wichtiger Sicherheitstipp für alle Velomobilfahrer mit Einarmschwinge

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Wobei auch ich infos brauche, wenn eine Fremdkonstruktion von der Norm abweicht. Und eine zwangsweise benötigte Schraubensicherung IST eine Abweichung. Kann man ja nicht riechen und maximal erahnen, weil man an der heraus gedrehten Schraube vielleicht etwas alten Kleber sichtet.
 
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Da hier ja schon 8 Seiten um das Thema rumgelabert wird füge ich auch mal meinen Senf dazu:
Mir ist noch nie die Achsschraube am Hinterrad losgegangen.
Aber da das eine kritische Stelle ist gehe ich lieber auf Nummer sich und tue immer Schraubensicherung drauf.
Ok kann dann evtl beim Lösen mühselig zu sein, ist mir aber immer noch lieber als wenn mich das Heck überholt.

Übrigens auf die Achsschrauben der Vorderräder kommt bei mir auch Schraubensicherung.

Bei mir geht die Achse nicht so einfach raus wie im Video von Velomobilworld.
Ich habe mir ein Ausziehwerkzeug gebastelt, damit ich die Achse rauskrieg.
 
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Mein Senf...
Ich hatte das "Problem" auch einmal. Es hat sich durch umsauberes Schalten und Rumpeln hinten auf schlechter Strasse manifestiert. Da ich ungern anhalte hat es ein paar kilometer gedauert bis ich der Sache auf den Grund ging, und die Schraube war noch vorhanden und nur ca. 2 mm lose.
Also als einfach machbare Lösung erschiene mir etwas basierend auf einem Standard Hinterradschnellspanner, einer Aluscheibe rechts auf der dieser sich abstützt und einer Verlängerung links - m5 mutter auf m6 gewinde dort wo jetzt der 5 mm Inbus ist. Das m8 Gewinde in Achse und adapter entfiele dann. Würde dieses den Ansprüchen eines Maschinenbauingenieurs entsprechen?
 
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Ah mir fällt ein: bei einem klemmenden linken Radlager würde sich das Konstrukt natürlich auch abdrehen. Aber ich denke, das sollte man wirklich lang vorher hören...
Ich hab mal in einem alten R4 ein langsam sich verabschiedendes Radlager erlebt. Das hört man seeeehr lange bevor es aufgibt :)
 
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Bei den VMs, bei denen auf der linken Seite im Radkasten genug Platz ist (beim Quest gehts auf alle Fälle), kann mit Schraubensicherung hochfest oder Fügeklebstoff ein Gewindebolzen entsprechender Güte in die Stirnseite der Achse gesetzt werden. Dann mittels entsprechend dimensionierter Scheibe und handelsüblicher selbstsichernder Mutter das Achskonstrukt verschrauben

Man könnte, um volle Abwärtkompatibilität zu bewahren, in das Innengewinde der Achse einen Gewindestift einkleben (hochfest). Dann hätte man einen Stehbolzen, der nach links aus der Nabe raussteht. Dann braucht man nur noch eine passende U-Scheibe, die auf den Innenring des Lagers drückt und eine selbstsichernde Mutter als Abschluss.
Wie @spargelix eine Seite zuvor schon schrieb (siehe erstes Zitat).

Die Beilagscheibe alias "U-Scheibe" kann man auslassen und stattdessen eine DIN 6331 Sechskantmutter mit Bund verwenden. Ein leicht verlierbares und umso schwerer wiederauffindbares Bauteil (Beilagscheibe) weniger.

Bei beengten Platzverhälnissen im Radkasten (z.B. im DF) geht das übrigens auch. Man muß bloß bereit sein, eine kleine Wartungsbohrung links im Radkasten anzubringen, was ja vielen zu unästhetisch ist. Funktioniert bei mir gut.

PS: bei mir hat sich die Schraube, auch im Original, bisher auch noch nicht selbsttätig gelöst, stets ohne Loctite, "altes" DF mit Alubuchsen in der Schwinge.
 

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Aber ich denke, das sollte man wirklich lang vorher hören...
Hörst du nicht. Lagerfett zwischen Aussenring bzw. Dichtscheibe und Schraube reicht auch schon um die Schraube mitzuschleppen. (Ich hab z.B. die landmaschinentechnische Angewohnheit ungedichtete Lager mit einer Fettpackung zu schützen.) Nicht 1:1 aber über die Zeit und wechselnde Lastrichtungen "Geschlacker" reicht das Quentchen Drehmoment um den Unterschied zu machen.
Unsere Maschinen haben jede Menge davon ind unterschiedlichen Festigkeiten, aber das ist Medizintechnik.
Ja. Gürtel und Hosenträger. Zweifehlertheorie. Wenn einer vergisst die Schraube anzuziehen stirbt trotzdem keiner. Wenn der Aufwand keine Rolle spielt... Oder hast Du bei der Formel 1 beim Radwechsel schon mal einen mit der Loctite-Flasche gesehen?
 
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Wir drehen uns etwas im Kreis.
Es wurde glaube ich alles zu dem Thema gesagt und das Ganze führt nur zu weiterer Verunsicherung für ein Problem, das faktisch gar keines ist.

Können wir das hier beenden oder will jemand ernsthaft fordern, dass ein paar Tausend VMs, die mit der Lösung seit zig Jahren überwiegend ohne Probleme fahren, jetzt erst mal schieben sollen?
 
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Oder hast Du bei der Formel 1 beim Radwechsel schon mal einen mit der Loctite-Flasche gesehen?
Es wurden aber schon Leute von herumfliegenden Reifen getötet.
Hier vorletzter Absatz:
 
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Das ist kaum zu glauben. Ich weiß, dass ich es gelesen habe, es hat aber nicht meine Auge-Hirn-Schranke überwunden. War keine Absicht.
Hat ja niemandem geschadet. War nur als Hinweis gemeint, daß beide Vorschläge eigentlich die selbe Idee thematisieren.
Hast Du es also so umgesetzt
Nein, so nicht. Nur den Part mit einer Schraube, beidseitig schraubbar (je nach Situation und Bedarf): SW 16 außen (links), SW 5 innen (rechts) in den genannten beengten Platzverhältnissen im DF-Radkasten. Gewinde einkleben war aber auch Teil der Lösung, mit Loctite 270 (276 geht auch), aber nicht (!) in der Achse, sondern zwecks Aufbau der Schraube aus zwei Teilen. Einer davon ist o.g. Sechskantmutter, DIN 6331.
Schweißen wäre natürlich die mit Abstand elegantere Lösung gewesen. Hab ich nicht.
 
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Achse und Schraube mit Linksgewinde zu verwenden ist wohl mit Abstand die leichteste Übung und ist in der Fahrradtechnik auch üblich, deshalb kann ich die Diskussion eigendlich nicht verstehen.
 
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