Griffige Rennradbremsen fürs Liegerad?

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Liebe Leute,
ich hoffe, ihr könnt mir helfen bei der Lösung eines Problems, das ich vergeblich bereits im Reiseradforum angesprochen habe.
Ich habe vor einiger Zeit ein älteres Challenge Mistral SL gebraucht gekauft. Ein sehr leichtes, sehr schnelles Liegerad, das jedoch, wie ich feststellen musste, einen gravierenden Nachteil hat: Die verbauten Felgenbremsen (Rennradbremsen Tectro R725; Bremshebel: Avid Speed Dial SL) greifen miserabel. Ein Teilnehmer des Reiseradforums vermutete, wohl zurecht, dass das Problem auch damit zusammenhängt, dass Bremsen und - die eigentlich für V-Brakes bestimmten - Bremshebel nicht kompatibel sind.
Cantilever- oder V-Brakes kommen, wenn ich mich nicht sehr täusche, aus konstruktiven Gründen nicht in Frage, ein Umbau auf Scheibenbremsen - wie sie die aktuelle Version des Mistral SL hat - wäre sehr teuer.
Deshalb die Frage: Kennt jemand von euch bezahlbare Rennradbremsen, die deutlich besser greifen - u.U. in Verbindung mit anderen Bremshebeln und/oder anderen Bremsschuhen?
Bin für jeden hilfreichen Hinweis dankbar.
Grüße
Gori
 
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Das einfachste wäre m.E. mal Bremshebel für Cantileverbremsen zu nehmen.

Ob es in der klassischen Form neu noch welche gibt, keine Ahnung. Aber davon sollte es Tausende in den Schrottkisten der Bastler geben. Oder Du hast selbst ein altes MTB oder Trekkingrad aus der Canti-Ära. Es gehen auch die labbrigen einfachen Bremshebel alter Tourenräder, die mit Seitenzugbremsen oder Trommelbremsen ausgestattet waren - die sind nur nicht steif und nicht schön. Für einen Test, ob es an der Bremse oder nur am Seileinholweg liegt, taugen die aber auch.

Wenn es sehr leicht sein soll: Nimm Cross-Zusatzhebel. Die werden eigentlich zwischen Rennbremsgriff und Bremse in die geteilte Zughülle aufgefädelt, um das Bremsen in Oberlenkerposition zu ermöglichen. Sie sind vom Seileinholweg her für Rennbremsen gedacht, leicht und steif. Man kann den Zugnippel einfach auf der vorderen oder hinteren Seite statt des geteilten Aussenzuges anstehen lassen. Funktioniert prima.

Noch eine Alternative falls es ein Untenlenker ist: Triabremsgriffe für Hörnchenlenker.
 
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Umgekehrt: Gori braucht einen Bremshebel für Rennradbremsen!
Cantileverbremsen und Rennradbremsen haben fast das gleiche Verhalten hinsichtlich Seileinzug. Nur V-Brakes und MTB-Scheibenbremsen (letztere gibt es auch in "Road"-Versionen) sind anders. Cantibremsgriffe ist schon der richtige Tip!
 
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Ich habe vor einiger Zeit ein älteres Challenge Mistral SL gebraucht gekauft. Ein sehr leichtes, sehr schnelles Liegerad, das jedoch, wie ich feststellen musste, einen gravierenden Nachteil hat: Die verbauten Felgenbremsen (Rennradbremsen Tectro R725; Bremshebel: Avid Speed Dial SL) greifen miserabel. Ein Teilnehmer des Reiseradforums vermutete, wohl zurecht, dass das Problem auch damit zusammenhängt, dass Bremsen und - die eigentlich für V-Brakes bestimmten - Bremshebel nicht kompatibel sind.
Wie breit sind die Felgen?

Die zur R725 quasi baugleichen Campa TT-Bremsen hatte ich - ebenfalls mit einem Avid Speed Dial - an der Cheetah hinten, die miserable Bremskraft kommt mir bekannt vor.
Ich habe das Problem aber eher in der Geometrie der Bremse und ihrer Kombination mit meiner Felge gesehen. Bei dieser Bremsenbauform wird das Hebelverhältnis um so besser, je enger die Arme unten an der Felge zusammenstehen, und meine Mavic 317 ist etwas breiter als das, was an Triathlon-Rädern üblicherweise verbaut wird. Davon abgesehen schien mir das Hebelverhältnis der Bremse ohnehin nicht allzu gut, die Beläge haben sich relativ zum Hebelweg schon recht weit bewegt, und mit einer alten Single-Pivot-Bremse mit etwas gekürztem Zuggegenhalter-Arm konnte ich besser bremsen als mit der TT-Bremse.
Bevor Du die Hebel tauschst, schau erstmal nach, ob der Seilweg passend eingestellt ist. Der lässt sich bei den Speed Dial ja verstellen, hier sollte der Einhängepunkt für den Bremszug so weit wie möglich nach innen zum Hebeldrehpunkt hin verschoben sein. Man kommt vielleicht nicht ganz auf das Niveau von Rennradbremsen, aber nahe dran.

Cantilever- oder V-Brakes kommen, wenn ich mich nicht sehr täusche, aus konstruktiven Gründen nicht in Frage, ein Umbau auf Scheibenbremsen - wie sie die aktuelle Version des Mistral SL hat - wäre sehr teuer.
Ich habe die Anbausituation beim Minstral nicht vor Augen, ist da die Bremse im rennradtypischen Gabelkronenloch hinter der Gabel montiert? Falls ja, dürften V-Brake & Co. tatsächlich ausfallen, und auch Rennradbremsen passen ohne Bastelei nicht. Aber eine Rennradbremse mit Zugführung von unten her könnte vielleicht gehen, nur dringt in eine nach oben offene Zughülle halt gern Wasser ein.
 
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Hi,
das die Tektro R725 (und ähnliche) nicht die Tolle Bremsleistung haben ist ein alter Hut.
Gab nur damals kaum Alternativen und es sollte ja leicht sein....:love:;)

Challenge hatte damals eine 'Powerbrake' als Eigenkonstrukt rausgebracht,
Aber selbst mit Guten Beziehungen bin ich damals an diese Bremse nicht dran gekommen.
War wohl ziemlich teuer in der Herstellung.

Die SpeedDial Griffe sind verstellbar , sollten also auf das richtige Hebelverhältnis einstellbar sein.
Vermutlich ist es aber schon richtig...
Aber gut wird die Bremsleitung nie werden.

Eine Normale RR-CaliperBremse wird wohl mit dem oberen Hebelarm an den Rahmen kommen.
Wenn nicht , dann kann man so eine nehmen und von unten( was auch Verluste durch U-Turn des Kabels bringt) ansteuern.

Das Beste ist wohl in den Sack zu hauen und für teuer Geld vorne auf Scheibenbremse umzurüsten...:sick:
 
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Ich hab auch noch zwei von diese r725 bremsen rum liegen. Die bremsleistung bleibt mir enttauschen. Speeddials sind auch beim minimalsten bremskabelzug auch noch falsch ubersetzt. Diese crosshebel, flatbar rennrad hebel konnten etwas bringen, bessere bremsklotze von koolstop oder swisstop auch noch etwas. Die grosste verbesserung bringen linear oder compresionless bremszuge. Die sind einfach viel steifer und ziehen unter bremskraft nicht so weit zu sammen.

Das alles hab ich gemacht aber die leistung war nie besser als mit einen alten singlepivot diacompe aus der 70er. Kein vergleich zur normalen rennradbremsen. Fahr jetzt etwa 20.000 km zur voller zufriedenheit mit hinten einen alten exage singlepivot mit koolstopbelage und linear slick zuge. Vorne eine alte magura mit u bugel.

Auch die brompton vorderrad bremse ist ein tip, die hatt die kabel in eine andere position. Die leistung von eine altere version vom bromptonbremse war auch besser als die tektro r725, auch wenn ich die nur als zufriedenstellend einstufen wurde. Die neue sollten noch besser sein.
http://www.brompton.ch/web/brompton-neuerungen-2018/

Hinten geht wahrscheinlich eine normale rennradbremse, vorne wird schwieriger. ein bild deiner situation wurde helfen.
 
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Das einfachste wäre m.E. mal Bremshebel für Cantileverbremsen zu nehmen....
This. Hab mal ein gebrauchtes Herrenrad mit der falschen Kombi gekauft gehabt. Falsche Kombi ist eine Bremssimulation. Toller Druckpunkt, macht Geräusche, bremst aber nicht. Und neue Gummis kann man bei einem Gebrauchtrad immer mal investieren.

...Ob es in der klassischen Form neu noch welche gibt, keine Ahnung....
Jede Form, jede Farbe. Den Singlespeed, Fixed und Retro Hipstern sei dank.

...Noch eine Alternative falls es ein Untenlenker ist: Triabremsgriffe für Hörnchenlenker.
Die bremsen meist sogar noch ein bisschen besser. Sind m.E. aber schwieriger einzustellen und sind halt meist ein bisschen teuer. Weil Triathlon.
 
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Du wirst es nicht glauben, im Radreiseforum hat jemand exakt dasselbe Problem. Und derjenige heißt dort "gori".
ich hoffe, ihr könnt mir helfen bei der Lösung eines Problems, das ich vergeblich bereits im Reiseradforum angesprochen habe.
Er/sie/es könnte die Threads wechselseitig verlinken, und ich würde sehr darum bitten, die Lösung nachher in beiden Foren bekanntzugeben. Dann wäre für mich alles im grünen Bereich.
 
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Habe auf dem Crosser Super Record mit Mini Cantis. Bremst. Ordentlich. Bei Magic Krysium pro kommt halt die Einbremsphase dazu. Wohl eher nix für Reiseradler, weil das System proprietäre Gummis braucht.
 
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