Wo ist die Liegeradwelle?

Dieses Thema im Forum "Verein" wurde erstellt von Hanno, 15.05.2018.

  1. chrischan

    chrischan

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    , also so richtig auf dem Rücken, wie beim neuen Stundenrekord, tja, das ist problematisch.
    Die furchtbaren Scooterbikes der späten 80er hatten außer Nachteilen EINEN Vorteil:
    Eine angemessene Sitzposition. Hoch genug, aufrecht genug, bequem genug für den Stadtverkehr mit Rückenhalt zum Vollgas geben.
    Ich halte das Knicklenkerkonzept wegen des natürlichen Bewegungsablaufrs für trendsporttauglich, damit könnte man dann die Liegewelt retten ;)
    Gruß Krischan
     
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  2. Klaus d.L.

    Klaus d.L.

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    Hallo zusammen,

    Der Preis erscheint mir weniger das Problem. Die Nachfrage zumindest nach Trikes ist ja groß genug, dass es Lieferzeiten von mehreren Monaten gibt.
    Die geringe Marktpräsenz ist es sicher, seit es bei uns einen engangierten Trikehändler gibt, fahren hier auch Hasen und Van Rams herum. Der Händler nimmt aber auch jede Gelegenheit wahr, hier und in den Nachbarstädten auszustellen.
    Im Gegensatz dazu hat das
    nichts gebracht.

    Wirf mal einen Blick in den "unsere zerstörten Teile"- Thread. Meine erste hochpreisige Liege verstarb an einem konstruktionsbedingten Rahmenbruch und zerriebenen Ausfallenden, bei der zweiten zerbrach die zu schwache Sitzaufhängung und rostete die Schwinge von innen unter der Pulverbeschichtung durch. Beim ersten Trike hielten die provisorischen Sitzrahmenreparaturen bedeutend länger als die zwei Originalrahmen, auch die Gepäckträgerreparatur hielt länger als das Original. Gut, beim zweiten und teuersten Trike ist innerhalb der gerade abgelaufenen Gewährleistung fast nichts kaputt gegangen.

    Solange ich die Liege nicht aus dem Keller holen muss, finde ich sie nicht umständlicher - es sei denn, ich will das Fahrrad stundenlang am Bahnhof stehen lassen. Aber das würde ich sowieso nur mit einem Billiggebrauchtrad machen oder eine Box mieten.
    Das Zox (Klickpedale, kein Hosenschutz) ist offenbar weit davon entfernt, eine Alltagsliege zu sein, auf einem Ostrad kann man problemlos in Straßenkleidung unterwegs sein, die auch sauber bleibt. Und Umlernen war bei mir nicht, im Gegenteil, inzwischen fühle ich mich im Stadtverkehr auf dem Up unsicherer - zumindest auf den ersten Kilometern (und damit deutlich länger, als mein Hintern fahren will).

    Und das ist auch gut so, denn inzwischen ist der ADFC mit seinem Hang zu Fluss- und Bahntrassenradwegen und seinem Vertretungsanspruch für Torkelradler (gefühlte Sicherheit geht vor Verkehrssicherheit, es wurde begrüßt, dass benutzungspflichtige Radfahrstreifen inzwischen angeordnet werden dürfen, ohne dass dadurch Sicherheit gewonnen wird) sicher nicht mehr der richtige Verein für viele von uns.

    Gruß, Klaus
     
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  3. Disch

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    Wieso nicht, gepaart mit ein paar coolen Accessoires oder so - vielleicht nen mini-knicklenker zum mitnehmen? "Eingebaut" im Rucksack? (y)

    Ok, soweit würde ich nicht gehen ;) und wollen wir überhaupt "gerettet" werden?:cool:
     
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  4. BuS velomo

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    Wärste damit mal in den 80igern um die Ecke gekommen! Aber die Gelegenheit zum Hype ist nach 1-2 Generationen abgefahren und fristet irgendwann nur noch ein Erinnerungsdasein in nostalgischen Gemütern... womit wir wieder im Reha-Bereich wären: Flevo als Anti-Aging-Maßnahme für Junggebliebene... damit biste der Coolste im Seniorenheim, weil die anderen alle nur mit normalen Liegedreirädern fahren können.

    :D
     
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  5. christoph_d

    christoph_d

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    Hallo,

    ich denke für kleinere Gruppen ohne finanzielle Strukturen hat sich die Vereinsstruktur überlebt. Der organisatorische Aufwand ist hoch der Vorteil gegenüber Foren und Facebookgruppen kaum wahrnehmbar. Ich kenne all diese K(r)ämpfe aus dem Schulverein, wo ich im Vorstand bin.

    Für den Verein wäre es gut erst einmal präsent zu sein. Einfacher weg ist es die lokalen Mitglieder mit Infomaterialen und Co. zu versorgen und sie in lokale Fahrradevents einzubinden.

    viele Grüße

    Christoph
     
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  6. Kulle

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    Den HPV interessiert das dann, wenn es um kompakte 25km/h E-Quad-Pedelec-Velomobile geht. Das ist auch für die meisten Städter viel praktischer...
     
  7. chrischan

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    ist die erste Aufgabe, das denke ich auch.
    Wer Mitglied ist, bekommt die InfoBull, ein schönes Heft.
    Neue Mitstreiter gewinnt man so kaum.
    Also erst die Zielformulierung.
    Ich wünsche mir opensource Baupläne.
    Ich wünsche mir eine Reiseversicherung.
    Ich wünsche mir auf der Spezi einen Austellungsstand der alten und jungen Erfinder und Entwickler.
    @Hanno: Dein thread ist interessant, wer bist Du im Hpv?
    Gruß Krischan
     
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  8. Christoph S

    Christoph S

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    :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
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    Sä sänd albärn, Sätzen sä sich.
    :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
     
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  9. Disch

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  10. ulibarbara

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    Ich schmeiss mich weg bzw ich fall um..... Du schaffst den Durchbruch, wenn Du Knicklenkerworkshops für Manager und als Teambuilding- Event anbietest. Endlich mal wieder wie die jungen Hunde herumtollen, herzhaft lachen über sich selbst und andere. Für die Ü40.

    Aber als Mobilitätsalternative??? Oder meinst Du mit natürlichem Bewegungsablauf das auf allen Vieren krabbeln beim wieder aufstehen? Jaja ich weiss der Churchill, einmal mehr aufstehen als hinfallen reicht :) Ich arbeite noch am Erfolg!

    Eigentlich ist es doch völlig egal, auf was für Rädern die Leute fahren. Solange sie Rad fahren.
     
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  11. Hanno

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    Wir haben mal Erfinderwettbewerbe veranstaltet, zuletzt 2004 und 2006, aber die vielen Besserwisser-aber-nicht-Bessermacher hier im Foum haben mir das dann vermiest.
    Einige Leute aus dem Forum haben dann auf der SPEZI 2 oder 3 mal den "Alltagsvelomobil-Wettbewerb" veranstaltet, war aber wohl auch nicht so von grossem Interesse

    Ich habe kein offizielles Amt im HPV, aber ich habe lange Zeit versucht, im inneren Zirkel des HPV da was mit zu gestalten. Leider ist meine aktive Clique aus den 90-er Jahren dort weg diffundiert und junge Talente sind seitdem kaum nachgekommen. Der Verein bestand hauptsächlich aus ca. 10 Leuten, die ab und zu was gemacht haben und die grosse Masse der passiven Mitglieder. Die beiden Vorstands-Michaels scheinen jetzt ja einen neuen Drive an den Tag zu legen, nachdem der Verein sich letztes Jahr beinahe mangels Aktiven hätte auflösen müssen.

    Das läuft halt auch nicht wie viele denken: "der HPV sollte dies, der HPV sollte das....." und dann erwarten, dass jemand das umsetzt, Es ist beim HPV sehr leicht, selber aktiv zu werden und etwas umzusetzen. Aber ein Mensch muss das halt tun, nicht "der Verein".

    Hanno
     
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  12. runwithdog

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    Hanno,
    mir ist nicht ganz klar worauf Du hinaus willst. Erwartest Du das der kleine HPV die Liegeradwelle lostritt? Der HPV ist winzig und im besten Sinne amateurhaft. Was imho dann auch bei den Rekorden an die Grenzen stößt. Deshalb bin ich da raus, was aber nicht am HPV lag.

    Ich bin sehr dankbar das es diese 10 Macher noch gibt. Ich freue mich immer über die IB, leider ist die Spezi soweit weg, das ist auch immer schön gewesen.

    Schön ist wenn Aktive den HPV nutzen können um satzungsgemäß gem. ihrer Vorstellung das human powered zu fördern. Derzeit bin ich passiv, würde aber für die Zukunft (wenn es beruflich wieder passt) eine aktivere Rolle nicht ausschließen.

    Mehr ist imho nicht drin. Ich finde das Glas ist halb voll.
    Tillmann
     
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  13. Ervin Peters

    Ervin Peters

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    Es liegt nicht am HPV oder den Aktiven, es liegt nicht an guten Rädern.
    Es liegt an Menschen und an dem mit was sie sich beschäftigen. Genauer, dem Kleinhirn. Also alles das was für Gefühle und Befindlichkeiten zuständig ist.
    Was ist also eine tiefe innere Motivation Rad zu fahren und dazu noch Liegerad oder Velomobil?

    Bewegung? - Schweiss ist gesellschaftlich verpöhnt, Luxus und Bequehmlichkeit manifestieren sich durch Abwesenheit von Anstrengung und initiatives eigenes Handeln. Man hat seinen Service, seine Dienstleister etc. und man bezahlt dafür. Wir leben in einer Gesellschaft der Könige. Begeisterung für Bewgung hat in diesem Kontext nur die Nische von Gesundheitsförderung und weil es aber dem Luxus widerspricht muß es in einem eng abgegrenzten Territorium stattfinden und entsprechend dekoriert werden (Fitness Studio, Verkleidung (Papageien)) damit es erkennbar nicht der gesellschaftliche Alltagsstatus ist. Bewegung als Alltag ist damit 'out', weil im gesellschaftlichen Alltag andere Ideale dargestellt werden.

    Wenn man sich nicht selbst beigrebracht hat, das positiven Gefühle durch die Glückshormone der Bewegung zu lieben, oder die Erfahrung gemacht hat, das ausdauernde Bewegung schön ist, wird auch das Kleinhirn eher von Bewegung abraten (Der innere Schweinehund).

    Begeisterung, Bedeutsamkeit? Das ist ein Wort das Hirnforscher benutzen wenn das Hirn in einen erhöhten Erregungszustand kommt in dem es sich besser und einfacher umprogrammiert und lernt. Dieses ist Hormon/Gefühlsgetriggert und man kann daher fragen: Welche Bedeutsamkeit haben HPV in diesem Sinne im Vergleich mit anderen Dingen im Leben ausserhalb der kreativen HPV Kreise und Entwickler, die sich ein Ziel setzen und etwas wollen?

    Bedeutsam ist das worüber man redet. HPV sind es nur ganz selten. Über Radfahrer und Radfahren wird überwiegend negativ geredet, damit es ja keine gesellschaftliche Motivation gibt es zu tun.

    E-Fahrzeuge? Überdeutlich wird es auch mit der Hype der E-Fahrzeuge auch im Rad- und Liegeradsektor. Das Kleinhirn sagt: Warum soll ich mich anstrengen wenn ich Geschwindigkeit kaufen kann und damit den Luxus der externen Anstrengung aufs Rad bringe. Dieses Machtgefühl über Energie und Leistung zu gebieten, die nicht aus einem Selbst kommt ist IMHO auch eine sehr relevante gesellschaftliche Statusempfindung und sehr begehrt.

    Die Hoffnung, das E-Räder Kfz ersetzen, erfüllt sich nicht, sie ersetzen Fahrräder.

    Sicherheit? vorgeschobenes, gesellschaftlich akzeptiertes Argument nicht Rad zu fahren oder nicht zu Fuß zu gehen. Aus einer ernsthaften Sicherheitsbetrachtung und rational begründeten Sicherheitsbetrachtung folgt, das der Kraftverkehr massiv einzuschränken und zu verlangsamen ist. Das will aber keiner.

    Opportunität? Zieht nur wenn, wenn man Teil einer gefühlten Mehrheit ist und damit gesellschaftliche Anerkennung verbunden ist. "Ey, ich finde gut das Du auf separaten Radwegen Rad fährst, damit Du mir nicht im Weg bist!" ist aber keine gesellschaftliche Anerkennung, das ist eine politisch korrekte Form von "Danke Du kleiner Wurm, das Du mir aus dem Weg gehst und Platz machst, das ist mir angemessen!"

    Umweltschutz? argumentatives Feigenblatt um sich wohlzufühlen.

    Downsizing, Effiziens? argumentatives Feigenblatt. Siehe Stichworte 'Luxus', 'gesellschaftlicher Status', 'Bedeutsamkeit' und 'die Macht, Kräfte und Energien zu kontrollieren'.
    Selbst dann wenn das Öl alle ist, werden wir vermutlich genug Solar- und Windenergie um 3t Luxus Büchsen mit 300km/h durch die Luft zu treiben.

    Da ja alle Welt den unangenehmen Wahrheiten und Handlungskonsequenzen einer rational logischen wissenschaftlichen Aufklärung aus dem Weg zu gehen versucht, und dies heftig durch eine Verkomplizierung der Welt, insbesondere der gesellschaftlichen Interaktionen, gefördert wird die Aufmerksamkeit bindet, sehe ich keine Chance für HPV sehr groß zu werden.

    Auch das, was der ADFC seit einiger Zeit versucht, sich an die Befindlichkeiten anzubiedern, funktioniert nicht. Denn es bestätigt nur das negative, luxusfeindliche, gefährliche, underdog Image, das Gründe liefert nicht Rad zu fahren.
    Aber die Diskussionen kennt ihr.

    Es ist die Erfahrung etwas zu schaffen, etwas zu können, hinzukommen wo man will, die zum wiederholten Radfahren animiert. Aber das ist nichts für Menschen, die sich in ihre eigene Unfähigkeit die sich aus der Hinwendung zum Luxus ergibt, hineinsteigern, sie akzeptieren und die Bedienung von der Gesellscahft/Wirtschaft einfordern.

    Was nach diesen vielleicht leicht frustrierenden Zeilen für mich bleibt, ist die Frage: Wie enstehen gesellschaftliche Leitbilder, wie enstehen gesellschaftliche Motivationen, Hypes, und wie werden sie durch die gesellschaftliche Kommunikation, auch in unserem individuellen Umfeld gefördert? Und die Frage, ob alle Einschätzungen zum Radfahren, die immer wieder gesellschaftlich und medial durchgekaut werden so richtig sind, oder vielleicht doch nur der individuellen gefühlsmäßigen Motivation entspringen 'nicht radfahren zu müssen'.

    Noch ein Stichwort: NanniWorld? Hat Radfahren oder eigeninitiatives Erfahrungsammel oder die Erfahrung der Selbstwirksamkeit einen Platz in unserer helicoptierenden Nanny-Welt?

    Was bräuchten wir für Erfahrungen und Motivationen im Kindesalter um Radfahren oder HPV nur als mögliche Lösungsstrategie für Mobilitätsprobleme zu etablieren?

    Auch wenn ich nach 10 Jahren Aktivitäten ADFC und HPV oft frustriert bin - über Unwillen und Merkbefreiung meine Erdenmitbewohner - so bin ich immer noch begeistert davon, das ich mit meinem Liegerad schnell und effizient mit beglückenden Gefühlen einen Teil meiner Mobilitätsaktivitäten bestreiten kann. Und auch sehr glücklich darüber bin wenn ich wieder irgendetwas gebaut habe, was funktioniert. Ich habe etwas sinnvolles getan oder geschafft. Und ich bin glücklich, wenn ich sehe das es Andere gibt, die es ähnlich sehen und ähnliche Erfahrungen machen. Dieses Erfahren der selbstwirksamkeit, das Ausleben von Neugier und Erfahrungshunger, was Kinder ermöglicht 'erwachsen' zu werden.

    Ich kann mir vorstellen das der eine oder andere dies nachvollziehen kann.

    Viele Grüße,

    Ervin
     
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  14. Klaus d.L.

    Klaus d.L.

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    Hallo,

    Dazu passt dieser Artikel von heute:

    https://www1.wdr.de/nachrichten/fahrschueler-fallen-durch-pruefung-102.html

    Deine Vorstellungskraft trügt Dich nicht!

    Gruß, Klaus
     
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  15. BuS velomo

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    Hallo Ervin,

    kurze anatomische Richtigstellung: ersetze mal >Kleinhirn< durch >Stammhirn<! Das Kleinhirn ist für den Radfahrer zwar wesentlich wichtiger, aber die emotionale Färbung der kognitiven Rechenleistung findet dort nicht statt.

    Um aber von der Biologie zur Soziologie des Radfahrens zukommen... so dient deine nüchterne Betrachtung meines Erachtens nur dazu, den eigenen Idealismus zu hinterfragen und sich den realen Verhältnissen zu stellen. Im besten Falle natürlich ohne beiläufige Verunglimpfung der Lebensstile der Anderen, sondern als analytische Bestandsaufnahme der eigenen und fremden Weltbilder/ Verhaltensmuster: Was treibt Menschen grundsätzlich an (>Natur<) und was lenkt sie zu diesen und jenen Spezifizierungen (>Kultur<)?

    Gut, und wenn man 10 Jahre später dann mit den grundsatzphilosophischen Fragen so einigermaßen durch ist - nicht weil man sie geklärt hat, sondern weil sie nerven und alle anderen Lebensstile hinreichend gedisst sind - kann man seine Schlüsse zur Ausrichtung des HPV ziehen. Mein vorschnelles Deutungsangebot:

    1. für allgemeine Radpolitik ist der HPV unbedeutend und eher der ADFC das geeignete Mittel.
    2. für allgemeine Gesellschaftskritik und Selbstwertüberhöhung ist kein Verein das geeignete Mittel. Dafür gibts Facebook.
    3. für die faktische Menge an Reha-Radlern unter den "Liegern" ist der HPV gar nicht aufgestellt, weil er sich fälschlicherweise...
    4. ... für die allgemeine Zukunft der Mobilität hält, statt für das individuelle Alter der Mobilität.
    5. ... und diese Reha-Ecke bringt einzig Dynamik und Wachstum in die "Liegerad-Welle", die ansonsten bedeutungslos dahin plätschert.
    6. ... die bisherige Ausrichtung auf Sport und Rekord... nun ja. Nach innen belebend, nach außen fruchtlos.
    7. ganz konstruktives Verbandsziel: sich bemühen, dass die Sonderradler bei den Allgemeinradlern Anschluss finden (auf öffentlichkeitswirksamen Events etc.).

    VG Steffen
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.05.2018
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  16. Klaus d.L.

    Klaus d.L.

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    Hallo,

    Das hatte ich mir verkniffen, weil hier ohne Bedeutung.

    Das habe ich auch mal gedacht, stelle seine Eignung dafür in Zeiten seiner Fokussierung auf's Freizeitradeln doch sehr in Frage.

    Verwischt das in einer älter werdenden Gesellschaft nicht? Anders gesagt: Für je mehr Menschen das Liegetrike ihre persönliche Mobilitätszukunft darstellt - und dabei ist es völlig egal, ob sie körperlich eingeschränkt sind - desto mehr ist Liegetrike die Zukunft der gesellschaftlichen Mobilität.

    Wie sagte Hanno sinngemäß so richtig: Pack's an!

    Gruß, Klaus
     
  17. runwithdog

    runwithdog

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    Moin,
    für mich ist der HPV einfach eine Gemeinschaft, die wie ich Liegeräder schätzt, und dort einen Gedankenaustausch ermöglicht. Ich finde die Rekorde super, und wenn der eine oder andere Impuls zu mehr human powered gesetzt werden kann, super.

    Frustriert bin ich nicht.
     
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  18. chrischan

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    Und der Veranstalter selber 2018...
    Direkt neben dem hpv... Voll michaelischen drives...
    Aber wo bleibt der First?
    @Sonnen3eck???
    Gruß Krischan
     
  19. AntoineH

    AntoineH

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    1.) Die Möglichkeit, es auszuprobieren, gewerbliche Standorte, Support

    2.) "Niemand hat so etwas" in der Nachbarschaft oder sogar in der ganzen Stadt, fast keine private Unterstützung verfügbar

    3.) Andere Trends lenken den Focus auf sich, z.B. Pedelcec-Boom, Skateboard-Longboard-E-Scouter-Boom, E-Motorroller- und E-Auto-"Boom"chen.

    Das ist mit anderen fahrradtechnischen Errungenschaften nicht anders, von der Kieler Bevölkerung und meinen tausenden Arbeitskolleginnen und -kollegen waren auch noch viele nicht in unserem super 24/7 verfügbaren, günstigen, gut funktionierenden Fahrradparkhaus "Umsteiger" am Hauptbahnhof. Und das nach 7 Jahren Mobilitätsfesten (davon 6 Jahre am "Umsteiger").
     
  20. chrischan

    chrischan

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    Mein Prof in Flensburg meinte immer, der Mensch sei natürlicherweise faul, träge und bequem und akzeptiere Veränderungen nur bei Lustgewinn.
    Ich find Liegebiken ja porno, aber da sind wir wohl allein??
    Gruß Krischan
     
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