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Scorpion

(Robert)

Hallo Alle,

nach dem ich hier schon ein gutes halbes Jahr mitlese und schon den einen oder anderen Tip mitnehmen konnte möchte ich auch mal was beitragen. Für die Profis sicherlich nichts Neues, aber vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen. Das Liegerad wurde auf Grund eines Bandscheibenvorfalls nötig. Für das Dreirad habe ich mich wegen der Spurtreue entschieden.

Vor zwei Wochen habe ich eine Radtour mit einem älternen Kollegen (62 - ich bin 40) im Süd-Osten von Bayern unternommen. Der Kollege fuhr ein handelsübliches Treckingrad (Federgabel/gefederte Sattelstütze).

Mein Scorpion ist folgendermaßen Ausgerüstet:

Rohloff 52/17, Schutzbleche, Gepäckträger, Flaschenhalter, Lichtanlage, Bereifung: Schwalbe Marathon (5 bar). Rund 10 kg Gepäck in zwei Ortlieb BackRoler? Taschen.

Strecke:

1. Tag: Höslwang (nördlich des Chiemsees) an die Südspitze des Waginger Sees (Seehaus) 2. Tag: Seehaus - Tittmoning - Simbach am Inn über Salzradweg, Tauernradweg 3. Tag: Simbach - Passau über den Innradweg deutsche Seite 4. Tag: Passau - Deggendorf über den Donauradweg 5. Tag: Deggendorf - Taufkirchen (Vils) über Isar- und Vilsradweg 6. Tag: Taufkirchen - Dorfen - Haag (Obb.) - Wasserburg - Rosenheim (Teilweise Innradweg).

Zusammen rund 500 km in Tagesetappen zwischen 60 und 120 km (kein Regen - keine Panne). Die Strecke schwankt zwischen bretteben und ziehmlich steil (18 %), belegt mit grobem Schotter (Isarradweg) über Feldweg und älterem Straßenbelag bis hin zu feinstem Teer (Donauradweg).

Erfahrung:

1. Das Scorpion mag keinen groben Schotter. Man wird furchtbar durchgeschüttelt und ist nur damit beschäftigt den gröbsten Brocken auszuweichen. Feiner festgefahrener Schotter ist dagegen sehr angenehm. 2. Das Scorpion mag keine Feldwege: Mindestens eines der Räder (meistens zwei) läuft im Gras - das kostet ganz schön Kraft und man wird ebenfalls gut durchgeschüttelt. 3. Den Berg runter ist man gnadenlos schnell - ohne etwas dafür zu tun. 4. Gegenwind wird eigentlich nicht wahrgenommen - man erkennt ihn daran, daß der Andere so schnauft. 5. Auch bei hohen Geschwindikeiten > 50 km/h und Gepäck liegt das Rad absolut ruhig auf der Straße. Kein Wackeln oder sonstige Unruhe feststellbar. 6. Rennradler mögen einen nicht, weil man keinen Windschatten gibt (hat zumindest einer gesagt, der nach ein paar Metern genervt überholt hat)

Fazit für mich:

Meide unbefestigte Wege dann hast du viel Freude mit dem Rad - fürs Gelände taugt ein Dreirad definitiv nichts.

Viele Grüße Robert

trike/berichte/fahrberichte_a-z/scorpion.txt · Zuletzt geändert: 2013/10/27 14:01 (Externe Bearbeitung)