Alltagsvergleich Lieger-Upright

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von _jenne, 21.07.2002.

  1. _jenne

    _jenne Guest

    Eine ganz allgemeine Frage: Wie seht ihr die Alltagsqualitäten von Liegern im Vergleich zu Uprights? Und: Was ist im allgemeinen (Durchschnitt) unter "Alltag" zu verstehen?
    Ich würde hier gerne eine umfassende Liste als Ergebnis herausbekommen. Konkret möchte ich für den Liegeradpart mal ein Challenge Mistral vorschlagen, mit Licht und Schutzblechen, vollgefedert und mit der Sitzmatte wie bei Optima (verwendet Challenge doch auch mal). Alternativ ansonsten ein HP Spirit (oder was sonst?). Upright könnten wir ein vollgefedertes Trekkingrad mit vergleichbarer Ausstattung nehmen.

    Ein paar Punkte (Vorteile jeweils) notiere ich schon mal, bitte ergänzt, was euch noch dazu einfällt. Vor allem interessiert mich auch eure persönliche Einschätzung. Was fahrt ihr im Alltag lieber, Lieger oder Upright? Sind die Alltagsqualitäten einen Liegers deutlich schlechter als vom Upright? Welche Punkte sind von besonderer Bedeutung (evtl. ausschlaggebend)? Und: Wie lang ist euer Arbeitsweg, falls ihr ihn mal mit Rad fahrt. Ist eigentlich auch wie eine Umfrage, die aber nicht in den Parsimony-Umfrage-Rahmen passt. Bisserl was für die Statistik :).
    j.

    <big><i>Alltag</i></big>
    <b>Liegervorteile:</b>
    Bremsen ohne Salto :)
    Spiegel liegt ideal im Sichtfeld
    ruhige Strecken entspannter zu fahren
    Im Sturzfalle geringere Fallhöhe
    Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche
    Optional Frontverkleidung gegen Regen möglich

    <b>Uprightvorteile:</b>
    Sprünge auf Kantsteine möglich
    Kopf umdrehen besser
    Rücken etwas besser belüftet (wenn man keinen Rucksack trägt)
    Rucksacktragen besser möglich (nicht auf dem Bauch :))
    Sicht über Autos besser
    Besseres Gesehenwerden
    Auf schlechtem Untergrund (Schnee, weicher Sand) bessere Kontrolle, VR in Sicht
    Leichter zu tragen (Keller, U-Bahnsteig) (Gewichtsdifferenz?)
    Verregneter Sattel schneller abzuwischen
    Im Stand bei Regen weniger Angriffsfäche
     
  2. Der dritte Weg ...

    ... hat bei mir vor einem Jahr den Vergleich gewonnen - den zwischen Upright und Kompakt-Lieger als Alltags-Ergänzung zur Liege (Optima Lynx). Seitdem fass ich das upright nicht mehr an, wähle zwischen schnell und sportlich und praktisch (Flux V220). Meine Eindrücke zur Alltagstauglichkeit aus Sicht des Flux:

    ><b>Liegervorteile:</b>
    >Bremsen ohne Salto :)
    >Spiegel liegt ideal im Sichtfeld
    >ruhige Strecken entspannter zu fahren
    >Im Sturzfalle geringere Fallhöhe
    >Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche
    >Optional Frontverkleidung gegen Regen möglich
    ...gilt ALLES uneingeschränkt für das Flux, wobei sich der Streamer schön anpasst (verlängert das Rad nicht)

    ><b>Uprightvorteile:</b>

    >Sprünge auf Kantsteine möglich
    ...anhalten, Vorderrad lupfen, Rest nachziehen, also ohne "Absteigen" über Kanten - aber mit v=annähernd null

    >Kopf umdrehen besser
    ...geht wegen der aufrechten Sitzhaltung problemlos

    >Rücken etwas besser belüftet (wenn man keinen Rucksack trägt)
    ...Flechtsitz-Lehne mit 1a Belüftung (allerdings schwitze ich auf dem Sitzpolster)

    >Rucksacktragen besser möglich (nicht auf dem Bauch :))
    ...Rucksack wird einfach über das Sitzgestell gehängt. Normalerweise baumelt da aber eine super-praktische "A4-Tasche" von Carradice (Baumwolltuch)

    >Sicht über Autos besser
    über die flacheren Sportwagen schau ich auch drüberweg (Hallo, Baron-Fahrer :)

    >Besseres Gesehenwerden
    ... in der Stadt musst Du eh ständig auf der Hut sein, weil sich die meisten Autofahrer einen SchXXXX drum kümmern, ob da ein Lieger, upright oder sonstwas auf dem Radweg daher kommt und - selbst wenn sie Dich sehen, die Vorfahrt dreist schneiden (besonders die > 2,8 Tonnen)

    >Auf schlechtem Untergrund (Schnee, weicher Sand) bessere Kontrolle, VR in Sicht

    ... Vorderrad habe ich in Sicht, allerdings fühle ich mich auf tieferen Liegen auf rutschigem Untergrund weitaus sicherer

    >Leichter zu tragen (Keller, U-Bahnsteig) (Gewichtsdifferenz?)
    ...Griffmöglichkeit beim Flux unter dem Sitzgestell - ziemlich genau im Schwerpunkt. Durch den längeren Radstand stößt man auf Treppen aber schon mal mit dem Vorderrad auf die Stufen

    >Verregneter Sattel schneller abzuwischen
    ...drei Handbreit großer Sitz ist schnell (mit dem Ärmel) abgewischt, ein paar mal auf die Flecht-Lehne klopfen - fertig

    >Im Stand bei Regen weniger Angriffsfäche
    ...Füße von den Pedalen, dann machts kaum einen Unterschied

    Ehrlich: ich hab Konstruktionen wie das V220 frührer belächelt wie nen Krankenfahrstuhl für Arme und bin seit einem Jahr täglich damit unterwegs (radelnd, schiebend, tragend) mit wachsender Begeisterung. Übrigens habe ich neulich festgestellt, dass Heinz' Bevo bezüglich Tretlager- und Sitzhöhe ziemlich ähnlich ist. Noch'n Kandidat für das immer-und-überall-dabei-Rad

    Gruß aus HH
    Markus

    P.S. Das einzigartige (Kurven-)Fahrgefühl einer tiefen Konstruktion habe ich allerdings noch auf keinem Kompaktlieger erlebt
     
  3. >Eine ganz allgemeine Frage: Wie seht ihr die Alltagsqualitäten von Liegern im Vergleich zu Uprights? Und: Was ist im allgemeinen (Durchschnitt) unter "Alltag" zu verstehen?

    Alltag = alle täglichen Wege = zur Arbeit, Einkauf, Freizeit

    > Was fahrt ihr im Alltag lieber, Lieger oder Upright?

    Lieger

    >Sind die Alltagsqualitäten einen Liegers deutlich schlechter als vom Upright?

    Nur, wenn man ständig auf- und absteigt, also z. B. als Poatzusteller.

    > Welche Punkte sind von besonderer Bedeutung (evtl. ausschlaggebend)?

    Sicherheit (beim Sturz, mehr Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer, besseres Bremsverhalten, auch mit schwerem Anhänger (100 kg))
    Bequemlichkeit

    >Und: Wie lang ist euer Arbeitsweg, falls ihr ihn mal mit Rad fahrt.

    8 km, 130 Höhenmeter (morgens rauf), immer mit dem Lieger.

    >j.
    ><big><i>Alltag</i></big>
    ><b>Liegervorteile:</b>
    >Bremsen ohne Salto :)
    >Spiegel liegt ideal im Sichtfeld
    ? Beim Untenlenker ist da kein Unterschied zum Upright.

    >ruhige Strecken entspannter zu fahren

    alle Strecken!

    >Im Sturzfalle geringere Fallhöhe

    und man fällt auf den Hintern, nicht auf den Kopf.

    >Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche

    ??? Regen kommt von oben! Allerdings kommt das Schmutzwasser von unten, und bei mittelhohen und hohen Liegern bekommt man davon nichts mit.

    >Optional Frontverkleidung gegen Regen möglich

    oder Vollverkleidung

    ><b>Uprightvorteile:</b>
    >Sprünge auf Kantsteine möglich

    Wenn man sich an die StVO hält, sind die eh nicht nötig!


    >Rucksacktragen besser möglich (nicht auf dem Bauch :))

    Warum soll ich mir die Wirbelsäule damit belasten, wenn mein Gepäckträger 45 kg verträgt?

    >Sicht über Autos besser

    Ich schaue lieber in die Autos hinein, um an der Körpersprache der Fahrer/innen zu sehen, wo sie hinwollen. Das geht mit dem Lieger besser. Was interessiert mich das Auto ganz vorne, mich gefährdet allenfalls das Auto, das mir am nächsten ist.

    >Besseres Gesehenwerden

    Ich habe genau gegenteilige Erfahrungen! Offenbar sind die in Augenhöhe kreisenden Pedale ein Alarmsignal für Autofahrer.

    >Auf schlechtem Untergrund (Schnee, weicher Sand) bessere Kontrolle, VR in Sicht

    Das ist der einzige wirkliche Vorteil, der wird aber durch die große Sturzhöhe aufgezehrt.

    >Leichter zu tragen (Keller, U-Bahnsteig) (Gewichtsdifferenz?)

    Übungssache.

    >Verregneter Sattel schneller abzuwischen

    Auf den Spannsitz schlage ich ein paarmal drauf...

    >Im Stand bei Regen weniger Angriffsfäche

    s.o.

    Gruß, Klaus - ca. 40000 km Liegerad
     
  4. _hansjörg

    _hansjörg Guest

    >Eine ganz allgemeine Frage: Wie seht ihr die Alltagsqualitäten von Liegern im Vergleich zu Uprights? Und: Was ist im allgemeinen (Durchschnitt) unter "Alltag" zu verstehen?

    Alltag für mich: Strecken von mehr als 4-5 km, also der Weg zur Arbeit, Touren, RTF 40 -110 km; lediglich Einkaufsfahrten im Nahbereich mache ich mit dem Sattelrad. Ich wohne allerdings in einer Kleinstadt und arbeite quasi im Grünen; die Strecke dorthin ist 28 km mit 40 morgentlichen Höhenmetern, ich fahre das 1-2x die Woche

    >Ich würde hier gerne eine umfassende Liste als Ergebnis herausbekommen. Konkret möchte ich für den Liegeradpart mal ein Challenge Mistral vorschlagen, mit Licht und Schutzblechen, vollgefedert und mit der Sitzmatte wie bei Optima (verwendet Challenge doch auch mal). Alternativ ansonsten ein HP Spirit (oder was sonst?). Upright könnten wir ein vollgefedertes Trekkingrad mit vergleichbarer Ausstattung nehmen.

    Warum diese Vorauswahl? Man sollte die Forumsgemeinde aussuchen lassen. Ich würde natürlich das Toxy als beste Allroundlösung empfehlen ;-) ...

    >Ein paar Punkte (Vorteile jeweils) notiere ich schon mal, bitte ergänzt, was euch noch dazu einfällt. Vor allem interessiert mich auch eure persönliche Einschätzung. Was fahrt ihr im Alltag lieber, Lieger oder Upright?

    Mein (vollgefedertes) Sattelrad hängt meisstens an der Wand, >90% aller Fahrten werden mit dem Lieger erledigt.

    >Sind die Alltagsqualitäten einen Liegers deutlich schlechter als vom Upright?

    Nein, nach meiner Alltags-Definition und meinen Gewohnheiten ist mein Liegerad sogar eindeutig im Vorteil

    >Welche Punkte sind von besonderer Bedeutung (evtl. ausschlaggebend)? Und: Wie lang ist euer Arbeitsweg, falls ihr ihn mal mit Rad fahrt. Ist eigentlich auch wie eine Umfrage, die aber nicht in den Parsimony-Umfrage-Rahmen passt. Bisserl was für die Statistik :).
    >j.
    ><big><i>Alltag</i></big>
    ><b>Liegervorteile:</b>
    >Bremsen ohne Salto :)

    natürlich

    >Spiegel liegt ideal im Sichtfeld

    hängt vom Spiegel ab

    >ruhige Strecken entspannter zu fahren

    nicht nur ruhige! Vor allem: keine eingeschlafenen Fingerkuppen mehr, keine verspannte Nackenmuskulatur, keine schmerzenden Handgelenke, keine Probleme mehr mit den Halswirbeln, Hintern tut nicht mehr weh, Schniedel nie mehr taub -
    d i e Liste ist wohl lang genug !

    >Im Sturzfalle geringere Fallhöhe

    nicht nur das - man fällt auch auf den Hintern oder die Hüfte, nicht mit dem Kopf voraus (2x selbst getestet -> Hose zerrissen, aber unverletzt geblieben)

    >Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche

    Nass is nass, da ist auf die Dauer eigentlich alles egal

    >Optional Frontverkleidung gegen Regen möglich

    ist mir (noch?) zu sperrig

    Wichtig ist aber noch: Gegenwindfahren ist mit weniger Anstrengung verbunden!

    ><b>Uprightvorteile:</b>
    >Sprünge auf Kantsteine möglich

    unwichtig und unnötig, sollen die BMXer machen, oder die Artisten im Zirkus

    >Kopf umdrehen besser

    bei meinem Toxy ist das noch ganz gut möglich, ausserdem habe ich einen Spiegel

    >Rücken etwas besser belüftet (wenn man keinen Rucksack trägt)

    wegen Spannsitz nicht nur "etwas"! Ein Rucksack hat beim Lieger keinen Sinn, ausserdem habe ich Taschen und einen Gepäckträger; einen "Bauchsack" habe ich noch nicht geprüft, aber auch noch nicht vermisst

    >Rucksacktragen besser möglich (nicht auf dem Bauch :))

    auch am Sattelrad hats den Gepäckträger und ggfs. Taschen

    >Sicht über Autos besser

    ich sehe lieber rein/durch und den Fahrern in die Augen

    >Besseres Gesehenwerden

    das ist unentschieden; derzeit machen viele Autos noch den grösseren Bogen um die Lieger, weil die noch unbekannte Vehikel sind

    >Auf schlechtem Untergrund (Schnee, weicher Sand) bessere Kontrolle, VR in Sicht

    das ist ein echter Vorteil - das generell einfachere Handling. Die Sichtbarkeit des Vorderrades war nur in der Lernphase von Bedeutung, jetzt ist das weitgehend egal.
    Das Schieben des Sattelrads ist deutlich einfacher. Der Unterschied zum Lieger kann je nach Modell und Ausfürung mehr oder weniger gross sein; ich hab das Toxy-Schieben und die Kipp-Steuerung schnell gelernt, komme gut klar

    >Leichter zu tragen (Keller, U-Bahnsteig) (Gewichtsdifferenz?)

    hängt vom Modell ab, macht mir mit dem Toxy kaum Probleme, höchstens mit sehr viel Gepäck, was aber nicht die Regel ist.

    >Verregneter Sattel schneller abzuwischen

    Der Spannsitz am Lieger lässt sich einfach ausklopfen, ist also kein Nachteil. Der Brooks am Sattelrad muss sowieso abgedeckt werden, trocknen geht daher auch schnell.

    >Im Stand bei Regen weniger Angriffsfäche

    siehe oben

    Der zweite echte Vorteil: an Steigungen geht es mit dem "Upright" weiterhin angenehmer und etwas effektiver (Wiegetritt etc.), allerdings fehlt mir derzeit ein wenig die objektive Vergleichsmöglichkeit, weil mein Sattelrad nur mit SRAM 7fach Nabenschaltung ausgerüstet ist.


    Genug für die Statistik ?

    Gruss HR
     
  5. _xap

    _xap Guest

    >><b>Liegervorteile:</b>
    >>Bremsen ohne Salto :)

    Naja, bei der Neigung mancher Kurzlieger, das Hinterrad zu lupfen, kann ich diesen Punkt nicht geben. Ein Bekannter von mir ist sogar mal mit dem Kettenblatt bis auf den Boden gekommen. Ist zwar immer noch besser, als mit dem Kopf voran über den Lenker zu gehen, aber toll ist es dennoch nicht.

    thomas
     
  6. Re: Der dritte Weg ...

    >><b>Liegervorteile:</b>
    >>Bremsen ohne Salto :)
    >>Spiegel liegt ideal im Sichtfeld
    >>ruhige Strecken entspannter zu fahren
    >>Im Sturzfalle geringere Fallhöhe
    >>Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche
    >>Optional Frontverkleidung gegen Regen möglich
    >...gilt ALLES uneingeschränkt für das Flux, wobei sich der Streamer schön anpasst (verlängert das Rad nicht)
    >><b>Uprightvorteile:</b>
    >>Sprünge auf Kantsteine möglich
    >...anhalten, Vorderrad lupfen, Rest nachziehen, also ohne "Absteigen" über Kanten - aber mit v=annähernd null
    >>Kopf umdrehen besser
    >...geht wegen der aufrechten Sitzhaltung problemlos
    >>Rücken etwas besser belüftet (wenn man keinen Rucksack trägt)
    >...Flechtsitz-Lehne mit 1a Belüftung (allerdings schwitze ich auf dem Sitzpolster)
    >>Rucksacktragen besser möglich (nicht auf dem Bauch :))
    >...Rucksack wird einfach über das Sitzgestell gehängt. Normalerweise baumelt da aber eine super-praktische "A4-Tasche" von Carradice (Baumwolltuch)
    >>Sicht über Autos besser
    >über die flacheren Sportwagen schau ich auch drüberweg (Hallo, Baron-Fahrer :)
    >>Besseres Gesehenwerden
    >... in der Stadt musst Du eh ständig auf der Hut sein, weil sich die meisten Autofahrer einen SchXXXX drum kümmern, ob da ein Lieger, upright oder sonstwas auf dem Radweg daher kommt und - selbst wenn sie Dich sehen, die Vorfahrt dreist schneiden (besonders die > 2,8 Tonnen)
    >>Auf schlechtem Untergrund (Schnee, weicher Sand) bessere Kontrolle, VR in Sicht
    >... Vorderrad habe ich in Sicht, allerdings fühle ich mich auf tieferen Liegen auf rutschigem Untergrund weitaus sicherer
    >>Leichter zu tragen (Keller, U-Bahnsteig) (Gewichtsdifferenz?)
    >...Griffmöglichkeit beim Flux unter dem Sitzgestell - ziemlich genau im Schwerpunkt. Durch den längeren Radstand stößt man auf Treppen aber schon mal mit dem Vorderrad auf die Stufen
    >>Verregneter Sattel schneller abzuwischen
    >...drei Handbreit großer Sitz ist schnell (mit dem Ärmel) abgewischt, ein paar mal auf die Flecht-Lehne klopfen - fertig
    >>Im Stand bei Regen weniger Angriffsfäche
    >...Füße von den Pedalen, dann machts kaum einen Unterschied
    >Ehrlich: ich hab Konstruktionen wie das V220 frührer belächelt wie nen Krankenfahrstuhl für Arme und bin seit einem Jahr täglich damit unterwegs (radelnd, schiebend, tragend) mit wachsender Begeisterung. Übrigens habe ich neulich festgestellt, dass Heinz' Bevo bezüglich Tretlager- und Sitzhöhe ziemlich ähnlich ist. Noch'n Kandidat für das immer-und-überall-dabei-Rad
    >Gruß aus HH
    >Markus
    >P.S. Das einzigartige (Kurven-)Fahrgefühl einer tiefen Konstruktion habe ich allerdings noch auf keinem Kompaktlieger erlebt

    Hallo Markus,

    schlimme Erlebnisse mit Autofahrern auf dem Normalrad hat wohl jeder schon gehabt. Ich meine , dass man gerade im Stadtverkehr möglichst auffallen muss. Da auch ein Kompaktlieger relativ niedrig ist, würde ich hier ein Fähnchen anbringen. Oder spricht etwas dagegen?

    Johann
     
  7. _felix

    _felix Guest

    Aber bei was für ner Verzögerung? Wenn die Bremse gut genug ist kann das ruhig mal passieren. Nur wenn das Liegerad aus diesem Grund schlechter verzögert als ein Uprigt wärs nicht so doll.
    Gruß
    Felix
     
  8. Re: Der dritte Weg ...

    Hiya,
    ich bin auch 1/2-hoch unterwegs. Die Autos passen im Allgemeinen sehr viel besser auf als auf der Rennmaschine. Auf der Bundesstraße sehen sie mich auch schon so früh das sie weit hinter mir schon ganz weit ausweichen (auch mit dem "tiefen" Baron). Auf dem Rennrad blieb oft nur noch ein "Blatt Papier" zwischen Oberarm und Rückspiegel.

    > Da auch ein Kompaktlieger relativ niedrig ist, würde ich hier ein Fähnchen anbringen. Oder spricht etwas dagegen?

    Ja: Wimpel sind an Kinderrädern dran. Das kann einen Autofahrer dazu verleiten zu denken Du wärst mit Vmax < 10km/h und auf dem Bürgersteig unterwegs.

    Bis dann,
    Ralf Schmidt
     
  9. _ulli

    _ulli Guest

    >Eine ganz allgemeine Frage: Wie seht ihr die Alltagsqualitäten von Liegern im Vergleich zu Uprights? Und: Was ist im allgemeinen (Durchschnitt) unter "Alltag" zu verstehen?

    IMO sind die Argumente stark vom LR-Typ abhängig. Das Flux S600 ist gut alltagstauglich. Die beschriebenen Nachteile sind allenfalls ganz leicht vorhanden. Beim Dalli Shark treffen sie aber stark zu, dafür war es auch schneller.

    Ich würde da LR nicht den ganzen Tag am Bahnhof stehen lassen, da tut mir das vermackte Trekkingrad schon leid (gebraucht 300 DM). Mir sind schon die dollsten Teile abmontiert worden, z.B. der Zweibeinständer, die Gummigriffe, ein Rücklicht und leider auch ein Hinterrad.
    Mit den Kindern fahre ich auch lieber mit dem Upright, im Gelände (Traktion)dito.
    Außerdem muß ich das LR aus dem Keller hochtragen, während das Upright draußen im Schuppen steht.
    Daher benutze ich im Alltag zu 95% das Upright.
    Freundliche Grüße, Ulli
     
  10. _reinhold

    _reinhold Guest

    >Der grosse Vorteil des Liegers ist doch der, dass einem der Arsch nicht so weh tut. Über alle anderen Vor-/Nachteile kann man geteilter Meinung sein.
    Gruss .. Reinhold
     
  11. Re: Der dritte Weg ...

    >Hiya,
    >ich bin auch 1/2-hoch unterwegs. Die Autos passen im Allgemeinen sehr viel besser auf als auf der Rennmaschine. Auf der Bundesstraße sehen sie mich auch schon so früh das sie weit hinter mir schon ganz weit ausweichen (auch mit dem "tiefen" Baron). Auf dem Rennrad blieb oft nur noch ein "Blatt Papier" zwischen Oberarm und Rückspiegel.
    >> Da auch ein Kompaktlieger relativ niedrig ist, würde ich hier ein Fähnchen anbringen. Oder spricht etwas dagegen?
    >Ja: Wimpel sind an Kinderrädern dran. Das kann einen Autofahrer dazu verleiten zu denken Du wärst mit Vmax < 10km/h und auf dem Bürgersteig unterwegs.

    Meiner Ansicht nach ist nicht das Problem "gesehen zu werden" sondern "die Einschätzung der Geschwindigkeit".
    Ich fahre mein ZOX20 tief im Alltag und bin in den letzten zwei Jahren "erst" zweimal richtig übersehen worden, in diesen zwei Situationen wäre ich auch mit einem Scheunentor als Fahrad übersehen worden.
    Ich fahre keinen Wimpel, ich benutze aber grundsätzlich keine Radwege mehr und ich mache mich richtig breit auf der Strasse.
    Auf Radwegen lebt man gefährlich, das Rad (Upright oder Tieflieger) ist meiner ansicht nach egal wenn es flott gefahren wird ist die Geschwindigkeit das Problem .
    Gruß Fabian
     
  12. Re: Der dritte Weg ...

    Hiya,
    >Ich fahre mein ZOX20 tief im Alltag und bin in den letzten zwei Jahren "erst" zweimal richtig übersehen worden, in diesen zwei Situationen wäre ich auch mit einem Scheunentor als Fahrad übersehen worden.

    Mit dem Rennrad hatte ich praktisch auf JEDER Fahrt mindestens zweimal das "Vergnügen" geschnitten zu werden, die Vorfahrt genommen zu bekommen oder ähnliches. Das mit dem Scheunentor stimmt. Oft ist es so daß die Autofahrer mich direkt ansehen - und dann doch fahren.

    > ich mache mich richtig breit auf der Strasse.

    Ja, den Fehler sich gaaaanz rechts auf der Straße zu halten macht wohl am Anfang jeder.

    >Auf Radwegen lebt man gefährlich,

    Das würde ich so pauschal nicht stehen lassen. Im fließenden Verkehr ist für mich auch die Straße erste Wahl, in Extremsituationen (Rushhour im strömenden Regen Freitag nachmittag) weiche ich aber auch schon mal auf 'nen Radweg aus und fahre eben langsamer. Ich muß zum Glück mit dem Rad nicht mein Geld verdienen und kann auf "lebend ankommen" fahren.

    Bis dann,
    Ralf Schmidt

    das Rad (Upright oder Tieflieger) ist meiner ansicht nach egal wenn es flott gefahren wird ist die Geschwindigkeit das Problem .
    >Gruß Fabian
     
  13. _jenne

    _jenne Guest

    >>Der grosse Vorteil des Liegers ist doch der, dass einem der Arsch nicht so weh tut.

    Nur macht eben das im Alltag deutlich weniger aus, weil die Strecken zum Schmerzen oft zu kurz sind. Wer täglich Up fährt, kann auch relativ lange schmerzfrei fahren.
    j.
     
  14. _reinhold

    _reinhold Guest

    >>>Der grosse Vorteil des Liegers ist doch der, dass einem der Arsch nicht so weh tut.
    >Nur macht eben das im Alltag deutlich weniger aus, weil die Strecken zum Schmerzen oft zu kurz sind. Wer täglich Up fährt, kann auch relativ lange schmerzfrei fahren.
    Bei mir sinds 16 km (einfach) jeden Tag zur Arbeit, Davon 80 % Lieger. Morgens fährt sich die Strecke mit dem Up noch ganz gut, aber Abends wenn das Sitzfleisch schon ein bischen mürbe ist, halte ich die Strecke kaum aus. Wenigstens habe ich jetzt einen Sattel bei dem die Weichteile nicht mehr einschlafen.
    Dafür schlafen mir beim Lieger die Füsse ein, es sind aber noch alle Zehen dran. Irgendwie muss man beim Radfahren wohl immer ein wenig leiden.
    Gruss .. Reinhold
     
  15. _jenne

    _jenne Guest

    >Dafür schlafen mir beim Lieger die Füsse ein,

    Locker schnüren ist bedeutsam. Und wenn die Zehen dennoch Gefühl verlieren, ausklicken und für ~10 Sek. Fuss baumeln lassen. Hilft bei mir immer. Auf nur 16 km-Strecke sollten Zehen aber überhaupt noch nicht einschlafen können. Du meinstest dabei längere Strecken, oder?
    j.
     
  16. _reinhold

    _reinhold Guest

    >>Dafür schlafen mir beim Lieger die Füsse ein,
    >Locker schnüren ist bedeutsam. Und wenn die Zehen dennoch Gefühl verlieren, ausklicken und für ~10 Sek. Fuss baumeln lassen. Hilft bei mir immer. Auf nur 16 km-Strecke sollten Zehen aber überhaupt noch nicht einschlafen können. Du meinstest dabei längere Strecken, oder?
    Ich meine tatsächlich 16 km. Ungeklickt und in Sandalen. Wahrscheinlich ist mein Blutdruck zu gering. Mein nächster Selbstbau bekommt auf jedenfall eine Tretlagerüberhöhung von -20 cm (Unterhöhung), damit wird dann wohl besser.
    Eingeschlafene Grüsse .. Reinhold
     
  17. _xap

    _xap Guest

    >Ich meine tatsächlich 16 km. Ungeklickt und in Sandalen.

    Probiere mal aus, die Strecke mit einem Schuhwerk mit festerer Sohle zu fahren. Es kommt öfter vor, das durch zu weiche Sohlen (die beim Gehen schön angenehm sind) und dem dauerenden Druck auf die Pedalen (weil keine Klickies) sich die Schuhe was durchbiegen, was zum Abdrücken von Adern und insbesondere Nerven kommt. Und dann pennen die Zehen ein. Muß nicht so sein, ist aber durchaus möglich. Also testen...

    Die Rennradler haben übrigens ähnliche Probleme: Einschlafenden Finger durch Abdrücken von Nerven im Handballen.

    thomas
     
  18. _reinhold

    _reinhold Guest

    >>Ich meine tatsächlich 16 km. Ungeklickt und in Sandalen.
    >Probiere mal aus, die Strecke mit einem Schuhwerk mit festerer Sohle zu fahren. Es kommt öfter vor, das durch zu weiche Sohlen (die beim Gehen schön angenehm sind) und dem dauerenden Druck auf die Pedalen (weil keine Klickies) sich die Schuhe was durchbiegen, was zum Abdrücken von Adern und insbesondere Nerven kommt. Und dann pennen die Zehen ein. Muß nicht so sein, ist aber durchaus möglich. Also testen...
    >Die Rennradler haben übrigens ähnliche Probleme: Einschlafenden Finger durch Abdrücken von Nerven im Handballen.
    Danke für den Tip, ich probiers mal aus.
    Gruss .. Reinhold
     
  19. _jenne

    _jenne Guest

    <center><img src="http://www.radius-liegeraeder.de/neu/bin/meridian/meridian_klein.jpg"></center>

    Eure Postings waren allesamt interessant. Man kann wohl sagen, dass der Spannsitz für den Alltag die beste Lösung ist: Er ist a besten belüftet, kann Rucksäcke evtl. hinten sogar aufnehmen und lässt sich nach einem Schauer leichter trocken bekommen. Warum verbaut man an Liegern wie dem Mistral nicht auch so einen? Auf den Bildern hat Challenge immer noch die Isomatten, welche ich im Alltag für recht untauglich halte. Kurzlieger mit Spannsitz kommen wohl meist aus Amerika und sond dann nicht vollgefedert. Ausnahmen sind wohl das Toxy, HP Wavey und das Meridian von Radius (Bild). Leider habe ich Letzteres nur beim Probefahren in Leer2001 gesehen, sonst noch nirgendwo. Preise sind auch keine im Netz. Wird es überhaupt verkauft? Ansonsten scheinen die Compaktlieger eine gute Alltagslösung zu sein. Sie haben meistens ja auch Spannsitze.
    Das Liegerad insgesamt scheint im Alltag gegenüber dem Upright gar nicht mal unbedingt im Nachteil zu sein. Es hat andere Eigenschaften und es hängt davon ab, welchen man den Vorzug gibt.
    Was nicht ganz klar schien, wie ich es meinte: Lieger: "Bei Fahrt bei Regen weniger Angriffsfäche" >> Sollte bedeuten, dass man beim Upright mehr Regen abbekommt je schneller man fährt. Beim Lieger nimmt die Nässe mit steigender Geschwindigkeit weniger zu (kleinere Stirnfläche).
    Hinzukommen muss noch, dass Bergfahren auch im Alltag Auswirkung hat und mit dem Upright tendenziell leichter empfunden wird.
    Ich muss mal schauen, ob ich den Anfangs-Thread zu dem Thema irgendwo im Wiki ablegen kann. Vielleicht unter "Erfahrungen".
    j.


    [​IMG]
     
  20. _gerhard

    _gerhard Guest

    <i>Ein paar Punkte (Vorteile jeweils) notiere ich schon mal, bitte ergänzt, was euch noch dazu einfällt. Vor allem interessiert mich auch eure persönliche Einschätzung. Was fahrt ihr im Alltag lieber, Lieger oder Upright?</i>

    Lieger. Liegt aber auch daran, daß mein Alltagslieger (das Red Pepper) einfach mehr Gänge hat als mein vorheriges Stadtrad.

    <i>Sind die Alltagsqualitäten einen Liegers deutlich schlechter als vom Upright? Welche Punkte sind von besonderer Bedeutung (evtl. ausschlaggebend)?</i>

    Für mich ist es besonders nervig, den Sitz bei Regen wieder trocken zu bekommen.

    <i>Und: Wie lang ist euer Arbeitsweg, falls ihr ihn mal mit Rad fahrt.</i>

    Bei mir sind es 2 km einfach. Bei so kurzen Strecken macht es eh keinen Unterschied, mit welchem Rad man fährt.

    <i>><b>Uprightvorteile:</b></i>
    Meistens deutlich billiger. Ist schon wichtig, wenn man das Rad nachts in der Stadt draußen stehen läßt.

    Gerhard

    <ul><li><a href="http://www.pasta.franken.de/fahrrad.htm" target=_top>Gerhards Fahrradseiten</a></ul>

    Gerhards Fahrradseiten
     


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