Wir warten auf unser Velomobil ...

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Ich hatte hier zwar nicht offiziell Platz genommen, aber ich bin jetzt auch wieder ´raus aus dem Wartezimmer ...

Gestern konnte ich mein neues DF XL 3.00 (Nummer 300) in Dronten abholen.

DFXL300_neu.JPG


Es hat die neuen Lenkplatten, die verbesserte Sitz-Befestigung und, als neuen Standard, ein XT-11fach-Schaltwerk und dazu einen Trigger-Schalter.

Die 25mm-Elastomer-Federbeine wurden umgebaut.

Wenn die neuen Aufkleber da sind, sollte es wieder genauso aussehen, wie die beiden Vorgänger 209 und 236. :)

Service und Abwicklung durch Peter und Ymte waren wieder vorbildlich!

Zur Vorgeschichte: Am 09.03.2020 hat mich ein unaufmerksamer Senior mit seinem Wagen beim Rechtsabbiegen umgeworfen und etwas vor sich her geschoben. Nach 8 Monaten wollte ich nicht schon ein Unfall-Fahrzeug fahren, also wurde kurzfristig ein Nachfolgemodell bestellt. Die gegnerische Versicherung hat den Kostenvoranschlag - für den Austausch - von Ymte akzeptiert, wir werden uns jetzt nur noch um die 25 % Eigenverschulden streiten müssen ...
 
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Was ist das für ein Frontlicht und was ist das darunter? Eine Klingel?
Wie @crummel schon schrieb: Das ist eine IQ-X und eine Klingel. Auf meiner täglichen Pendelstrecke benutze ich einige Radwege, und auf die (empfehlenswerte !) Klingel reagieren die anderen Radler sehr viel zuverlässiger als auf die Hupe (y)
 

Düsentriebin

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Vielen vielen Dank Roy für die letzten Worte.
Meiner der Bruder zu deinem wird heute Fahrbereit. Dieser ist etwas schwerer, meiner wird komplett sogar mit 622er Reifen 17,4kilo im Alltagstrimm haben, ich mag ein Vm nunmal deftig. Also Massiv, kein Klappern und scheppern. Roys ist das leichteste Vm das ich je aus der Hand gegeben habe, mit leichten Reifen wiegt hat es im Alltagstrim komplett vollgefedert, komplett mit Licht und Akku eine 16 vorne stehen.
Daniel
 
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Hat schon jemand bemerkt, dass ich weg bin? ;) Donnerstag wurde mein Milan SL fertig gestellt. (Also die Heckfederung umgebaut) Zufällig hatte ich eh die Woche frei, also konnte ich mir den Freitag nehmen um mit Bus und Bahn hin zu fahren, nochmal mir dem Alpha Seven zu vergleichen, nach der ganz finalen Entscheidung etwas zu personalisieren und entweder bis spät in die Nacht oder eher am nächsten Tag die 180km nach Hause zu radeln.

[xSPOILER="Der Hinweg war schon ein Abenteuer"]Laut Planung drei Züge und drei Busse. Bei der Bahn konnte ich nur bis Bassum mein Ticket lösen, also für die Züge. Für die Busse brauchte ich ein regionales Ticket von vor Ort. Beim Umstieg in Bremen hatte ich Zeit, in Bassum wäre es knapp gewesen, ich wusste nicht, ob es dort einen Automaten gäbe und von hier kenne ich es so, dass man zur Zeit nicht zum Busfahrer kommt und keine Karten im Bus kaufen kann. Also schaute ich in Bremen mal, ob ich dort im Bereich des Nahverkehrs war, indem ich am Automaten Bassum und Siedenburg eingab. Sagte mir, ich kann nur am Start der Reise lösen. Also entweder hoffen, dass es in Bassum klappt oder ab Bremen lösen, obwohl ich da schon das Ticket von der Bahn habe. Keine Ahnung, was es ab Bassum gekostet hätte aber 13€ ab Bremen konnte ich mir leisten. In Bassum fast nicht in den Bus gestiegen, weil der auf der anderen Seite stand, wo ich seine Anzeige nicht lesen konnte und auf meiner Seite die richtige Richtung auf dem Schild stand. Habe zum Glück noch geschaut und bin mitgefahren. Als ich zum Aussteigen den Knopf drückte, hielt er aber erst an der nächsten Haltestelle im Nächsten Ort, ich konnte also nicht in den zweiten Bus steigen. Zum Glück war ich aber im Ort, in dem der dritte Bus fahren sollte, musste nur zu einer anderen Haltestelle gehen. Die war an einer Schule. Die Schilder zeigten zwar die richtige Linie, aber ganz andere Haltestellen. Als dann ein Bus der Linie kam, bestätigte die Fahrerin aber, dass der Bus hält, wo ich hinwollte. Streckenverlauf war ganz anders als in Google-Maps oder DB-Navigator angegeben und die Fahrerin meinte auch, ich hätte besser über einen anderen Bahnhof fahren sollen. Kam aber schließlich wie geplant um 13Uhr am Räderwerk an.[/xSPOILER]

[xSPOILER="Vergleich mit Alpha Sieben."]Bei meiner ursprünglichen Testfahrt hatte ich ja eigentlich mehrere Modelle testen wollen, wegen eines planerischen Missgeschickes war damals aber doch nur ein Milan SL für mich da. Hatte aber soweit gepasst und da es auch mit Abstand das schnellste Modell sein sollte, bestellte ich, statt nochmal den Weg zur Probefahrt auf mich zu nehmen. (Siedenburg ist echt ein doofer Standort.) Kid Karacho hatte dann ja hier in der Zwischenzeit einen gewissen Wirbel erzeugt, indem er darauf kam, dass das Alpa Seven wohl vor allem mit seiner Sitzposition, Steifheit und Gewicht die etwas hinterher stehende Aerodynamik bei den Durchschnitsgeschwindigkeiten mindestens nahezu ausgleichen könnte. (Sowas ist natürlich auch von Fahrer und Strecke abhängig.) Außerdem hatte er mit dem Vertrieb begonnen und ist für mich sehr viel besser erreichbar, also kam ich zu ihm zur Testfahrt. Auch hier wollte ich eigentlich Milan SL und Alpa Sieben vergleichen, aber hier gab es zu dem Zeitpunkt dann keinen Milan. (Läuft bei mir. :rolleyes:) Bequemlichkeit und Geschwindigkeit konnte ich nach einigen Monaten natürlich nicht aus dem Gedächtnis vergleichen.

Am Alpha Seven sagten mir einige Dinge zu:
  • Panzerlenkung
  • Einfacher Zugriff auf die offenen Räder und das Tretlager durch die Wartungsklappe
  • Mehr Bodenfreiheit (Dürfte als Federweg nutzbar sein?)
  • Haube beim Klettern vorne ablegbar, um die Belüftung zu verbessern
  • Kleinerer Wendekreis (bzw. breitere Reifen für den gleichen Wendekreis)
  • Deckel und Wartungsklappe im Fahrzeug mitführbar, um für Sonne und Regen gerüstet zu sein (Beim Milan mit teilbarem Deckel nur die Haube verstaubar, sonst Deckel ganz zu Hause lassen. Korrekt?)
Was in der Theorie gut klang, ich aber nicht vergleichen konnte:
  • dank breiterer Spur höhere Kurvenstabilität (trotz höherem Schwerpunkt)
  • Bessere Ausleuchtung der Straße durch höhere Lampe
  • Mehr Übersicht durch höheren Kopf
  • Effektiverer Lufteinlass
Sofort garnicht gefallen hatte mir die "A-Säule": Das verwendete Motorradhelm-Visier ist eben für Helme, die sich mit dem Kopf mitbewegen. Das Scharnier ist dort nicht im Blickfeld und recht groß. In der Haube vom Velomobil verschlechtert es die Sicht aber unangenehm. (Dass die "Seitenfenster" nur eine Reihe von kleinen Löchern sind, macht für die Sicht nichts. Wie es da mit Regen ist, konnte ich nicht selbst testen.)

Also am Freitag ein kurzer Vergleich der beiden direkt gegeneinander. Ich konnte den Milan am selben Tag mitnehmen und damit nach Hause fahren oder ich konnte nochmal mit Bus und Bahn nach Hause und die Bestellung von einem Aussteiger in vorraussichtlich(!) zwei Monaten bekommen. Hier hätte ich noch alles ändern können, also auch eine neue Farbe wählen, weil dieses Gelb für einen Plan war, der nicht mehr ausgeführ werden soll.

Auf Anhieb saß ich im Alpha Sieben gleich viel besser. Und konnte mich beim Stampfen besser im Sitz abstützen. Mit den 155mm-Kurbeln passten meine Füße so gut wie im Milan SL mit 140mm. Da ich gerne den Fuß mittiger über der Pedalachse hätte, hätte ich dort mit 140mm bessere Chancen. Beim Sitzen konnten wir mit Auswahl der Sitzschale, strategischem Platzieren eines Polsters am unteren Rücken und Anstößen für die Schulter unter dem Süllrrand aber im Milan noch einiges verbessern.
Ein paar der anderen Nachteile sollten sich noch modifizieren lassen, dazu mehr im entsprechenden Kapitel. Wenn es jetzt von Null gewesen wäre, weiß ich nicht, welches Modell ich gewählt hätte, aber da ich dieses jetzt sofort haben konnte und es nicht nett wäre, von der Bestellung zurück zu treten und wir schon ein fast fertiges Design genau für den Milan haben, nahm ich ihn auf jeden Fall mit.[/xSPOILER]

[xSPOILER="Ein schlapper Depp auf dem Heimweg"]Da ich bereits vom Liegerad entsprechend gewöhnt bin, hätte ich die 180km nach Hause vielleicht auch bis Mitternacht durchziehen können. Ich war aber von einigen Kilometern die Woche schon erschöpft und auch den Tag nicht in gutem Zustand aufgewacht. Ich wollte also eher ein paar Kilometer machen und in eine Hotel übernachten. Mit Streckenabschnitten mit nur teuren Hotels, ohne Hotels und ohne Empfang zum Suchen von Hotels wurde es dann aber irgendwann ziemlich spät. Ich habe mir dann was über gezogen und ab und zu Halt gemacht, wo ich Windschatten erwartete und versucht etwas zu dösen. Bin dann immer weiter gefahren, wenn mir kalt wurde und habe wieder einen Ort gesucht, wenn ich zu schlapp wurde. Nach vier solchen Pausen war die Nacht dann auch langsam rum. Auf der Suche nach einer richtigen Toilette kam ich erst an eine Tankstelle, die nur mit Automat geöffnet hatte, dann an einen Campingplatz, der wegen der Pandemie keine Durchreisenden auf Toilette lassen durfte und schließlich mit einigem Umweg an eine große Tankstelle an einer Autobahnabfahrt.
Irgendwann kamen mir immer mehr Rennradler in kleinen Gruppen entgegen, einige mit Nummer auf dem Rücken. Nach kurzer Zeit kam eine wundervolle Abfahrt, die wohl auf deren Rennstrecke als harter Anstieg liegt. Lang, steil, schön im Wald. Da ich noch nicht so geübt mit dem Tiller oder hohen Trittfrequenzen bin, konnter ich bei den hohen Geschwindigkeiten nicht mittrete, wenn ich Gegenverkehr hatte. Als der Gegenverkehr aufhörte, war es nicht mehr steil genug. Der Tacho hat ein Maximum von 99,9 aufgezeichnet. Schade, die nächste Null nicht zu kriegen, aber schon ziemlich gut für die erste Fahrt und so erschöpft und müde. :cool: (Wobei ich zu dem Zeitpunkt zumindest unter Koffein gestanden haben dürfte.)
Schließlich kam ich mittags nach Hause.
Jetzt muss ich erstmal erholen, gerade da Dienstag noch Auslieferung mit dem Lastenrad anliegt.[/xSPOILER]

[xSPOILER="Versuch(!) eine Parkmöglichkeit zu bauen"]Ich fing gleich am Samstag an und verwendete auch den gesammten Sonntag, um hinter unserem Geschäft auf dem Parkplatz ein zweistöckiges Parkhaus für meinen Geschäftswagen (Den Milan) und unser Lastenrad (XYZ Cargo Fourwheeler) zu bauen, weil dort der Platz knapp ist und es bei mir an der Wohnung kaum geht. Hat garnicht hingehauen und ich habe es komplett wieder auseinander genommen. Holz und Schrauben hatte ich noch liegen und habe ich immernoch mehr als genug, aber um die Zeit ist es schade....
[/xSPOILER]

[xSPOILER="Mögliche zukünftige Modifikationen"]
  • Zum Tattowierer bringen
  • Klingel
  • Tubeless (Vielleicht auch mit teureren Rädern, mit den aktuellen dann das Alleweder aufwerten und auch tubeless machen)
  • Von Helge Panzerlenkung einbauen lassen
  • Wenn es fertig entwickelt ist: geteilte Achse, die das Schnelle An- und Abmontierren der Vorderräder erlauben soll
  • Guckloch, um bei hochstehendem Deckel noch was zu sehen (Im Richtigen Winkel kann man mit leicht geöffnetem Deckel aber auch durch den Naca-Einlass schauen.)
  • Hochhalter, demit der Deckel einem nicht auf den Kopf fallen kann oder man ihn nur ein Stück weit hochnehmen kann. (Vielleicht eine Stange wie bei Motorhauben an Autos)
  • Möglichkeit, beim Klettern den Deckel schnell abzunehmen und vorne abzulegen, wie beim Alpha Seven
  • Möglichkeit, einen Scheinwerfer erhöht vorne drüber zu setzen, wenn Licht wichtiger ist, als Aerodynamik (Hatte ich auf der Fahrt erstmal keine Probleme mit)
  • Möglichkeit einen Wimpel oder Licht an einem Mast einzustecken
  • Lautsprecheranlage, die ich schnell rein und raus nehmen kann und die gut klingt
  • zusätzlich die teilbare Haube (Habe jetzt BattleMountain)
  • bessere Blinker (hat das Räderwerk auch im Visier, mache ich also vielleicht nichts selbst)
  • Vielleicht doch noch mal einen anderen Sitz, z.B. den vom Alpha Sieben
  • mehr Platz für die Zehen beim Benutzen der Catalyst Pedals (flache Pedalen mit Mittelfuß-Stellung) - Kann man das Tretlager tiefer kriegen? Unterm Mast montieren und auf 1*12-Schaltung wechseln? (Vielleicht mit Schlumpf) - Oder die Hubbel oben vergrößern? (Dafür vielleicht auch unten verkleinern)
Teilweise war das eigentlich schon für die Abholung geplant, aber da die gerade den Ärger mir den Hinterradfederungen haben, wollte ich gerade die Arbeit etwas rausnehmen und auch das Fahrzeug schneller haben.[/xSPOILER]

[xSPOILER="Bilder und Video (auch mit bereits erfundenen Techniken)"]
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Die Vergleichskandidaten vor dem Räderwerk

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In Lauenburg über die Elbe. Bald zu Hause.
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Manta-Schildkröte
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Während des Bauversuches
Wie man aus dem geschlossenen Velomobil geraus andere grüßen kann.
[/xSPOILER]
 
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Milan SL
Ein weiterer Milan SL MK5 RO 24 ist nun unterwegs. Danke @henningt für den freundlichen Kontakt und die gute Kommunikation.

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Schade für alle Kunden und Händler ist, dass die Qualität der Fertigung aktuell wohl immer noch verbesserungswürdig ist:
  • die Rolle vorne musste ich noch um eine Unterlegscheibe ergänzen, da sie scheuerte
  • die Rolle hinten muss ich irgendwie wieder gangbar machen: Läuft nicht wie gedacht auf der Achse hin und her
  • Battle Mountain Haube scheuert an der Aufhängung an der Karosserie (Stellen wurden einfach nur mit Folie abgeklebt)
  • Lager der Schwinge "qietschen": Problem bekannt: Schwinge muss ich nochmal tauschen lassen :-/
  • Irgendwas hinten "klappert", das muss ich noch finden

Vergleich zu meinem Vorgänger-Quest Carbon, dass von @maxinblack kam und nun von @Staal gefahren wird:
  • Mit dem Milan bin ich auch nach 400km Eingewöhnung etwa gleich schnell. Schnelles Beschleunigen fällt mir mit dem Milan sogar schwerer als mit dem Quest. Muss nochmal die Kette entfetten und schauen, wo ggf Kraft verloren geht.
  • Milan ist etwas ruhiger im Antriebsstrang und die bessere Steifigkeit spüre ich beim Bergauffahren
  • Visier beim Milan finde ich um Welten schlechter als bei meinem Quest: So ein Motorrad-Visier ist einfach klasse, auch , weil es nicht so im Wind "wabbelt"
  • Licht aus dem Safety-Modul finde ich persönlich klasse. Also die IQ-X hatte ich vorher auch shcon am Quest, aber nun wird die Fahrbahn richtig gut ausgeleuchtet.
Werde in den nächsten Tagen nochmal mit @ludwig de groot mich an die Spur-Einstellung machen und Kraftfresser suchen im Antriebsstrang. Darüber hinaus muss ein GPS Tracker noch einen besseren Ort finden, da ich aktuell praktisch nie Empfang habe (Linke Seite der Hutze).
 
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