Es ist und jetzt zum zweiten Mal passiert.
Mein Hund läuft an der Leine am Häschen.
Ich sehe in etwa 80m Entfernung zwei Leute mit Hund, der frei läuft.
Rufe wie immer "Hund und Fahrrad von hinten".
Alle drehen sich zu uns um. Herrchen ruft Hund, greift zur Leine, Hund fixiert uns und gibt Gas.
Ein großer schlanker kurzhaariger "Schäferhund mix" stürzt sich wie blöd auf mein 12kg Puschel.
Der kann nicht reagieren, denn die Leine, die ich sofort fallen gelassen habe, verheddert sich in meinem Bremshebel.
Herrchen war schnell, hat uns fix erreicht und seinen Hund weggetreten.
Wir sind diesmal ohne Bisswunden davon gekommen.
Beim ersten Mal hatten wir nicht so viel Glück.
Der Schreck sitzt tief.
Ich habe mir meinen Fuß verdreht. Das habe ich erst später bemerkt. Hatte genug Adrenalin ausgeschüttet.
Der Hebel der Feststellbremse greift nicht mehr. Da ist irgendwas kaputt gegangen. Mein Mann hatte noch keine Zeit zu schauen.
Das ist alles nicht so schlimm. Diese Angst dass es wieder passiert und meine Hilflosigkeit in der Situation, das beschäftigt mich.
Zum Glück war ich nicht mit dem ice unterwegs. Der Abstandshalter hätte meinen Hund noch stärker eingeschränkt.
Bin zwar aufgestanden, das hat schon manche Situation entschärft. Bin eben nicht mobil genug direkt von Rad zu "hüpfen" und meinen Hund schützen zu können.
Das kotzt mich so richtig an...
Die Angst wird wieder über Wochen mitfahren. Ich überlege seit Freitagabend, wo ich Montag mit dem Hund fahren kann mit minimaler Fremdgefährdung.