@belcampo: Ich kann dir erst einmal nicht zustimmen. Ich habe noch nie etwas bezahlt und kann immer Gast oder Gastgeber sein. Vielleicht weil ich schon so lange dabei bin? Dennoch erwäge ich meine Aktivität zu beenden, obwohl ich im Grundsatz ausschließlich sehr(!) gute Erfahrungen gemacht habe. Alle Gastgeber waren super, alle meine Gäste (einzige Ausnahme war eine S-Pedelc-Fahrerin) waren super.
Ich wohne touristisch interessant, bei mir wird ggf. die Bude eingerannt. Das kann ich aber steuern. Das Ziel war immer: ich nehme so viele Gäste auf, wie ich im Vorjahr Gast sein durfte. Nur mittlerweile funktioniert das kaum noch. Viele WS antworten nicht einmal auf eine Anfrage, und fast immer bekomme ich Absagen. In den kommenden 2,5 Wochen bin ich unterwegs: Ich habe die Route so gelegt, dass WS möglich ist. Auf insgesamt 23 Anfragen habe genau 1 Zusage bekommen. Immerhin habe ich auch 5 Negativantworten erhalten. Die restlichen 17 sind vermutlich tot
Ende 2025 schaue ich mir mal die Bilanz an. Aufgrund der eher guten Gast-Erfahrungen in Frankreich und meinem Plan in 2026 eine große "tour de France" zu machen, werde ich voraussichtlich in 2026 noch dabei sein, danach aber nicht mehr.
Nebenbei: wenn es kein einigermaßen ausgewogenes Geben und Nehmen ist, macht es auch finanziell wenig Sinn: viel WS fragen nach Waschmaschine, manche WS duschen 15 Minuten und länger, gerne gibt es ein gemeinsames Abendessen und Frühstück, aber eine Kostenbeteiligung war für alle meine Gäste bislang tabu, während ich immer eine angemessene Spende gebe.
Wir haben ca. 15-20 Gäste im Jahr. Die reinen Kosten (Wasser, Wärme, Strom, Zutaten für das Essen) inkl. Wäsche waschen, Pedelec laden, usw.) liegen in diesem Jahr nun bei ca. 20 Euro. Da möchte man durchaus auch mal Gast sein, obschon bei mir das Finanzielle keineswegs im Vordergrund steht. Wir haben häufig Gäste aus Frankreich und es macht mir Spaß mit diesen meine Sprachfähigkeit zu üben / verbessern. Letzte Bemerkung: einmal hatten wir eine Familie mit 4 Kindern und 5 Fahrrädern zu Gast. Insbesondere die Kinder (3-12 Jahre alt) hatten aufgrund des schlechten Wetters nach mehreren Wochen im Zelt ein dringendes Bedürfnis mal wieder ein festes Dach über dem Kopf und ein weiches Bett unter dem Rücken zu haben. Ich hätte natürlich auch ablehnen können...
PS: Auch wenn ich hier in Einzahl geschrieben habe: meine liebe Frau ist voll und ganz mit dabei!