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Steintrikes <unbekanntes Modell>

Nachdem wir am 1. und 2. Dezember unsere Steins bei Thomas Seide abbgeholt hatten gingen wir (Mein Bruder baute seine zwei zusammen und ich das meiner Frau und meins) am Samstag gleich an den Aufbau.

Gleich vorweg. Ohne gute Handwerkliche Kenntnisse ist es fast unmöglich die Steins richtig zusammen zu bekommen.

Ich liess mir allso Zeit und habe mir alles genau angesehen. So habe ich die Impusschrauben die den Schalensitz auf der Sitzhalterung halten durch Senkkopfimbusse und eine entsprechenden Beilagescheibe ersetzt. Dadurch stehen die Köpfe der Schrauben nicht so weit vor und das ganze hat auch eine grössere Fläche.

Die Sitzhalterung wird dann mit Edelstalschlauchschellen am Rahmen befestigt, eine sehr einfache aber nicht sehr originelle Lösung. Ausserdem eine Fummelei bis die Schellen richtig sitzen, vorallem wenn mann dünnen Gummis beilegt damit die Pulverung nicht so schnell beschädigt wird.

Genauso ist die Befestigung der vorderen Schutzblechen nicht optimal. Die Halterung selber ist sehr solide und Stabil aber die Blechen werden an jeder Strebe nur mit einer Schraube gehalten was dazu führt das diese leicht zu verdrehen sind und dann natürlich irgendwo am Reifen streifen.

Nach erfolgreichem Zusammenbau gleich ein kurze probefahrt gemacht und alles IO.

Nun bin ich 200Km mit meinem neuen Steintrike gefahren. Gleich mal zu den Geschwindigkeiten.

Ich bin mit dem Stein nicht langsamer als mit meinem Toxy LT. Das bedeutet ich schaffe einen 25er Durchschnitt auf 12Km in normalem Verkehr.

Bei Neuschnee bin ich um einige Minuten langsamer, allerdings brauch ich subjektiv mehr Kraft. Leider habe ich keine Messanlage am Rad so muss ich schätzen.

Auf festgefahrenem glatten Schnee und Eis bin ich auf meiner Strecke um mehr als 10Minuten schneller.

Bei nicht optimal gebahnten Strassen(bedeutet sehr ruppelig) bin ich etwa gleich schnell wie mit dem Toxy. Allerdings werde ich da durch mein Mitleid fürs Stein gebremst.

Der Fahrspass ist dagegen enorm gewachsen. Keine Angst vor Stürzen, selbst wenn das Rad fast Quer den Spurrillen nachläuft kann mit Druck auf das angetriebene Rad wieder die Spur hergestellt werden.

Einzig der Einsatz der hintern Bremse sollte bei Schnee und Eis wohl dossiert angegangen werden. Das kann zu blitzschnellen Drehern führen. Dafür lässt es sich ausgezeichnet driften, lediglich mit gut dossiertem oder auch kräftigem Antritt in der Kurve je nach Situation.

Schnelle Kurven und Kurvenkombinationen sind allerdings richtig Körperliche arbeit. Kreisverkehre die ich mit dem Toxy im Sommer mit 30Km/h 3/4tel umfahre, schaffe ich im Moment nur mit 26Km/h, weit rauslehnen und viel Mut.

Die Steins verkraften einiges. Ich musste leider schon am zweiten Abend, natürlich war es dunkel, über ein etwa 4cm starkes Rohr drüber, zu spät gesehen, zu langsam reagiert, zu schnell(ca.25Km/h). Das hat gerumpelt, aber Gott sei dank, nichts passiert.

Die Steins wirken sehr zierlich durch die relativ schmale Spur von 68cm. Die Slicks vorne sind, engegen meiner früheren Annahme, auch bei Schnee und Eis gar kein Problem. Hinten sieht es schon anderst aus. Ich fahr zwar im Moment noch den Slick aber bei nicht gut verpresster Fahrbahn gibts richtig Probleme.

Ich bin mit den Steins sehr zufrieden, etwas langsamer als ich erwartet habe aber nicht langsamer als mit dem Toxy.

trike/berichte/fahrberichte_a-z/modell.txt · Zuletzt geändert: 2013/10/27 14:01 (Externe Bearbeitung)