Rollwiderstand beim Trike: Anteile Vorderräder, Anteil Hinterrad?

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Moin Freunde,
ich weiß natürlich, daß der größte Fahrwiderstand ab etwa 15km/h der Luftwiderstand ist. Trotzdem würde ich gern wissen, welchen Anteil vom Rollwiderstand beim (Tadpole-) Trike die beiden Vorderräder haben und welchen Anteil das Hinterrad.
Ich selbst vermute, daß das Hinterrad mehr Rollwiderstand erzeugt als die beiden Vorderräder zusammen. Ist das tatsächlich so und kann das belegt werden?
Gruß aus Münster,
HeinzH.
 
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Warum vermutest Du das?

Ich selbst würde vermuten, dass der Rollwiderstand proportional zur Auflast ist. Bei einem Tadpole sollte die Gewichtsverteilung eher frontlastig sein, daher würde es mich überraschen, wenn das Hinterrad mehr Rollwiderstand verursachen würde, als beide Vorderräder zusammen.
 
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Unter den denkbar bestmöglichen Bedingungen (alle Räder gleich groß, gleiche Bereifung und Luftdruck, kein Radsturz der Vorderräder) und bei gleicher Lastverteilung haben bei Geradeausfahrt alle Räder gleichen Rollwiderstandsanteil.
In praktisch allen anderen Fällen dürften die VR jeweils mehr Anteil haben als das HR.
Besonders bei flotter Kurvenfahrt (wegen des seitlichen Schlupfes).
 
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Moin moin,
danke für Eure Rückmeldungen! Ich fragte, weil ich für die kalte Saison, November bis März hinten wieder 35x406 Marathon+ aufziehen möchte, vorn aber vergleichsweise rollwiderstandsärmere Reifen; in den vergangenen Jahren waren dies Marathon Racer.
Wenn es so wäre, daß der hintere Reifen sehr viel mehr Rollwiderstand aufweisen würde als jeder der beiden vorderen Reifen, wäre es nämlich nicht lohnend gewesen, vorn wieder Marathon Racer oder ähnliche Reifen aufzuziehen.
Diesen Sommer über fuhr ich erstmalig die Kombination hinten Kojak 35x406, vorn zwei Primo Comet 35x406, mein Gekko rollte damit spürbar und nachweisbar* leichter.
Bis denne,
HeinzH.

*
-Bei bestimmten Gefällestrecken, die ich fast täglich befahre und bei denen ich mein Gekko antriebslos rollen lasse, komme ich unten mit mehr km/h an als mit der "Standardbereifung".
-Der durchschnittliche Stromverbrauch Wh/km ist lt. meiner Excel-Liste geringer
 
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Bei dein rad sind 3x 20 zoll reifen verbaut. Die auflast konnte mann auch mit personenwage nachmessen. 2 rader auf bocken, auf ein brett oder stein unter das ander die wage. Moglich so das es in alle richtungen nocht gerade steht. Gleichen reifen und gleichen auflast macht auch gleichen wiederstand. Grosseres gewicht, macht auch grosseren roll wiederstand.

Die Primo Comets sind nun nicht gerade schnell, so wie die Kojaks. da gibt es noch verbesserungspotential.

Grusse, Jeroen
 
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Nach dem, was man hier im Forum so an Tests liest, sind Kojaks doch auch lahm. Ich würde einfach ringsum Conti Contact Speed aufziehen. Anscheinend ein guter Kompromiss aus Speed, Haltbarkeit und Preis.
 
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guter Kompromiss aus Speed, Haltbarkeit und Preis.
Wenn man mit mäßiger Bodenhaftung auf feuchtem/nassen Asphalt leben kann. Nicht schlimm - man muss es nur vorher wissen! ;)
Seit ich es (glücklicherweise ohne Schaden) mit dem DF getestet hab, lass ich es bei nasser Fahrbahn deutlich entspannter angehen!
 
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Nach dem, was man hier im Forum so an Tests liest, sind Kojaks doch auch lahm. Ich würde einfach ringsum Conti Contact Speed aufziehen. Anscheinend ein guter Kompromiss aus Speed, Haltbarkeit und Preis.
die gibt es in 20" nur in schmalen 1.10 ", Reifen schmal wie die Felge will nicht jeder. Ich jedenfalls nicht.
Ich fahre Faltreifen MAXXIS DTH, vorne in 38-406 und hinten 49-406. Seit ich die Bremsanker M+ verschenkt habe und auf den DTH unterwegs bin, habe ich den Gedanken an Motorunterstützung um eine Dekade verschoben.
 
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Ich habe heute die Spur von meinem W1 eingestellt, es waren hinten ca. 5-6 mm Spiel die Räder standen V-Förmig mit der Spitze in Fahrtrichtung.
Es fuhr sich gefühlsmäßig schwer jetzt mit eingestellter Spur fährt es spürbar leichter.
Dazu 4 bar Luftdruck auf alle Reifen nun nochmal ne ganze Ecke besser.
Rollwiderstand auf das nötigste reduziert, gefühlsmäßig ca. 4-5kmh schneller.
 
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Ich fragte, weil ich für die kalte Saison, November bis März hinten wieder 35x406 Marathon+ aufziehen möchte, vorn aber vergleichsweise rollwiderstandsärmere Reifen; in den vergangenen Jahren waren dies Marathon Racer.
:ROFLMAO:

Die Racer (oder Kojak) sind auch nicht viel schneller als der M+. Dafür halten sie aber nicht so lange. :LOL:
Der Marathon GT365 ist genau so langsam, hat einen Pannenschutz der etwa dem M+ entspricht, ein griffiges Profil und "klebt" auch bei Regen in schnellen Kurven auf dem Asphalt.

Der Maxxis DTH wäre eine merklich schnellere Alternative als Conti Contact Speed :sick: , Kojak, Racer oder M+ und haftet auch bei Regen recht gut.
 
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Moin Jeroen!
Bei dein rad sind 3x 20 zoll reifen verbaut. Die auflast konnte mann auch mit personenwage nachmessen. 2 rader auf bocken, auf ein brett oder stein unter das ander die wage. Moglich so das es in alle richtungen nocht gerade steht. Gleichen reifen und gleichen auflast macht auch gleichen wiederstand. Grosseres gewicht, macht auch grosseren roll wiederstand. (.....)
Gekko_Gewichtsverteilung_1.jpg Gekko_eInstallationen_2.jpg
Genau so habe ich es eben bei meinem Gekko gemacht mit den folgenden Ergebnissen.

Leer:
Rechtes Vorderrad ---- 8,1kg
Linkes Vorderrad ------ 8,1kg
Hinterrad --------------10,7kg

Bemannt:
Rechtes Vorderrad ---- 37,2kg
Linkes Vorderrad ------ 35,9kg
Hinterrad -------------- 56,4kg

Auf dem Hinterrad lasten somit 43,5% des Gesamtgewichtes;
auf den beiden Vorderrädern lasten durchschnittlich je 28,2% des Gesamtgewichtes.

Welche Schlüsse daraus in Hinblick auf die Reifenauswahl vorn/hinten zu ziehen sind, überlasse ich erst einmal der Diskussion...
Bis denne,
HeinzH.

P.S. Ich selbst bin aufgrund meines Lebensalters nicht mehr so gut im Bodenturnen und bevorzuge für die kalt-dunkle Jahreszeit, d.h. Anfang November bis Ende März, speziell am Hinterrad einen Reifen, der so pannenfest wie irgend möglich ist. Bisher war das immer ein alljährlich neuer Marathon+
 
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(....) Der Maxxis DTH wäre eine merklich schnellere Alternative als Conti Contact Speed :sick:, Kojak, Racer oder M+ und haftet auch bei Regen recht gut.
Die beiden Vorderräder bestücke ich für die kommene Wintersaison mit je einem Maxxis Torch Silkshield Dual faltbar 44x406... Ich habe sie eben gewogen: 360g
Bis denne,
HeinzH.
 
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Hallo @HeinzH Freut mich das die methode funktioniert hat. Ich vermute das dir beim messen mit fahrer irgendwie ein kleinen fehler unterlaufen ist. Das dein trike ziemlich hecklastig ist, macht das ein besser laufenden reifen sich hinter etwas meht auszahlt als vorne. Im grossen ganze wird das aber kaum messbar sein. Das ausbauen von ein angetriebenes rad bei plus zwei grad und leichter nieselregen ist möglich keine lustige sache, kann mir vorstellen das dewegen andere qualitaten von reifen preferenz haben.

Grusse, Jeroen
 
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Moin moin!
(....)Trotzdem würde ich gern wissen, welchen Anteil vom Rollwiderstand beim (Tadpole-) Trike die beiden Vorderräder haben und welchen Anteil das Hinterrad. (....)
Bemannt:
Rechtes Vorderrad ---- 37,2kg
Linkes Vorderrad ------ 35,9kg
Hinterrad -------------- 56,4kg
Auf dem Hinterrad lasten somit 43,5% des Gesamtgewichtes,
auf den beiden Vorderrädern lasten durchschnittlich je 28,2% des Gesamtgewichtes.
Vorn aufsummiert 56,4% hinten 43,5%
Damit ist meine Eingangsfrage und deren Hintergrund beantwortet. Es ist für mich in Hinblick auf den Rollwiderstand also nicht völlig sinnlos, trotz des (von Oktober bis März)
hinten montierten Schwalbe Marathon+* 35x406 (570g**)
vorn zwei Maxxis Torch Silkshield Dual faltbar 44x406 (360g**)
zu montieren. Vielen Dank auch für Eure hilfreichen Tips zur Reifenwahl!
Gruß aus Münster,
HeinzH.

*Beim Neukauf meines Gekko vor neun Jahren hatte ich zunächst vorn zwei Marathon+ 35x406 und hinten einen Marathon+ 47x406 montiert.
**Der Primo Comet 35x406 wiegt 320g.
 
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vorn zwei Maxxis Torch Silkshield Dual faltbar 44x406 (360g**)
da der Silkshield Torch 44-406 derzeit bei bikeimport für CHF 15.70 angeboten wird: welche Erfahrungen hast Du damit gemacht (Pannenschutz , Rollwiderstand und Griff bei Nässe/Dreck wären für mich besonders interessant)?
 
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Just my two cents

ich hatte mal in der Tour Zeitschrift gelesen, dass der Rollwiderstand maßgeblich durch eine Walgwelle erzeugt wird, die vor der planen Aufstandsfläche vorangetrieben wird. Daher auch der Trend, dass mit höhere Geschwindigkeit und niedrigeren höherer Widerstand erzeugt wird. Daher müssten auch die höheren Rotationsgeschwindigkeiten berücksichtigt werden. Grüße Stefan
 
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da der Silkshield Torch 44-406 derzeit bei bikeimport für CHF 15.70 angeboten wird: welche Erfahrungen hast Du damit gemacht (Pannenschutz , Rollwiderstand und Griff bei Nässe/Dreck wären für mich besonders interessant)?
Moin moin,
seit fast einem Jahr fahre ich nun den Silkshield Torch 44-406 auf den Vorderrädern meines Gekko´s. Bis Mitte September waren diese Reifen pannenfrei, dann hatte ich während einer Tour einen "Platten" vorn links.
Griff bei Nässe und Rollwiderstand?: Als Flugzeugtechniker (im Ruhestand) möchte ich eigentlich immer alles messen; diese Möglichkeit habe ich aber nicht und bin von daher auf mein Gefühl angewiesen. Gefühlt also ist der Nässegrip besser als beim Marathon+ und dem Marathon Racer; dies schrieb auch Marc in seinem Beitrag #10.
Rollwiderstand?: Zu meinen Alltagsstrecken gehört ein flaches Gefälle von rund 400m welches an einer Vorfahrtsstraße endet. Meistens kann ich mein Trike dort bis zum Ende ungebremst rollen lassen.
Mit der Kombination...
...hinten Schwalbe Kojak, vorn Primo Comet habe ich "unten" etwas über 30km/h
...hinten Marathon+, vorn Marathon Racer bleibe ich (unten) bei 25-26km/h
...hinten Marathon+, Silkshield Torch 44-406 bin ich schneller, kann das jetzt gerade aber nicht beziffern.
Es ist aber immer etwas Spökenkiekerei dabei, denn ich habe weder meine Kleidung noch die jeweilige Lufttemperatur protokolliert. Oberhalb von etwa 15km/h ist der Luftwiderstand aber vor dem Rollwiderstand der dominierende Faktor. Auf diesen hat die Lufttemperatur/Luftdichte und die Art der Kleidung einen sehr(!) großen Einfluss.
Was ist noch zu bedenken? Der Silkshield Torch 44-406 ist (genausowenig der Primo Comet) nicht mit einem Reflexstreifen versehen, ich habe in die Vorderräder deshalb je einen Speichenreflektor einbauen müssen.
Bevor ich den Silkshield Torch 44-406 auch auf das Hinterrad aufziehe möchte ich noch weiteres Jahr Erfahrungen sammeln, denn wie ich oben in #11 schrieb habe ich Probleme beim im Falle einer Panne erforderlichen "Bodenturnen". Vielleicht sollte ich bereits jetzt einen weiteren Silkshield Torch 44-406 für das Hinterrad kaufen, um ihn zwecks Erhöhung der Pannenresistenz bis 2023 im dunklen Keller altern zu lassen.
Ich hoffe, ich habe Dir weiterhelfen können.
Gruß aus Münster,
HeinzH.
 
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Daher müssten auch die höheren Rotationsgeschwindigkeiten berücksichtigt werden.
Bei konstantem Durchmesser/Umfang sind Rotation und Translation mit einem fixem Faktor gekoppelt.

Ob Du dann lieber auf die eine oder die andere Art der Darstellung schaust, ist frei wählbar und der dahinter liegenden Physik egal.
Es geht dann ja nur mehr um die Wortwahl...

Gruß, Harald

PS:
Für eine mathematische Simulation kann's natürlich sehr sinnvoll sein, das besser passende Bezugssystem zu wählen.
 
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Als Flugzeugtechniker (im Ruhestand) möchte ich eigentlich immer alles messen
denke, das "Gefühl" trügt auch gerne (gerade der "gefühlte" Rollwiderstand). Ein sehr leiser Reifen wird vielleicht automatisch als leicht rollend wahr genommen usw. Die allgemeine Begeisterung für einen bestimmten Reifen verändert auch die Wahrnehmung, schliesslich möchte man ebenfalls zur winner-Fraktion dazu gehören...
ich habe weder meine Kleidung noch die jeweilige Lufttemperatur protokolliert. Oberhalb von etwa 15km/h ist der Luftwiderstand aber vor dem Rollwiderstand der dominierende Faktor. Auf diesen hat die Lufttemperatur/Luftdichte und die Art der Kleidung einen sehr(!) großen Einfluss.
Stimmt, da habe ich jetzt gar nicht so d'rauf geachtet. Liebe es gern etwas weniger eng anliegend... Da fällt wohl der Rollwiderstand des Reifen nicht so in's Gewicht.
Aufgrund dessen: https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/maxxis-torch-38-406.49897/ und "Fahre gerne den MAXXIS Torch Faltreifen in 406/50 auf dem Strada, aber der Pannenschutz ist nicht vergleichbar mit einem Schwalbe greenguard. Dafür läuft er viel besser.....aber kleine Splitter / Dornen sind da schnell durch.", siehe https://www.velomobilforum.de/forum...rgleich-mit-conti-schwalbe.64255/post-1353387
habe ich mich jetzt gegen torch und für den Maxxis gypsy entschieden. Wobei der nur "silk-worm" hat, dafür aber einen harten und robusten Gummi besitzen soll "Bin den Gipsy über ein Jahr durchgefahren, Schnell, guter Pannen schutz - selbst
bei gemeinen Glasgranulat des Winterdienstes . das Profil blieb bis zum Schluss. ", siehe https://www.velomobilforum.de/forum...rgleich-mit-conti-schwalbe.64255/post-1353547
. Für EUR 8 pro Reifen, gefühlt gutem grip bei Nässe und gefühlt geringem Rollwiderstand konnte ich nicht nein sagen.
Eventuel wäre ja der ganz "normale" Marathon green guard noch etwas für die Nicht-Bodenturner Fraktion: hat laut rolling resistance geringer Rollwiderstand https://www.bicyclerollingresistance.com/tour-reviews/schwalbe-marathon-2015, ist deutlich schwerer als der torch (aber leichter als der marathon +) oder der conti urban: der leichteste im Vergleich mit dem wohl abgerundetsten Gesamtpaket, allerdings dünnen Seitenwänden und nicht allzu guten Schutz gegen Split gemäss
https://www.velomobilforum.de/forum...ental-contact-urban-in-406.59124/post-1311204
 
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Bevor ich den Silkshield Torch 44-406 auch auf das Hinterrad aufziehe möchte ich noch weiteres Jahr Erfahrungen sammeln, denn wie ich oben in #11 schrieb habe ich Probleme beim im Falle einer Panne erforderlichen "Bodenturnen".
Christiane fährt vorn die "alten" G-One speed. Sie hatte auch Bedenken wegen der Pannenfestigkeit, ist aber erstmalig den kompletten Herbst/ Winter ohne Panne gefahren.
Ich vermute, dass am Trike eine 120 tpi-Karkasse einen entscheidenden Teil zur Pannensicherheit beiträgt.


Gruß
Christoph
 
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