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Demontage altes Tretlager

Dieses Thema im Forum "Fahrradkomponenten" wurde erstellt von Opti, 30.11.2018.

  1. Opti

    Opti

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    Hallo Forum,
    ich habe ein Herrenrad von Peugeot* aus den 80gern, wo das Tretlager zu knacken scheint. Ich wollte das bei Gelegenheit mal abbauen. Aber es ist sehr altmodisch. Und das Internet ist für alte Sachen sehr sparsam. Also: Vierkant. Rechts schaut ein kurzes Stück Tretlager ganz eigenschaftslos in Form eines Metallrings aus der Hülse. Links kragt eine eingekerbte Scheibe ein paar Milimeter nach aussen heraus. Tretlagerhülse des Rahmen ist 68mm breit.

    Ich vermute daher soetwas:
    upload_2018-11-30_13-14-21.png

    Gut. Um es ganz rauszukriegen muss ich es wohl aufmachen. Dazu verwendet man so einen Schlüssel, oder?:
    https://www.bike24.de/p1266430.html?q=tretlagerschlüssel

    Muss ich da noch weiteres beachten? Gibt es vielleicht verschiedene Hakenstandards? Wie hat man sich das für die Antriebsseite gedacht? Da kann ich ja nichts ansetzen, aber vielleicht möchte ich ja das ganze Lager demontieren und gegen ein Neues ersetzen.
    Danke!

    *Selbst wenn es ein französisches Gewinde wäre, auch dafür gäbes es ja noch Teile. Aprospos, kann man das irgendwie rauskriegen? Gerade ein altes Gewinde löst sich ja nicht so einfach, so das der Schlüssel in beide Richtungen schwer geht. Spricht man weiss gar nicht ob Links oder Rechtsgewinde und hat eine 50:50 Chance die Verschraubung erst richtig dicht zu machen.
    --- Beitrag zusammengeführt, 30.11.2018 ---
    Noch ein besseres Bild:
    upload_2018-11-30_13-25-29.png
    Für die eine Seite scheint bei diesem ein Maulschlüssel vorgesehen zu sein(?)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.11.2018
  2. Stephan-M

    Stephan-M

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    Für die linke Innenlagerseite brauchst du einen Konterringschlüssel und einen Stirnlochschlüssel. Der von dir verlinkte Hakenschlüssel ist universeller einsetzbar, aber man kann leichter abrutschen und sich dabei verletzen, gerade bei sehr festsitzendem Konterring. Die rechte Lagerschale wird mit so einem Schlüssel geöffnet. Ich mag gerne Zangenschlüssel, weil man mit einem einzigen Werkzeug viele verschiedene sechskant Antriebe öffnen bzw. verschließen kann. Damit vermurkst man auch nicht so leicht den Sechskant.

    Gruß, Stephan
     
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  3. Fanfan

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    Da brauchst Du drei verschiedene Schlüssel... - und da hat Stephan eben gute Beispiele genannt.
    Dein erstes Bild sieht merkwürdig aus. Normalerweise wird doch die rechte Schale festgeschraubt und die linke eingestellt und gekontert, aber im Bild sieht man aber links eine Schale ohne Bund und Konterring und rechts eine mit Konterring statt Bund, das passt irgendwie nicht.

    Der Gewindetyp steht mit etwas Glück auf der Stirnseite der Lagerschalen drauf, zumindest Durchmesser und Steigung (und wie immer sind Sheldon Browns Seiten dafür eine gute Referenz). Außerdem schau mal, ob Du beim Konterring irgendwas vom Gewinde identifizieren kannst. Wenn Du mit einer Stecknadelspitze wenigstens 1/3 Umdrehung drin herumfahren kannst, bekommst Du mit, wie herum es sich windet.
     
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  4. Opti

    Opti

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    Super, danke!
    --- Beitrag zusammengeführt, 30.11.2018 ---
    Ja im Nachhinein hab ich gemerkt das an der Quelle irgendwas von Pedelec stand, ist wahrscheinlich was Anderes, deshalb hab ich noch ein Zweites gesucht.
    --- Beitrag zusammengeführt, 30.11.2018 ---
    Hmmmm, ja gute Idee dann besorg ich mir im ersten Schritt mal einen Kurbelabzieher (brauchte schon ewig keinen mehr) und dann schau ich mal weiter.
     
  5. Jesusfreak

    Jesusfreak

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    Du solltest damit rechnen, daß die Schalen sehr fest sitzen. So fest dass dir die Stifte von dem Stirnlochschlüssel abscheren werden. Ich habe das schon ein paar mal durch. Mein Tip: Wenn das Lager eh die Tonne fliegt dann spare dir den Kauf der Schlüssel und löse die Teile nacheinander im Schraubstock. Hat auch den Vorteil dass du den Rahmen als Hebel nutzen kannst. Und wenn du kannst dann such dir noch jemanden der dir hilft. Zu zweit macht sich das sehr viel einfacher.
     
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  6. einrad

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    Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!

    Das Einzige, was geholfen hat, war die Welle an der Lagerschale anzuschweissen und dann mit etwa 1 Meter Hebelarm das Lager rauszudrehen.
    Mit Schweisserei geht's dann allerdings locker in 5 min und macht keinen Stress...
     
  7. Opti

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    Danke für eure Tipps nochmal. Ich habe nun ein paar Schlüssel, und der Konterringschlüssel passt an 2 meiner Fahrräder - gutes Investment. Allerdings beim französischen Delinquenten bzw.:
    Standardkonterring scheint 44mm Durchmesser mit 6 Nuten zu haben, da passt mein Schlüssel an zwei Rädern.
    Beim Peugeot jedoch hat der Antrieb 47mm Durchmesser und nur 4 Nuten (Oh und kein Stirnlöcher sondern aussen nochmal einen 6 Kant - naja 6 Kant geht immer aber trotzdem, Innenlager scheint das Spielfeld für ganz kreative Köpfe zu sein).
    So ganz theoretisch* würde ich da einen Hakenschlüssel wie diesen nehmen oder?

    *Ich hab halt weder Schweissgerät noch einen Tisch wo ich ein Schraubstock auch nur anbringen könnte (Ja also prinzipiell schon, aber wenn ich einen Schraubstock an den Küchentisch klemm äh, nein das sollte ich nicht tun)
     
  8. Thomas Neubauer

    Thomas Neubauer

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    Ich versteh es nicht: du kaufst Werkzeug verschiedener Art, manches davon passt dann nicht und du bist seit 2 Wochen drüber.
    Was hast du bisher investiert?
    Warum gehst du nicht zum nächsten Radhändler?
    Der hat das Werkzeug da und schraubt dir im Idealfall das Lager in 5 Minuten raus.
     
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  9. chrischan

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    Dein Lager ist so alt, das kennt jede Fahrradwerkstatt/
    . Die machen Dir das fürn 10er raus und ein wartungsfreies Patronenlager rein.
    Ein Leben ohne Schraubstock fänd ich noch sinnloser, als ein Leben ohne Akkuschrauber :LOL:
    Viel Erfolg, Gruß Krischan
     
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  10. Opti

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    Nun ich mache das ja nicht professionell. Ich will mit dem Rad ja nichts verdienen oder muss irgendeine Deadline einhalten und wenn ich das Mistding selber demontiert bekomme habe ich mehr Spass als wenn ich das machen lasse.
    --- Beitrag zusammengeführt, 15.12.2018 ---
    Weil die meisten von denen Dich angucken wie eine Amöbe, wenn Du was anderes von denen willst, als bei dem kürzlich dort erstandenen Trekkingrad eine Jahresinspektion durchführen zu lassen. Und wehe Du hast dran rumgefummelt. Ich hatte schon Radhändler da hab ich vorher einen Termin gemacht und genau beschrieben was ich wollte ("Ich bräuchte jemand der mir einen Steuersatz an meinem Rahmen montiert, weil kann ich nicht") und dann hab ich das Zeug dahingeschafft und dann fiel Ihnen auf "Oh das haben Sie ja gar nicht bei uns gekauft" und zwar mit einer Mimik als hätt ich sie gebeten ihre Mutter zu fressen.
    --- Beitrag zusammengeführt, 15.12.2018 ---
    Ja gut vielelicht probiere ich es. Ich hab eine Radwerkstatt die schon bereit war mir bei einem einfach so vorbeigebrachten Hinterrad die Kassette zu wechseln. Das ist zumindest ein gutes Vorzeichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2018
  11. DilettDante

    DilettDante

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    Nur die alt Eingesessenen Radhändler kennen diese Rahmen noch, wenn du da in den Laden reinschlappst und er sagt was von PX8, dann hast du Glück und das Lager ist schon halb draussen.
    Ein neues allerdings mit den passenden Schalen hab ich noch nicht entdeckt.
    Dafür mal die Empfehlung bekommen für ein Lager mit Kunststoff Schalen, die angeblich auch auf falschen Gewinden halten, wenn man sie vor dem reinwürgen mit Loctite präpariert.
     
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  12. Opti

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    @DilettDante Jetzt muss ich dochmal bohren. Kennst Du Dich aus mit so altem Zeug? Bzw. ich gebe mal ein paar mehr Infos raus: Ich habe das Rad billig über E-Bay Kleinanzeigen gekauft, weil ich einen Rahmen brauchte wo ich eine Fixed-Nabe reinkriege. Ich denke eigentlich nicht das es irgendwas besonderes (PX8) ist, da es Gepäckträger, Schutzbleche und Licht (Frontlicht war witzigerweise auf dem vorderen Schutzblech montiert) hatte . Es war ausgerüstet mit einer unindizierten 2x5 Kettenschaltung mit Unterrohrschalthebeln. Tretlager habe ich beschrieben. Bremsen Weinmann. Felgen Wolber. Auf dem Rahmen ein Aufkleber Carbolite-103 (Was nach meinen Recherchen weiterhin für ein Butter&Brot Rad spricht).

    Falls Du mir irgendwelche Tipps geben könntest was das mal war bzw. wie alt der Rahmen sein müsste oder mir Links geben könntest wäre ich dankbar.

    PS: Habe jetzt endlich ein korrektes Bild googlen können:
    https://s3-eu-west-2.amazonaws.com/...-content/uploads/sites/5/2017/02/P1016188.jpg

    Ah das isser Rahmen (entschuldigt die schlechte Bildqualität, aber das genau das Farbschema meines Rahmens):
    https://browse.startpage.com/do/show_picture.pl?l=deutsch&rais=1&oiu=https://webimg.secondhandapp.com/w-i-m/Peugeot-Rennrad-retro-vintage-c126e51.jpg&sp=e16dc2cf05068dd3690ad3545576bba0&rl=NONE&t=default

    Bessere Qualität:
    https://browse.startpage.com/do/show_picture.pl?l=deutsch&rais=1&oiu=http://www.wunderkammershop.de/media/images/popup/bicicleta_cerretera_racing_bike_Rennrad_vintage_peugeot.JPG&sp=5400c562a6af1d920f1b3d42ee1abe9d&rl=NONE&t=default

    PPS: Falls es irgendjemand interessiert: Ich krieg die Kurbeln nicht ab. Da hängen Reste von alten Plastikabdeckungen drin (Sind gesplittert beim Rausdrehen) und ich habe den Verdacht das das Gewinde anders dreht als mein Abzieher. Ich glaub ich kauf mir einen Trennschleifer (Ja der wird mehr wert sein als das Rad, aber Trennschleifer kann man immer brauchen :D)
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2018
  13. chrischan

    chrischan

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    https://www.bike-discount.de/de/kaufen/shimano-bb-es51-lx-innenlager-73-113mm-38515
    Ich tippe auf total normalen BSA Standard.
    Tretkurbeln mit wd40 odr sonstwas einweichen, evtl Cola oder andere Chemie. Den Plastikkram rauspulen, Gewindegänge mit Draht- und alter Zahnbürste ausputzen und sachte den Abzieher frisch geölt ins Gewinde drehen. Oft ist das Gewinde bei Alukurbeln angeditscht, dann mit Gewalt rein drehen. Einmal kannst Du sie danach noch drauf setzen, aber lösen dann final mit Flex :p
    Auch für die Lagerschalen ist derEinsatz von Kriechöl wichtig. Heiß machen kann ebenfalls helfen, oft gehts aber einfach nur mit brutaler Gewalt, s.o. mit anschweißen.
    Hatte nicht schon jemand dieses Jahr son Tretlagerproblem?
    Gruß Krischan
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2018
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  14. Thomas Neubauer

    Thomas Neubauer

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    Für einen Singlespeeder schlägt die Stilpolizei aber doch wohl nur ein Vierkanttretlager vor...
    Bei alten französischen Rahmen wär ich mir da nicht so sicher.
    Wenn das geschraubte Lager noch zu retten ist: Lagerschalen und Konen reinigen und prüfen, evtl. neue Kugeln rein und wieder verwenden.
    Ansonsten: richtigen Gewindetyp bestimmen.
    https://wikipedalia.com/index.php/Grundlagen_der_Innenlagertechnik#Gewinde_und_Gr.C3.B6.C3.9Fen
    Wenn BSA isses einfach, wenn frz. wird es speziell, gibt es z.B. hier:
    https://www.radgeber-brieselang.de/Innenlager-Tretlager-FRA-franzoesisch-Neco-HAL-920-Hohlwelle
     
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  15. DilettDante

    DilettDante

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    Der abgebildete Rahmen bzw. Das Rad ist neuer als der erwähnte PX8,
    der hatte noch Muffen und Stahlkurbeln, übel verschraubt.

    In welche Richtung die Lagerschalen abgehen....es ist dann wohl schon das, was als FRA bezeichnet wird,
    Drehrichtung findest Du sicher im WEB
     
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  16. einrad

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    Nein.

    Wenn man für eine bestimmte Kurbel keinen Abzieher hat (je, es gibt verschiedene), kann man auch rasch einen universellen Abzieher bauen.
    Der Gedanke ist z.B. hier beschrieben: https://www.tretharley.de/viewtopic.php?t=17745
    Ich habe das bisher 2 Mal mit einer alten Stahl-Tretkurbel gemacht.
    Es reicht, wenn man bei der alten Tretkurbel eine Mutter für die Abdrückschraube mit 2-3 Schweisspunkten festheftet.
    Die Kurbel habe ich ein Mal mit Zwingen drangeklemmt, das andere Mal mit Stahldraht eng umwickelt an die andere Kurbel drangebunden.
     
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  17. Opti

    Opti

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    Ich würde wohl wieder Vierkant nehmen. Ich will jetzt nicht übertrieben rumstylern, aber moderne Kurbeln sähen wirklich doof aus. Die Plastikreste sind leider fies zäh, weil über die Jahre morsch und zäh geworden. Zusätzlich ist das Gewinde sehr flach, so das alle Ausputzversuche von der Kurbelschraube blockiert werden, an die ich wiederrum keine Nuss ansetzen kann, weil eben die Plastikreste im Weg sind*.

    Auf der einen Seite konnte ich mit Feuer das Plastik soweit wegbrennen (Der Rest ist jetzt natürlich noch klebriger, aber eins nach dem anderen), dass ich die Kurbelschraube rausdrehen konnte womit ich bessere Sicht auf das Gewinde für den Abzieher habe. Ich kann einen Gewindegang sehen und nach Vergleich mit einem normalen Fahrrad läuft er richtig rum (Das wär nun auch sehr blöd gewesen). Aber die Plastikreste sind halt im Weg.

    Ich würde die Angelegenheit nun zunächst mit Cola füllen und abwarten. Und dann vielleicht etwas mehr Feuer (?) damit hoffe ich die Plastikreste zu Asche zu verbrennen das ich den Abzieher reinbekomme oder vielleicht die Kurbel durch die Hitze soweit zu weiten das ich sie mit dem Gummihämmerchen abkriege.

    Aber keine Hast! Es ist bald Weihnachten. Gerichte sind zu kochen, Verwandte sind zu besuchen.

    *Nochmal zum Radhändler. Man will die Leute die man braucht ja auch nicht überlasten und so eine festkorrodierte Sache macht dem halt wahrscheinlich kein Spass. Wenn mir jemand auf der Arbeit was gibt was so richtig historisch gewachsen ist und wo ich was dran machen soll fluche ich ja auch permament vor mich hin.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2018
  18. panicmechanic

    panicmechanic

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    Hast Du einen Meßschieber? Anhaltspunkte für ein mit französischen Maßen verseuchtes Rad sind u.a. folgende: Rohrdurchmesser metrisch, also 26mm (plus 2 bis 3 Zehntel) Oberrohr, 28mm Sitzrohr, 22,0 am Vorbauschaft. Das Pedalgewindemaß ist manchmal in die Kurbeln geprägt, sonst kannst Du die Pedalachsen messen. Mehr als 14mm Durchmesser steht für das übliche Maß, unter 14mm ist französisch (oder BMX, aber das steht wohl nicht zur Debatte).

    Das Abziehergewinde ist praktisch immer rechtsherum, spannender ist die Frage nach der Drehrichtung der Lagerschalen im Rahmen. Die linke wird gegen den Uhrzeigersinn zu lösen sein, rechts ist beides möglich, selbst bei französischen Maßen.

    Ich würde die Plastikreste mit einer Nadel mit gebogener Spitze herauspulen. Wenn Das nicht geht, die Stecknuß mit einem Hammer hineinprügeln und die zweite Kurbelschraube entfernen. Dann sollte der Kurbelabzieher passen, es sei denn, es wäre ein Sondermaß (Gewindeinnendurchmesser deutlich über 21mm). In dem Fall kannst Du die Kurbeln ohne Abzieher entfernen, falls Du die linke Lagerschale losdrehen kannst. Diese drehst Du heraus, bis sie an der Kurbel anliegt, oder Du steckst noch einen Maulschlüssel dazwischen. Dann kannst Du die Kurbelschraube hineindrehen, so daß sie noch etwas aus der Kurbel herausragt, und mit Hammerschlägen auf die Schraube die Welle aus der Kurbel schlagen. Dann die Lagerschale ganz entfernen und für die andere Seite wiederholen.
     
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  19. Opti

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    Das witzig. Genau die Maße habe ich. Pedale und Vorbau konnte ich jedoch sehr einfach gegen handelsübliche Teile wechseln.
    --- Beitrag zusammengeführt, 16.12.2018 ---
    Reste ist gut, das ist 1mm Plastikglasur von der ich selbst mit dem Schraubenzieher nichts abkrieg (Auch auf der ungeschmolzenen Seite). Aber ich such mir mal ne Nadel. Das mit der Stecknuss ist ne Idee. Ich hatte schon ein bisschen gehämmert, aber nur bis die Nuss halt griff. Das mit dem Welle aus der Kurbel schlagen klingt auch gut. Aber da brauche ich noch einen Hakenschlüssel.

    Ja also erstmal Cola :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2018
  20. einrad

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    Nochmals Nein.
    Der Hammerschlag sollte so hart wie möglich kommen. Mit Gummi wird der Impuls deutlich geringer.
    Auf der Stelle, wo der Hammer auftrifft ein Stück Alu, Hartholz, o.Ä. dazwischen kann helfen keinen Schadden auf der Oberfläche zu hinterlassen.

    Wenn Du einen "Universalabzieher" baust, kannst Du Dich um die Plastikreste kümmern nachdem die Kurbel demontiert ist.
    Dann hast Du etwas mehr Platz zum Spielen bzw. kannst mit weniger Bedenken erwärmen.
     
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