Lupine Pico - auch an 12 V möglich?

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Die Lupines haben ja 2 (bzw. einige auch 4) LiPo Zellen und damit z. B. die Pico eine Nennspannung von so 7,4 Volt.
Nun wird da drin ja eine Konstantstromquelle sein - und die sind ja meist tolerant gegenüber leicht höheren Spannungen.

Weiss hier zufällig jemand, ob eine aktuelle Lupine Pico auch mit 3C (also so 11,1 V bzw. über 12 V voll) klar kommt oder dann die Grätsche macht?

Mir ist klar, dass das außerhalb der Spezifikation ist und auch Akkuschutz und Akkuwarnung nicht richtig funktionieren - es geht nur um die Möglichkeit, dies im Notfall zu tun.
Und ja - ich kann einen DC/DC Konverter davor schalten, aber der macht Verluste und ist vielleicht unnötig, wenn die Lampe das sowieso abkann.

Hat hier jemand vielleicht etwas Hintergrund-Wissen?
 
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Bedenke:
  • Die LED hat sicher eine Konstantstromquelle und sollte mit der Spannung zurechtkommen; aber es ist womöglich noch andere Elektronik vorhanden, die die Spannung nicht verträgt.
  • Ein BMS schaltet auch bei zu hoher Spannung ab; kann also sein, dass bei 11 V dicht macht. Idealerweise ist das BMS im Akku; wenn du weißt, dass die Lampenelektronik die Spannung verträgt, könnte 3C dann funktionieren, wenn du die Ladeelektronik des 2C-Akkus umgehen kannst.
Ich kenne mich mit Lupine nicht aus, daher nur Vermutungen.
 
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Danke, @Christoph Moder - ist mir schon alles klar ;)

Das BMS ist auf jeden Fall auch in der Lampe. Das folgere ich aus zwei Gründen:
1. gibt es neben dem SmartCore Akku mit Ladestandsanzeige auch noch einen "einfachen" ohne. Der kann natürlich auch Elektronik haben, die den Akku vor Tiefentladung oder Überladung schützt, gehe ich aber jetzt erst mal nicht von aus, denn:
2. man kann ja per App+BlueTooth bei der Lampe sogar die Warn- und Abschaltschwellen verschieben. Das Blinken und Übergang in Notbetrieb findet daher sehr wahrscheinlich auf Seiten der Lampe statt.

Kann natürlich auch sein, dass dann auch die Lampe eine Intelligenz hat, die bei Überspannung dicht macht. Wäre ja sowohl gut, als auch schlecht.
Gut, weil man sicher ist, dass nichts schlimmes passieren kann.
Schlecht, weil es vielleicht nicht mit 12 V klappt.

Ich hoffe ja noch, dass hier jemand mitliest, der das tatsächlich mal probiert hat und/oder Hintergrundwissen zur Elektronik der Lampe hat... :sneaky:
 
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Hast du schon mal beim Hersteller angefragt?
Nein, habe ich extra nicht, weil ich von einer Erfahrung von BUMM fürchte, dass die auf Nummer Sicher gehen und erst mal sagen: Es geht nicht.
Der E-Bike IQ-X z. B. kann ja auch von Hause auch auch gedimmt werden, aber BUMM behauptet, das ginge nicht.

Wenn sich ein Hersteller hier zu weit öffnet, hat er ja nur Nachteile durch mehr Support-Fälle und verwässert sich möglicherweise sein Produkt.
Ich denke, hintenrum über Insider-Wissen bekommt man mehr heraus. Darum erst mal hier.
 
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Weiter komme ich vorerst nicht.
Die Platine klebt irgendwie feste und ich brauche die Lampe am Wochenende für ein Brevet...
 
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...
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Die Platine klebt irgendwie feste und ich brauche die Lampe am Wochenende für ein Brevet...
Ok, der Fet links oben ist ein 30V Typ, Spannungregler in der Mitte (F150), rechts der Controller.
Links vom Fet ist eine Diode, ich tippe mal auf Suppressor, da in Sperrrichtung geschaltet, da mal gucken, was drauf steht, die ist durch die Zuleitung verdeckt:(
Das könnte der Knackpunkt sein.

Der Nikolauzi
 
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So - um das kurz abzuschließen:
Ich habe es jetzt auch gewagt (nach dem Brevet) und die Pico mal bei 10 W an mein Labornetzteil gehängt.
Dann von 6 V in 0,5 V-Schritten auf 14 V erhöht.
Die Lampe blieb immer gleich hell (bis auf kurzes Flackern beim Nachregeln) - bei steigender Spannung nahm der Strom wie zu erwarten ab.
Wenn es interessiert, kann ich hier auch meine Messreihe posten.

Selbst die Lupine-App zeigte die Spannung an - jedoch immer etwas unter dem Wert des Netzteils; könnte natürlich an den Leitungsverlusten gelegen haben...

Damit könnte(!) ich die Lupine tatsächlich im Notfall aus einem 3S Lipo speisen, sollte mir mal einer der 2S-Lupine-Akkus ausgehen.
Zwischenstecker muss ich natürlich dabei haben.

Wirklich schöne, gut konstruierte, durchdachte Teile, diese Lupines. Ich hatte mich zuerst wegen des Preises gescheut, aber je länger ich sie habe, desto lieber ist sie mir. Auf Fahrten, beim Basteln, beim in-dunklen-Ecken suchen. Irgendwie braucht man immer Licht im Winter und mit der Stirnlampe ist es genau da, wo es sein soll.
(y)
 
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Bitte seid Euch im Klaren dass so eine waffenscheinpflichtige Blendgranate aus sein muss bevor andere Verkehrsteilnehmer in Sichtweite kommen.
Aber klar doch!

Es ist vorwiegend für:
  • dunkle Abbiege-Ecken, wo man sonst ins Dunkle fährt
  • mal eben das Verkehrsschild da hinten anleuchten, das zu hoch ist (wenn sonst keine Lichtquelle da ist)
  • was im VM suchen (meist reicht da der 2 W Funzel-Modus)
  • Reifen flicken oder sonstige Reparaturen
"Auf Fahrten" meint, dass sie dabei und einsatzbereit ist. Nicht, dass ich sie häufig beim Fahren benutze - eher im Gegenteil. Eben wegen der unglaublichen Helligkeit.

Hintergrund für diesen Thread ist, dass mein Bordnetz aktuell 3S hat und ich dafür Akkus habe.
Lupine hat 2S und neulich war mir die Lupine "in der Tasche" angegangen und hatte sich leer gesaugt.
Als ich sie dann nachts zum Flicken braucht, war kein Saft mehr da - Ersatzakku für Lupine hatte ich (noch) nicht - da hätte ein Adapterkabel vom 12 V Bordnetz super geholfen. Das habe ich gestern gelötet - und werde es in die Werkzeugtasche packen, für den Notfall.
 
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