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Dämpfertausch (hinten) LEIBA X-Stream

An allen LEIBAs wurden bisher „einfache“ Federelemente ohne Öldämpfung verbaut. Einige neuere Exemplare laufen aber schon mit einem besseren (ölgedämpften) Federbein, erkennbar am „Lock-Out“ Hebel.

Der Einkaufspreis (und die Qualität) scheinen relativ niedrig zu sein, jedenfalls hat der „Lock-Out“ bei mir überhaupt noch nie funktioniert und die Dämpfung liess innerhalb des ersten Jahres stark nach. Für gemächliche Fahrt (oder z.B. Winterbetrieb) ist ein einfaches Federbein auch ohne Dämpfung eine schöne, wartungsarme Sache.

Fährt bei Asphaltschäden in Kurven oder bei schneller Bergabfahrt die Angst mit, weil öfter mal das Hinterrad versetzt, so könnte das an einem ungedämpften Federelement liegen.

Nicht ganz so einfach ist es, Ersatz in der nötigen Einbaulänge (vielmehr „Kürze“) zu bekommen, nämlich nur 150mm.

Ich habe es gewagt und einen Luftdämpfer für 184,- Euro geordert. Zu Wartungs/Einstellungsarbeiten ist dieser aber im eingebauten Zustand nur schwer zu erreichen. Zwar sind Luftdämpfer leichter (200g) und genauer einstellbar, aber wartungsintensiver als die Stahlfedermodelle.

  • Sitz ausbauen, von der Sitzlehne verdeckt, findet sich die obere Befestigung des Dämpfers. Die Befestigungsschraube wird mit einem 13er Schlüssel herausgeschraubt.

  • Dann die Achsmuttern des Hinterrades lösen mit einem 15er Schlüssel. Dank meiner „Revisionsöffnungen“ an passender Stelle eine einfache Arbeit.

  • Danach am Besten die LEIBA kopfüber stellen und mit einem 13er Schlüssel die Dämpferbefestigung an der Schwinge lösen.

  • Aus dem ausgebauten Federelement werden die Buchsen an den Befestigungsaugen abgenommen. Diese können ordentlich zusammengebacken sein!

Die längere Buchse habe ich nur in einem Schraubstock mittels eines Durchschlages lösen können.

OHNE Feder kann die (evt. nicht mehr vorhandene) Zugstufendämpfung „von Hand“ geprüft werden.

In den neuen Dämpfer werden wieder die Buchsen des alten Dämpfers eingesetzt.

  • Der Einbau erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.

Und dann?

Dann überprüft man mit einer kurzen Pobefahrt die Federhärte (den Luftdruck) und die die Einstellung der Zugstufendämpfung. Und baut das Hinterrad wieder aus, löst den Dämpfer an seiner oberen Befestigung, schwenkt ihn ein wenig heraus und korrigiert Luftdruck und Dämpfung. Nach dem Zusammenbau die nächste Probefahrt und wahrscheinlich das Spielchen aufs Neue. Wichtig ist noch eine anzubringende Abschirmung gegen den Dreckbeschuss vom Hinterrad.

technik/daempfertausch_hinten_an_leiba_x-stream.txt · Zuletzt geändert: 2013/10/27 14:01 (Externe Bearbeitung)