Zwischengetriebe bauen

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Hallo,
ich trage mich schon seit langem damit rum, ein Zwischengetriebe in meinen Milan zu bauen.

Was mich davon abhält ist folgendes:
1. Viel Arbeit für die Umsetzung. (Gibt es vielleicht schon eine kaufbare Lösung?)
2. Geringerer Wirkungsgrad.

Was ich mir davon verspreche:
1. Feine Gangabstufungen von 8 km/h bis 80 km/h.
2. Kleinere Kettenblätter möglich, die billiger und steifer sind.

Kennt jemand die Wirkungsgrade eines guten Zwischengetriebes und eines guten konventionellen Antriebes?
Ich dachte, einfach unter den vorderen Kettenblättern eine Aufnahme zu laminieren. Die Frage ist: Wie gut könnte man die festkleben und womit? Verschrauben kommt nicht in Frage, da dadurch der Unterboden verschlechtert wird (aerodynamisch zumindest).

Danke schonmal für hilfreiche Anregungen!
 
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In diesem Bericht wurden mal verschiedene Schaltungen gemessen. Mit Blick auf Getriebe und du willst wahrscheinlich eine Kassette einsetzen? Ist aber auch eine mit gemessen und auch einmal ohne Schaltung. Kann man also bestimmt was draus extrapolieren. Hier ist der ganze Antriebsstrang gemessen, was wahrscheinlich ziemlich auch dem Plan entspricht, weil es ja ein ganz eigener Kettenkreislauf ist. - Nur dass man sich vielleicht eine Umlenkrolle spart. :unsure: Vielleicht entspricht es dann ungefähr dem Unterschied zwischen Singlespeed und Kettenschaltung.

Ich schätze, einfacher wäre ein Schlumpf Mountain-Drive einzubauen. (Oder eben eines der anderen, wenn das besser zum Einsatz passt, auch für die kleineren Kettenblätter)
Datenblatt des Mountain-Drive schrieb:
Wirkungsgrad Gute Planetengetriebe arbeiten mit etwa 95 bis 97% Wirkungsgrad.
Durch die hohe Güte der Verzahnungen, Lagerungen und der Möglichkeit,
das Getriebe auch nachzuschmieren, resultiert für die mountain-drive -
Getriebe ein Wirkungsgrad am oberen Ende dieser Skala.
Preis und Gewicht schrecken ja normalerweise manchen ab, aber so ein nachträgliches Zwischengetriebe schätze ich da nicht sehr viel besser. ;)
 
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Mit Blick auf Getriebe und du willst wahrscheinlich eine Kassette einsetzen?
Keine ganze Kassette. Am Zw.Getriebe ein Blatt, auf dem die vordere Kette läuft und dann auf der selben Achse 2 bis 3 Blätter für die hintere Kette. Dafür an den Pedalen ein Blatt weg.
 
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Ich dachte, einfach unter den vorderen Kettenblättern eine Aufnahme zu laminieren. Die Frage ist: Wie gut könnte man die festkleben und womit? Verschrauben kommt nicht in Frage, da dadurch der Unterboden verschlechtert wird (aerodynamisch zumindest).
Hab ich auch schon mal dran gedacht, aber wegen dem Aufwand dann nie umgesetzt.
Wenn du das ZG unter der Kurbel anbringen möchtest, musst du extrem den Unterboden verstärken.

Du solltest möglichst nah an die Querbrücke gehen. Überleg dir auch wo der Umwerfer sitzen muss.
Schau dir auch die Kettenführung von Birk Comet und Dalli Shark an.
Es wäre gut wenn du durch das ZG eine Umlenkrolle eliminieren kannst.

Auf Kollision mit den Füßen achten!

Verschrauben in den Boden sehe ich nicht so problematisch von der Aerodynamik.
es gibt ja ziemlich flache Schraubenköpfe.
 
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Schau dir auch die Kettenführung von Birk Comet und Dalli Shark an.
Der Rahmen flext weniger, ein kleiner Q-Faktor und so Spielchen wie 11-22-24 (entspricht bei mir 22-44-48 als Kettenblätter) sind im ZG problemlos schaltbar.
Gerade bei 11-fach am VM halte ich das Halfstep-Granny-Prinzip z.B. mit 32 auf 16 ans ZG und dann 17-30-32 entspr. (34-60-64) für ideal.
Zumal es eine Kettenrolle ersetzen könnte. Nur umgesetzt hat es halt noch niemand.

Gruß
Christoph
 
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Die abstand zwischen tretlager und boden oder vordere kettenrolle ist zu gering um da problemlos ein zwischengetriebe schalten zu konnen. Weil die abstand so klein ist muss die kette sehr schrag laufen, was dan zu probleme fuhrt. Bei einen rennrad sind es etwa 40cm zwischen tretlager und ritzel achsen. Nicht umsonst wird beim DF und Milan vorne so weit ich weis nur zweifach angeboten. Ich meine mir auch berichte zu erinnern das beim Quatrovelo zwar ein art zwischengetriebe mit Rohloff machbar ist, das dann aber auf die cassette nicht mehr alle ritzel nutzbar sind.

Klar gibt es Velomobile mit zwischen getriebe, das alte Quest, und aus dem gleichen stall das Mango, und das Hilgo. Und beim Quattrovelo als sonderlosung. Gemeinsam haben die alle das das zwischengetriebe kurz vor dem hinteren radkasten und auch beim QV in ahnlicher position platziert wird. Nur wird bei denn meisten nur auf eine der punkte geschaltet. Die meisten im zwischengetriebe und dann eine feste ritzelcombi zum hinterrad.

Ich konnte mir eine Hilgo ahnlichen antrieb vorstellen wobei im zwischengetriebe ein teil einer cassette geschaltet wird und auch noch am hinterrad. So wie beim Birk oder Dalli. Die antriebskette bleibt oberhalb von der schwinge und die retourkette passt unten durch.

Das extra drehpunkt wurde etwas an extra verluste bringen, beim Hilgo verlauft die kette völlig ohne kettenrohre, und ohne schleiffen am boden. Ich kann mir gut vorstellen das die verluste durch die hullen/rohre oder das extra drehpunkt in ahnlicher grossenordnung sind.

Grusse, Jeroen
 
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Gerade bei 11-fach am VM halte ich das Halfstep-Granny-Prinzip z.B. mit 32 auf 16 ans ZG und dann 17-30-32 entspr. (34-60-64) für ideal.
Also diese Granny-Schaltung gerade im VM finde ich persönlich unakzeptabel...
Es gibt ja auch 11fach Kassetten die gering abgestuft sind, Insoferen finde ich den Kompromiss zudem beim ZG unnötig.

Die abstand zwischen tretlager und boden oder vordere kettenrolle ist zu gering um da problemlos ein zwischengetriebe schalten zu konnen. Weil die abstand so klein ist muss die kette sehr schrag laufen, was dan zu probleme fuhrt. Bei einen rennrad sind es etwa 40cm zwischen tretlager und ritzel achsen. Nicht umsonst wird beim DF und Milan vorne so weit ich weis nur zweifach angeboten.
Ich weiß ja nicht was sich @Ich gedacht hat, aber Ich würde Im ZG (Wie beim Dalli) die Ritzel schalten.
Damit hast du immer einen gerade Kette von der Kurbel zum ZG. vom ZG nach hinten ist der Schräglauf kein Thema.
Ich habe 3fach im Milan und das Problem ist nicht der Kettenschräglauf sondern der kräftige Zug auf die Kette, wenn du vom mittleren Kettenblatt auf das kleinste Kettenblatt möchtest.
 
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Wenn du das ZG unter der Kurbel anbringen möchtest, musst du extrem den Unterboden verstärken.

Du solltest möglichst nah an die Querbrücke gehen. Überleg dir auch wo der Umwerfer sitzen muss.
Schau dir auch die Kettenführung von Birk Comet und Dalli Shark an.
Es wäre gut wenn du durch das ZG eine Umlenkrolle eliminieren kannst.
Wie sieht es denn mit den Kräften aus wenn man das ZG am Mast befestigt? Direkt am Mast würde gehen, hätte aber das Problem, dass die Umlenkrolle in einem sehr engen Winkel umlaufen wird. Also irgendwo zw. Mast und Unterboden, aber befestigt am Mast.
Die Umlenkrolle im Zugtrum einzusparen halte ich für aussichtslos. Es sei denn, man lässt die Kette in einem Kettenrohr schleifen.
Kettenspanner brauch ich doch nicht, weil hinten im Schaltwerk sowieso einer ist.
 
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Gegenüber Umlenkrolle im Zugtrum hat das ZG zusäzlich noch die 2*90° Umlenkverluste im Leertrum. Am Besten stabil unter Sitz (evtl. Sitzfläche erweitern mit Abdeckung) befestigen, evtl. gedreht, so daß man sich die Zugtrumumlenkung durch Umlenkrolle einsparen kann
 
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Wie sieht es denn mit den Kräften aus wenn man das ZG am Mast befestigt?
du must erst mal gucken , dass du frei pedalieren kannst.
das stelle ich mir am Madt schwer vor.

Ich würde versuchen das ZG unten direkt vor der Brücke unter den Mast zu setzen .
könnte aber mit den Haxen Probleme machen
 
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Kettenspanner brauch ich doch nicht, weil hinten im Schaltwerk sowieso einer ist.
Die kettenspanner hinten tut nur was fur die spannung auf die hintere kette, nicht auf die vordere. Es ist also ziemlich sicher das mann auch in die vordere kette etwas braucht um die kettenspannung zu regulieren.

Wurde mann das zwischengetriebe an der position der vordere umlenkrolle bauen, kommt auch die zugstrang um die ritzeldiameter hoher, da die jetzt oberhalb verlauft statt drunter, was zu probleme mit die brucke, die lenkstangen, denn sitz und des fahrers hintern sorgen kann wenn mann die kette nicht entsprechend umlenkt. Und wo muss die umlenkrolle dann hin?

Ich wiederhohle noch mal das idee das ein zwischengetriebe unterdem sitz, vor dem radkasten besser positioniert ist, weil mann damit die zweite umlenkrolle eliminiert, der vordere kettenverlauf so bleiben kann wie es ist, und mann auch in das zweite getriebe keine grosse probleme zu erwarten hatt. So was wie ein Hilgo zwei Ketterblatter mit 6 ritzel ins zwischengetriebe und dann eins fur die zweite kette nach hinten.

Grusse, Jeroen
 
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Kettenspanner brauch ich doch nicht, weil hinten im Schaltwerk sowieso einer ist.
Die Kette zwischen Tretlager und Zwischengetriebe soll ohne eigenen Spanner? Also am Tretlager und am Eingang zum Zwischengetriebe nur jeweils ein Zahnrad?
Tretlager ist verschiebbar, oder? Dann muss das Zwischengetriebe mit dem Tretlagerschlitten bewegen oder einzeln bewegbar sein, um die Kette zu straffen oder das Tretlager kann nur so verschoben werden, dass es mit verlängern und kürzen der Kette dann passt. (ggf. bedenken, dass eine Kette bei Abnutzung länger wird)

Und wenn du nur am Ausgang des Zwischengetriebes und am Hinterrad schalten kannst wo kommt dann der Vorteil bei Bandbreite / Abstufung her?
 

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Und wenn du nur am Ausgang des Zwischengetriebes und am Hinterrad schalten kannst wo kommt dann der Vorteil bei Bandbreite / Abstufung her?
Wenn die erste Kette z.B. von 40 Zähne auf 20 Zähne läuft, dann dreht sich die Achse des ZG 2 x bei jeder Pedalumdrehung. Ist nun daneben ein 30ZähneBlatt, auf das die hintere Kette läuft, dann dreht sich dieses 30iger Blatt auch 2 x bei jeder Pedalumdrehung - es werden also 60 Zähne abgerattert - also entspricht das schon mal einem 60iger Blatt am Tretlager.
Damit es jetzt auch noch leichter berghoch geht, macht man noch auf die Achse z.B. 15 Zähne, auf die ebenfalls die hintere Kette läuft - würde dann einem 30iger Blatt am Tretlager entsprechen.

@tieflieger Das mit dem ZG nach hinten ist eine gute Idee. Bisher hatte ich das nicht in Erwägung gezogen wegen des Kettenschräglaufes auf der kurzen Distanz zum Hinterrad. Wenn man aber die schaltbaren Ritzel an der ersten Kette laufen lässt, dann gibt es dieses Problem nicht. Allerdings ist dann wirklich ein zweiter Kettenspanner nötig. Also eine Umlenkrolle eingesparrt, dafür eine schlechte QuasiUmlenkrolle in Form eines Kettenspanners - hm, auch nicht das Optimum.
 
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Also vor allem hihe Entfaltung mit kleinem Kettenblatt und weniger Probleme mit Gangkombinationen, die sich wegen Kettenlänge nicht schalten lassen, weil es dann nur noch 15 Zähne Unterschied vorne sind.

Aber weiterhin: Meinst du, dass der Mehraufwand gegenüber einem Schlumpf Tretlagergetriebe viel bringt?
High Speed Drive mit Schaltbarer 1:2,5-Übersetzung. Wenn man noch zwei Kettenblätter anbaut und sie passend auslegen kann, ergibt das vier Gänge mit jeweils ungefähr 1:1,58 und fast 1:4 vom ersten zum letzten. Kleinstes mögliches angeblich 27Z, also zweites mit 42Z Ergibt virtuell verfügbar 67Z und 105. Da müssten die Kasseten wohl recht große Ritzel haben, um den ganzen Umfang vorne nutzen zu können. Gibt es was passendes, fein abgestuftes? Wenn man das große virtuelle Kettenblatt nicht nutzt, hat man sonst vorne eunen umfang von 1:2,5 vom kleinen echten bis zum kleinen virtuellen. Oder man macht das zweite Echte nicht so groß und hat weniger gleichmäßige Gangsprünge. Braucht aber trotdem recht große Ritzel, wenn das erste Virtuelle schon 67Z hat?

Sonst "nur" Speed Drive mit 1:1,65-Übersetzung. Echte Kettenblätter 34Z und 44Z, virtuell 56Z und 72Z. Hat man vorne vier Gänge mit Gangsprüngen von ca 1:1,28 (macht insgesamt 1:2,12)

Auch dies verringert Probleme mit veränderlicher Kettenlänge zwischen den Gängen. Kann außerdem nach Notbremsung aus hoher Geschwindigkeit schnell im Schlumpf 1:0,4 (HSD) bzw. 1:0,6 (SD) runter schalten.
Einbau halte ich für einfacher - oder kann man in Siedenburg anscheinend machen lassen. (Mein neuer soll Mountain Drive kriegen, denke jetzt aber auch über Speed Drive nach.)
 
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