E-Mail Adresse öffentlich angeben?

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[OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Bitte änder erstmal deine eMail-Adresse, so dass sie nicht mehr suchmaschinenkonform ist, wenn du nicht mit Spam zugemüllt werden möchtest.
Ich halte das für schlecht, vor allem aber, es jemand anderem zu empfehlen. Ich bin mit meiner normalen privaten E-Mail-Adresse seit Jahren im Usenet unterwegs, habe sie im Klartext auf meiner Homepage stehen und benutze keinen automatisierten Spam-Filter. Das geht. Es ist noch nicht mal sonderlich mühsam.

In irgendeiner Weise gefälschte E-Mail-Adressen hingegen bürden die Mühe dem potentiellen Kommunikationspartner auf, und das ist ziemlich unhöflich.

p.s.: E-Mail steht im Duden, und sie schreibt sich genau so. Und nicht email, eMail, Email oder Emaille.
 

Andreas

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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Hallo Rainer

Ich bin mit meiner normalen privaten E-Mail-Adresse seit Jahren im Usenet unterwegs, habe sie im Klartext auf meiner Homepage stehen und benutze keinen automatisierten Spam-Filter. Das geht.
Wie geht das? Ich habe zu Spitzenzeiten gut 100 Spams pro Tag bekommen. Jetzt wechsel ich die Adresse mehr oder weniger regelmäßig. Ist auch lästig, aber nicht so sehr.

Gruß
Andreas
 
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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Wie geht das? Ich habe zu Spitzenzeiten gut 100 Spams pro Tag bekommen. Jetzt wechsel ich die Adresse mehr oder weniger regelmäßig. Ist auch lästig, aber nicht so sehr.
Wenn ich morgens das Postfach öffne, lösche ich anhand der Betreffs und Absender in unter 5 Minuten nahezu alle Spam-Mails und schaue dabei gleich noch, was außer Mailinglisten und ebay-Mails noch so gekommen ist. Da mir das so viel weniger auszumachen scheint als den meisten anderen vermute ich, daß vielleicht mein textbasierter Mail- und Newsreader dabei leichter zu bedienen ist als die verbreiteten graphischen.
 
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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Hallo Rainer,

heute mit dem falschen Fuß aufgestanden? Warum so ruppig?

Ich genieße es, nicht mehr im Deutschunterricht zu sitzen und rote Striche an meinen Text gesetzt zu bekommen. Ich bemühe mich, ein ordentliches Deutsch zu schreiben. Und wenn ich manche Verunstaltungen durch die Rechtschreibreform nicht mitmachen möchte, dann schreib ich einfach weiterhin so, wie ich es für richtig halte.

eMail hab ich mir vor einigen Jahren so angewöhnt und finde es immer noch die sinnvollste Variante, da es ja eine Abkürzung von "electronic Mail" darstellt. Was andere für schöner/besser/richtiger halten, ist mir eigentlich relativ egal. Solange jeder jeden versteht, soll jeder machen, was er für richtig hält.

Viele Grüße,
Martin
 
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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Moin,
p.s.: E-Mail steht im Duden, und sie schreibt sich genau so. Und nicht email, eMail, Email oder Emaille.
wie wird nach dem Duden denn Delphin, Photographie und Flaschen für Sauerstoff geschrieben? :cool:
Und welches Maß wird angelegt bei der Eleminierung des ß? ;)

Ciao,
Andreas

PS: Goethe muß ein glücklicher Mensch gewesen sein...
 

Reinhard

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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Wie geht das? Ich habe zu Spitzenzeiten gut 100 Spams pro Tag bekommen.
Unsere Server haben wir schon seit einiger Zeit auf s.g. Greylisting umgestellt. Was da noch durchkommt, nimmt sich der Spam-Filter vor. Das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend: no Spam.

Für sonstige Mail-Adressen/-Anbieter kann ich den Magic Mail Monitor empfehlen. Damit kann man prima Spam gleich auf dem Server entsorgen.
 
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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Warum so dünnhäutig?

Ich bemühe mich, ein ordentliches Deutsch zu schreiben. Und wenn ich manche Verunstaltungen durch die Rechtschreibreform nicht mitmachen möchte, dann schreib ich einfach weiterhin so, wie ich es für richtig halte.
Das mache ich genauso.

eMail hab ich mir vor einigen Jahren so angewöhnt und finde es immer noch die sinnvollste Variante, da es ja eine Abkürzung von "electronic Mail" darstellt.
Welcher halbwegs kultivierte Mensch setzt ohne Brechreiz Großbuchstaben mitten in Wörter?

Rainer "ganz unabhängig von der Sprache" Rauschenberg
 
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AW: [OT]Spam (was: Details zum Mango?)

Welcher halbwegs kultivierte Mensch setzt ohne Brechreiz Großbuchstaben mitten in Wörter?
Hab ich je von mir behauptet, halbwegs kultiviert zu sein? ;-)

Eine Variante, die ich auch noch ganz nett finde ist "I-Mehl". Ob die wohl durch deine Zensur kommt?

Grüße,
Martin
 
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MichaK

AW: E-Mail Adresse öffentlich angeben?

Jetzt muss ich doch auch noch meinen Senf dazu geben:

da "e-mail" tatsächlich von "electronic mail" kommt, wird es richtiger Weise im englisch-sprachigen Raum auch "e-mail" geschrieben.

Eingedeutscht wurde es jedoch zu "e-Mail" da wir wohl eher "elektronische Mail" schreiben würden. Daher kann ich den Dudenvorschlag mit "E-Mail" nicht wirklich nachvollziehen - muss ich aber wohl auch nicht :p

Grüße
 
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AW: E-Mail Adresse öffentlich angeben?

Jetzt muss ich doch auch noch meinen Senf dazu geben:

da "e-mail" tatsächlich von "electronic mail" kommt, wird es richtiger Weise im englisch-sprachigen Raum auch "e-mail" geschrieben.

Eingedeutscht wurde es jedoch zu "e-Mail" da wir wohl eher "elektronische Mail" schreiben würden. Daher kann ich den Dudenvorschlag mit "E-Mail" nicht wirklich nachvollziehen - muss ich aber wohl auch nicht :p
Ich zitiere mal von http://www.duden.de/deutsche_sprache/newsletter/archiv.php?log=0&begriff=E-Mail&id=11:

Es gibt wohl wenige Wörter im Deutschen, bei denen man auf so viele verschiedene Schreibungen stößt wie beim Kurzwort für „Electronic Mail”. Mal mit, mal ohne Bindestrich, mal klein-, mal großgeschrieben, wo man hinschaut, findet man unterschiedliche Varianten. Die Schwierigkeiten fangen übrigens schon im Englischen an: Dort hat man die Wahl zwischen den Schreibungen „email” und „e-mail”. Doch wie verfährt man, wenn das Wort in einem deutschen Text stehen soll? Eigentlich ist es gar nicht so schwer. Nach neuer Rechtschreibung passt man Fremdwörter, die im Deutschen häufig gebraucht werden, den auch für heimische Wörter geltenden Rechtschreibregeln an. (Das gilt zumindest für die Groß- und Kleinschreibung sowie für die Getrennt- und Zusammenschreibung.) Deshalb muss man das infrage stehende Wort, da es sich als Ganzes um ein Substantiv handelt, am Wortanfang großschreiben. Darüber hinaus ist zwischen „E” und „Mail” ein Bindestrich zu setzen (wie auch bei „D-Zug” oder „H-Milch”,da Einzelbuchstaben immer mit einem Bindestrich an das folgende Wort angeschlossen werden). Und schließlich schreibt man „Mail” mit großem Anfangsbuchstaben, da es sich wiederum um ein Substantiv handelt. Folglich ist die richtige Schreibung „E-Mail”.
 
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AW: E-Mail

... somit hat die deutsche Rechtschreibung auch meinem eAntrieb den Garaus gemacht... ;-)

V-Iele G-Rüße,
M-Artin
 
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AW: E-Mail Adresse öffentlich angeben?

Vor einigen Wochen gabs von Dir eine Belehrung bezüglich holländischer Apostrophen. War spannend. Jetzt gibts eine über die superkorrekte Schreibweise des Begriffes E-Mail. Wann gibts eine über StVZO-Verstöße in puncto Beleuchtung? Hat da einer "Glashaus" oder "Rosinenpicker" gesagt? :D :D
Nix für ungut und viele Grüße,

bernd "ich weiß. Kleinschreibung ist nicht regelkonform und schlecht lesbar" i.
 

BRM

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AW: E-Mail Adresse öffentlich angeben?

Hallo,

Als Auslandsdeutscher (13 Jahre im Exil), dem seine Muttersprache so langsam aber sicher abhanden kommt, weil er nur noch ein paar Stunden im Jahr mit Muttersprachlern Deutsch spricht und der sich ständig in fremden Sprachen bewegen muss, betrachte ich das Konzept der "korrekten" Schreibweise mit einer gewissen Lässigkeit.

Ich bin gezwungen auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und Dänisch zu kommunizieren und weiss, dass ich dabei ständig Fehler mache. Das muss mir egal sein, weil der Aufwand, den ich betreiben müsste, um Fehler völlig zu vermeiden, unangemessen hoch wäre und dafür sorgte (Konjunktiv I? II?), dass ich am Tag vielleicht noch ein oder zwei Emails schreiben könnte.

Erschwerend kommt hinzu, dass alle meine Sprachen germanische Sprachen sind (lässt sich für's Englische diskutieren, aber nicht hier :rolleyes: ), bei denen die Schreibweisen für viele Wörter teilidentisch sind.

Zudem hängt bei mir die Schreibweise sehr wesentlich von der mir zur Verfügung stehenden Tastatur ab. Die dänische Tastatur hat glücklicherweise eine ¨-Taste, mit der ich Umlaute problemlos erstellen kann (sogar ein ï geht!), aber wie wohl jedem hier mittlerweile aufgefallen sein dürfte (!!!?), gibt es bei mir keine Taste für's ß (dieses habe ich gerade aus Gwynfor's posting kopiert), so dass ich immer Doppel-S benutze. Gaanz schlümm und gaanz verkehrt, ich weiss...

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, wie es wohl denjenigen Ausländern gehen mag, die gern ein paar Fragen zum Thema VM stellen oder ihre Erfahrungen mit uns teilen würden, sich angesichts eines übertriebenen Anspruchs an die Orthographie (-fie? -fi???) aber nicht trauen, hier ins Forum zu posten.
Wenn man mal die Benutzerliste durchblättert, findet man nämlich eine ganze Reihe von "Ausländern", die das Forum hier nur passiv benutzen und niemals selbst was schreiben (weil sie sich nicht trauen?). Was für eine unglaubliche Verschwendung!!!

(Von hier aus an dieser Stelle ein dreifaches "HURRA!" für Harry Lieben, der sich trotzdem traut!)

Es widerspricht nämlich dem eigentlichen Zweck dieses Forums (möglichst umfassender und produktiver Erfahrungsaustausch zum Thema VM?) deutlich. Natürlich könnte man behaupten, dass es für diejenigen, die sich z.B. für die Erfahrungen niederländischer QUEST-Fahrer interessieren entsprechende niederländische Foren gibt, in denen man darüber dann lesen kann. Unter Austausch stelle ich mir aber was anderes vor. Ausserdem möchte ich den sehen, der sich traut, da was zu posten...

Zuguterletzt: Ich erfahre als in Dänemark lebender Ausländer, wie verherend jeglicher Chauvinismus für den "Horizont" vieler Einwohner ist. Wer das nicht glauben will, dem empfehle ich als erste Übung den Besuch eines durchschnittlichen dänischen Fahrradladens. Da löst sich dann die Illusion von der "Grossen Fahrradnation" binnen 3 Sekunden in Wohlgefallen auf...

Viele Grüsse

Thorsten

p.s.: http://www.youtube.com/watch?v=s-mOy8VUEBk
 
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Christine

AW: E-Mail Adresse öffentlich angeben?

Als Auslandsdeutscher ... betrachte ich das Konzept der "korrekten" Schreibweise mit einer gewissen Lässigkeit.
Hallo Thorsten,

Dir kann ich nur beipflichten. Ich habe ebenfalls (aus beruflichen Gründen) mehrere Jahre im Ausland (Russland) gelebt und dort in mindestens zwei Fremdsprachen kommunizieren müssen. In dieser Situation stolpert man schnell über die Rechtschreibung der eigenen Muttersprache. Deshalb auch von mir einen herzlichen Dank und Gruß an alle, die das Forum aus dem nicht deutschsprachigen Ausland mit ihren Beiträgen bereichern.

LG
Christine
 
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Dergleichen Erfahrungen kenne ich auch: Nach meinem freiwilligen sozialen Jahr in Nord-Irland sprach ich zunächst einmal Deutsch mit englischer Grammatik und habe seitdem immer noch eine deutliche Schwäche bei Groß- und Kleinschreibung sowie bei dem verflixten Genitiv-Apostroph.
Dann habe ich in der Schweiz studiert: Die haben alle "ß" in ihrer Sprache durch das Doppel-"S" ersetzt. Und dann kam die deutsche Rechtschreibdeform... :rolleyes: Noch Fragen?

Grüße, Martin
 

H@rry

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Zudem hängt bei mir die Schreibweise sehr wesentlich von der mir zur Verfügung stehenden Tastatur ab. Die dänische Tastatur hat glücklicherweise eine ¨-Taste, mit der ich Umlaute problemlos erstellen kann (sogar ein ï geht!), aber wie wohl jedem hier mittlerweile aufgefallen sein dürfte (!!!?), gibt es bei mir keine Taste für's ß (dieses habe ich gerade aus Gwynfor's posting kopiert), so dass ich immer Doppel-S benutze. Gaanz schlümm und gaanz verkehrt, ich weiss...
Ich habe ebenfalls nicht immer die richtige Tastatur. Ich überlasse es manchmal die Textkorrektur von Firefox..... Ich mag nun mal korrekte Schreibweisen und mache gerne etwas extra Arbeit, obwohl es mir wahrscheinlich auf Deutsch nur teilweise gelingt:D Das manche nicht soviel Arbeit machen vom Korrekten schreiben finde Ich kein Problem, solange es noch begreiflich ist.

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, wie es wohl denjenigen Ausländern gehen mag, die gern ein paar Fragen zum Thema VM stellen oder ihre Erfahrungen mit uns teilen würden, sich angesichts eines übertriebenen Anspruchs an die Orthographie (-fie? -fi???) aber nicht trauen, hier ins Forum zu posten.
Ich denke das viele Holländer genügend Deutschsprachige Kenntniss haben um hier mitmachen zu können, nur gibt es in die Alltagssprache viele Sachen die ein Ausländer ganz schön zu schaffen machen. ZB. wenn ein Deutscher von "Schumi" spricht weiss kaum ein Holländer das der Weltbekannte F1 Fahrer gemeint ist, anstatt Champagne. Naja, vielleicht ein schechter Vorbild, Schumi und Champagne sind ja fast identisch:) . So gibt es manchmal Dinge die Ihr ganz von selbst sprechend findet, die Ich aber nicht verstehen kann weil Ich eben nicht in Deutschland geboren und gezogen wurde.

(Von hier aus an dieser Stelle ein dreifaches "HURRA!" für Harry Lieben, der sich trotzdem traut!)
:cool: Snif, Ich bin gerührt. Ich kann nur sagen das Deutschland für mich nur 40 km weit ist, Ich genau soviel Deutsches Fernshehen sehe wie Holländisches und dieses Forum hier das einzige komplett an Velomobile gewitmete Forum ist. Das hat mann in Holland eben nicht :eek:


Zuguterletzt: Ich erfahre als in Dänemark lebender Ausländer, wie verherend jeglicher Chauvinismus für den "Horizont" vieler Einwohner ist. Wer das nicht glauben will, dem empfehle ich als erste Übung den Besuch eines durchschnittlichen dänischen Fahrradladens. Da löst sich dann die Illusion von der "Grossen Fahrradnation" binnen 3 Sekunden in Wohlgefallen auf...
Sind in Dänemark die Fahrradladen so gut ausgestattet, oder verstehe Ich dir jetzt falsch?
 

BRM

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Hallo Harry,

Sind in Dänemark die Fahrradladen so gut ausgestattet, oder verstehe Ich dir jetzt falsch?
Ähem, dann hoffen wir mal, dass ausser Carl-Georg nicht allzu viele Dänen hier mitlesen :rolleyes:

Wenn mich Leute fragen, was ich denn in Dänemark mache, antworte ich in aller Regel "Entwicklungshilfe", weil es hier, ausser im "Spielzeugbereich", also MTB und Rennrad, nur ziemlich schlimmen Primitivkram auf unterem Qualitätsniveau gibt.

Ein paar Beispiele zum besseren Verständnis:
  • 4,5 Millionen Dänen kaufen jährlich beinahe genauso viele Räder (um die 400.000) wie 16, 3 Millionen Niederländer. Hauptursache sind grauenvolle Qualität (auch bei teuren Markenrädern) kombiniert mit gewissenloser Vernachlässigung. In DK sind alle Ketten braun...
  • Momentan werden 50% aller Fahrräder im Supermarkt gekauft, Tendenz stark steigend; Preisbereich für ein Erwachsenenrad umgerechnet ca. 150 - 250 Euronen.
  • 90% aller Räder in Kopenhagen sind schwarze 7-Gang-Räder mit 28 Zoll-Rädern mit Rücktrittbremse, Plastiksattel, Billig-Schutzbleche, Batteriebeleuchtung ,natürlich ohne Kettenkasten, oft auch ohne Gepäckträger. Durschnittspreis im Fachhandel stolze ca. 400 EUR!!!
  • Man kann hier immer noch fabrikneue Raleighs mit Stangenbremsen erwerben (600 EUR!!!). Gilt als cooler Klassiker für den harten Alltagseinsatz.
  • Das z.Zt. meistverkaufte Rad in DK ist ein beiges "Nostalgie"-Damenrad mit braunen Schutzblechen, 3-Gang-Nabe und Lenkerkörbchen für 200 EUR.
  • In 5 Jahren habe ich (ausser bei der WM in Århus) knapp 5 Liegeräder gesehen, und dass obwohl DK sowohl geografisch als auch klimatisch (GEGENWIND) in weiten Teilen als "ideal für Liegeräder" bezeichnet werden kann.
  • Es gibt reichlich Leute, die täglich 50 km und mehr auf dem Rad pendeln. Sie tun dies quasi ausschliesslich auf Rennrädern!
  • Errungenschaften wie SON, Rohloff, Kettenkästen, konifizierte Speichen, Kompaktfalträder, Liegeräder, Velomobile und ähnliches Teufelszeug sind wenigen Freaks (wahrscheinlich alles Ausländer!) vorbehalten.

An dieser Stelle breche ich mal ab, bevor ich mich völlig in Rage schreibe.:rolleyes:

Viele werden jetzt wohl sagen, dass das ja alles gar nicht so schlimm und ziemlich normal ist. Ist es nicht!

Die Leute fahren täglich Rad, bei jedem Wetter, zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in die Kneipe, viele das ganze Leben lang. Sie transportieren darauf ihre Kinder und die Wochenendeinkäufe, z.T. sogar gleichzeitig. 2/3 der Hausstände in Kopenhagen haben kein Auto!

Und sie bestrafen sich dafür mit Geräten, die technisch auf dem Niveau von 1920-1985 liegen und die man eher in Afrika oder Indien, nicht aber in einem der reichsten Länder der Welt erwarten würde.

Das sind die gleichen Leute, die keine stationären Computer mehr kaufen und die im Schnitt alle 6 Monate ein neues Mobiltelefon anschaffen.

Warum also keine guten Fahrräder?

Weil es im ganzen Land maximal 10 Fahrradläden gibt, die versuchen, ihren Kunden Produkte anzubieten, die mehr können, als die üblichen Durchschnittsgurken und dafür dann eben auch ein bisschen mehr kosten.

Die übrigen ca. 600 Läden verkaufen das, was sie schon immer verkauft haben und weil die allermeisten Dänen sich nichtmal im Traum vorstellen könnten, herauszufinden, was man denn so in anderen Ländern so alles unter einem Fahrrad versteht, brauchen die das auch nicht gross zu ändern.

Dänemark gilt nicht umsonst unter Kennern als "das konservativste Land der Welt"...

Schöne Grüsse

Thorsten
 
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