Drehmomentschlüssel-Empfehlung

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kalibrieren war bislang nicht notwendig. Ist recht genau.
Aber das muss man doch erst mal herausbekommen, oder? Also nehmen wir mal an, ich kaufe so ein Ding und nirgends steht ne Genauigkeit bzw. Abweichung oder sonst irgendwas ....



(Diesen Prozess des Ermittelns der Messabweichung würde man "Kalibrieren" nennen)
 
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Mich interessiert eher eine andere Frage: Ich habe mich bisher nicht mit dem Drehmoment bei Fahrradteilen beschäftigt; welchen Wertebereich braucht man denn in der Praxis? Was für ein Anzugsmoment haben denn die ganzen Teile?
Ich denke von 2-40 Nm ist man schon weitestgehend gerüstet
Danke. Das zeigt mir, dass für die meisten Dinge, die Gefahr laufen, durch zu viel Kraft zerstört zu werden, Drehmomente zwischen 2 und 10 Nm brauchen. Und dann gibt es noch einige hochbelastete Teile, die 30–60 Nm brauchen; aber diese Schrauben reißt man auch nicht mal eben ab; hier würde ich auf einen Drehmomentschlüssel verzichten.
 
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die 30–60 Nm brauchen; aber diese Schrauben reißt man auch nicht mal eben ab; hier würde ich auf einen Drehmomentschlüssel verzichten.
Im Grundsatz schon, ja. Allerdings könnten die betroffenen Teile auch, sagen wir mal (d.h. ich konstruiere mal ein rein fiktives Fallbeilspiel), Leichtbau-Alu-Kurbeln sein, bei denen jemand dachte, dass es eine gute Idee sei, den Klemmbereich zur Welle mehrfach quer zu durchbohren und dann einfach ein paar Stöpsel in die Löcher zu stecken. Insofern wäre ich (also ich selbst, wa) da etwas zaghafter mit Pauschalisierung. Außerdem wollen wir bei dem meisten Leichtbaukram am Rad nur selten die Schrauben vor Überlast schützen, sondern eher das, was durch den Schraubenzug gedehnt, gequetscht, gekerbt (usw.) wird.
 
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Was für ein Anzugsmoment haben denn die ganzen Teile?
2,5-25 Nm reicht für übliche Schrauben. Mittelmotor-, Tretlager- und ähnliche Montage einmal außen vor. Da macht etwas zu hohes Drehmoment nichts aus. Teilweise wird absichtlich fester angezogen, da die angegebenen Drehmomente nicht zwangsläufig ausreichen (bspw. BBS02B mit BSA-passthrough am Cargoquad). Erfahrungswerte und Hand(fein)gefühl sind sehr hilfreich.
(Diesen Prozess des Ermittelns der Messabweichung würde man "Kalibrieren" nennen)
Nein, das "Kalibrieren" wäre nicht bloß eine Messung der Abweichung, sondern eine Korrektur (innerh. des Toleranzbereichs) auf die angegebenen Drehmomentwerkzeug-Drehmomente.
Zum Verifizieren der Abwichung reicht eine Vergleichsmessung. Dazu zwei bis drei Werkzeuge bekannt hoher Präzision / Kalibrierung gegenprüfen. Hierzu griff ich auf werkszertifizierte Industriedrehmomentwerkzeuge bei einem früheren Arbeitsgeber zurück.

Klar: ist keine Aussage für die Ewigkeit, deshalb werden Industriewerkzeuge alle X Jahre erneut geprüft. Es erfolgte jedoch knapp nach Kauf meines Werkzeugs, demnach weiß ich, dass die Angaben werkseitig auf wenige % passten.

Freundliche Grüße
Wolf
 
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eigentlich hätte mich dieser https://www.bike-components.de/de/Syntace/Torque-Tool-1-25-Nm-Drehmomentschluessel-Testsieger-Set-p45105/Syntace (wohl von Wera produziert) interessiert: aufgrund des Preises und der Rückmeldungen wurde es dann doch dieser: https://www.bike-components.de/de/PRO/Drehmomentschluessel-p53253/
Die Günstigteile von mohoo 2-14Nm bei amazon werden quasi baugleich auch von Rose angeboten (ca. EUR 45). Da schwanken die Rückmeldungen aber doch ganz deutlich (Qualitätsschwankungen?)
 
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