Wie, eigenen Leasingrückläufer vom unbekannten Wiederverkäufer selbst erwerben? Erfahrungen gesucht.

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Liebe Gemeinde, ich bin seit knapp einem Jahr stolzer Besitzer eines Azub Max. Kurz vor dem Auslieferdatum des guten Stücks hat mein Arbeitgeber eine Leasingmöglichkeit über den Anbieter Bikeleasing eröffnet, welche ich noch kurzfristig auch für "mein" Liegerad nutzen konnte.
Jetzt hat sich jedoch ungeplant ein Jobwechsel zu einem anderen Arbeitgeber angeboten, welchen ich auch definitiv wahrnehmen werde. Leider hat der neue AG kein Fahrradleasing und will es auch nicht einführen.
Mir stehen jetzt drei Wege offen:
1) Eine/n andere/n Mitarbeiter(in) im bisherigen Unternehmen finden und den bestehenden Vertrag auf diese neue Person umziehen. Diese Person wird dann jedoch formal Nutzer! Ich darf das Rad offiziell nicht mehr selber fahren, müsste jedoch für einen späteren Kauf des Rades wahrscheinlich die Leasingraten weiterhin selber übernehmen.
2) Ich löse das Rad vorfristig aus dem Vertrag aus. Nach aktuellem Auslöseangebot von Bikeleasing müsste ich dabei nach einem Jahr Leasingdauer trotzdem noch mehr als den Neupreis des Rades zahlen, da ja auch Gewinn und Versicherungen noch eingepreist sind.
3) Ich gebe das Rad schlicht über meinen Fahrradhändler an die Leasingfirma zurück. Diese wird das Rad sicher an einen passenden Gebrauchtradhändler für Leasingrückläufer weiterverkaufen.

Meine Frage nun:
Da Option 1) und 2) nachvollziehbar ausscheiden, bin ich daran interessiert, "mein" Liegerad von dem unbekannten Gebrauchtrad-Händler für eine Summe x (natürlich unter dem Neupreis) zu erwerben. Wie bekomme ich nach der Abgabe meines Leasingrades heraus, wer der Wiederverkäufer sein könnte?
Gibt es Infos, mit wem Bikeleasing dahingehend immer zusammenarbeitet?
Wäre es ratsam einen Apple Find Tracker im Rahmen des Rades "zu vergessen"?

Beste Grüße und Danke vorab für die Hilfe, Suu.
 
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Wie bekomme ich nach der Abgabe meines Leasingrades heraus, wer der Wiederverkäufer sein könnte?
Anzeigen studieren, Suchmaschinen bemühen?
BikeLeasing u. ä. sind auch ein Versuch der Arbeitgeber, Mitarbeiter zu binden.
Ich habe mich jetzt mit dem Pedelec für meine Frau für weitere drei Jahre weirtehend gebunden - bei meinem Grasshopper war das aber überschaubarer, da der definitiv ein deutlich kleineres Publikum bzw. deutlich weniger Interessenten anspricht.
Bei einem vorzeitigen Arbeitgeberwechsel würde ich so etwas einpreisen bzw. bei der Entscheidung berücksichtigen, das Risiko bin ich also wieder sehenden Auges eingegangen.
Wäre es ratsam einen Apple Find Tracker im Rahmen des Rades "zu vergessen"?
Würde ich nicht empfehlen, aber ich bemühe mich, mich stets korrekt zu verhalten.
Ich denke, diese Entscheidung kann und sollte Dir niemand abnehmen.

zu 2): Mach doch BikeLeasing ein Gegenangebot - welcher Händler würde ihnen ein gebrauchtes Liegerad zu mehr als Neupreis abnehmen?
Gewinn machen sie ja schon mit einem Teil der Händlermarge ...
 
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Eine Kollegin steckte vor kurzem in einer ähnlichen Situation, ihre verzweifelten Versuche ohne weitere Kosten aus der Nummer herauszukommen haben mich wirklich aufgeschreckt. Dienstrad scheint zu bedeuten, 3 Jahre nicht den Arbeitgeber zu wechseln, komme was wolle....!

Das bei Version 3 auch über 12 bezahlte Raten einfach weg wären (Nutzung und Fahrspaß waren natürlich da, ok) tut das auch genug weh, wenn es diese Option überhaupt gibt, bei unserem Anbieter war dem nämlich scheinbar nicht so. Hast geprüft?

Grüße
Silke
 
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Die Idee, aktiv ein begründetes Angebot zu machen, klingt erstmal nicht verkehrt. Bisher hatte sich vielleicht noch niemand mit dem Gall mit offenen Augen befasst und einfach nach Tabelle den Preis errechnet. - Es kann aber auch sein, dass sie bei Vorzeitiger Beendigung extra die Preise hoch halten, um ein effektives Angestellten-Bindungs-Werkzeug zu sein. Eben eine politische Entscheidung, um für die Arbeitgeber attraktiv zu sein. Genau so sie sie nach Beendigung die Preise unter Marktwert halten, um von vorne herein für den Arbeitnehmer attraktiv zu sein.
Tracker war auch meine erste Idee. Keine Ahnung, ob das illegal ist. Zumindest kein sicherer Weg: Dann siehst du vielleicht noch, dass es in irgendeinem Lagerhaus steht, weißt aber trotzdem nicht, wem du es jetzt abkaufen könntest.
Darauf lauern, dass es in irgendwelchen Interaten auftaucht, ist eine Möglichkeit, aber kann sein, dass es nicht über online verkauft wird.
Mit Tracker falls es in einem Laden landet und Online beobachten, sind die Chancen vielleicht ganz gut, weil man beides abdeckt. Einen besonders guten Preis macht man damit bestimmt nicht, weil die ja zum Marktwert verkaufen und vielleicht sind dann auch ein paar Sachen umgebaut, also nicht mehr ganz "das eigene Trike".

Und dann ist natürlich die Frage, ob du überhaupt so lange warten kannst. ;) :ROFLMAO:
 
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Ich empfehle die Lektüre dieses Threads:

 
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Zwei verschiedene Anbieter, aber die Gestaltung der Abläufe ist durchaus vergleichbar.
 
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Zwei verschiedene Anbieter, aber die Gestaltung der Abläufe ist durchaus vergleichbar.
Da es bei uns gerade eingeführt wurde:
Wie sind Arbeitgeber bei Kündigung, Krankheit, Elternzeit etc. von Mitarbeitern abgesichert?
Wenn Mitarbeiter wegen Krankheit, Elternzeit etc. langfristig ausfallen oder das Unternehmen verlassen, greift die Bikeleasing-Arbeitgeber-Ausfallversicherung (im Leasingfaktor bereits berücksichtigt). Die Bikeleasing-Haftpflicht- & Rechtsschutzversicherung schützt den berechtigten Mitarbeiter im Rahmen der Privatnutzung des Dienstrads.
In unserer Zusatzvereinbarung steht dann drin, daß wir im Falle des Lohnausfalls die Kosten selber übernehmen müssen.
Kann die für ein Fahrrad laufende Nutzungsdauer beendet werden, weil der Mitarbeiter ein neues Fahrrad bestellen möchte?
Eine vorzeitige Beendigung der Nutzungsüberlassung durch den Mitarbeiter und eine Rückgabe des Rades während des vorab definierten Nutzungszeitraums ist grundsätzlich nicht möglich. Dies gilt auch für den Fall, dass der Mitarbeiter ein neues Rad bestellen möchte. Eine vorzeitige Beendigung des Vertrages ist lediglich durch die Zahlung eines Ablösebetrages möglich, dies ist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Sprich: Arbeitgeber ist versichert, Arbeitnehmer der Gelackmeierte.
Ach ja:
Welche Kosten/Aufwand kommen auf den Arbeitgeber zu?
Als Arbeitgeber können Sie Ihren Mitarbeitern Bikeleasing kostenneutral anbieten. Der Verwaltungsaufwand pro Leasingrad ist gering und kann digital über das Bikeleasing-Arbeitgeberportal oder per Mail abgewickelt werden. Das Arbeitgeberportal stellen wir kostenfrei für Ihr Unternehmen zur Verfügung. Dazu kommt: Durch die Barlohnumwandlung der Leasingraten sinken die Sozialausgaben sowohl für Mitarbeiter als auch für den Arbeitgeber. Aus diesem Grund empfehlen wir Arbeitgebern, mindestens die Versicherungsprämien zu übernehmen. Unsere Erfahrung ist: Je mehr Zuschuss Sie leisten, desto mehr Ihrer Mitarbeiter werden sich für ein Bikeleasing-Rad entscheiden. Unterstützen Sie deshalb Ihre Mitarbeiter bestenfalls durch die Übernahme der Raten für die Bikeleasing-Komfort-Versicherung oder durch einen Zuschuss in beliebiger Höhe. Der Zuschuss wird jedoch nicht mit den steuerfreien Zuwendungen von 44 € verrechnet.

Gruß,

Tim
 
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Je mehr ich über diese Leasing-Angebote erfahre, desto unattraktiver wird das Ganze.
 
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Blöde Situation. Von einem Tracker würde ich trotzdem Abstand nehmen. Ich wäre jedenfalls deftig sauer, wenn ich feststellen würde, dass der vorherige Nutzer mein Eigentum und damit ggf. mich und meinen Aufenthaltsort ohne mein Einverständnis, sorry, ausspioniert. Besser nicht.
 
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Je mehr ich über diese Leasing-Angebote erfahre, desto unattraktiver wird das Ganze.
Das kommt darauf an.
Man sollte nur vor Abschluß des Leasingvertrags wissen, worauf man sich einläßt (was eigentlich für jeden Vertrag gilt).

Ich hätte ohne BikeLeasing jedenfalls jetzt keinen drei Jahre alten Grasshopper mit meiner Wunschkonfiguration in meinem Besitz ...
 
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Wie wäre es einfach mal mit dem Leasinggeber zu sprechen ? Alles andere bringt doch nichts. Und einen Tracker würde ich nicht im Rahmen "vergessen" das kann gewaltigen Ärger geben.
 
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Wäre es ratsam einen Apple Find Tracker im Rahmen des Rades "zu vergessen"?
Es ist ratsam noch nicht mal daran zu denken. GPS-Standortdaten gehören zu den personenbezogenen Daten, die Verarbeitung personenbezogener Daten ist an strenge Voraussetzungen geknüpft und darf nur zu Zwecken erfolgen, die nach DSGVO und Datenschutzgesetz zulässig sind.
Falls ein Geschädigter davon Wind bekommt, dann hast Du ein Problem mit der Staatsanwaltschaft.
 
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Die monatliche Leasingraten sind ja bekannt, und denn Vertragslaufzeit. Leasing raten x monaten Laufzeit ergibt das Verkaufsmodel. als vorbild 36x100=€ 3600. Verkaufswert am vertragsende ist moglich auch irgendwo festgelegt. Da könnte mann dann auch zuruckrechnen. Jetzt sind €1200 gezahlt, bleibt noch zu zahlen € 2400 plus restwert.

Die Vorbilder die ich gesehen habe, sehen ungefahr so aus; Einkaufswert vom Rad wird uber die Laufzeit auf null runter gerechnet. So das am ende des Vertrags die Leasing Firma auch bei Null restwert keine Verluste macht. Dazu wird dann noch pro monat eine gewinmarge gerechnet. Und am ende des vertrags kann mann sich das Rad dann kaufen, naturlich nicht fur Null, sondern eine erhebliche Summe.

Fazit, nach 1 jahr Laufzeit denn Vertrag abkaufen kostet. Vielleicht lasst sich da Steuergunstig noch was aus verhandlen, wenn noch Ferientage aus zu zahlen sind oder so. Da fur Leasing Trikes moglich keine Schlange steht, könnte die Firma froh sein das Ding los zu werden, Egal was passiert, der Jenige der Zahlt bisst du.
 
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Es ist natürlich schwierig, ohne den Vertragstext zu kennen, sinnvoll Antwort zu geben. Hier aber meine Erfahrung aus zwei Leasingrunden mit einer vorzeitigen Beendigung:
Das erste Velomobil habe ich 2016 geleast und 2019 für den vertraglich festgesetzten Restwert (waren damals noch 10%) übernommen. Der Arbeitgeber musste dem Verkauf an mich zustimmen, bzw. sagen, dass er das Rad/VM nicht behalten will.
Das zweite VM habe ich 2019 geleast und 2021 habe ich mich verrenten lassen. Ich habe dann die Ablösesumme gezahlt, was mir sinnvoller erschien, als 2 Jahre Leasingraten in den Wind zu schießen.
In beiden Fällen musste der AG seine Zustimmung geben, DENN: Der Arbeitgeber ist der Vertragspartner der Leasingfirma. Er ist der Leasingnehmer, er stellt dem/der Mitarbeiter*in das Rad dann zur Verfügung und kann die Leasingraten als Entgeltumwandlung auf den/die Arbeitnehmer*in übertragen.
Wenn ich mein Arbeitsverhältnis kündige, kann ich das Dienstrad nicht mehr nutzen, muss aber auch nix mehr zahlen, da die Leasingraten durch den Arbeitgeber als Leasingnehmer gezahlt werden. Ich habe ja keinen Leasingvertrag unterschrieben, sondern nur die Überlassungserklärung.
Ich als Laie sehe das aufgrund meiner damaligen Verträge so, dass Du die 12 Leasingraten verlierst und der AG sich Gedanken machen muss, wie er mit dem Leasingvertrag weiter umgehen soll.
Ob Du nun den Ablösepreis zahlst oder die 12 Raten in den Wind schießt, musst Du entscheiden.

just my 2 cents
 
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Ob Du nun den Ablösepreis zahlst oder die 12 Raten in den Wind schießt, musst Du entscheiden.
Wenn ich @Suungi richtig verstehe, wäre "12 Raten in den Wind schießen" sogar etwas günstiger:
Nach aktuellem Auslöseangebot von Bikeleasing müsste ich dabei nach einem Jahr Leasingdauer trotzdem noch mehr als den Neupreis des Rades zahlen, da ja auch Gewinn und Versicherungen noch eingepreist sind.
 
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