevo hin und wieder die Oberhand und wird eigensinnig, dann hilf nur Gewalt.
     
  8. einrad

    einrad

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Das macht doch nichts, es geht den normalen Radlern ja auch so, dass sie dies nicht wissen sondern einfach tun.

    (Rechtskurve bedeutet: Lenker ein wenig nach links einschlagen, einen Sekundenbruchteil warten, bis das Rad nach rechts kippt und dann am Lenker wieder nachgeben, damit der Lenker nun passend nach rechts einschlagen kann.)

    Dies kann jeder leicht selbst ausprobieren, wenn er freihändig fährt und dann mal am Lenker ein wenig anzieht.

    Beim Flevo ist's im Prinzip das gleiche, nur dass Du nicht an einem Lenker ziehst/drückst, sondern die Pedale vorne rechts/links verschiebst.
    Es dauert halt, bis man das nötige Gefühl dafür entwickelt...

    Gruß, Harald
     
  9. cyclist

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Ich gebe mit den Füßen den Impuls für den für das Einknicken der Lenkung.
    Die Kurve lenke ich dann sozusagen aus der Hüfte und mit Hilfe des Oberkörpers.
    Je lockerer und entspannter man im Becken und den Schultern ist um so besser funktioniert es.
    Probiert es mal aus; geht vor dem Flevofahren mal schwimmen oder macht etwas Gymnastik um Becken und Schultern zu lockern.
    Ihr werdet sofort merken das es sich besser lenken lässt. :)

    Thomas
     
  10. arasca

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    So, nun mal ein weiteres Resümee: Ich habe mittlerweile mehr als 1100km auf dem flevo racer hinter mir, davon gute 400km in den letzten 4 Tagen.

    Wirklich "Racen" tue ich noch nicht (im Verhältnis zum Rennrad), ich fühle mich bei 25km/h pudelwohl, 30km/h sind auch gerne drin. Wenn ich bergab fahre, wird es irgendwo über 30km/h wackelig, das fühlt sich so an, als würde das hintere Teil schieben (worauf das Knickgelenk seine Zugspannung verliert). In der Ebene habe ich das nicht.

    Nach etwa 400km habe ich mal angefangen, den Lenker öfters loszulassen. Erstaunlich, was man alles freihändig machen kann. Da die Füße auf den Pedalen das Vorderteil ja stabilisieren, macht es nichts, wenn man mal einen Impuls von unten ins Vorderrad bekommt (Schlagloch etc). Da würde man auf anderen Rädern sofort hastig nach dem Lenker greifen, um's wieder zu richten. Wenn man freihändig fahren kann, bedeutet das auch, dass man den Lenker kaum noch benutzt, d.h. nur sehr geringe Kräfte, die auf Arme und Schultern wirken: Ein sehr lockeres Fahren (bei den ersten Übungsstunden auf dem Flevo habe ich noch recht viel am Lenker gezerrt).

    Auf den langen Touren in den letzten Tagen habe ich erstmals das Rollen lassen angefangen (also ohne zu treten). Das hat sich vorher irgendwie immer sehr wackelig angefühlt, geht jetzt aber schlagartig völlig ohne Probleme.

    Wie so mancher hier im Forum schon erwähnt hat: Das man freihändig mal die Kleidung richten kann, die Arme einfach baumeln lassen oder die Hände vorm Bauch falten kann (auch gerne mal, wenn's kalt ist), das ist schon ein prima Gefühl.

    Ich für meinen Teil habe das richtige Liegerad für mich gefunden, fühle mich schon ausreichend sicher (fahre auch im Hamburger Stadtverkehr), und fahre gerne auch mehr als 100km am Tag völlig entspannt, keinen Ärger mit dem Rücken, den Knien und anderswo (die Rennradler-Fraktion nennt ihr Sportgerät ja auch gerne "Eierfeile", das gibt's auf 'nem Liegerad nicht). Muskelmäßig hatte ich überhaupt keine Adaptionsprobleme, kann daran liegen, dass ich in den letzten Jahren viel gelaufen bin und kaum noch Fahrrad (also Aufrecht-Rad).

    Soweit, Olaf
     
  11. bergauf

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    So glatt läuft es bei mir noch nicht. Vor zwei Wochen habe ich mit dem Flevo eine Runde mit 90km gedreht.
    Schmerzen im Kreuz, Muskelkater am Hintern, und leichte Taubheit im Mittelfußbereich....

    Mit dem Aufrechtrad ist sowas überhaupt kein Problem.

    bergauf
     
  12. Klopfer

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Das sind aber eher allgemeine LR-Probleme und nichts Knicklenkerspezifisches.
     
  13. arasca

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Klar, die meisten Probleme, die etwas mit Haltung zu tun haben, sind den Liegerädern gemein. Muskelkater wundert mich nicht, aber Kreuz? Immerhin sind ja die Flevos gefedert, d.h. Stöße ins Kreuz sollten es nicht sein.

    Bei den Füßen: Ich bin auf dem UP die letzten 25 Jahre immer mit Riemen und später mit Klickpedalen gefahren. Das habe ich mich anfangs auf dem Flevo Racer nicht getraut (da wollte ich keinen Sekundenbruchteil verlieren, um rechtzeitig die Füße unten zu haben). Da ich im Februar bei Minusgraden auch schon einige Touren gemacht habe und dabei ziemlich kalte Fußspitzen bekommen habe, fand ich es auch ganz angenehm, mal mehr auf dem Mittelfuß zu treten, durch das Variieren konnte ich immer mal etwas bessere Durchblutung bewirken. Das mit dem Variieren ist denn auch der Grund, warum ich noch immer ohne Platten fahre (meine Pedale sind eigentlich reine Klickpedale, habe auf eine Seite ein normales Kunststoffpedal draufgeklickt). Ich werde im Sommer sicher mal wieder mit Klick fahren, habe es bisher allerdings nicht vermisst.

    @bergauf: Fährst Du Klickpedale? Kannst Du das mit dem Kreuz genauer sagen, woher das kommen könnte? Schiefes Sitzen oder Stöße von unten bei holperigem Untergrund oder ...?

    Olaf
     
  14. bergauf

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Klickpedale sind vieeel zu sportlich für mich :)

    Das Kreuzweh kommt vermutlich von der Sitzposition. Ich bin das über mehrere Stunden einfach noch nicht gewohnt. Solange es am nächsten Tag wieder verschwunden ist, ist es nicht weiter tragisch.

    bergauf
     
  15. cyclist

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    AW: Flevo Racer fahren lernen

    Hallo zusammen,
    die 650 Km habe ich mittlerweile auch überschritten.
    Allerdings suche ich immer noch nach für mich besseren Anpassungen.
    Als erstes hatte ich die Pedalen gegen Mountinbike Pedalen getauscht.
    Dann habe ich mit der Tretlagerinstellung experimentiert, weil beim engen Kurvenfahren schnell das äußere Bein zu kurz wird.
    Nachdem diese Einstellung gefunden war, ( tiefe und hohe Sitzposition ) waren die Reifen dran.
    Mit den 32-622 Contis kam ich nicht klar. Langgezogene Kurven konnte ich mit denen nicht ohne Gegenlenken durchrollen.
    Ich habe dann auf 37-622 Marathon green Guard gewechselt ( die passen hinten gerade so; 1mm Luft zur Schwinge )
    Mit diesen Reifen kann ich jetzt sicherer und schneller sein.
    Nächstes Problem war die Kopfstütze.
    Durch die höhere Geschwindigkeit bekam ich permanent Schläge gegen meinen Hinterkopf :-(
    Also Kopfstütze demontiert und siehe da !!! ich konnte mein Gleichgewicht viel besser dosieren/halten, da mein Kopf frei war. ( in doppeltem Sinne ) Keine Angst mehr vor Schlägen gegen meinen Hinterkopf. :)
    In letzter Zeit bin ich auch mehrere Strecken 30Km+ gefahren, merke aber dass mir so manche Schläge durch unerwartete Bodenunebenheiten doch bis in den Schädel durchschlagen.
    Nun überlege ich den Dämpfer der Hinterradschwinge auszutauschen. Momentan habe ich D= 50mm, H=50mm. Wird D=40mm/H=40mm weicher??? Silent Block.

    Wie sieht es bei euch mit Gepäckfahrten aus. Welche Zuladung? hohe oder niedrige Sitzeinstellung?

    Mittlerweile fahre ich ich lieber mit meinem 28" Flevo Racer als mit meinem 28" Treckingrad, eigentlich habe ich in letzter Zeit nur zwichen meinem Bakfiets und dem Flevo gewechselt.

    Flevo hat ein Suchtpotential :)

    LG Thomas

    - - - Aktualisiert - - -
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.05.2013
  16. arasca

    arasca

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    Hallo Thomas,

    faszinierend, wie unterschiedlich das alles sein kann:


    • Dickere Reifen kommen für mich nicht in Frage (ich fahre Vittoria Rubino 28-622), aber ich bin auch schon immer auf schmalen Reifen unterwegs gewesen.
    • Mein Tretlager habe ich ohnehin ganz am Ende des Vorderteils, da ist kein Spielraum mehr. Das passt aber für mich perfekt. Das Problem mit der Beinlänge beim Kurvenfahren ist mir nie aufgefallen, werde in nächster Zeit mal hingucken, während ich kurve...
    • Kopfstütze habe ich nie gehabt, kann ich also nichts zu sagen. Ich hatte befürchtet, dass ich irgendwann 'nen steifen Hals kriegen würde, damit hatte ich aber überhaupt kein Problem.

    Zu Deinen Fragen:

    Ich hatte ursprünglich auch einen Dämpfer mit 50mm Höhe geliefert bekommen. Nachdem mich Gasi in diesem Thread darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Sitz damit sehr aufrecht ist (und ich fand, dass der dünne Gummi hinten ziemlich gestreckt wird), hat mir Alex Meier einen Dämpfer mit 45mm Höhe geschickt. Damit bin ich ziemlich zufrieden. Ich fahre bisher aber eigentlich nur in der oberen Position, wollte bei den größeren Strecken eigentlich gerne die tiefe Position probieren, aber da hingen mir meine improvisierten Taschen im Weg:

    DSC04286_s.JPG

    Also 'nen 40mm hohen Dämpfer halte ich für durchaus ok, wenn Du den Durchmesser verkleinerst, federt's vermutlich weicher, aber wie das so passt, kann ich nicht so abschätzen.

    Zur Zuladung: Ich habe mir ja eine Art Lowrider unter den Sitz gebaut (guckst Du hier). Da habe ich den schweren Krempel drin (Trinkflasche, Werkzeug, Schloss) und meine Klamotten, hinten habe ich mir einfach zwei Ortlieb-Säcke an den Sitz geschnürt (mit Klett-Bändern), da ist der leichte Teil drin (Zelt, Schlafsack, Isomatte). Ich bin bei etwa 85kg, mein Krams für die letzten Tage wog vermutlich so 10 bis 15 kg, das Flevo nochmal ~17kg, also rund 115kg Systemgewicht. Das fand ich sehr entspannt. Ich werde mir vermutlich noch Liegeradtaschen holen (vermutlich irgendwas Mittelgroßes von Radical), damit dass dann auch in unterer Position links und rechts neben das Hinterrad passt. Und damit auch noch mal volle Ausrüstung (also mit Kocher und Nahrung und sonstiger Krams für deutlich mehr als 4 Tage) mit kommt.

    Hier noch mal ein paar Bilder vom beladenen Flevo:

    DSC04287_s.JPG DSC04285_s.JPG

    Nach den Touren der letzten Tagen ist es auch bei mir so: Der Flevo Racer kann mein Trekking Rad locker ersetzen. Und die Flevo-Sucht wächst noch.

    Olaf
     
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    Moin Olaf,
    die 32-622 Contis liefen bei 6 bar gut geradeaus, wenn ich mich aber in Schräglage begab um eine Kurve zu fahren war es schwer die Spur zu halten. Vor allem bei unebener Fahrbahn, ganz schlimm bei Kopfsteinpflaster. Es fühlte sich an als ob das Hinterrad anfängt zu hüpfen.Es hat mich auch 2-3x überholt :-(((
    Wenn ich mit 3,5bar unterwegs war ist mir öfters das Vorderrad durchgeschlagen wennich über ein kleines Schlagloch uder einen hochstehenden Kanaldeckel gefahren bin.

    Die 37-622 Marathon green Guard fahre ich zur Zeit mit 4 bar ohne Probleme. Ich mußte mich aber auch an die Reifen gewöhnen.
    ( Sie mußten erst mein Vertrauen, vor allem in den Kurven, gewinnen )

    Thomas
     
  18. arasca

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    und vorhin kam ich zufällig an genau diesem Supermarktparkplatz vorbei und bin dieselben Runden, Kurven und Achten, die ich im Februar mit viel Herumeiern und am Lenker zerren gefahren bin, sehr entspannt und freihändig gefahren. :)

    Also: Flevo-Fahren kann man wirklich lernen...
     
  19. arasca

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    Hallo,

    nochmal ein kurzes Update: Ich habe heute gerade die 3000km vollgemacht. :) Eines meiner Ziele beim Liegeradkauf war ja, endlich wieder lange Strecken zu fahren, ohne verspannten Nacken (vom Kopf hochhalten mit Rennlenker), verspannte, durchgerüttelte Arme/Handgelenke und taubes Gefühl zwischen den Beinen. Bin vor ein paar Tagen dann auch mal 230km an einem Tag gefahren. Ergebnis: Muskelkater im Hintern. Sonst nichts. Seit ich meinen Racer habe, bin ich noch viermal auf einem von meinen Uprights gefahren (2mal jeweils zum Bahnhof und wieder zurück, zusammen so etwa 10km). Und das fühlte sich komisch an....

    Olaf
     
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    Na das hört sich ja gut an und macht mir Mut.
    Ich werde am kommenden Donnerstag bis Sonntag eine Radtour den Mainradweg entlang von Bamberg nach Lohr und dann durch den Spessart Gelnhausen fahren, ca. 300 Km / 100 pro Tag.
    Da ich mit 10 Aufrechtradlern unterwegs bin habe ich schon ein etwas komisches :rolleyes:.
    Mein Tacho steht auf 1505 KM

    LG Thomas
     
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